Finanzierung

Diskutiere Finanzierung im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, da ich so viele Beiträge über die Finanzierung lese, wo selbst bei Einkommen über 2000 EUR oft abgeraten wird, möchte ich mal meinen...

  1. #1 feivelmaus67, 17. November 2008
    feivelmaus67

    feivelmaus67

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    Hallo,

    da ich so viele Beiträge über die Finanzierung lese, wo selbst bei Einkommen über 2000 EUR oft abgeraten wird, möchte ich mal meinen Senf dazugeben, da ich das etwas anders sehe:

    Meistens ist es so, wenn man alle Eventualitäten abdecken will, dass man das Bauen oder Kaufen vergessen kann.
    Meine Finanzierung war auch in Augen vieler grenzwertig:
    KP: 250.000
    Finanzierung: 192.000 EUR (d.h. ca. 70.000 EK, davon aber 12.000 NK).
    Die mtl. Belastung liegt bei 1000 EUR.
    Die Einnahmen sind Gehalt 2250 EUR + 462 EUR KG=2700 EUR.
    Damit bleiben 1700 EUR zum leben für 2 Erwachsene und 3 Kinder.
    Nicht eingerechnet habe ich Sonderzahlungen und Steuererstattungen in Höhe von ca. 9000 EUR jährlich Netto, da ich die als Sondertilgungen verwenden möchte.

    Bisher haben wir 650 EUR Miete (Ortsüblich jedoch 900 EUR) gezahlt und hatten 450 EUR Nebenkosten (davon alleine 300 EUR für Gas und Strom wegen sehr alter Heizung). Da wir bei den NK einsparen, in Kürze eine Mieterhöhung von 130 EUR auf 780 EUR anstand, ist die Mehrbelastung bei 120 EUR im Monat.

    Nun, worauf ich hinaus will ist: Wer bauen oder kaufen will, kommt nicht herum sich einzuschränken, es kommt auf das Mass an, was man bereit ist zu akzeptieren.
    Bisher war es finanziell möglich 2 Mal im Jahr in Urlaub zu fahren, jeden Multimediatrend mitzumachen, wenn uns danach war, und auch öfter mal Essen zu gehen.
    So haben wir abgewogen, wie wichtig uns das ist bzw. was uns wichtiger ist. Dazu kam, sehr viel Stress mit unserem Vermieter im alten Haus.
    So haben wir uns gesagt, es reicht uns auch alle 2 Monate mal essen zu gehen und 1 Urlaub im Jahr ist auch OK und es muss nicht immer der aktuellste Multimediatrend mitgemacht werden. Das Haus und die damit verbundene Freiheit war uns einfach wichtiger.
    Jedoch muss das Geld reichen, die Kinder vernünftig einzukleiden und auch mal ne Klassenfahrt zu finanzieren etc.

    M.E. muss man überlegen, inwieweit man Einschränkungen hinnehmen kann, wenn die mtl. Kosten durch einen Kredit steigen.

    Manche können eben gut mit ihrem Geld haushalten und andere nicht. Ich hatte auch eine Phase mit meiner EX, da hätten 3000 EUR nicht gereicht im Monat, das Geld war immer weg, weil es für irgendwelchen Unsinn ausgegeben wurde.

    Derzeit schaffen wir es ohne Probleme z.B. für die Ernährung nicht mehr als 600 EUR auszugeben, ohne auf frisches Obst und Gemüse etc. verzichten zu müssen.

    Ich kann allen, die ein Haus bauen oder kaufen wollen nur raten, ein Haushaltsbuch (am besten am PC) zu führen und mal genau zu dokumentieren, wo das Geld hingeht. Dann weiß man sehr schnell, was geht und was nicht. So haben wir es gemacht und ich würde es auch immer wieder so tun.

