Finanzberater ja/nein ???

Diskutiere Finanzberater ja/nein ??? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, wir wollen uns ein nettes Häuschen kaufen und stehen, was die Finanzierung angeht, vor der Entscheidung ob wir alles über einen...

  1. #1 Christian81, 18. Januar 2008
    Christian81

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    Hallo zusammen,
    wir wollen uns ein nettes Häuschen kaufen und stehen, was die Finanzierung angeht, vor der Entscheidung ob wir alles über einen Finanzberater abwickeln wollen.
    Folgende Leistungen würde er erbringen:
    - alle Formalitäten für die Finanzierung mit den Banken regeln.
    - kontrollieren der einzelnen Rechnungen und deren Bezahlung.
    - Klärung von Finanzfragen mit dem Bauträger.
    - Versicherungscheck.
    Das ganze würde uns 1% der zu finanzierenden Summe als Honorar kosten.

    Jetzt unsere Frage:
    - Welche Erfahrung habt ihr mit Finanzberatern in dieser hinsicht gemacht?
    - Wie groß ist der Aufwand, die ganze Finanzierung selbst zu organisieren?
     
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  3. #2 BauherrHilflos, 18. Januar 2008
    BauherrHilflos

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    Kurz und Knappe Laien Meinung

    Finanzdienstleister Ja, aber...

    - so auswählen, wie ein Versicherungsmensch (geschwafel bringt nix)
    - immer ein Auge auf die Arbeiten des Finanzdilei legen
    - alles zeitnahe als Kopie an Sie
    - Vertrag mit dem Zusatz "nach Besprechungen und Entscheidung zeitnahe (1 Woche) Abarbeitung und Einreichung der Unterlagen

    Nur mal unserer Fall:
    - Besprechungen mit Zusagen wurden nicht eingehalten
    - Obwohl Unterlagen unterschrieben, wurden nichts versendet
    - Mangelhafte Kostenaufstellung, die ca. 10% neben dem tatsächlichen Kosten war
    - Ansprechpartner nicht erreichbar

    Fakt: Alles gegenprüfen! Es ist Ihr Geld!
     
  4. #3 Ingo Nielson, 18. Januar 2008
    Ingo Nielson

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    deine unterlagen musst du selber zusammensuchen und dem finanzberater
    übergeben.
    entscheiden, welche bank du nimmst, musst du auch alleine.
    was tut der finanzberater? den brief mit den unterlagen zur bank schicken. vielleicht nicht zur günstigsten bank.. ;)

    welche rechnungen soll er kontrollieren? die vom bauträger? das sollte lieber ein baufachmann machen.

    versicherungscheck? wozu? wenn man seine verwandtschaft absichern will, hilft eine risiko-lebensversicherung eines direktversicherers.

    ich sehe den sinn eines solchen beraters nicht. das geld würde ich lieber in die ausstattung des gebäudes stecken, dann hat man jedenfalls etwas davon.
    und wenn doch mal eine beratung zur finanzierung notwendig ist: www.verbraucherzentrale.de
    für 0,05% der finanzierungssumme . . . :think
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Die Liste der Dienstleistungen klingt für mich ein wenig wie bei den Haaren beigezogen. So nach dem Motto, irgendwas muß man ja schreiben um seine "Arbeit" rechtfertigen zu können.

    Ich habe nichts gefunden, was man nicht anderweitig einfacher und günstiger bekommen kann.

    - Welche Formalitäten sind mit den Banken zu regeln? Ihr müßt unterschreiben
    Angebote gibt es Dutzendweise im Netz.
    - Rechnungen kontrollieren? Was für ein Unsinn. Ist er BauIng oder Finanzberater?
    - Was will er mit dem BT in Sachen Finanzen klären? Mir unverständlich.
    - Versicherungscheck..das ist wohl der Hintergrund. Noch ein paar Versicherungen verkaufen und Provision kassieren.

    Bist Du sicher, daß wir hier nicht von einem Versicherungsvertreter reden?

    Gruß
    Ralf
     
  6. Seev

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    wie Vorredner ...

    Welchen Nutzen bringt so ein Berater konkret? Ich finde keinen, aber der Preis und v.a. das Schadensrisiko finde ich persönlich viel zu hoch.

