Feuchtigkeitsgehalt von gelagertem Aushub, Wiedereinbau, Setzungen

Diskutiere Feuchtigkeitsgehalt von gelagertem Aushub, Wiedereinbau, Setzungen im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich will einen Teil (wo später Rasen hinsoll) des Arbeitsraums mit seitlich gelagertem Aushub verfüllen. Hof, Carport und Terrasse wird...

  1. eik3de

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    Hallo,

    ich will einen Teil (wo später Rasen hinsoll) des Arbeitsraums mit seitlich gelagertem Aushub verfüllen. Hof, Carport und Terrasse wird mit filterstabilem "Kies-Schottergemisch 0-45 mm" verfüllt. Grundstück ist nahezu eben, Grube ca. 3 m tief.
    Der BU und der Bauleiter meinten beide während des Aushubs, dass der Boden schon zum Verfüllen geeignet sei. Der BU meint jetzt allerdings, dass er jegliche Verantwortung für spätere große Setzungen ablehnt, da er den Feuchtegehalt nicht beurteilen kann. Er empfiehlt dringend, einen Bodengutachter kommen zu lassen, der den Boden untersucht.
    Der Aushub liegt seit Anfang April dort und war seit Mitte letzter Woche mit Planen abgedeckt, so dass er den Dauerregen nicht abbekommen hat (Nordschwarzwald). Am Wochenende nach dem Regen haben wir den Aushub wieder freigelegt, so dass er jetzt trocknen kann.
    Hier ein Auszug aus dem Bodengutachten, was schon letzten Herbst gemacht wurde:
    Bohrung 1: Ton; stark sandig, kiesig, Sandsteinstücke / / rötlich braun / halbfest, mäßig schwer zu bohren- schwer zu bohren, erdfeucht, TL, BKL 4
    Bohrung 2: Ton; stark feinsandig, kiesig, schwach schluffig, Sandsteinstücke / / rötlich braun / steif, mäßig schwer zu bohren- schwer zu bohren, feucht, TL, BKL 4
    Im Bodengutachten war natürlich erwähnt, dass der Boden zum Wiedereinbau nicht geeignet sei. Laut Bauleiter schreibt der Gutachter das aber um sich abzusichern immer, außer es ist wirklich perfektes Verfüllmaterial.

    Folgende Fragen stellen sich mir:
    1.) Kann man mit "Hausmitteln" die Feuchte im Inneren eines Erdhaufens bestimmen um einigermaßen beurteilen zu können, ob das Material ausreichend verdichtet werden kann?
    2.) Kann man irgendwie abschätzen, wie lange das weitestgehende Durchtrocknen des Aushubs dauern würde, wenn man konsequent vor und nach jedem Regen zu- und wieder aufdeckt?
    3.) Wenn ich doch einen Bodengutachter bestellen muss, was ist ein realistischer Preis für das Begutachten/Bewerten eines Aushubhaufens auf Feutchtegehalt? Das Bodengutachten (2 Kleinrammbohrungen) hatte knapp 800 € brutto gekostet.
    4.) Was kann man bei Setzungen (Rasen) machen um sie auszugleichen? Kann man z.B. regelmäßig in einer dünnen Lage gesiebte Erde aufstreuen, geht sowas bei Rasen? (Ich hab da keine Ahnung...)

    Vielen Dank schon mal für Eure Hinweise bzw. Rückfragen.
     
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  3. #2 alex2008, 5. Juni 2013
    alex2008

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    wenn der Boden wirklich auf Haufen gelagert und Konsequent abgedeckt wurde dürfte der Wassergehalt wenn er vorher nicht schon zu hoch kaum nennenswert gestiegen sein.
    Ob sich der Boden verdichten lässt stellt man beim verdichten fest. Anstatt Rüttelplatte Grabenstampfer verwenden.
     
  4. eik3de

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    Vielen Dank alex2008 für deine Tipps.

    Ich habe heute ca. 130 cm schräg nach unten in den Aushubhaufen gegraben und eine Probe genommen. Durch "Backen" habe ich einen Wassergehalt von ca. 10 % (Masseprozent) ermittelt. Im gesamten Aushub sind aber viele verwitterte/zerbrochene Sandsteine aller Größen vorhanden die ich nicht in der Probe hatte. Allerdings war ich auch nicht annährend in der Mitte des Haufens, ich kam leider aufgrund von großen Sandsteinen einfach nicht weiter.

