Filigrandecke versus Ortbetondecke

Diskutiere Filigrandecke versus Ortbetondecke im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Mal wieder eine Frage, die sich aus der Planung mit meinem Architekten ergeben hat. :wow Dieser hat die Vorstellung, die Geschossdecke -...

  1. ecobauer

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    Mal wieder eine Frage, die sich aus der Planung mit meinem Architekten ergeben hat. :wow
    Dieser hat die Vorstellung, die Geschossdecke - eineinhalbgeschossiges EFH mit rd. 88qm Grundfläche - vom Rohbauer geschalt, armiert und betoniert insgesamt billiger käme als der Einbau einer Filigrandecke.
    Das längste zu überspannende Maß beträgt 4,50m
    Mir kommt das spanisch vor :motz
     
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  3. RMartin

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    Nö, gar nicht. Filigrandecken haben den Vorteil, dass sie zeitsparender sind....wenn man dann die Zeit in Geld umrechnet evtl. schon.
    Die reinen Baukosten sind ungefähr gleich. Man spart bisschen bei Schalung...obwohl die Filigranelemente mit Jochen unterstützt werden müssen (Aufwand ist hier also auch da). Randschalung muss sowieso ebenfalls gemacht werden. Meist hat man bei Filigran bisschen mehr Bewehrung. Vor Ort betoniert werden muss ebenfalls. Und bitte nicht die Fugen zwischen den Elementen vergessen....die müssen verspachtelt werden. Je nachdem wie eine Firma sowas alles kalkuliert bleibt da unterm Strich keine Kostenersparnis.
     
  4. Yilmaz

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    Das ist alles milchmädchenrechnung. Wer bei EFH auf fertigdecken verzichtet der hat die noch nie verbaut und hat keine erfahrung damit.
     
  5. RMartin

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    Ja, es geht vor Ort schneller voran mit dem Rohbau. Das ist ein guter Vorteil. Aber preislich sehe ich da nicht viel bis gar nix.
     
  6. #5 Skeptiker, 21. April 2010
    Skeptiker

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    Welches System günstiger ist, hängt auch von der beabsichtigten Baustelleneinrichtung, der erforderlichen Bewehrungsführung und der technischen Ausstattung des Rohbauers und letztlich seinen Vorlieben ab. Einen rechtwinkligen Grundriss vorausgesetzt dürfte sich beides nicht viel nehmen.
     
  7. mls

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    quiztime! :)
    wieviel mehr bewehrung erfordert eine elementdecke?
    pemu und josef dürfen nicht mitmachen :p
     
  8. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Jojo,

    es gibt noch ein anderes Argument: Decke gespachtelt oder verputz?

    Manche Architekten oder Bauherren wollen eine verputzte Decke.
     
  9. ecobauer

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    Soll das heißen, auf jeden Fall eine Filigrandecke einbauen???

    Übrigens, der Grundriss ist rechteckig, ohne Schnörkel usw.
     
  10. Yilmaz

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    Ich habe selber erfahrungen mit beides gemacht. Wenn statisch nicht unmöglich bin ich für halbfertigdecken.
     
  11. ecobauer

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    Die Planung hat keine Besonderheiten. Der Statistiker wird sowieso noch gefragt werden.
     
  12. Skeptiker

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    Da fehlt noch die dritte Option: Sichtbeton und da macht es die Halbfertigdecke dem Rohbauer recht einfach - wenn denn die Bauherrschaft / der Planer mit den sichtbaren Fugen leben kann. Freunde des gut gemachten Sichtbetons soll es ja auch geben. :e_smiley_brille02:
     
  13. Yilmaz

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    Bei EFH ist das ehe kein problem. Bloß mit fertigdecken funktioniert nicht immer und überall.
     
  14. ecobauer

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    Es wird ja ein EFH. Jetzt gehe ich einfach mal davon aus, dass auch unter Berücksichtigung der Folgearbeiten eine Filigrandecke preiswerter zu haben ist als eine an Ort und Stelle geschalte, armierte und betonierte Decke. Zumal diese dann ja wohl von der Untersicht her nicht so schön glatt werden würde, wie die Filigrandecke.

    Schon mal ein herzliches Danke für die Antworten.
     
  15. fmw6502

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    Vergiß aber nicht, Deinen TWP zu fragen...

    Gruß
    Frank Martin
     
  16. mls

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    das kommt letztlich auch drauf an, ob der in die eigene tasche denkt, oder
    umfassend bewerten mag und was gscheids planen will ;)
     
  17. Martl

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    Guten Morgen an Alle,

    die Erfahrung zeigt dass gerade bei kleinen EFH die Transportkosten quasi als Mindermenge preislich kritisch sind.
    Das soll heißen mit ner vernünftigen Mannschaft kann oftmals preiswerter alles vor Ort betoniert werden.
    Voraussetzung sind natürlich vernünftige "Restbestände" an Schalplatten...
     
  18. #17 Gast036816, 23. April 2010
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    Bewehrungsanteil

    ca. 20% mehr.

    wie hoch ist der erfahrungswert in puncto rissefreiheiheit bei den elementstößen. Bei einem meiner vorhaben ist es in die hose gegangen, bei spannweite von 5,00 m gab es bei den gespachtelten stößen nach dem ersten winter mit schneelast risse in der raummitte.

    Freundliche grüße aus berlin
     
  19. PeMu

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    Na kommt nur 1 Gebot abgegeben? Aufruf siehe #6

    also auf
     
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  21. PeMu

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    Achso Rissefreiheit an Elementstößen:
    Die sind immer Rissefrei ...


    ... da ist nämlich ne Fuge - planmäßig.

    Nun gut Fuge überspachtelt - Risse in der Verspachtelung. Das hängt stark vom Verformungsverhalten ab, Schwinden usw. klar, aber auch stat. System, Bewehrung, Bewehrungslage, Betondeckung in der Fuge, 2-achsig bewehrt, und vor allem der Deckendicke, Elementbreite.
    Bei dem genannten Fall von Rolf getippt: Dachdecke, einachsig bewehrt ca. 14-16cm dick, nicht bekiest/begrünt. oder Dachpfosten stehen auf so einer Decke Und?
     
  22. RMartin

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    Bzgl. quiztime:
    Sowas ist gar nicht pauschal zu sagen. Hängt vom Grundriss und auch davon ab wie die Ortbetondecke gerechnet wird, welches statische System dem zu Grunde gelegt wird, etc. Rechnet ein TWP die Ortbetondecke konservativ 'von Hand' ist die Differenz meist kleiner (zu Filigrandecken) als wenn mit FEM akribischst gearbeitet wird...
    Erfahrungswerte meinerseits als Ausführer (bei Einblick in beide statischen Berechnungen sind ca. 10 - 20% Mehrmenge).
     
Thema: Filigrandecke versus Ortbetondecke
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  1. ortbeton oder filigran

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