    Der genannte Bereich wird m.E. nicht "sicherer" oder sonst was, wenn man einen Dienstleister dafür einschaltet, aber die genannten Dinge sind auch nicht problematisch, wenn man sie selbst macht und dabei z.B. mit einer halbwegs seriösen Bank zusammenarbeitet. Entscheiden muß man eh selber, aber dafür ist eine möglichst objektive! Information Voraussetzung, und die vermute ich hier am allerwenigsten.

    Bei Kauf vom BT hält sich der Aufwand ja zudem noch in Grenzen.
     
  7. #6 Alfred Witzgall, 19. Januar 2008
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    Erstes Problem, Sie müssten jetzt schon kompetent genug sein um

    abzuklären,................... ist er Berater oder Verkäufer?

    Ich tendiere in Ihrem Fall eher in die Richtung von R.B. ´s Meinung

    Ein seriöser Berater nach meinem Verständnis verlangt eine Entschädigung nach zeitlichem Aufwand, direkt von Ihnen.

    Sind Sie ziemlich fit in Finanzen geht es schnell und wird kostengünstiger. Muß er alles alleine machen ist es halt teurer. Ich bevorzuge Kunden der ersten Kategorie, es lässt sich leichter arbeiten und ist weniger frustrierend. Diese Tätigkeit ist eher Ausbildung denn reine Beratung.

    Also........was Sie selber können, machen Sie, den Rest machen Sie im Idealfall unter "Anleitung" Ihres "Berater´s". Können Sie alles (da muss man aber schon so beschlagen sein wie R.B :think) kostet es Sie "fast" nichts.:cool:

    Sie sollten allerdings von Ihrem Berater/Ausbilder etc. so gut vorbereitet werden, dass Sie z. B. auch die aktuelle Diskussion um den Weiterverkauf von Krediten etc. gelassen mit einem Gläschen Rotwein vom Sofa aus verfolgen können, da auch dieses Thema Teil der Beratung/Ausbildung sein sollte.
     
  8. R.B.

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    Ich betrachte das als Kompliment.

    Ein guter Geschäftsmann lebt von seinem know-how. Ein sehr guter Geschäftsmann lebt davon, daß er weiß wo er sich fehlendes know-how zukaufen kann.

    Gruß
    Ralf
     
  9. planfix

    planfix Gast

    finanzberater, wenn er es gelernt hat, gut referenzen bringt, nicht einseitg ist, .... seinen verdienst offen legt, ...warum dann nicht.
     
  10. #9 Ingo Nielson, 19. Januar 2008
    Ingo Nielson

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    lol, so einer ist mir noch nie über den weg gelaufen.

    mein tipp ist immer noch: beratungstermin für 100 euro bei der verbraucherzentrale vereinbaren und dann diesen weg gehen. die sind wenigstens unabhängig.
    und wenn der bauherr ordentlich geld sparen will, nimmt er sich einen fachmann für den bau an seine seite.
     
  11. mls

    mls Bauexpertenforum

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    verbraucherzentrale? sind das nicht die, die erklärt haben, architekten bräuchte man nicht?
    ein plakettenklebeverein würde reichen? ;)
     
  12. #11 Ingo Nielson, 19. Januar 2008
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    genau die meine ich! bei den plakettis gings um die betreuung von bauträgerobjekten. würdest du das als architekt übernehmen? :yikes
     
  13. mls

    mls Bauexpertenforum

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    nö.
    die intention hab ich um 180° anders in erinnerung.
    bei denen springt mein schweinderlkennermodus an :)
     
  14. bernix

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    ...Architekten (etc) bieten eine Dienstleistung und bekommen dafür ein Honorar, der Finanzberater kriegt (in diesem Fall) auch eins in der angegebenen Höhe (und hoffentlich nicht zusätzlich noch Provisionen).
    -
    Ob beide ihr Geld wert waren weisst du erst hinterher!
    -
    Wenn sie (Dienstleister) gut waren sind sie Ihr Geld wert (im Bestfall haben sie dir Fehlentscheidungen/Baufehler vermieden, die leicht ein Vielfaches an Wert haben können.
    Wenn beide schlecht waren, hättest du das Geld auch verbrennen können.
    .
    Wie gesagt: Abgerechnet wird am Schluss!
     
