Finanzplanung

Diskutiere Finanzplanung im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, ich habe hier viele Beiträge gelesen, aber da vermutlich jede Finanzierung anders läuft und jeder andere Ausgangspunkte hat, ist's denke...

  1. soluga

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    Hallo,

    ich habe hier viele Beiträge gelesen, aber da vermutlich jede Finanzierung anders läuft und jeder andere Ausgangspunkte hat, ist's denke ich besser, dass ich ein eigenes Thema aufmache.

    Wir beschäftigen uns bereits länger mit dem Thema Eigenheim und wollten jetzt mal Nägel mit Köpfen machen. Die erste Frage ist nun natürlich, wie man das mit der Finanzierung - ganz grob - anstellen könnte.
    Da ich noch keine genauen Preise habe, sind das momemtan alles noch Richtwerte. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit meinem Bankberater (den ich auch privat ganz gut kenne und dem ich vertraue) und der hatte mir den u. g. Vorschlag gemacht. Jetzt hätte ich gerne mal eure Meinungen, Ideen und Vorschläge zu dem Thema.

    Grundstück: vorhanden (~730qm/75.000 EUR)
    Hauspreis: Der Bauplaner meinte 210.000 EUR, wobei ich eher mit 240.000 EUR plane. (Wir sind noch ganz am Anfang und haben noch keine genaueren Werte...)
    Eigenkapital:
    -1. Bausparvertrag 10.000 (ganz alt und voll eingezahlt)
    -2. Bausparvertrag 46.000 eingezahlt. 50.000 Bausparsumme. 2,95% Darlehenszins. Treueoption (1% / etwa 1.500 EUR) möglich bei Darlehensverzicht. (Darlehen macht bei der Einzahlung ja sowieso keinen Sinn mehr...)
    -Riester-Rentenfond (Union Investment). Wert: 14.000 EUR (Davon 9.600 EUR eingezahlt, 1.000 EUR Zulagen, Rest Gewinn)
    -Sonstiges Guthaben (kurzfristig frei verfügbar): 48.000 EUR

    Heißt: Wenn ich alles bis auf den letzten Cent zusammenkratze, hätte ich etwa 118 TEUR EK. Ich hatte bisher mit einer Bargeld-Rücklage nach dem Bau von 12 TEUR gerechnet, falls mal Auto oder Waschmaschine kaputt gehen. Wäre somit bei einem EK von 106 TEUR. Mein Berater meinte jedoch, ich solle mehr EK zurückhalten. Eher in Richtung 30 TEUR. Grds. hat er wohl damit Recht, dass 12 TEUR ein bisschen optimistisch gerechnet sind.

    Die Finanzierung hat er dann wie folgt vorgeschlagen:
    Jahr 1-4:
    Klassisches Bankendarlehen über 240.000 EUR.
    Zinszahlung dafür bei 1,5% bis 2%: ca. 4.200 EUR p. a. (350 EUR p. M.)
    Bausparvertrag über 240.000.
    Dabei Umwandlung des bisherigen Riester-Vertrages in einem Riester-Bausparvertrag, somit bereits 14 TEUR als Guthaben vorhanden
    Rest für 40% Bausparsumme (82 TEUR) einzahlen. Verbleiben Barreserven von 36 TEUR. Ist mir aber eigentlich zu viel...

    Danach: Ablösung des Bankendarlehens durch den Bausparvertrag.
    Restliche Finanzierung über BS-Darlehen mit 2,85% Sollzins und 0,4% Tilgung. (Hatte als Beispiel mal den LBS-Classic A4R Vertrag rausgesucht)
    Wäre eine Zahlung von 960 EUR p. M.
    Da die bisher an Union gezahlten Riester-Beiträge (113 EUR p. M.) dann dort einfließen hätte ich eine eff. Belastung von 847 EUR.
    Das Darlehen wäre dann nach 16 Jahren und 3 Monaten beendet.

    Wichtig an der Finanzierung ist mir, dass ich eine möglichst lange Zinsbindung habe und dass ich jederzeit problemlos Sonderzahlungen leisten kann. Das wäre hier beides gegeben.

    Ich denke, die 850 EUR sollte ich geschultert bekommen. Bei meinen ersten Kalkulationen (da bin ich nur vom Bankendarlehen und 25 Jahren ausgegangen) hatte ich mit einer monatlichen Belastung von 700-750 EUR gerechnet, was natürlich schönere Zahlen im Vergleich zur bisherigen Netto-Kalt-Miete von 500 EUR sind.
    Wie gesagt: 850 sollte klappen. Wenn man jedoch einen besseren Weg findet und da noch etwas runter kommt (und dafür bspw. die Barreserven auf 20 TEUR drückt) hätte ich ein besseres Bauchgefühl...