    Gruß
    Micha
     
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  3. moep3fx

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    daumen hoch für deinen beitrag.

    bin in diesem forum nicht wegen meines berufes unterwegs, sondern weil ich selbst gerne bauen/erwerben möchte. Ich wundere mich zum teil auch über manche aussagen. bin der meinung, dass ich mir mit meiner frau recht genau unsere finanziellen grenzen festgelegt habe. aber wenn ich dann hier sehe, wie die finanzierungsvorhaben von manch "besser gestellten" zerredet werden...tja wie gesagt, dann wundere ich mich.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Das stimmt nicht !

    In vielen Fällen ist aber die Liquidität so dünn, daß die kleinste Kleinigkeit das Kartenhaus zum Einsturz bringt. Risikobereitschaft ist ja OK, aber bei einem Hausbau gibt es eine Menge Risiken die umgehend dazu führen, daß der Bauherr mitsamt Familie am Abgrund steht.
    Wer sich mit dem Hausbau beschäftigt und diese Risiken nicht einschätzen kann (oder möchte), der sollte sich so ein Projekt zweimal überlegen.

    Man wird niemals alle Risiken ausschließen können, aber man sollte auch nicht blauäugig in sein Verderben rennen. Deswegen kann ich jedem nur raten die hier eingestellten "mahnenden" Beiträge auch ernst zu nehmen. Das muß ja nicht heissen, daß man sein Projekt abschreiben soll, aber manchmal genügen auch kleine Änderungen in der Planung um das Risiko zu minimieren.

    Gruß
    Ralf
     
  5. eileen

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    es ist ja nicht nur die Frage des Einkommens, sondern auch der monatlichen Belastung.
    Bei 2000Euro netto 600Euro abzahlen dürfte machbar sein, 1000 sind ziemlicher Wahnsinn.
     
  6. bruchpilot

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    Denke auch, der TS differenziert nicht ausreichend zwischen monatlicher Belastung NACH Fertigstellung des BV (=monatl. Unterhalt, Haus und Nebenkosten) und finanzieller Belastung vor und während der Realisierung des BV.

    Selbst wenn man nach Aufstellung von (monatl.) Einnahmen und Ausgaben dazu kommt, dass man ein EFH o.ä. relativ mühelos unterhalten kann, heißt das noch lange nicht, dass man auch ein genügend langen finanziellen Atem während der Bauphase hat.

    Denn in den Finanzierungsmodellen der Berater usw. sind eben sehr häufig NICHT ALLE tatsächlich anfallenden Kosten enthalten, so dass diese ZUSÄTZLICHEN Kosten dann so nebenbei vom monatlichen Einkommen des BH mitgestemmt werden müssen - was eben auch sehr häufig ein Grund dafür ist, dass das ganze schöne BV (Traum vom Haus) komplett baden geht.

    Darüber (entstehende, aber nicht eingeplante oder vom BU verschwiegene Kosten) hinaus gibt es meist auch noch Aufwendungen, die unvorhergesehen (Beispiel 1: Baugrube läuft voll Wasser, weil entgegen dem Bodengutachten doch Grund- oder Schichtenwasser vorhanden ist, Trockenlegung/Wasserhaltung/Drainage kostet Tausende von Euros ZUSÄTZLICH! Beispiel 2: BU geht pleite oder verursacht horrenden Baupfusch oder beides zusammen, BH hat aber schon nahezu 90% der Werkssumme überwiesen. Beispiel 3: Bodenaushub der Kellerbaugrube ist verseucht, muss abtransportiert und entsorgt werden als Sondermüll, neues Verfüllungsmaterial ist erforderlich..... WER zahlt in all diesen Fällen? Der Bauherr! Und WER geht dann ohne Reserven auch ganz schnell pleite? Der Bauherr!) über einen hereinbrechen und einem finanziell ganz schnell das Genick brechen können.

    Dies sind persönliche oder Erfahrungen aus dem engsten Bekanntenkreis, keine hypothethischen Annahmen!
     
  7. #6 feivelmaus67, 17. November 2008
    Zuletzt bearbeitet: 17. November 2008
    feivelmaus67

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    Hallo

    ich möchte dazu sagen, dass ich nicht gebaut, sondern gebraucht gekauft habe, um genau diese Unwägbarkeiten zu vermeiden.

