FI-Schutzschalter: Wieviele?

Diskutiere FI-Schutzschalter: Wieviele? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Wir beschäftigen uns im Moment damit, wieviele Schutzschalter wir für unser 155qm Haus (ohne Keller) installieren wollen. Standard ist bei unserer...

  1. #1 tommythewho, 1. Februar 2009
    tommythewho

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    Wir beschäftigen uns im Moment damit, wieviele Schutzschalter wir für unser 155qm Haus (ohne Keller) installieren wollen. Standard ist bei unserer Baufirma 1 FI-Schutzschalter. Habe aber nun gelesen, dass davon abgeraten wird.

    Wieviele werden denn empfohlen? Habe schon gelesen, einer fürs Bad und einer für den Rest des Hauses.

    Bin auf eure Meinungen gespannt...
     
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  3. Julius

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    Nach DIN ist nur einer heutzutage für Neuanlagen sowieso unzulässig!

    Unabhängig davon ist es sehr sinnvoll, eine Aufteilung vorzunehmen, aber andererseits nicht zu sehr.

    Auf jeden Fall sollte man alle Außenanlagen (einschließlich Außenbeleuchtung) auf separaten FI legen!

    Für ein Haus dieser Größe dürfte es auf etwa 3 bis 6 FI-Schutzschalter hinauslaufen.
    Es kommt auf die Zahl und Zuordnung der Endstromkreise an und auch darauf, ob es nur eine Zentralverteilung gibt oder mehrere (Stockwerks-)Unterverteiler.

    Achtet bitte auch darauf, daß die allgemeinen Steckdosenstromkreise NICHT (wie vielfach üblich) mit B16A abgesichert werden, sondern besser z.B. mit C13A.
     
  4. SvenW

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    kleiner Tip am Rande: Achte darauf, das die Beleuchtung für den Kasten/Raum nicht am gleichen FI hängen oder , nur die Beleuchtung dieses Raums nicht die Steckdosen, gar nicht am FI hängt. Denn wenn der FI auslöst ist:
    1. grundsätzlich die Batterie der Taschenlampe leer und
    2. es draußen Nacht

    Im stockdunklen im Sicherungskasten herumkramen ist immer wieder ein besonderes Erlebnis.
     
  5. Eumeltier

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    @Julius: Warum C13 statt B16?

    Mit 13A könnte es bei manchmal (ok, selten) bei mir schon eng werden. Aber 13A ist für Billig-Verteilerdosen sicherlich besser, da sonst die Verflüssigung einsetzt...

    Ist denn mit 13A C-Charakteristik zulässig? Bei 16A ist C-Charakteristik ja AFAIK nicht zulässig (aber ist auch nicht wirklich mein Spezialgebiet)...

    Gruß,
    Martin
     
  6. Bauwahn

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    Die C-Charakteristik ist dann zulässsig, wenn der Schnellauslöser noch abschaltet, also die Leitungslänge den Kurzschlusstrom nicht zu sehr begrenzt.
     
  7. Eumeltier

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    Aber C16 für Schuko ist doch grundsätzlich nicht zulässig, oder? (Im Gegensatz zu CEE-Dosen...)

    Ich könnt natürlich auch den Hösl ausm Regal holen und nachschauen ;-)
     
  8. Jonny

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    Dann mach mal.
     
  9. #8 LiBa Hannover, 9. Februar 2009
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    planen und bauen fängt an, wo andere aufhören
    .........??? ist da heute nicht was ganz anderes gefordert??? soweit ich informiert bin, muß jeder steckdosenkreis und jeder lampenkreis mittels fi abgesichert werden, auch wenn man einen altbau neu verdrahtet??????
     
  10. Julius

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    @ Eumeltier

    C16 für Schukos sollte man nur im wirklichen Bedarfsfall machen, z.B. bei Einzelsteckdosen für bestimmte Verbraucher (z.B. Wechselstrom-Schweißgerät).

    Es ist dann zulässig, wenn die Abschaltbedingungen sowohl für Kurzschluß als auch bei indirektem Berühren eingehalten werden.
    Da heute sowieso generell 30mA-FI-Pflicht für alle Steckdosenstromkreise (bis 20A gilt), ist das meist kein Problem. Sofern die Leitung nicht zu lang ist.

