Finanzierung ohne Tilgung, aber mit Bausparvertrag?

Diskutiere Finanzierung ohne Tilgung, aber mit Bausparvertrag? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, habe eine grundsätzliche Frage zu Finanzierungen. Es geht geht um ein EFH. Die beiden KfW-Darlehen werden genommen und der Rest per...

  1. rantanplan

    rantanplan

    Dabei seit:
    7. Februar 2013
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Informatiker
    Ort:
    Wolfsburg
    Hallo,
    habe eine grundsätzliche Frage zu Finanzierungen.

    Es geht geht um ein EFH. Die beiden KfW-Darlehen werden genommen und der Rest per Bankdarlehen.

    Ist es bei der aktuellen Zinslage evtl. sinnvoll das Bankdarlehen auf z.B. 15 Jahre festzuschreiben und eine Tilgung von 0% zu wählen.
    Gleichzeitig schließt man einen Bausparvertrag über 15 Jahre mit einem niedrigen Darlehenszins ab, den man mit einer Rate (inkl. zweimal Vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber) von der Höhe der Tilgung, die man gewählt hätte (z.B. 1,5%) bespart? Nach den 15 Jahren löst man das Bankdarlehen mit dem Bausparvertrag ab und hat weiterhin für die nächsten (ca. 15 Jahre) den günstigen Zinsatz von heute?
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Die beste Zinssicherung ist eine möglichst hohe Tilgung und somit möglichst geringe Restschuld.

    Bei den aktuell niedrigen Zinssätzen die man heutzutage für eine Finanzierung angeboten bekommt, rechnen sich Modelle mit Tilgungsaussetzung normalerweise nicht. Einfach mal die Zahlungsströme aufzeichnen, getrennt nach Zins und Tilgung, und dann vergleichen. Eine Tilgung von 1,5% ist gerade bei niedrigen Zinssätzen zu wenig, ich würde hier min. 2% besser 3% ansetzen. Je mehr Du zu Beginn tilgen kannst, um so geringer werden die Gesamtkosten des Kredits, und nach Ablauf der Zinsbindung kann Dir fast schon egal sein wie hoch die Zinssätze sind wenn nur noch ein paar Euro umzuschulden sind.

    Wer mehr Sicherheit möchte, der kann auch 15 Jahre oder 20Jahre Zinsbindung vereinbaren, dann hat man den Zinssatz bis fast zum Ablauf des Kredits gesichert (bei 3%anf. Tilgung).

    Ein BSV wäre eine interessante Möglichkeit um für kleinere Darlehen Kapital anzusparen, das man später benötigt für Investitionen am Haus. Steht die Finanzierung bereits in´s Haus, dann ist die Variante BSV normalerweise im Nachteil. Es handelt sich ja nicht umsonst um einen Bausparvertrag.

    Was man nicht vergessen sollte, die attraktiven Zinssätze bei BSV gibt es normalerweise nur für Kurzläufer. Bei längerfristigen BSV sind die Zinssätze nicht unbedingt attraktiv. Ob sie für eine Umschuldung in 15 Jahren taugen, das weiß heute noch niemand. Wer kann schon sagen wohin die Zinssätze sich entwickeln. Ich würde mich aber nicht durch irgendwelche Horrorszenarien verunsichern lassen.

    Also, hinsetzen und rechnen. Ich tippe darauf, dass die BSV Variante mit TA nicht unter die Top 3 kommt.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Memento

    Memento

    Dabei seit:
    12. Mai 2011
    Beiträge:
    539
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Ingenieur
    Ort:
    Lohnt sich m.M nach wenn das Bauspardarlehen wesentlich günstiger ist als das Vorausdarlehen (z.B. Vorausdarlehen 3,8% - Bausparer 2,0%). Sollte man sich immer selbst ausrechnen (Zinslast über die gesamte Laufzeit).
    Man kann auch noch Riester mit dazunehmen, dann gibts Jährlich auch noch mal was von der Steuer zurück plus die Zulage von 150€ + 300€ je Kind. Das sollte man auch berücksichtigen. Natürlich wird die Summe die benötigt wird, dann auf beide Kreditnehmer (wenn vorhanden) verteilt um jeweils die Zulage und den Steuervorteil zu erhalten.