    So, jetzt habe ich ganz viel Text und ganz viele Daten eingegeben. Was haltet ihr davon? Was würdet ihr ggf. anders machen? Was haltet ihr für gut, was für schlecht?

    Eine grundsätzliche Frage habe ich noch zum Thema Riester:
    Ich habe ja momentan den Riester-Fondsparplan. Ich hatte irgendwo gelesen, dass man den nicht unbedingt in einen anderen Vertrag umwandeln muss, sondern dass man sich auch das Guthaben bis auf 1 EUR auszahlen lassen kann und den Vertrag dann ruhen lassen kann.
    Dazu meine Fragen:
    -macht das mehr Sinn, als den Vertrag umzuwandeln? (Auch wg. Gebühren bei Kündigung des alten Vertrags)
    -welches "Guthaben" wird da ausgezahlt? Das Eingezahlte? Inkl. Zulagen? Inkl. Gewinn?
    -wie und wann muss das Guthaben zurückgezahlt werden?

    Mein Bankberater wusste es nicht 100%ig, war aber der Meinung, dass das gar nicht geht und dass man den Vertrag entweder in einen Riester-BS-Vertrag wandeln muss (=Gebühren des bisherigen Anbieters) oder dass man alle Zulagen und Steuervorteile bei Entnahme zurückzahlen muss.

    Auch hier bin ich für jeden Tipp und jede Expertenmeinung dankbar.

    Jetzt aber zunächst mal vielen vielen Dank, dass ihr bis hierhin gelesen habe und für's Mitdenken und eure Ratschläge!

    Gruß
    Christian
     
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  3. #2 toxicmolotow, 18. Februar 2014
    toxicmolotow

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    Wenn ich Zeit habe beschäftige ich mich morgen mal mit dieser Konstruktion.

    Interessant ist aber schon mal die 2.400 Euro Provision für den Bausparer. Da müssen manche Berater erstmal Monate für kämpfen.

    210-240 TEUR für ein Haus. Wie groß soll es denn werden? Keller? Garage? Außenanlagen?
     
  4. backbone23

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    Als Vergleich:

    Große Direktbank, 100 T€ EK, 15 Jahre Zinsbindung, 2,9% Zins, 960 € Rate ... Volltilger.

    Ok, die Riester-Zulage geht flöten, wenn der Vertrag in der Zeit nicht bespart wird. Glaube aber, dass das normale Darlehen unterm Strich günstiger ist. Und die 2,9% sind nicht unbedingt günstig.
     
  5. #4 Gurkensalat, 19. Februar 2014
    Gurkensalat

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    EK ist mit Grundstück eher 175k. Die ersten 4 Jahre auf den vollen Betrag Zinsen zu zahlen und praktisch keine Guthabenzinsen zu bekommen wird wahrscheinlich etwas teuer. Insgesamt überzeugt mich die Lösung nicht. 15jähriger Volltilger ist wahrscheinlich ein paar Tausender billiger.

    Riester: Du kannst Dir das Guthaben komplett auszahlen lassen für den Bau oder Du lässt 3000 € stehen. Da musst Du erst mal noch nix zahlen; auch die Zulagen bleiben bei der wohnwirtschaftlichen Verwendung erhalten. Du solltest Dich aber trotzdem mal informieren, was Wohn-Riester bedeutet (nachgelagerte Versteuerung des Wohnförderkontos, was passiert bei Verkauf/Vermietung/etc.).
    Dann kannst Du auch entscheiden, ob Du Dein Guthaben und/oder Deine zukünftigen Riester-Beiträge, Steuervorteile und Zulagen für das Haus verwenden willst oder nicht. Wenn Du wirklich Riester verwenden willst, dann nimm einen relativ kleinen Riester-Bausparvertrag in den nur Deine Beiträge fließen. Noch schöner wäre wahrscheinlich ein Riester-Bankdarlehen, aber das bieten nur wenige an.

    Zu Deinem Einkommen hast Du bislang nichts geschrieben, aber das EK sieht ja so aus, als müsste da Geld übrig bleiben. Zwei Kinder hast Du anscheinend auch, wenn ich die 113 € Riester richtig deute, und damit über 50k Brutto ohne Kindergeld. Trotzdem zur Sicherheit: Welche Rate würde Dir die Bank noch erlauben? Bist Du der Alleinverdiener?

    Gruß
    Gurkensalat
     
  6. #5 Gurkensalat, 19. Februar 2014
    Gurkensalat

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    Ach ja, habe ich noch vergessen: Sag mal was zum Bauvorhaben. Vielleicht ließe sich mit KfW-Mitteln ja noch etwas Schöneres stricken?
    Und Dein Bankmensch hat von Riester wirklich keine Ahnung. Lies im Netz nach (aber Vorsicht, da hat sich zum 1.1.2014 noch ein bisschen was geändert).
     