    Ist 10 % Wassergehalt ein guter Wert im Bezug auf Verdichtbarkeit für den o.g. Boden?
     
  5. #4 alex2008, 7. Juni 2013
    alex2008

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    abgesehen von der Genauigkeit der Ermittlung des Wassergehaltes, dass ist wirklich ne Wissenschaft für sich, sieht das nicht übel aus.

    Aber wie schon erwähnt: Zum verdichten Grabenstampfer, alternativ noch ne Grabenwalze (das sind die mit den Stollen auf der Bandage). Ein Anbauverdichter für Bagger ist auch noch akzeptabel.
     
  6. Diamand

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    Um die Erdfeuchte würde ich mir nicht so viele sorgen machen. Was mir aber Magenschmerzen bereiten würde wäre der ganze Bauschutt welcher wohl darin verborgen ist. Ich würde nicht gerne auf meinem Grundstück eine Mülldeponie aufmachen und was ist womöglich noch so alles in dem Aushub. Oder steht das Haus sowieso auf einer ehemaligen Deponie?
     
  7. eik3de

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    @Diamand

    Das Baugebiet wurde vor 10 Jahren erschlossen, vorher war dort (nachweislich) ausschließlich landwirtschaftliche Nutzung mit Acker/Wiese/Obstbäumen. Spuren von vorheriger Bebauung sind im Aushub keine zu finden, sondern nur gewachsener Sandstein der nach oben hin teilweise schon verwittert ist. Es ist ein sehr ländliches Gebiet, direkt angrenzend an das Grundstück ist auch Landschaftsschutzgebiet.
     
  8. Diamand

    Diamand

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    Entschuldigung.
    Habe einen Fehler gemacht. Hatte irgendwie Kalksandstein im Kopf. Somit habe ich dieses mit Bauschutt gleichgesetzt. Trotzdem, so viele Steine wie dort scheinbar vorhanden sind würden mir trotzdem nicht so besonders gefallen. Unter der Terrasse usw. sicherlich gut aufgehoben, aber unter dem Rasen oder sonstigem Garten könnte es irgendwann einmal zu einem Fluch werden. Ich kann mich noch wage an eine TV Sendung erinnern in welcher gezeigt wurde das durch Micro Erschütterungen, welche es immer gibt, Steine im laufe der Zeit nach oben wandern. Die folge wird sein das dann auf dem Rasen Steine liegen bzw. du beim Umgraben ständig auf Steine stoßen wirst. Bei kleineren Steinen kein Problem wenn diese aber größer sind das könnte dann doch beim bearbeiten der Fläche nicht so schön sein.
     
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  10. KATMat

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    Fernsehsendungen, jaja.
    Steine und andere größere Teile im Boden wandern durch Auffrieren nach oben. Wenn da in Karlsruhe 40 cm Mutterboden drauf kommen sollte das kein Problem sein.
     
  11. peterk61

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    Entsprechend Ihren Angaben aus dem Baugrundgutachten würde ich den Boden als bedingt verdichtbar einstufen. Der Wassergehalt sofern er stimmt wäre eher schon auf der zu trockenen Seite.

    Der Boden wird, wenn er als Haufwerk lagert nur oberflächlich austrocken. Im Inneren des Haufwerks wird sich der Wassergehalt kaum ändern. Da hilft nur den Boden aufgelockert auszubreiten und öfters zu wenden und bei Niederschlägen vor Nässe schützen. Das dürfte aber nicht praktikabel und wirtchaftlich sein.

    Die Bestimmung des Wassergehaltes (geht mit Hausmittel z. B. mit Mikrowelle/Backofen und genauer Waage z. B. Briefwaage) hilft nicht weiter, da der für die Verdichtung optimale Wassergehalt nicht bekannt ist. Der Bodengutachter dürfte ca. 300 € bis 500 € für die Beurteilung der Verdichtbarkeit verlangen.

    Im Bereich der Wiese können Setzungen toleriert und durch Bodenanschüttung ausgeglichen werden. Im überbauten Bereich würde ich keine Experimente empfehlen. Den Boden in max. 20 cm mächtigen Lagen einbauen und wie Alex2008 beschrieben hat verdichten lassen.
     
Thema:

Feuchtigkeitsgehalt von gelagertem Aushub, Wiedereinbau, Setzungen

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