    Natürlich muss man berücksichtigen, dass ein fiktives Riesterkonto bis zum Renteneintritt aufläuft und man das dann versteuern oder mit einer einmalzahlung begleichen muss. Wenn du also noch 30 Jahre bis zur Rente hast würd ich mir da erstmal keine Gedanken machen, der Steuersatz ist als Rentnehr ehr gering und 1€ ist dann auch keinen Euro mehr wert.

    Wenn du natürlich ein Darlehen bekommst über 25 oder sogar 30 Jahre mit z.B. 3% Zins würd ich sofort zuschlagen, dann biste auf der sicheren Seite.
    Das hängt halt alles von deiner Lebenssituation ab.

    Die Meinung hierzu geht stark auseinander, ich rate dir selbst die Zinslast mal auszurechnen unter Berücksichtigung der Steuervergünstigungen und Zulagen über die Laufzeit.




    BTW. Nach 10 Jahren kann man übrigends ein Darlehen immer ablösen egal wie lange die Zinsbindung ist!
     
  5. Rene'

    Rene'

    Dabei seit:
    13. November 2005
    Beiträge:
    915
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Schlosser
    Ort:
    NRW
    Kleine Ergänzung dazu:

    Erst 10 Jahre nach Vollauszahlung kann man das Darlehen kündigen.

    Bei uns z.B. war der Vertragsabschluss 9/2005, die letzte Auszahlungsrate aber erst 01/2007. Also könnte ich den Vertrag frühenstens 01/2017 kündigen.

    Das ist den meisten nícht bewusst. Viele gehen vom Vertragsdatum aus. Dem ist aber nicht so.

    Gruß,
    Rene'
     
  6. rantanplan

    rantanplan

    Dabei seit:
    7. Februar 2013
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Informatiker
    Ort:
    Wolfsburg
    Riester kommt auf Grund der Nachteile, die es mit sich zieht für mich nicht in Frage.

    Habe noch mehr als 30 Jahre bis zur Rente (wenn es schlecht/wie vom Staat vorgesehen läuft :) )

    Es ist mir auch wichtiger, dass ich am Anfang keine zu hohe Rate habe. Weniger wichtig ist mir, wieviel der Kredit am Ende gekostet hat.
    Ich gehe davon aus, dass mein Gehalt durch Inflationsausgleich und Gehaltserhöhungen nie wieder so gering wie jetzt sein wird.
    Von daher kommt für mich (jetzt am Anfang) sowieso keine Tilgung > 2% in Frage (wahrscheinlich anfangs 1,5%). Die Alternative wäre Miete, da hätte ich eine Tilgung von 0% ;)

    Das mit dem Bausparvertrag werde ich mir wohl wirklich durchrechnen müssen.
    Wobei die Frage ja eher ist: Wie wird der Zins in 15 Jahren aussehen... Falls da jemand eine Antwort für mich hat... :)

    Hätte ja sein können, dass jemand sagt, ja Finanzierung mit BSV ist super oder ist großer Mist.
     
  7. DerMarc

    DerMarc

    Dabei seit:
    12. Februar 2013
    Beiträge:
    286
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Werbefuzzi
    Ort:
    Leverkusen
    die Lösügun ist in vielen Situationen richtig "mies"... am Abschluss eines jeden Bausparvertrages steht selbiger je nach Höhe erstmal 1-2t€ im Minus. Gleichzeitig gibt es nur 0,5-1% Guthabenzins. Das lohnt sich sehr oft erst bei nem Grenzzins von 5 bis teilweise 7% nach der Ansparphase. Momentan sind die Zinsen so günstig, da braucht es nicht solche komplexen Kombiprodukte.
    Bei sowas verdient nur der Berater :) Der rechnet die Produkte dann auch so schön, das man angeblich "schneller" fertig ist, als mit einem normalen Annuitätendarlehen...
     