  7. backbone23

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    Natürlich, war ein Tippfehler.
     
  8. soluga

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    Hallo,

    vorerst vielen Dank für Eure Antworten.

    Die KfW könnte man sicherlich auch noch einspannen. Dann hätte ich allerdings den Nachteil, dass der Zins nicht viel günstiger ist, als der Riester-Bauspar-Darlehenszins. (2,7% KfW zu 2,8% BSV + natürlich die Abschlussgebühr und Zinsen für die Zwischenfinanzierung, die beim BSV noch hinzukommen).
    Dafür hätte ich bei der KfW den Nachteil, dass ich im Jahr 11-20 keine Zinsbindung mehr hätte und keine Sondertilgungen möglich sind. Durch die längere Laufzeit würde sich natürlich auch eine kleinere monatl. Belastung ergeben.

    @toxicmolotov
    Was meinst Du mit "Interessant ist aber schon mal die 2.400 Euro Provision für den Bausparer. Da müssen manche Berater erstmal Monate für kämpfen."?
    Für den Riester-BS-Vertrag muss ich doch auch 1% Abschlussgebühr zahlen.

    Vielleicht noch ein paar Infos zu mir bzw. uns: Wir sind ein unverheiratetes Paar. Ein Kind (2 J.). Ich bin derzeit Alleinverdiener, wobei meine Freundin demnächst wieder Teilzeit arbeiten möchte.
    12 Monatsgehälter á 2.300 EUR netto.
    Zzgl. nebenberuflicher Einnahmen von etwa 7-10 TEUR/Jahr. Diese will ich aber nicht in die Finanzierung einrechnen, da diese auch irgendwann auf Null fallen könnten. Wenn's gut läuft, würde ich die Einnahmen zur Sondertilgung nutzen.
    Derzeitige Netto-Kaltmiete 530 EUR.

    Das Bauvorhaben ist noch recht unkonkret. Ich war letzte Woche beim Bauplaner und habe ihm mal gesagt, was wir uns vorstellen. Die 210 TEUR, die er nannte kamen aus einer Standard-Auflistung eines EFH mit Keller und ohne Garage. Also im Prinzip der Durchschnitt in unserer Region.
    Aus dem Grund sagte ich ja auch, dass der Endbetrag noch recht vage ist, ich mir aber natürlich schonmal Gedanken über die Finanzierung machen will...

    Wg. der Riester-Geschichte: Dasd mein Bankberater keine Ahnung von Riester hat, hat er auch offen zugegeben. Aber dass sein Kollege, den er extra noch gefragt hat, auch noch bestätigt, dass man das Geld außer über eine Umwandlung inden BSV nicht da raus bekommt, gibt mir dann doch zu denken...
    Bei Union Investment hatte ich letzte Woche bereits angefragt, wie und was man da machen kann. Da kam aber nur eine nichtssagende Mail zurück mit der Ankündigung, dass ich noch weitere Infos per Post bekomme. (Was bisher jedoch nicht geschehen ist)
    Vermutlich werden die mir auch da nicht wirklich weiter helfen wollen, da es ja um eine Kündigung des UI-Vertrages geht.
    Muss mal schauen, ob und wo ich genauere Infos im Netz finde. Das ist alles so schwammig...

    Gruß
     
  9. #8 Gurkensalat, 19. Februar 2014
    Gurkensalat

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    Also schon mal ein deutlicher Vorteil für KfW. Noch besser wird es, wenn das Programm Energieefizient Bauen verwendet wird, statt dem Wohneigentumsprogramm.
    Neee, das kann man sich schon hinstricken:
    50Tausender KfW 10 Jahre tilgungsfrei. Du nimmst einen 50Tausender BSV mit Riester und besparst den die nächsten 10 Jahre mit Deinen Riesterbeiträgen. Das sind, wenn das Kind bei Dir gerechnet wird und nach 2008 geboren ist, 137 € im Monat (steuerfreies Geld!). Zusammen mit den Zulagen kommst Du nach 10 Jahren in die Zuteilungsreife (muss man halt mit ein paar Hundert Euro hin oder her spielen möglicherweise, aber das kann der Bankmensch). Dann löst Du KfW mit dem BSV ab und steckst weiterhin Deine Riesterförderung in die Abzahlrate des BSV. -> Nur 500€ Abschlussgebühr gezahlt.
    Er meint, dass Dir Dein Sparkassenberater einen ABSURD zu großen BSV andreht, um seine Provision zu erhöhen.
    Da ich mich nicht in Dein Privatleben einmischen will, verkneife ich mir Hinweise darauf, wie sich eine Heirat in dieser Konstellation steuerlich auswirken würde. ;)
    Was ich aber schon mal sagen kann: Dein Riester ist wahrscheinlich falsch eingestellt. Wenn Du die vollen Zulagen und die volle Steuerersparnis mitnehmen willst, musst Du bei Deinem Einkommen monatlich 163 zahlen, wenn das Kind nicht bei Dir ist, ansonsten eben je nach Geburtsjahr des Kindes.
    Guter Plan, das allein spricht aber nicht für einen BSV. Bei 5% Sondertilgung im Bankdarlehen (was heute meist Standard ist) kriegst Du das Geld dort auch unter.
    Erscheint mir knapp, kann aber sein.
    Geht bei Union, und die sind auch freundlich am Telefon. Habe ich gerade durch, weil ich mir von dort mein Guthaben holen will. Kündigung ist übrigens der falsche Ansatz - dann musst Du die Zulagen zurückzahlen. "Entnahme zu wohnwirtschaftlichen Zwecken" oder so ähnlich heißt das. Und dann eben beitragsfrei stellen. [Du darfst nämlich so viele Riester-Verträge haben, wie Du willst. Nur darfst Du Deine Vorteile und Zulagen in einem Jahr maximal auf 2 verteilen.]

