Finanzierung Hausbank oder Bausparkasse

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  1. #1 stefan1977, 07.03.2012
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    Hallo,

    hab da ne Grundsatzfrage... Hausbank oder Bausparkasse?

    Will mein Häuschen finanzieren und benötige noch 270.000 Euro.

    Hab mit meiner Hausbank schon alles durchgeplant...und nun hab ich von der Bausparkasse noch folgendes Angebot (Wüstenrot Flex) bekommen.

    [​IMG]

    Sieht auf den ersten Blick ganz gut aus...oder gibts da noch nen Haken, den ich gerade icht sehe?
     
  2. rock06

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    Sieht gut aus. Schwarze Schrift auf weißem Papier mit rotem Rahmen...

    Jetzt mal im Ernst: Ich gehe davon aus, dass du den Unterschied in den zwei Finanzierungsformen Kredit und Kredit+BSV kennst. Um mehr ins Detail gehen so können, solltest du schon mal zumindest die Konditionen der Bank als Vergleich dazu schreiben.
     
  3. #3 Oliver82, 07.03.2012
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    Ohne das Angebot deiner Hausbank zu kennen kann man schlecht vergleichen...

    Wie genau soll das mit dem Angebot denn ablaufen? du bespart statt zu tilgen einen Bausparvertrag der dann den Kredit ablöst? oder wie soll man sich das vorstellen?
    Generell würde ich darauf achten dass du wirklich genau verstehst wie die Finanzierung ablaufen soll und wo konkrete festgeschriebene Werte verwendet werden und wo mit "schätzwerten" gearbeitet wird.. Und wieviel Schulden du noch genau dann hast wenn die Zinsbindungen ablaufen und du neu Finanzieren musst

    Ich würde dir auf jeden Fall raten noch von anderen Banken Angebote einzuholen.. Und zwar ganz normale Annuitätendarlehen mit min 15 Jahren Laufzeit und 2% Tilgung und keine komplizierten Finanzkonstrukte mit integrierter Lebensversicherung etc...
     
  4. rock06

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    Davon bin ich auch kein Fan, muss aber einfügen, dass eine Absicherung über eine LV durchaus bei gewissen Lebensumständen sinnvoll ist wenn nicht sogar unabdingbar ist. Ob die nun separat abgeschlossen wird oder es vielleicht billiger ist, diese in die Finanzierung mit ein zu beziehen, muss dann geprüft werden.
     
  5. #5 stefan1977, 07.03.2012
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    Sorry...hatte die Meldung etwas in Eile gepostet.

    Ganz unabhängig vom Angebot der Bank, wollte ich mal wissen/diskutieren, ob solche Komplett-Finanzierungen mittels Kredit+BSV was taugen.

    Bei dieser Lösung gefällt mir die Flexibilität...allerdings sind die Zinsen nach 10 Jahren geschätzt...wobei ich ja auch flexibel etwas mehr sparen kann, so dass nach 10 Jahren nicht mehr so viel übrig bleibt. (Achja...Zuteilung erfolgt bei 30%)

    Irgendwie überzeugt mich diese Lösung...hohe Flexibilität und das Zinsrisiko ist überschaubar!?
     
  6. #6 ReihenhausMax, 07.03.2012
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    Du bist Informatiker, kannst daher wahrscheinlich programmieren, also bastel Dir ein
    kleines Programm/Skript und rechne Dir die verschiedenen Angebote halt einfach
    durch, mit verschiedenen Zinsannahmen für die Zukunft und Sondertilgungen etc.

    Die Konditionen für den Kredit stehen bis zur Zuteilung des BSV oder nur bis zu
    einer angenommenen Zuteilung?

    Teilweise gibts wohl inzwischen konkurrenzfähige Angebote, aber es muß halt auch
    zu Euch passen.
     
  7. Piet

    Piet

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    Es ist schon viel zu dem Problem der BSV-Finanzierung gesagt worden. Ich würde den Empfehlungen der Vorredner folgen. Das Papier oben läßt fürchten, dass auch hier die BSV-Variante teurer ist, nämlich weil es viele Zahlen enthält, die nicht auf den ersten Blick verständlich sind. Warum wohl? So habe ich trotz vieler Zahlen nicht gefunden, welchen Zins Du für Dein eigenes Spargeld bekommst. Das Hauptproblem ist, dass Du Dir Geld leihst zu höheren Zinsen als Du für Deine Spareinlage bekommst, Du aber gleichzeitig ansparen mußt, quasi leihst Du Dir einen Teil des Geldes selbst (aber mit Zinsverlust). In dieser Zeit tilgst Du auch nicht. Weitere Haken wurden angesprochen, z.B. dass Dir niemand die Zuteilung zu einem bestimmten Zeitpunkt garantiert. Also genau rechnen!
     