  8. #7 ReihenhausMax, 18. Februar 2013
    ReihenhausMax

    ReihenhausMax

    Dabei seit:
    25. September 2009
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Softi
    Ort:
    Bremen
    die vermögenswirksamen Leistungen kannst Du ggf. auch direkt zur Tilgung einsetzen (lassen), ohne den Umweg BSV. Wenn Du Dir längerfristig bei den aktuellen Zinsen nicht mehr als 1.5% Tilgung leisten kannst (die KfW Darlehen bieten ja tilgungsfreie Anfangsjahre, wenn eine Elternzeit zu überbrücken ist, der Garten noch Geld verschlingt, ...), dann laß es sein. Das Haus verliert schneller an Wert, als Du tilgst. Wenn Du die Zinsen absichern willst, nimm eine längere Zinsbindung.
     
  9. rantanplan

    rantanplan

    Dabei seit:
    7. Februar 2013
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Informatiker
    Ort:
    Wolfsburg
    Wäre es dann nicht vielleicht clever, den KfW-Kredit (153) 5 Jahre ohne Tilgung laufen zu lassen und in dieser Zeit das Bankdarlehen mit der Rate, die man sich dadurch spart, stärker zu tilgen?

    Was passiert eigentlich nach den 10 Jahren Zinsbindungsfrist der KfW-Kredite? Werden die Zinsen dann immernoch gut/besser sein, als die "normalen" Marktzinsen?
     
  10. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Dann das Haus kleiner bauen.

    Bei den aktuellen Zinnsätzen kann man von Tilgungen < 2% nur abraten. Jetzt fehlt nur noch, dass Du ohne EK oder mit wenig EK bauen möchtest. Dann wäre das mit der Miete tatsächlich eine Option. Ansonsten verliert die Bude schneller an Wert als Du tilgen kannst, mit allen bekannten Folgen.

    Gruß
    Ralf
     
  11. rantanplan

    rantanplan

    Dabei seit:
    7. Februar 2013
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Informatiker
    Ort:
    Wolfsburg
    Haus kleiner bauen geht nicht/wollen wir nicht :)
    Miete ist keine Option, da hier in der Gegend Wohnungen/Häuser zur Miete in der Größe kaum vorhanden oder unbezahlbar sind.
    Ich denke der Wertverlust ist hier auch kein Problem, eher das Gegenteil ist der Fall.

    Finanziert werden knapp 3/4 der Gesamtinvestition und die Rate ist unter 1/4 des verfügbaren Einkommens.

    Mir geht es eher darum, das optimale aus allem herauszuholen.

    Und wenn ich mehr Zinsen für Geldanlagen bekomme, als mich ein Darlehen kostet, versuche ich doch nicht auch noch so hoch wie möglich zu tilgen oder?
     
  12. #11 ReihenhausMax, 18. Februar 2013
    ReihenhausMax

    ReihenhausMax

    Dabei seit:
    25. September 2009
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Softi
    Ort:
    Bremen
    Wo willst Du denn risikolos die höheren Zinsen für die Geldanlage herbekommen?
    Wenn Du drauf spekulieren willst, daß die Zinsen steigen, darfst Du auch nicht
    jetzt einen BSV abschließen, sondern mußt hoffen, daß Du in ein paar Jahren
    inkl. Steuergeschichten eine langfristige Anlage findest, die höher als Dein Darlehenszins ist. Problem: Wenn das so easy wäre, würde die Bank/Versicherung das gleiche Spielchen machen, statt Dir 20 jährige Zinsbindungen zu attraktiven Konditionen anzubieten ...

    Wenn Du Dir mit dem Einkommen, das schneller als die Ausgaben und Ansprüche (der Familie) wächst, sicher bist, kannst Du die Tilgung natürlich auch mal zumindest im Rechner steigen lassen.

    Da eine Immobilie heute als einzige Alterssicherung nicht mehr taugt, muß man schon sehen, daß man in Summe da nicht zuviel Zinsen vergeigt um auch andere Bausteine aufbauen zu können. Ist die Zeitskala dafür länger als die Hausfinanzierung kann man natürlich überlegen, ob man einen Teil parallel mit höheren Risiko anlegt.
     
  13. LaSina

    LaSina

    Dabei seit:
    4. Februar 2012
    Beiträge:
    922
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Buero
    Ort:
    MA
    Tilgen, Tilgen und Tilgen. Deine Variante sieht nur billig aus ist es aber nicht.
     
