Filigrandecke - Hohlziegel zum Träger hin abdichten

Diskutiere Filigrandecke - Hohlziegel zum Träger hin abdichten im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Wie dichtet man bei Filigrandecken eigentlich die zu angrenzenden Trägern (oder dem angrenzenden Ringanker/Ringträger) weisenden offenen Enden der...

  1. gringo

    gringo Gast

    Wie dichtet man bei Filigrandecken eigentlich die zu angrenzenden Trägern (oder dem angrenzenden Ringanker/Ringträger) weisenden offenen Enden der Ziegel/Hohlsteine korrekt ab, damit beim Vergießen des Ortbetons kein Beton in die Ziegel läuft?

    Anbei ein Beispielfoto, bei dem offensichtlich mit Styroporplatten abgedichtet wurde.

    Grüsse,

    Gringo
     
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  3. #2 pauline10, 22. März 2009
    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also ich finde den Betonkalender gerade nicht. Aber ich würde das als Hohlkörperdecke bezeichnen.

    Filigrandecken sind die Betonplatten, die die untere Seite einer Decke bilden. Sie werden etwa 6 cm stark betoniert und enthalten bereits die Bewehrung der Decke.

    Ansonsten hat Styropor innerhalb des Betons nichts verloren. Wenn man die Steine abdichten will, weil die Steine an dieser Seite nicht geschlossen sind, würde ich Steine oder Steinreste dort einlegen.

    Die Hohlkörper stellen vorwiegend eine Schalung dar. Was da innendrin passiert ist bedeutungslos. Man spart eben den Beton, wenn man das zustellt.

    pauline
     
  4. #3 Carden. Mark, 22. März 2009
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    hmmm, bei der Betonvariante davon gibt es seitlich geschlossene Steine für den Zweck.
     
  5. #4 DerSuchende, 22. März 2009
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    Aaha :(, jetzt verstehe ich das:
    Spanien leidet unter einer ausgeprägten Immobilien- und Baukrise

    MfG
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 22. März 2009
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  7. gringo

    gringo Gast

    @DerSuchende: @Ralf Dühlmeyer
    Nix verstehst! Kalt, ganz kalt!
    :konfusius

    Gringo
     
  8. #7 DerSuchende, 23. März 2009
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    Ja, ja die "Bilder" und das SOWAS von so etwas kommt!:mauer

    Ich würde sowas nehmen:
    - Mörtel
    - Betoplan
    - Styrodur

    MfG
     
  9. #8 pauline10, 26. März 2009
    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Ich kann ja nicht in die Hohlkörper hineinschauen. Aber ich vermute, das ist nicht ein einziger großer hohler Raum sondern da sind viele Stege aus der Strangpresse vorgegeben.

    In so eine Sammlung von Stegen wird der Beton nicht weit kommen. Das kann man dann einfach offenlassen. Der eingedrungene BEton würde dann einen besonders innigen Verbund darstellen. Das muß ja nicht schlecht sein.

    pauline
     
  10. gringo

    gringo Gast

    Hallo Pauline10, DerSuchende und Mark:

    Ich habe, ähnlich wie Mark es beschrieben hat, schon entsprechende Hohlsteine/Hohlziegel gesehen, die waren für den besagten Zweck herstellerseitig einfach ausgeschäumt. Die gibt es aber nicht überall.

    Die Seiten offenlassen und beim Gießen den Beton einfach in die Stegzwischenräume laufen zu lassen, halte ich für keine gute Idee. Bis der Beton vollständig ausgehärtet ist, wird vom benachbarten Bauteil eine nicht definierte Menge Beton in diese Zwischenräume sacken. Das führt zu einem ungleichmäßigen Guss des Bauteils und schwächt die Bauteilstruktur.

    Aus dem gleichen Grund erscheinen auch in die Stegzwischenräume eingelegt Steinchen oder dergleichen nicht sinnvoll zu sein. Besonders auch, weil sie kaum an der richtigen Stelle bleiben und der Aufwand zur Anbringung einfach enorm wäre. Dann schon eher den Randstein vorher seitlich mit Mörtel zuschmieren und den Mörtel aushärten lassen.