  8. Talya

    Talya Gast

    Rechne es dir durch, setz eine Excel oder OpenOffice-Tabelle auf, so haben wirs gemacht. Das ursprünglich so gut aussehende Angebot hat sich dadurch relativiert, daß die Zuteilung nach 7 Jahren erst möglich wäre. Denn dadurch zahlt man erheblich mehr an Zinsen bei einem recht hohen Zinssatz anfangs bis es zur Zuteilung kommt.

    Rechne die Zinsen für beide Varianten einfach durch. Dann hast du eine Entscheidungsgrundlage. Wobei ein paar hundert Euro über die Laufzeit den Kohl auch nicht fett machen... bei mir warens 2.00 Euro, da fängt man dann schon zu rechnen an, bei mir handelt es sich aber ein Bruchteil deiner Kreditsumme.

    Kenne dein Konditionen nicht genau, hak mal nach.
     
  9. #9 biologist, 08.03.2012
    biologist

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    Wie ReihenhausMax schon gesagt hat: bastel dir mal ein Script und rechne es durch. Hab ich damals auch gemacht. Beim BSV hast du ja einen Kredit "laufen" und eben den BSV. Man spart den BSV an und löst damit den Kredit irgendwann ab. Vorteil: Zinssicherheit. Aber: was kostet diese Sicherheit? Problem ist, dass die Zinslast dauerhaft hoch ist, da man ja nicht tilgt. Der Zinses-Zins-Effekt kommt nicht zum Tragen.

    Ich hatte mal ein Angebot von ner Bausparkasse - das war im Herbst vorletzten Jahres. Da lag der Zinsatz für ein Annuitätendarlehen (nur zum Vergleich) bei etwa 3,2% (für 10 Jahre). Ich habe das Ganze mal gegenübergestellt (zum BSV) mit dem Ergebnis, dass der Zinssatz mit Ablauf der Zinsfestschreibung des Annuitätendarlehns bei >8,6% hätte liegen müssen, damit sich der BSV lohnt. Na das Risiko war ich aber bereit einzugehen, dass das nicht passiert...

    Und was man auch wissen sollte: 1% Abschlussgebühr beim BSV!

    Also ich will es nicht generell schlechtreden und es gibt bestimmt Angebote, bei denen sich sowas lohnen kann, aber rechne es dir durch!
     
  10. Talya

    Talya Gast

    Hi,

    also Prozentsätze lassen sich glaube ich nicht 1:1 vergleichen, nur bei gleicher Laufzeit, Kreditsumme und EK-Eintrag, oder hab ich das falsch verstanden?

    Habe folgende Konditionen (allerdings bei hohem EK-Einsatz und niedriger Kreditsumme) 2,35 % (Zinsen) bis zur Zuteilung. Es gibt 1 % Guthabenzins auf den BSV bzw. das Guthaben, das sich dort ansammelt. Danach 1,85 % fest aber ich schätze mal die Rahmenbedingungen für die Kondition sind anders.

    Ich habe es wie folgt gemacht:

    Angebote von 3 Banken und Bausparkasse eingeholt. Dann das erste Angebot der Bank weggeworfen (3,2 % Sollzins waren das glaube bei bei Annuitätendarlehen). Die anderen beiden Angebote verglichen, noch eins rausgeschmissen, weil 0,1 % niedrigerer Zinssatz aber Null Sondertilgung möglich.

    Zwischenzeitlich ein Tabellendokument erstellt mit Vergleich Bausparen und Vergleich Annuitätendarlehen.

    Beide verbleibende Angebote eingegeben, Zinsen bis zur Tilgung verglichen.

    Dann umgekehrt geschaut, wo wir bei den Sollzinsen bis zur Zuteilung ungefähr landen müssen, damit ich zufrieden bin. Ein paar hundert Euro mehr wären ok gewesen, da bezahl ich die Beratung und Betreuung über die Laufzeit gerne mit, für umme will ich keine Beratung haben wenn se gut ist dann hab ich nix dagegen dafür auch zu zahlen : ) . Da Anfang der Woche sowieso für Wochenende eine Senkung der Zinsen angekündigt wurde, abgewartet. Nun habe ich die 2,35 % (von 2,75 soll und 2,79 % eff. runter) und bin zufrieden. Das paßt jetzt alles. Ich bin halt nicht nur vom letzten Cent ausgegangen sondern auch von den Service-Leistungen rundum.

    Riester nehme ich zusätzlich noch mit, habe das aber nicht mitgerechnet sondern nur überschlagen. Bei meinem Einkommen ist das später versteuern kein Thema und selbst, wenn man Null auf Null rauskommt wäre das auch ok.
     
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