    Um das ganze etwas abzurunden bzw. zu ergänzen:
    Man sollte in jedem Fall VOR der Finanzierung schon sehr genau die Kosten kennen. Kauft man ein gebrauchtes Haus, muss man sich auch über die Folgekosten (Renovierung etc.) im Klaren sein. Bei einem Neubau gilt natürlich auch, vorher alle Kosten abzuklären und sich entsprechend abzusichern (m.E. z.B. Sonderwünsche etc. vorher klären). M.E. kann man nicht kalkulieren, wenn diese Kosten nicht bekannt sind. Ich weiß sehr wohl, dass dies bei einem Neubau schwierig ist. Genau aus dem Grund habe ich ein gebrauchtes Haus gekauft, dass noch sehr jung ist. Da habe ich einen klaren Preis, kaum Renovierung oder Sanierung zu erwarten, muss aber sicher ein paar EUR für künftige Reparaturen zurücklegen oder behalte entsprechend viel EK zurück.

    Mehr wollte ich damit auch nicht sagen:
    Vor einer Finanzierung die Kosten klar definieren UND genau über die eigenen Finanzen Überblick verschaffen, um bei evtl. nicht ganz so üppigem Einkommen evtl. Einschränkungen festzulegen. Die Einschränkungen sind m.E. in den meisten Fällen gar nicht zu vermeiden. Es kommt nur darauf an, wie weit man gehen möchte. Ich wollte aufzeigen, es gibt Möglichkeiten, die Einsparpotenziale zu definieren und sich entsprechend einzuschränken und bekommt als "Belohnung" dafür die Freiheit der eigenen 4 Wände.
    Wie hoch diese Einschränkung geht, muss jeder für sich herausfinden. Etwas Luft braucht man immer und ich würde nicht den Preis zahlen, dafür auf HARZ IV Niveau zu leben.

    Gruß
    Micha
     
  8. R.B.

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    Richtig. Auch ein häufiger Fallstrick sind die Unterhaltskosten für ein Haus, die ja üblicherweise etwas höher sind als bei einer Mietwohnung.
    Wie schnell wird nach dem Vermieter gerufen wenn mal die Heizung streikt, aber was machen wenn man sein eigener "Vermieter" ist? Anruf beim Heizer, der bringt das in Ordnung, und schickt natürlich gleich eine Rechnung. Dann wandern mal schnell 200,- 500,- oder 1000,- € über die Ladentheke....und wer das bezahlt ist wohl klar.

    Eigene Erfahrung, Gemeindebeschluss, daß die Zufahrtsstraße in das Neubaugebiet mit einer langen Stützmauer gesichert werden muss. Die Kosten wurden komplett auf die Anlieger umgelegt, und zwar auf alle die in diesem Neubaugebiet ihr Grundstück bzw. Haus hatten. Da flatterte zum Jahresende jedem Anwohner eine Rechnung über damals etwa 5.000,- DEM in´s Haus. Da war für so manchen Anwohner Weihnachten gelaufen.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #8 Niederbayer, 17. November 2008
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    Also allzu weit seit Ihr aber vom Harz IV Nieveau auch nicht weg. (1700 Euro/5 Personen im Haushalt) macht 425 Euro pro Person für Essen, Versicherungen, Auto usw....

    Ein Harz IV Empfänger bekommt m. W. in etwa 345 Euro + ca. 208 Euro pro Kind. Das ergäbe bei eurer Familie 1.314 Euro.

    Sind in den 1000 Euro Belastungen pro Monat die Nebenkosten fürs Haus schon mit drin?
     