  14. bobby81

    bobby81

    Dabei seit:
    25. März 2011
    Beiträge:
    248
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bankbetriebswirt
    Ort:
    Deggendorf
    Wenn man nichts tilgt, zahlt man auch immer die Zinsen auf die gesamte Darlehenssumme!!
    z.B. 100.000EUR 2,5% Zinsen auf zehn Jahre -> 25.000EUR + Abschlussgebühr 1000EUR
    Sparbeitrag auf Bausparer 1,5% = 15.000EUR -> Zinsen bis dato = ca. 600EUR! Vielleicht noch 400EUR Wohnungsbauprämie!
    Kosten ca. 25000EUR

    Annutiätendarlehen 2,5% 10 Jahre mit 1,5% Tilgung Kosten: ca. 23.000EUR

    -> Man muss sich halt im Klaren sein ob 2000EUR Kosten auf 10 Jahre sinn machen!
    Manche sagen das ist es mir Wert, wenn ich später Zinssicherung habe. Andere sagen es ist nicht Wert!

    Zinsbindung über 20 Jahre mit angemessener Tilgung wäre eine gute Lösung!
     
  15. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Frankfurt Zeil,? Berlin Ku´damm? München City?

    Ansonsten würde ich mich von dieser Vorstellung ganz schnell verabschieden.

    Das gibt´s nur bei höherem Risiko, und da kann der Schuß ganz schnell nach hinten losgehen. Was aber garantiert bleibt sind die Schulden, da kannst Du Dir sicher sein.

    Mit steigendem Einkommen zu rechnen ist nur bedingt richtig, denn es werden auch Deine Kosten steigen, vermutlich stärker als das Einkommen. Die Hoffnung, dass Du in sagen wir mal 10 Jahren wirklich mehr in der Tasche hast, hätte ich nicht. Allein die steigenden Energiepreise wirst Du mit den Einkommenssteigerungen kaum ausgleichen können. Siehe nur mal die Diskussion um die Strompreise, die nachdem sie letztes Jahr extrem gestiegen sind, dieses Jahr schon wieder um 10% steigen könnten.

    Wenn Du bei den aktuell günstigen Rahmenbedingungen nicht tilgen möchtest, wann dann?

    Gruß
    Ralf
     
  16. Torian

    Torian

    Dabei seit:
    11. Mai 2011
    Beiträge:
    268
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Softwareentwickler
    Ort:
    Rutesheim
    Laut einem Banker macht die KFW eher "Abwehrangebote", also teurer als der Markt. Die Prolongation wird dann also über ihre "normale" Bank weitergehen.

    Ich nutze die 5 tilgungsfreien KFW-Jahre, danach kann ich die Rate für das Bank-Darlehen senken (der komplette 10-jährige Anteil also KFW+Hausbank wird momentan mit 3% getilgt).
     
  17. Seev

    Seev

    Dabei seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    1.340
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Maschinenbauingenieur
    Ort:
    BaWü
    Keinesfalls würde ich hier einen BSV auch nur in Erwägung ziehen. Zumal Dir das vorauss. keiner transparent vorrechnen wird, was Dich das wirklich kostet. Es ist mit Sicherheit teurer, wenn Du nur ein einigermassen gutes Bankangebot vergleichst.

    Wenn Du ein ordentliches Bankangebot hast, stellt sich sogar bzgl. Zinsen die Frage, ob Du das KfW überhaupt mitnehmen sollst. Zwar ist dabei die tilgungsfreie Zeit eine verlockende Option, aber schlussendlich verteuert die auch das Darlehen. Wenn Du mal eine Excel über die verschiedenen Darlehen machst und mal mit verschiedenen Tilgungen am einen oder anderen Darlehen spielst, wirst Du staunen, wie wenig Zinsunterschied durch das KfW noch zu holen ist und evtl. auch wie unklar es ist, welches Darlehen zuerst getilgt werden soll. Jedenfalls war das bei uns so.
    Auf alle Fälle würde ich soviel Flexibilität wie möglich einbauen, z.B. durch die kostenlos mögliche Variation der regulären Tilgung beim Bankdarlehen und durch eine max. hohe Sondertilgungsmöglichkeit. Ein KfW153 z.B. kann dafür natürlich auch hilfreich sein - entgegen dem oben gesagten - z.B. bzgl. beliebiger Sondertilgung, was fürs KfW124 gar nicht zutrifft.
     