    C 13A ist aber fast immer der bessere Kompromiß, insbesondere bei 1,5er Aderquerschnitt und/oder ungünstiger Verlegeart!

    Aber auch an die Belastung der Steckverbinder denken. Heutige Thermoplast-Messingblech-Schukos rauchen wesentlich früher ab als die guten alten Keramik-Stahlfeder-Preßstoff-Dinger...
     
  11. Julius

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    @ LiBa

    So ähnlich.
    Für Steckdosenstromkreise gilt die 30mA-FI-Pflicht inzwischen endlich generell.
    Bei reinen Lichtstromkreisen hängt es von verschiedenen Parametern wie der Netzform und Vorgaben des örtlichen VNB ab.
    Aber wenn man bedenkt, wie schnell mal ein Badezimmerspiegelschrank mit eingebauter Steckdose oder eine ebensolche Arbeitsplatzleuchte in der Küche nachträglich und oft durch Laien montiert werden, führt eigentlich NICHTS an FI für ALLE Haushaltsstomkreise vorbei!!!

    Bei mehreren FI (Aufteilung ist eh vorgeschrieben) und geschickter Verteilung ist auch die Verfügbarkeit kein Problem.

    Für "neu verdrahteten Altbau" gelten diese Forderungen ebenso wie bei Neubauten.
     
  12. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also die Dinger brauchen ja auch Platz in der Verteilung. Aber mindestens 2 Stück sollten es schon auf jedem Stockwerk sein. Den Rest kann man als Kür ansehn.

    Auch wenn das bisher hier im Forum abgelehnt wurde: IN einem Fachaufsatz habe ich vor wenigen Wochen gelesen, Kühlschrank, Gefrierschrank, Heizung u. ä. besser nicht mit FI schützen.

    Die Schäden aus aufgetauten Gefrierschränken oder ausgefallener Heizung im Winterurlaub sind wohl doch größer. Und brennen wird so ein geschlossenes Agregat wohl auch nciht so oft.

    pauline
     
  13. Bauwahn

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    Das ist Käse, so teuer kann der Inhalt des Kühlschranks gar nicht sein. Nicht mal im vergleich mit der Schwiegermutter.
    Und das Risiko einer Fehlauslösung bei korrekter Installation und Abwesenheit ist gering.
    In der Regel löst der FI nicht ohne Grund aus. Eine Trennung der Ausseninstallation ist ohnehin anzuraten (verringert Wetter-, Gewitter- und Sabotageeinflüsse)
    Dass die Heizung eine sonstige Funktionsstörung hat ist wahrscheinlicher.

    Vergleicht man also das Risiko(=Auftrittswahrscheinlichkeit*Potenzielle_Schadenhöhe) der Varianten mit und ohne FI, wird man zu dem Schluß kommen, dass mit besser ist.

    Wenn man Paranoid ist, kann man auch FIs mit automatischem Wiedereinschalter einabauen.

    Ich habe 6, auf jedem Stockwerk 2. Auf einem liegén die jeweiligen Zimmer und auf dem anderen der Flur und andere Dinge wie Heizung etc. Dadurch bekommt man einen Ausfall auch schnell mit. Man kann natürlich auch Meldekontakte anbauen. Im EG hängt am Flurkreis nur noch Klingel und Aussenbeleuchtung bzw. -steckdosen (diese sind aber zusätzlich 2-polig von innen abschaltbar und im Ruhezustand aus).
    Da der UV jeweils im Flur hängt, kann er beim Ausfall eines FI immer entweder vom Flur oder vom nächsten Zimmer aus beleuchtet werden, je nachdem welcher FI fällt.
    Mehr wäre vom verfügbaren Platz in den UVs (jeweils 6-reihig) kaum möglich gewesen.
     