  10. #9 feivelmaus67, 18. November 2008
    feivelmaus67

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    Hallo

    in den 1000 EUR sind nur Raten und Tilgung drin, also sind da immer noch fast 400 EUR Unterschied.
    Bisher hatten wir jeden Monat etwa 200 EUR übrig zum Sparen und haben dennoch ganz gut gelebt.
    Wir hätten jetzt auch 800 EUR Miete zahlen müssen (Raum FFM). Eine 5-Zimmer Wohnung oder Haus kosten hier ortsüblich auch bis zu 1000 EUR. Von daher war meine erste Forderung, nicht über der ortsüblichen Miete mit der Finanzierung zu liegen.
    Bei den 800 EUR Miete kommt dazu dass unser gemietetes Haus einen Gasverbrauch von ca. 35.000 KWH hatte und wir jetzt bei 8000 KWH liegen. Da sparen wir eine Menge Geld ein. Die mtl. 200 EUR können wir natürlich nicht mehr sparen, es sei denn, wir schränken uns eben dahin gehend ein, dass wir die unnötigen Ausgaben streichen (Multimedia etc., was nicht unbedingt sein) muss.

    Was ich halt nicht eingerechnet habe ist, dass ich aufgrund der Kinder (bin alleinerz. mit Partner vor dem Gesetz) ca. 2500 EUR Steuererstattung bekomme (wegen den Betreuungsfreibeträge, da meine EX-Frau keinen Unterhalt zahlt, aber ca. 800 EUR zahlen müsste) und da meine Partnerin derzeit nicht arbeitet, wegen meinem Einkommen aber kein HARZ IV bekäme, dies steuerlich "absetzen" kann, d.h. im Steuergesetzwortlaut, wenn ihr öffentliche Mittel aufgrund meines Einkommens gestrichen werden, ich dies zu einem bestimmten Betrag absetzen kann. Das macht nochmal knapp 4500 EUR und zus. Zielgehalt von ca. 3000 EUR, in Summe also 9000 EUR/12= 750 EUR mehr im Monat also etwa 3450 EUR Netto.
    Würden wir heiraten, wäre mein Netto auch höher und läge dann auf gleichem Niveau wie jetzt auch.

    Wie dem auch sei, ich war schon vorsichtig und habe dies bei den Banken nicht erwähnt, weil es eben keine zu 100% sicheren Einnahmequellen und deswegen für mich nur als Sondertilgung gedacht sind. Bisher haben wir das Geld gespart (deswegen das EK, wofür wir ca. 5 Jahre gebraucht haben) und jetzt kommt eben ein Teil davon in die Sondertilgung. Mein Plan ist, dass spät. nach 10 Jahren (Ablauf der Zinsbindung) das 1. Darlehen in Höhe von ca. 88000 EUR getilgt zu haben. Dann bleibt noch eine Restschuld von ca. 80.000 EUR aus dem anderen Darlehen übrig.

    Ich habe also schon nur mit dem Minimum als Einnahmen kalkuliert. Ich würde auch bei 2 arbeitenden Partnern immer nur mit 1 Einkommen kalkulieren, falls einer mal ausfällt. Da ich davon ausgehe, dass Gehalt und Einnahmen in Zukunft eher steigen, nimmt die Belastung in 2-3 Jahren sicherlich ab, notfalls verzichte ich halt auf eine Sondertilgung oder leiste eine geringere Summe.

    Für mich stellt sich das abschließend so dar: Ich habe jetzt eine etwas höhere Belastung als zur Miete, die aber mindestens die nächsten 10 Jahre so fest steht. Die Mieten steigen bei uns massiv weiter und hätte ich den Schritt jetzt nicht getan, dann wäre die Belastung jetzt zwar geringer, würde aber in Zukunft (auch in 2-3 Jahren) aufgrund der steigenden Mieten und Nebenkosten noch stärker belastet als jetzt.

