Finanzierungsangebot zu hoch?

Diskutiere Finanzierungsangebot zu hoch? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Sehr geehrte Experten, meine Frau und ich möchten gerne eine Eigentumswohnung kaufen bzw. sind wir mittlerweile kurz davor diese zu erwerben....

  1. Karrasz

    Karrasz

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    Sehr geehrte Experten,

    meine Frau und ich möchten gerne eine Eigentumswohnung kaufen bzw. sind wir mittlerweile kurz davor diese zu erwerben.
    Bei dem Finanzierungsangebot, welches wir vorliegen haben, werden das Gefühl nicht los, dass dieses bei der heutigen Zinslage zu hoch ist.
    Deshalb möchten wir uns gerne an dieses Forum wenden, um uns eine realistische Einschätzung einzuholen.
    Für jegliche Tipps und Hilfestellungen sind wir Ihnen schon jetzt dankbar.

    Die Eckdaten der Immobilie lauten, wie folgt:

    Kaufpreis: 330.000 €
    Kaufnebenkosten: ca. 45.000 €
    Anzahl der Zimmer: 4
    Wonfläche: 110 qm


    Unsere Daten:
    monatliches Einkommen (netto): 3.600 €
    monatliche Ausgaben: ca. 2250 € (inkl. derzeitiger Warmmiete in Höhe von 920,00 €)
    zur Verfügung stehendes Eigenkapital: 50.000 €

    Finanzierungsangebot:

    Darlehenssumme 1: 275.000 €
    geplanter Sollzins: 2,27 %
    effektiver Jahreszins: 2,31 %
    Zinsbindung: 15 Jahre
    Tilgung: 2,5 %
    Tilgungswechsel: 2-3 mal während der zinsgebundenen Zeit berücksichtigt
    Sondertilgungen: 5 % im Jahr


    Darlehenssumme 2: 50.000 € (KFW 124)
    geplanter Sollzins: 1,49 %
    effektiver Jahreszins: 1,51 %
    Zinsbindung: 10 Jahre
    Tilgung: 2,28 %


    Beides kombiniert ergibt eine monatliche Rate von knapp 1.248,00 € pro Monat.
    Solange meine Frau und ich beide berufstätig sind, ist die monatliche Belastung zu stemmen. Sobald wir jedoch ein Kind bekommen, wird es eng.
    Und wenn ein Gehalt komplett ausfallen sollte, wird es wohl gar unmöglich (Mein Gehelat 2.000€; Frau 1.600€). Wir haben bei unseren Berechnung nie mit 13. Gehältern kalkuliert bzw. Bonuszahlungen, um dieses Kapital als "Puffer" zu haben.

    Deswegen zweifeln wir im Moment den Erwerb der Immobilie an.
    Unsere Bedenken sind die folgenden:

    - Immobile ggf. zu teuer für uns?
    - Zinssatz zu hoch (2,27%), ich habe in diesem Forum gelesen, dass ein Zinsatz von 1,5% - 2 % heute realistisch ist.
    - Eigenkapital zu gering ? Da die Nebenkosten ca. 45.000 € betragen, bleibt lediglich ein EK von 5.000 € für die Darlehenssumme übrig.

    Wir könnten den Tilgungssatz natürlich auf 2 % setzen oder 1,5 %, aber wir möchten gerne bis spätestens zur Rente die Immobilie abbezahlt haben und nicht über 50 Jahre die Raten bedienen müssen.

    Wir bedanken uns für eure Ratschläge und Einschätzungen.

    Sollten wir wichtige Daten vergessen haben, dann lasst es uns bitte wissen.

    Vielen, Vielen Dank.

    Karrasz
     
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  3. dimitri

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    Moin,

    für eine quasi 100% Finanzierung ist das eh nicht schlecht.
    Die angesprochenen Zinssätze bekommt man, wenn man deutlich unter 80% Beleihungsquote ist.

    Deine Bedenken sind nachvollziehbar, im Zweifelsfall lieber in Miete bleiben und sich nicht täglich den Kopf zerbrechen wie man den Monat übersteht.
     
  4. Nana55

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    Die Zinssätze hängen immer auch vom Einkommen und dem Eigenkapital ab und ist natürlich auch Verhandlungssache. Bei Interhyp gibt's nen ganz guten Vergleichsrechner. Die Angebote dort haben wir damals quasi als "Verhandlungsgrundlage" herangezogen. ;)

    Ansonsten: Kinder vorhanden oder geplant?
     
  5. Julius

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    Würde ich so sehen.

    Nein, siehe dimitri.

    Da wird - realistisch betrachtet - sogar gar nichts für den Kaufpreis übrigbleiben.

    Das sollte man keinesfalls tun. 2,5% ist schon nicht zuviel!
     