    Pauline: Bei der Abdichtung mit Styropor- oder Styrodurplatten oder dergleichen (siehe mein Beispielfoto) gelangt die Styroporplatte nicht IN den Beton, sondern bildet lediglich eine seitliche Begrenzung des beim Gießen entstehenden Stahlbetonträgers zu den Hohlbausteinen.

    Saludos,

    Gringo
     
  11. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!

    Also solche Hohlkörperdecken gelten bei der Bauaufsicht nicht gerade als eine Lastabtragende Scheibe. Oft verlangt man dann einen Überbeton mit einer Stahlmatte. Denen ist eine Betondecke deutlich lieber.

    Mit dem Styropor hindere ich den Beton an einer innigen Verbindung mit den Hohlkörpern. Bei einer schwingenden Belastung (Erdbeben) wird sich da mit dem Styropor sehr schnell ein Riss bilden. Aus dieser Sicht sehe ich das Styropor schon im Beton. Es unterbricht eben den Kraftfluß.

    Mit Mörtel verschmieren würde das vermeiden, es ist aber auch recht aufwändig.

    Ob da eine nenneswerte Betonmenge in die Hohlkörper fließt???
    Die Hohlkörper werden sehr schnell das Wasser aus der Handvoll Beton saugen und dann fließt dort nichts mehr weiter.

    Den Betonbalken mit seiner Bewehrung sollte man , (wenn man hätte) natürlich rütteln, damit auch die Bewehrungseisen gut vom Beton ummantelt werden. Die oberen Eisen sind es oft nicht, weil der Beton nachsackt wenn die Luft entweicht. Das sind so bei 15% Luft die normalerweise herausgerüttelt werden. Da machen die Löcher in den Hohlkörpern den Kohl auch nicht mehr fett.

    pauline
     
  12. Bauwahn

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    Die Gefahr dass der Beton bis zum Ansteifen immer wieder nachsackt und dann zur Lunkerbildung, schlechtem Verbund mit der Bewehrung oder Hohlraum führt wäre MIR zu groß.
     
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  14. Klenkes

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    Es handelt sich offensichtlich um eine Rippendecke mit statisch nicht mitwirkenden Deckenziegeln.
    Ob die Bauaufsicht lieber etwas anderse hätte steht hier nicht zur Debatte.
    Auch ob die lieber Tee oder Kaffee trinken ist uninteressant.
    Da offensichtlich Bewehrung über den Ziegeln angeordnet ist, wird auch eine
    Ortbetonschicht betoniert werden und die Scheibenwirkung wird erreicht.
    Ein "inniger Verbund" zwischen Ziegeln und Betonrippen ist nicht erforderlich, da es kein Verbundquerschnitt ist. Ein "Kraftfluss" Ziegel...Beton an der Stirnseite der Ziegel ist nicht vorgesehen und wird auch nicht dadurch erreicht, dass der Beton 20 cm in die Ziegel läuft.
    Das Schließen der stirnseitigen Öffnungen ist sinnvoll, um keine unkontrollierteb Verhältnisse zu erhalten.
    Ob sich hier im Lastfall "Erdbeben" ein Riss einstellt ist auch uninteressant, weil das nicht der einzige Riss sein wird.
    Man sollte nur darauf achten, dass auch die seitliche Betondeckung -in Richtung Styropor- eingehalten wird.

    Gruss Klenkes
     
  15. #13 gunther1948, 19. April 2009
    gunther1948

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    hallo
    beton für solche decken wird relativ dünnflüssig ( kuhscheiße ) körnung 0-16m angemacht und läuft beim rütteln wohin er will. d.h das eigengewicht der decke erhöht sich unkontrollierbar und die trägerbenessung kannste in die tonne treten.
    meine unmaßgebliche meinung hierzu da gehören einseitig geschlossene steine hin - sogenannte endsteine - ansosten die löcher zustopfen aber nur die löcher, egal mit was. bei styropor besteht die gefahr, daß es beim rütteln hochschwimmt.


    gruss aus de palz
     
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