  14. Julius

    Julius

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    Ich weiß ja nicht, wie alt das Kochbuch war, in dem Du das gelesen hast...
    Aber inzwischen haben wir Februar 2009, die Übergangsfrist ist eindeutig um.
    Daher ist es endlich auch in Deutschland schlichtweg unzulässig, diese Geräte NICHT auch mittels 30mA-FI-Schutzschalter zu schützen!!!

    Abgesehen davon, war jene Aussage auch vorher ziemlich wertlos, weil die Stromversorgung in Deutschland nicht technisch einheitlich erfolgt. Und in den TT-Gebieten war es bereits vorher in den allermeisten Fällen nicht möglich, die Abschaltbedingungen ohne FI einzuhalten.

    Über die Ammenmärchen von den unbegründet auslösenden Fehlerstromschutzschaltern können Fachleute und Nutzer, die taditionell in TT- oder in Mischgebieten ansässig sind, sowieso nur lachen.
    Damit suchten die TN-Bewohner bzw. -Installateure, BT etc. nur ne billige, reißerische Begründung, um ihren vorsintflutlich niedrigen Sicherheitsstandard irgendwie zu rechtfertigen. In Wahrheit war das nur ne Mischung aus Unkenntnis, Dummheit, Leichtsinn und stümperhaft ausgeführten Anlagen.

    Selbst für kritische Einsatzbereiche, wie Einzelgehöfte an langen, oberirdisch geführten Netzausläufern, gibt es längst gute und zuverlässige technische Lösungen (z.B. stromstoßfeste, kurzzeitverzögerte FI oder eben solche mit automatischer Wiedereinschaltung)!
     
  15. upD8R

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    Stolpere auch gerade über einen Passus in einer mir vorliegenden BV, die nur einen FI erwähnt.

    Wo finde ich denn die Infos, was heute Vorschrift ist? Die DINs sind nicht allgemein zugänglich, oder?

    Gab es nicht auch mal einen Empfehlung über die Anzahl von Abschlussstellen/Steckdosen pro Raum oder irre ich mich da?
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 26. April 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Vorschrift für RCD/FI ist derzeit:
    1) Alle für Laien zugänglichen Steckdosen müssen über RCD(s) abgesichert sein
    2) Beim Auslösen einer Sicherungseinrichtung darf nicht das gesamte Haus stromlos sein. Macht mindestens 2 RCD/FI.
    Für die Mindestanzahl der E-Anschlüsse gibts ne DIN, ja. Einfach mal die Suche nützen!
     
  17. upD8R

    upD8R

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    Danke!
     
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  19. Julius

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    Es gibt natürlich auch noch die Bauträger-Billichwillich-Lösung, welche in etlichen Gebieten (mit TN-Versorgungsnetz) möglich ist:

    Nur ein FI, dafür das Flurlicht (als Stromkreis ohne Steckdosen) nicht über FI geschützt.

    Zulässig, aber nicht so sicher. Vor allem aber unpraktisch bis dorthinaus...

    Also (ggf. gegen Aufpreis) gleich von Anfang an 2 bis 4 FI-Schutzschalter verbauen lassen!
     
  20. vlide

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    Fehlauslösungen von RCD kenne ich eigentlich nicht.
    Solange man nicht selber an der Anlage rumpfuscht und bastelt, löst in einer ordentlich installierten Anlage eine RCD niemals ohne Grund aus.

    Selbst in meinem Elternhaus, einem ziemlich grosses Bauernhaus mit veralteter und sehr weitläufigen E-Installation, hat dre einzige FI, der das ganze Bauernhaus sicherte, so gut wie nie ausgelöst. (war aber dauzmals auch ein 500mA Schalter)

    FI Aufteilung ist sicherlich sinnvoll, aber übertreiben muss man es nicht unbedingt. Ich hänge meist Gang,WC,Kühlgeräte auf einen FI, den Aussenbereich auf einen FI und den restlichen Wohnbereich auf einen dritten FI.
    Damit hat man eigentlich bei eienr Auslösung immer Licht über den noch funktionierenden Gang, bzw. kommt auch bei ausgefallenem Kühlschrank-FI schnell aufgrund fehlenedem Scheisshauslicht drauf.
     
Thema: FI-Schutzschalter: Wieviele?
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