  6. Karrasz

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    Hallo,

    danke für die schnellen Antworten.
    Da bin ich dann erstmal beruhigt, dass der Zinssatz zumindest nicht zu hoch ist.
    Mal schauen, wie wir hier weiter vorgehen werden, denn von der Immobilie selbst her passt wirklich alles. Vielleicht kommt Sie nur etwas zu früh, da vieles an EK in unsere Hochzeitsfeier + Flitterwochen geht und somit "nur" 50.000 € in Eigentum investiert werden können. Anderseits denken wir uns, die Miete in Höhe von 920 € müssen wir auch aufbringen und bezahlen.....

    @Nana55
    Kinder wären dann in 1-3 Jahren auch geplant.

    Gruß

    Karrasz
     
  7. #6 Pruefhammer, 3. April 2016
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    also 110qm sind für eine Eigentumswohnung schon nicht klein, aber 330k€ sind auch ein Wort für eine solche Immobilie. Ich weiß nicht wo die stehen soll mit welcher Ausstattung, aber da sollte sich doch vielleicht auch eine Wohnung finden lassen, die etwas günstiger ist. Bei z.B. 270k€ und noch ein wenig sparen bei Hochzeit und Flitterwochen und sich dann über die neue Wohnung freuen.
     
  8. Nana55

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    Dann fällt zumindest ein Teil eines Einkommens eine Zeit lang weg und das Leben mit Kindern ist zudem noch teurer.
     
  9. #8 Skeptiker, 3. April 2016
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    Ich weiß, ein ketzerischer Gedanke, aber liesse sich nicht vielleicht doch von den Kosten für die Hochzeit etwas in Richtung der wertbeständigen Immobilie verschieben?
     
  10. Karrasz

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    @ Prüfhammer
    Die Immobilie wird in Frankfurt am Main stehen. Hierbei handelt es sich um ein Neubauwohnung, mit eher einer hochwertigen Austattung (Parkettboden etc.) und Tiefgaragenstellplatz. Ich würde die Austattung auch gerne "downgraden", doch das geht nicht ;-).
    Wir schauen schon seit längerem nach einer Eigentumswohnung in Frankfurt am Main und 25 km Umgebung. Die letzte, die wir uns angeschaut haben war ein bereits bestehendes Objekt für 250.000 €. Hier hätte man aber noch einiges investieren müssen... Die Preise sind im Moment einfach der Wahnsinn...

    @Nana55
    Ja, das ist auch der Knackpunkt. Solange wir beide berufstätig sind, wird die Finanzierung der Wohnung kein Problem darstellen. Wenn dann ein Teil des Gehaltes wegbricht, geht es noch auf. Wenn ein Gehalt komplett wegbricht, wird's verdammt eng. Leider sind wir noch zusätzlich beide Raucher. Ich hab meiner Frau bereits gesagt, sollten wir uns für den Kauf entscheiden, dann hören wir damit auf. Immerhin sind dies im Monat 200 €.

    @Skeptiker
    die Hochzeit findet in 2 Monaten statt. An der Feier wüsste ich nicht, wo ich etwas abzwacken könnte. Wir haben von vornherein keine überteuerte
    Location gewählt. Aber dennoch kostet es natürlich Geld... Nun Ja, dafür haben wir aber bei den Flitterwochen auf den Kopf gehauen. Aber nun gut, sowas macht man (hoffentlich!) nur einmal...

    Eure Einschätzungen bestätigen auch meine Meinung. Ich denke, dass die Immobilie aktuell einfach zu früh kommt. Andererseits denken wir uns ständig in einem Jahr haben wir auch schon wieder 10.000 € an Miete gezahlt. Dieses Kapital hätte man auch in seine eigenen 4 Wände investieren können... Egal, wie man hin und her kalkuliert. Am Ende gibt es Gründe die dafür sprechen und dagegen.
     
  11. #10 Pruefhammer, 3. April 2016
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    Meiner Meinung nach bleibt nur der Kauf einer günstigeren Immobilie.
    Jetzt 2-3Jahre zu warten bingt bei eurer Einkommenssituation nicht viel mehr an Eigenkapital (sagen wir mal 20k€), das ist nicht kriegsentscheidend. Sollten die Immobilienpreise sogar noch steigen wird das zusätzliche Eigenkapital kpl. aufgezehrt durch die Kostensteigerung. Evtl. kommt dann auch ein Kind, das macht die Sache finanziell nicht besser-Im Gegenteil.
    Einzige Hoffnung wäre, dass die Immobilienpreise in den nächsten Jahren deutlich sinken, da glaube ich aber auf Grund verschiedener Faktoren wie Finanzmarkt, Flüchtlingskrise, begrenzte Baugrundstücke etc. nicht dran.
    Wenn ihr jetzt nicht zu einer Immobilie kommt, dann wohl auch auf absehbare Zeit nicht. Jetzt passiv abzuwarten halte ich für falsch, ich würde weiter aktiv nach einer Wohnung suchen, die zu eurem Budget passt.
     