    Nicht zuletzt sicher ist ein Hauskauf auch ein Stück Risikobereitschaft, denn Schulden stellen immer ein Risiko dar, wenn man in finanzielle Not kommt.
    Gruß
    Micha
     
  11. Jassy

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    Ich stimme Micha zwar zu was die Einschränkungen angeht, aber ich persönlich möchte diese "Einschränkungen" nur ein paar Jahre hinnehmen.... Irgendwann muß man auch wieder etwas "leben", oder?! Wir werden auch ein paar Jahre überhaupt keinen Urlaub machen und (hoffentlich ) kein neues Auto brauchen etc. aber in ca. 2 Jahren werden unsere Gehälter mehr und wir können wieder leben! Wenn ich wüßte dass ich immer so knapp kalkulieren müßte und das Geld hintern und vorne nicht reicht, dann würde ich ein Eigenheim nicht wollen.....

    Kenne außerdem viele die so knapp kalkulieren, und nicht daran denken, dass Kinder z.Bsp. teurer werden und nicht billiger... Autos , Waschmaschinen, etc. kaputt gehen.
     
  12. #11 feivelmaus67, 18. November 2008
    feivelmaus67

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    Hallo

    immer möchte ich die Einschränkungen auch nicht hinnehmen und nur in bestimmten Maß. Das ergibt sich aber m.E. automatisch, denn die Raten bleiben gleich hoch, die Miete wird aber immer teurer. Das gilt natürlich nur, wenn die mtl. Raten eine das Mitniveau nicht übersteigen.

    Eine Sicherheitsreserve braucht man auf jeden Fall. Habe auch derzeit 3 Monatsgehälter noch auf der hohen Kante und noch ein paar Aktien (zum Glück die meisten vor Hauskauf/Finanzkrise verkauft). Sollte also mal das Auto, die Waschmaschine kaputt gehen, ist das problemlos zu schaffen.

    Ähm ja , und es ist hilfreich, wenigstens ein bisschen handwerklich begabt zu sein...das spart auch...letztes Wochenende war unsere Spülmaschine kaputt. Falls mal jemand einen Tip braucht, wie man eine Wassertasche reinigt, kann ich jetzt helfen ;-)

    Gruß
    Micha
     
  13. baufibemu

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    Mit Verlaub,
    ich finde es etwas merkwürdig, dass so viele Fragen zum Thema, was kann ich mir leisten, überhaupt gestellt werden.
    Die erste Hausaufgabe, die ein künftiger Immobilienbesitzer zu erledigen hat, ist die Ermittlung des eigenen Budgets und somit logischerweise auch die Ermittlung der eigenen Lebenshaltungskosten.
    Ist diese Aufgabe noch nicht erledigt, ist man noch nicht soweit, den nächsten Schritt zu gehen.
    Eine Frage wie: Ich habe soundsoviel monatlich für die Finanzierung übrig, wieviel Haus bekomme ich dafür?, kann ich verstehen.
    Aber die Frage: Wieviel darf ich für die Finanzierung ausgeben, um nicht über die Wupper zu gehen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Es wird doch wohl jeder selbst wissen, wieviel er zum Leben braucht.
    Und wenn nicht, sollte man es lieber lassen.

    Beste Grüße
     
  14. #13 feivelmaus67, 18. November 2008
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    @baufibemu

    schön wärs, wenn das alle so täten. Die Realität ist, dass es eben die Mehrheit nicht macht und sich auf die Berechnungen der Banken verlässt. Wenn einem die Bank sagt, das Geld reicht zum leben, dann macht man sich keine Gedanken mehr.

    Die Konsequenz kennen wir ja alle oder warum haben Schuldnerberater jetzt schon im Privatfernsehen nen eigenen Sendeplatz "Raus aus den Schulden"....

    Besser gar nicht erst "Rein in die Schulden", aber das würde wohl keiner schauen, denn das ist nicht dramatisch genug.
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Und deswegen schreiben wir hier immer und immer wieder, "Ausgaben ermitteln, am besten über ein komplettes Jahr".

    Gruß
    Ralf
     
  16. moep3fx

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    also das ist mal echt der Hammer. war vor gut einem Jahr bei einem ersten Sondierungsgespräch bei der Bank. was die mir - nur von meinem Gehalt ausgehend - an Darlehen gegeben hätten war wirklich granatenmäßig viel.