  18. #17 WiesbadenEr, 19. Februar 2013
    WiesbadenEr

    WiesbadenEr

    Dabei seit:
    22. Juli 2012
    Beiträge:
    62
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Wiesbaden
    KFW rechnet sich (nur?) dann, wenn man diesen Kredit wenig tilgt ..dafür das gesparte Geld in eine höhere Tilgung des (höher verzinsten) Annuitätendarlehens steckt.

    Also man nicht anfängt dadurch die Gesamtbelastung nach unten zu korrigieren ... (oder soll ich schön rechnen schreiben).
     
  19. Monipa

    Monipa

    Dabei seit:
    12. September 2012
    Beiträge:
    71
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Buchhalterin
    Ort:
    Bad Oeynhausen
    Hi,

    meiner Meinung nach sollte man 6 - 7 % Belastung einrechnen. Also Zinsen und Tilgung addiert. Bekommt man das Geld zu 2,5 % Zinsen, dann eben 3,5 bis 4,5 % tilgen. Steigt dann in 10 Jahren der Zins auf 5 %, kann man immer noch 1 - 2 % tilgen. Die Gesamtbelastung bleibt. Grundsätzlich aber gilt, soviel tilgen, wie eben möglich.

    Gruß
     
  20. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. AndreAcer

    AndreAcer

    Dabei seit:
    12. Februar 2013
    Beiträge:
    199
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT-Trainer
    Ort:
    Münsterland
    Also, als gelernter Banker mal meine Erfahrung und meine Meinung (PS: TA-Darlehen = tilgungsfreie Darlehen):

    Bei meiner Finanzierung hat sich genau diese Logik mit Tilgungsaussetzungs Darlehen gelohnt - warum? Die Gesamtkosten waren vergleichsweise (man unterstelle der Zinssatz bei Annuitätendarlehen bleibt gleich) "nur" 5 TEUR teurer, dafür sind die Zinsen über die gesamte Laufzeit fest. Wenn Du bei der Bank ein Annuitätendarlehen mit 2,5% machst, dann kriegst du i.d.R. nur 10-15 Jahre Zinsbindung. Danach könnte es deutlich höhere Zinsen geben. Dann ist der Kostenvorteil von 5 TEUR schnell wieder weg. Und über den Folgekosten die dann sogar höher ausfallen können brauchen wir eigentlich nicht zu reden...

    Du bekämst auch sicherlich Annuitätendarlehen mit 25 Jahren Zinsbindung. Diese haben i.d.R. aber deutlich höhere Zinssätze als 2,5% - logisch. Die Bank muss sich die Kosten gegensichern, und das ist bei diesen Zinssätzen momentan noch teuerer/wichtiger als sonst. Meine Bank bietet z.B. für 25 Jahre Zinsbindung einen Zinssatz von 3,8%!
    Würde ich nicht mit den TA-Darlehen arbeiten und statt dessen mit den Annuitätendarlehen mit 25 Jahren Zinsbindung, so würde die Finanzierung unterm Strich sogar deutlich teurer!

    Und gerade bei den niedrigen Zinssätzen lohnt sich ein solches TA-Darlehen doch viel mehr als früher mit höheren Zinssätzen! Denn durch die niedrigen Zinssätze sind die Mehrkosten die ein solches TA-Modell häufig mit sich bringt viel geringer als früher, weil der Zinsbetrag auch bei hohen Darlehenssummen eben noch so erheblich niedriger ist - früher waren vielleicht 5,6,7 % auf diese gesamte Darlehenssumme zu zahlen. Heute nur noch 2-3 % = Zinsbetrag halbiert = Mehrkosten gegenüber Annuitätendarlehen halbiert. Das Annuitätendarlehen profitiert bei weitem nicht soviel von den niedrigen Kosten wie das bei hohen Zinssätzen der Fall (weil ja frühzeitig schon abgebaut wird).