  15. #14 Ingo Nielson, 19. Januar 2008
    Ingo Nielson

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    @mls: du magst recht haben -aber bei den finanzen sind die nicht schlecht, glaube ich. zumindest raten sie dir ab bei bsv, klv & co.
     
  16. AlbertD

    AlbertD

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    Wenn man seine Finanzen im Griff hat - und das ist mein Anspruch an mich - dann ist die Finanzierung das kleinere Problem.

    Das größere Problem nach meiner Erfahrung (eine DHH fast fertig übernommen, ein Architektenhaus im Bau) ist die Frage: was will ich - und ist es mir das wert?

    Wichtig ist meiner Ansicht nach die Transparenz über Leistungen und Kosten. Nur dann hat mein eine Chance, nicht so zu enden

    Gruß, Albert
     
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  18. #16 Alfred Witzgall, 20. Januar 2008
    Alfred Witzgall

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    interessanter Artikel

    Also, ich finde diesen (unter so) Artikel sehr interessant, vor allem die unten zitierte (hab ich mal exakt so übernommen) Passage. Es geht zwar auch um politische Interessen hier bei öffentlichen Projekten, aber hinsichtlich des "wirtschaftlichen Druckes" bin ich der Meinung, könnte man dies auch auf die Thematik z. B. Finanzberater/Vermittler etc. anwenden.

    Zitat:

    ......................................Ebenso hoch ist auch der wirtschaftliche Druck, sie zu verwirklichen. Verschiedene Gruppen verbinden sehr große Interessen mit einem solchen Projekt. Wir erklären die Überschreitungen mit etwas, das wir fehlgeleiteten Optimismus und strategische Falschangaben nennen. Wenn man Komplexität verdrängt, ist das eine Art falscher Optimismus.

    Zusätzlich findet eine bewusste Fehlinformation statt: Personen, die wollen, dass das Projekt genehmigt wird, unterschätzen die Kosten und überbewerten den Nutzen. Das Projekt sieht dann auf dem Papier besser aus, und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass man den Zuschlag bekommt. Fehlgeleiteter Optimismus und strategische Fehlauskunft geschehen mit System. In unserer Forschung belegen wir das deutlich mit Statistiken.

    TR: Es wird bei der Planung von großen Projekten also absichtlich und systematisch gelogen?

    Flyvbjerg: Nein. Fehlgeleiteter Optimismus ist keine Lüge.

    TR: Bewusste Desinformation aber schon, oder?

    Flyvbjerg: Wir müssen uns im Klaren sein, wie wir eine Lüge definieren. Wenn wir es im konventionellen Sinne als absichtliche Irreführung definieren, dann ist es wirklich Lügen. Doch die Leute, die es betrifft, sehen dies natürlich nicht so. Sie sagen – wir haben das auf Tonband – es nicht wie eine Verschwörung, wo wir uns hinsetzen und uns entscheiden, zu lügen. Es ist mehr so, dass jeder weiß, was zu tun ist. Sie reden darüber gar nicht. Sie sind sogar in der Lage, das Nachdenken darüber zu verdrängen. Sie machen es einfach. Es ist eine eigene Kultur. Ich nenne sie die Kultur der Fehlinformation.

    TR: Was sind ihre Beweggründe?

    Flyvbjerg: Geschäft. Für die, die Geld damit machen, ist es Geschäft, für Politiker sehr wahrscheinlich der, sich ein Monument zu bauen. Sie lieben es etwas zu haben, was sie zeigen können. Es sind also ökonomische, politische Gründe, und da mögen auch noch die Ingenieure sein, die es lieben, komplizierte Projekte zu verwirklichen. Diese großen Projekte ermöglichen ihnen das technologisch Erhabene zu schaffen. Somit wird Ingenieurskunst auf ihrem höchsten Niveau zu einem weiteren Antrieb.

    Fazit:

    Wer hat (eher) wirtschaftlichen Druck..............z. B. an der Verwirklichung eines Bauprojektes ?
     
  19. #17 Alfred Witzgall, 20. Januar 2008
    Alfred Witzgall

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Finanzberater ja/nein ???

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