  12. #11 toxicmolotow, 3. April 2016
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    Ich weiß nicht, warum das hier wieder mal zu lesen ist, aber das ist schlichtweg mal wieder falsch. Der Zinssatz ist nicht Einkommensabhängig.
     
  13. Nana55

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    Doch! ;) Nicht offiziell, aber der Zinssatz ist ja immer auch Verhandlungssache. Und da spielen Sicherheiten wie Unkündbarkeit der Arbeitsstelle, gutes Einkommen, hohes EK schon eine Rolle. Die Zinssätze sind ja nicht in Beton gemeißelt. Ich weiß, was geht. Ich habe verhandelt. ;) Und ein naher Verwandter von mir arbeitet in leitender Position genau in diesem Bereich.
     
  14. Nana55

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    @TE: Was man immer auch bedenken muss, wenn man Wohnungen in Mehrparteienanlagen kauft, sind die Monatsbeträge an die Hauseigentümergemeinschaft. Die können auch nochmal ganz schön zu Buche schlagen. :/
     
  15. R.B.

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    Ersetze einkommenabshängig durch bonitätsabhängig, dann passt es in etwa.
     
  16. Karrasz

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    @Nana55

    das sog. "Hausgeld" bzw. "Wohngeld" haben wir bereits bedacht und ist natürlich auch noch ein offener Posten, da dieser ja erst in der Eigentümerversammlung festgelegt wird. Aber wir gehen hier von 50-100 € pro Monat aus.
    Bei einem Neubau sollten ja erstmal (so Gott will) die nächsten 10-20 Jahre keine größeren Sanierungen anfallen.

    Also, wir haben heute Abend nochmal den Termin beim Makler und wir wissen immer noch nicht was wir tun werden. Mal schauen was unser Bacuhgefühl in dem Moment sagen wird ;-)
     
  17. #16 Pruefhammer, 4. April 2016
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    Ist die Frage, was du unter Hausgeld verstehst. Oft sind da Posten enthalten wie Müllabfuhr, Hausmeister usw. Das allein geht schon ins Geld, dazu kommen Instandhaltungsrücklage+weitere Kosten. Bei einem Objekt dieser Kategorie will man es ja auch ein wenig schön haben, so dass hier mit Hausmeisterkosten, Reinigungskosten, Wartungskosten (z.B. Aufzug) zu rechnen ist. Weiterhin kommen auch bei einem neuen Haus gern mal Kosten auf, die von der WEG zu tragen sind, wie z.B. der Zaun zum Nachbargrundstück, der nicht im Kaufpreis enthalten ist und den man jetzt schmerzlich vermisst oder dergl.
    Kurz gesagt würde ich da eher von 150-200€ im Monat ausgehen.
     
  18. Karrasz

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    Hallo Prüfhammer,

    mit 50-100 € meinte ich die Rücklage für Instandhaltungskosten.
    Wir haben insgesamt mit 300 € an Betriebskosten/Nebenkosten kalkuliert inkl. Rücklage. Ist dies realistisch?

    Wir werden übrigens kaufen.

    Gruß
    Karrasz
     
  19. #18 toxicmolotow, 5. April 2016
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    Jetzt wird es OT, aber sorry, das muss sein.

    Nein. Oder hast du für deine Behauptungen Belege oder Quellen? Weder inoffiziell, noch offiziell.

    Verhandlungssache ja, in einem gewissen Rahmen der jeweiligen Kompetenzen. Der eine hat mehr, der andere weniger. Das hat aber nichts mit dem Einkommen zu tun. Und ich rede hier einzig von Einkommen. Das Eigenkapital ist eine andere Sache, da hier die reale Besicherungsquote beeinflusst wird. Und das führt mich zum nächsten Zitat.

    Und selbst das stimmt bei privaten Baufinanzierungen kaum. Es gibt nur sehr, sehr wenige Banken, die im privaten Bereich die Bonität als Konditionenindikator nutzen, da zu 99% auf die Realsicherheit abgestellt wird.

    Entweder die Tragbarkeit bei einer privaten Baufinanzierung ist dank Einkommen gegeben, und dann gibt es die Baufinanzierung, oder eben nicht, dann gibt es die nicht. Auch nicht zu einen höheren Zins.

    Wichtig, wir reden hier nicht über gewerbliche Finanzierungen!
     
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  21. Torian

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    Wegen Kinderwunsch solltet ihr euch informieren wie viel ein Ganztages-Kitaplatz bei euch kostet. Die Kosten schwanken in Deutschland extrem, wir bezahlen 350€ für die Krippe und 250€ für den Kindergarten. Manche bezahlen deutlich mehr, in Karlsruhe dagegen kostet das 2. Kind nur 60€.
     
  22. dimitri

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    300€ sollte ausreichend sein. Ich würde die jetzigen Nebenkosten erstmal 1:1 ansetzen. Ein 20 Euro mehr oder weniger dürfen die Finanzierung nicht kippen.
     
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Finanzierungsangebot zu hoch?

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