    Daher gilt bei so niedrigen Zinssätzen momentan sicherlich nicht mehr unbedingt so viel tilgen wie möglich. Hier kann man viel besser Strecken. Die Zinskosten zu Beginn sind viel niedriger als bei hohen Zinsen - das also ausnutzen mit TA-Darlehen. Dagegen kann man mit Bausparen gegensichern (die dann auch noch Habenzinsen geben und somit zumindest Dinge wie Abschlußgebühr wieder ausgleichen). Zum Ablauf der TA-Darlehen nutzt man die Bausparer, die dann weiterhin diese niedrigen Zinssätze bieten und noch den Vorteil haben, dass man jederzeit vollständig flexibel sondertilgen kann. Rein von den Zahlen her sind TA-Lösung mit Bausparern zur Zeit noch effektiver und günstiger als zur Zeit von hohen Zinsen!
     
  22. AndreAcer

    AndreAcer

    Dabei seit:
    12. Februar 2013
    Beiträge:
    199
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT-Trainer
    Ort:
    Münsterland
    Beispiel, wie es bei mir war:

    Finanzierungssumme: 170.000 EUR

    1. Bausparer - Riester (geht ja auch ohne...) - 120.000 EUR: Hierfür gibt es ein TA-Darlehen des Baufinanzierers zu 2,55% für 17 Jahre und einen späteren Darlehenszins zu 2,35%
    2. Bausparer - Normale - 50.000 EUR: Hierfür nutzen wir das KfW Darlehen (bei mir "nur" Wohneigentumsprogramm) als TA-Version für 8 Jahre mit 2,45% und einen späteren Darlehenszins zu 1,95%

    Ergebnis: Laufzeit 25 Jahre, Zinssätze vollständig sicher, monatliche Belastung über die gesamte Laufzeit gleich - wäre aber im Bedarfsfall ab dem 17.Jahr auch streckbar auf 30 Jahre. Kosten ca. 68 TEUR auf die gesamte Laufzeit.

    Vergleich mit einem Annuitätendarlehen über 170.000 EUR mit 25 Jahren Zinsbindung und einem Zinssatz von 3,0% - dort entstehen Kosten von 71 TEUR! Selbst bei 2,5%, die dir aber bei der Laufzeit keine gescheite Bank geben wird entstehen dann immernoch 59 TEUR!

    Also - da gewinnt eine TA-Variante und gibt auch noch Sicherheit...und du kannst die VL mit einnehmen, wodurch du weniger das Monatsnetto belastest.
     
Thema:

Finanzierung ohne Tilgung, aber mit Bausparvertrag?

Die Seite wird geladen...

Finanzierung ohne Tilgung, aber mit Bausparvertrag? - Ähnliche Themen

  1. Finanzierung einer Gewerbeimmobilie

    Finanzierung einer Gewerbeimmobilie: Servus allerseits, Ich überlege den Kauf einer Gewerbeimmobilie (Lagerhalle), um die aktuellen Mietkosten von 3.500 Euro senken zu können....
  2. Erfahrung Höchster Pensionskasse?

    Erfahrung Höchster Pensionskasse?: Hallo, unser Finanzierungspartner hat uns für unseren Baukredit die höchster Pensionskasse vorgeschlagen. Hat jemand zu diesem Kreditgeber...
  3. Finanzierung Eigenheim - Auszahlung ohne Beleg

    Finanzierung Eigenheim - Auszahlung ohne Beleg: Hallo, wir fangen bald an ein Einfamilienhaus zu bauen. Wir planen ein klassisches Annuitätendarlehen inkl. KfW 55. Wir werden das Haus selbst...
  4. Finanzierung machbar?

    Finanzierung machbar?: Hallo liebe Mitglieder :winken Meine Frau und ich möchten uns den Traum vom Eigenheim verwirklichen und sind uns aber unsicher wegen der...
  5. Finanzierung der Außenanlage nach Fertigstellung des Neubaus

    Finanzierung der Außenanlage nach Fertigstellung des Neubaus: Hallo Bauexperten, Ich benötige einen Kredit für die Gestaltung meiner Außenanlage und habe dabei leichte Verständnisprobleme. Als Einstieg...