Filigrandecke: ca. 15mm Stufe an den Stößen

Diskutiere Filigrandecke: ca. 15mm Stufe an den Stößen im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, zufällig ist mir bei Begehung unseres Rohbaus aufgefallen, dass die Filigrandecken in unserem zukünftigen Wohnzimmer nicht plan...

  1. immofred

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    Hallo,

    zufällig ist mir bei Begehung unseres Rohbaus aufgefallen, dass die Filigrandecken in unserem zukünftigen Wohnzimmer nicht plan aufliegen. So kommt es u.a. an einem Stoß zu einem treppenähnlichen Versatz von ca. 15mm. Nach googeln, ... , - aus der DIN 18202 Tabelle 3 Ebenheitstoleranzen werde ich nicht schlau - sofern diese hier überhaupt zur Anwendung kommt.

    Die Filigrandecke soll tapezierfertig übergeben werden. Die Fugen zu spachteln ist Sache des Bauunternehmers. Nächste Woche Montag kommt der Putzer.

    1) Ist dies ein Baumangel und wenn ja, ab wieviel mm gilt dies als Mangel?
    2) Wo steht dies (Norm, und wie wird diese angewendet / gemessen)?
    3) Was ist praktikabel: großflächig spachteln um einen "weicheren" Übergang hinzubekommen oder doch noch verputzen lassen?
    4) Sofern ich keinen Anspruch auf Verputzen der Decke haben sollte: wie teuer könnte das verputzen einer Decke kommen?

    Zu den Decken folgende Angaben:
    1) WZ 7,4 x 4,5m
    2) EZ 4,25 x 4,5m
    3) Küche 3,5 x 3,5m
    4) Flur ca. 8x1,3m
    Zwischen den vier Räumen gibt es nur deckengleiche Stürze, die nach dem Spachteln/Tapezieren nicht mehr sichtbar sein sollen. Folglich müßten wir fast die gesamte EG-Decke verputzen lassen, wenn wir den nach unserem empfinden erheblichen Mangel beseitigen wollen.

    Nachbemerkung:
    Wir beabsichtigen nicht ein Streiflicht / Schlaglicht unterhalb der Decke zu plazieren, da damit ohnehin jede kleinste Unebenheit auffällt. Allerdings ist die Wirkung von direkt unter der Decke montierten, halbrunden handelsüblichen Deckenlampen mit auch seitlichem Lichtaustritt nicht ganz unähnlich. Im Bereich der treppenähnlichen Stufe beabsichtigen wir eine Stehlampe hinzustellen, die das Licht direkt nach oben an die Decke (90 Grad) wirft.

    Was tun?

    Vielen Dank im Voraus
     
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  3. Robby

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    Die DIN 18202 regelt keine Höhenversätze. Möglich wäre hier ein Ausgleich der höherliegenden Deckenplatte
     
  4. immofred

    immofred

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    Nur ein bissel beispachteln oder die ganze Deckenplatte mit der Putzschiene gerade abziehen?
     
  5. Bauwahn

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    15 mm spachtelt man nicht mal eben so bei.
     
  6. sepp

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    aber die ebenheit regelt sie und danach siehts selbst bei nichtflächenfertigen unterseiten der decken, schlecht für den BU aus.
     
  7. morten25

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    15mm????

    das muss der doch schon beim unterstellen der decke schon bemerkt haben!

    das ist einfach nur pfusch!
     
  8. Robby

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    Neee die Ebenheit regelt Unebenheiten. Winkeltoleranzen die Abweichung zur Waagerechten. Schlecht aussehen tut es allemal weil es einfach falsch ist.

    Die 18202 ist soo einfach aber auch sooo kompliziert ;)

    Eben Ausspachteln geht natürlich nicht :)
     
  9. Robby

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    @Sepp Beispiel ich messe diesen Höhenversprung auf? 8 m dann ist er toll? oder auf 1 m dann nicht? Denk mal drüber nach :)
     
  10. #9 Carden. Mark, 14. Oktober 2008
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    Das Problem der 18202 sind die weit gesteckten Messpunkte.
    Das Ding erschlägst Du bei genauer Betrachtung der 18202 NICHT mit dieser.
    Da musst Du schon eher über den Weg des "üblich zu erwartenden und der Funktionstüchtigkeit" gehen.
    Beides hier nicht gegeben.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2008
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    [Ketzermodus] Filigranplatten sind aus Transportgründen i.d.R. nicht breiter als 2,5 m. WENN hier nur EINE Seite hochsteht, kann ich zumindest in einer Richtung mit einem max. Messpunktabstand von ca. 2 - 2,5 m rechnen. Und DANN sind 1,5 cm schon aua. [/Ketzermodus]
    Wenn die Stoffel keine lange Wasserwaage/Laser hatten und die Joche auf der einen Seite des Versatzes alle um 1,5 cm höher als auf der anderen Seite einnivilliert haben, dann siehts düster aus mit 18202.

    MfG
     
  12. Robby

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    Zu den "Falschrumversätzen" hatte ich mal eine Skizze hier eingestellt. Unter einer Seite darfst du natürlich nicht unter Überständen messen. (Eigentlich gar nicht, aber das muss man herleiten) mal sehen ob ichs noch finde
     
  13. Robby

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  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2008
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  15. Robby

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    Neee weil die Messlatte könnte ich auch kürzer legen dann wäre die Messstrecke kleiner...
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Nein! Von Stoß zu Stoß - dabei sind die Stöße die zwei "Buckel" aus dem DIN Bildchen.

    Willkürliche Wahl der Messabstände is nicht.
     
  17. drulli

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    Unabhängig von DIN etc. Ist sowas überhaupt noch zu korrigieren? Die Platte liegt sicher nicht auf beiden Seiten 15 mm höher, wo man 'einfach' eine entsprechende Platte drunterpappen könnte. Und eine 15mm Platte gegen 0 mm auslaufen zu lassen. Das möcht' ich sehen...
    Und großflächig spachteln? Das sieht man doch immer. Da bleibt dann wohl nur noch die Rauhfasertapete.
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Spachteln geht. Eine einheitliche Oberfläche gibt es bei Filigranplatten sowieso nicht, weil die Fugen auch OHNE Höhenversatz gespachtelt werden. Auch dann, wenn die Plattenkanten auf 2/100tel genau lägen.

    Für eine reine Anstrichbeschichtung muss also eh gespachtelt werden, wenn es keine Strukturunterschiede geben soll.

    MfG
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 15. Oktober 2008
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    So - nu hast mich so weit. Ich bin unter die Bildchenmaler gegangen.
    Fall 1 - der klassische DIN-Bild Fall
    Fall 2 ist ne Sonderform von 1 (und der, den ich oben meinte). Es gibt keine "echten Buckel", weil rechts und links des Versatzes alles eben ist. Ändert nichts an der Messmethode
    Bei Fall 3 wirds spannend, weil der Messpunktabstand sich entweder nach den nächsten feststellbaren "Buckeln" richtet oder schlimmstenfalls von Wand zu Wand geht.
     
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  21. #19 Carden. Mark, 15. Oktober 2008
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    Ich mail Dir mal was zu Ralf
     
  22. Robby

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    Doch Ralf das ändert einiges... stell dir vor der Versatz ist 10mm

    Stell dir vor die "Schräge Platte" wäre mit der Ebene der geraden Platte nach 5 m gleich dann wäre es je nach der Messstrecke und deine Messung noch OK... wäre die schiefe Platte aber "schiefer" und kürzer wäre der Versatz noch gleich aber bei 2,50 m Länge Falsch
     
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