    Da hätt ich mich dumm und dämlich dran abzahlen können.
     
  17. #16 feivelmaus67, 18. November 2008
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    Hallo,

    aber nochmal auf den Punkt zu kommen, selbst bei meinem EK von ca. 2700 EUR und 3 Kindern wurde mir von verschiedenen Seiten abgeraten und da frage ich mich: Wer kann denn dann noch bauen?
    Ich halte mein Einkommen noch für leicht überdurchschnittlich als Ingenieur, aber wenn das schon nicht reicht, was ist dann mit denen, die mtl. gerade mal 1200 EUR Netto nachhause bringen und zusammen mit dem Einkommen der auch arbeitenden Frau die 2000 EUR Grenze überschreiten?
    Das ist doch die Mehrheit in unserer Gesellschaft. Wenn man den Empfehlungen nachkommt, könnten ja nur noch die "Besserverdienenden" bauen, aber nur wenn sie höchstens 1 Kind haben...
     
  18. bruchpilot

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    ... so isses, eigentlich ....

    Was passiert, wenn diejenigen Häuser bauen/kaufen, die eigentlich die Kohle dafür nicht haben, siehste aktuell gerade in Amerika, schwappt auch nach Europa und nennt sich Bankenkrise.....
     
  19. baufibemu

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    Die Situation in Amerika kann man mit Deutschland nicht vergleichen. Die Kreditvergaberichtlinien sind hier ganz anders, als überm Teich.
    Wer sich hier die Finanzierung für ein Haus nicht leisten kann, bekommt auch keine.
    Zumindest ist das bei meinen Bankpartnern so.
    Schiksalsschläge und Scheidungen mal außen vor gelassen.

    Beste Grüße
     
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  21. R.B.

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    Das risk-management funktioniert hier in DE noch relativ gut...aber der Druck von oben ist schon enorm, und das führt manchmal auch dazu, daß schöngerechnet wird. Letztendlich hängt es aber davon ab, welche Strategie die Bank gerade verfolgt.

    Gruß
    Ralf
     
  22. Agent Brown

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    Hallo,

    ich finde, die Fragen nach Machbarkeit einer Finanzierung kann hier gar nicht beatwortet werden. Das ist viel zu individuell und zu sehr von der Person und den Lebensumständen abhängig.

    Die eine 3-köpfige Familie kommt mit 1.000 Euro Rest im Monat (nach Rate) super aus und kann sogar noch was sparen, bei der anderen reichen 2.000 Euro nicht.

    Zum Beispiel liegt der Arbeitsplatz des Verdieners von Familie A in Fahrrad-Reichweite, der von Familie B liegt 40 km weit weg. Familie B hat somit min. 300,-- Euro Spritkosten im Monat, braucht 2 Autos und verschleißt eines davon alle 5-6 Jahre.

    Familie A lebt in der Provinz, Familie B im Ballungsgebiet. Familie B hat somit viel mehr Optionen, Geld auszugeben als Famlie A. Zudem ist vieles im Ballungsgebiet auch noch teurer (man denke mal an Kino, Schwimmbad etc., was in der Großstadt gut und gerne mal das doppelte und dreifache kostet).

    Das sind nur wenige Beispiele von Vielen. Jeder muß für sich selbst rechnen und entscheiden! Und das ist auch das einzigste, was man bei solchen Threads als Antwort geben kann: Das die Frage nach der Machbarkeit in einem Forum gestellt wird, zeigt, das man sich nicht sicher ist und sich nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt hat! Und dann kann man nur raten, sich solange damit zu beschäftigen, bis man sich sicher ist und man eine solche Frage nicht mehr stellen muß!

    Für Jemanden der rechnen kann und sich ernsthaft mit der Materie auseinander setzt, sollte es kein Problem sein, sich die Frage selbst zu beantworten. Nur dann kann er sicher sein, die richtige Antwort zu haben!

    Grüße
    Agent Brown
     
Thema:

Finanzierung

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