    Dein Beruf sagt mir, dass Du wohl keine Angst vor Zahlen und Formeln hast, also auf und die Gesamtkosten der verschiedenen Konstruktionen in Excel zusammenrechnen.

    Mein Favorit: 50 Tausend von KfW tilgungsfrei und mit Riester-BSV (wie oben gezeigt) abgesichert. Da kannst Du die ersten 10 Jahre bei KfW sondertilgen und danach im BSV.
    Zusätzlich 90.000 € Volltilger auf 10 Jahre (da gibt es im Moment z.T. unter 2%!!).
    Damit hast Du 18.000 € Puffer.
    Gebühren und Gesamtkosten ohne jetzt genau gerechnet zu haben DEUTLICH unter dem von Deinem Bankmenschen vorgeschlagenen Konstrukt.

    Natürlich solltest Du das erst abschließen, wenn Du Dir relativ sicher bist, wie die Gesamtkosten des Bauvorhabens aussehen werden.

    Sag' doch mal an, was bei der Rechnung rauskommt (würde mich interessieren).

    Viele Grüße
    Gurkensalat
     
  10. #9 Gurkensalat, 19. Februar 2014
    Gurkensalat

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    Super, Edit-Zeit abgelaufen...
    Sehe gerade: SoTi gehen bei KfW zwar im 153er (Energieeffizient Bauen), aber nicht so einfach im 124er (Wohneigentumsprogramm). Noch ein Grund für das 153er :)
     
  11. Torian

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    Sehen wir uns das BSV-Konstrukt an:
    Um den BSV in 4 Jahren in die Zuteilung zu bringen leihst du dir 82.000€ für 4 Jahre zu ca. 1,5% kostet 4.920€
    Abschlussgebühr: 2.400€
    Dafür erhälst du eine vernachlässigbare Guthabenverzinsung

    Aufgrund dieser beiden Kostentreiber darfst du gaaanz grob 0,5%-1,5% auf den BSV-Zinssatz aufschlagen! In der Größenordnung werden Kombi-BSV teurer wenn man diese Kostentreiber einrechnet, "normale" BSV vermutlich (?!) auch.

    Diese BSV-Konstrukte sind verdammt schwer zu verstehen, du benötigst einen genauen Tilgungsplan mit Angabe der Gesamtkosten
    1. für dieses BSV-Konstrukt
    2. für ein Annuitätendarlehen (Volltilger) einer anderen Bank mit der gleichen monatlichen Belastung und der selben Zinssicherheitsdauer
    --> Nur so kannst du das ganze fair vergleichen, nur so weißt du ob der BSV gut ist. Schätzend vergleichen ist bei diesen komplexen Konstrukten leider nicht möglich.

    Große Banken bieten auch riesterfähige Annuitätendarlehen an!

    BTW: Auch "gute bekannte" haben Verkaufsvorgaben und stehen unter enormem Verkaufsdruck :-(
     
  12. #11 theoretiker, 19. Februar 2014
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    Hm,
    als ich die Einleitung gelesen habe, was alles zur Verfügung steht, dachte ich auch, Volltilger über 15-20 Jahre, glasklare Sache zwecks Kosten und allem drum und dran. Das mit dem BSV hat mich dann schon sehr gewundert, zu kompliziert und bei der Finanzlage eigentlich unnötig, ohne das jetzt nachgerechnet zu haben.
     
  13. funkylisa

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    Gebe meine Vorgängern soweit mit dem was sie gesagt haben Recht...
    @soluga
    Ich habe in deiner Kostenaufstellung keine Hausratsversicherung gesehen, die du auf jeden Fall einplanen solltest!
    Ich habe das bei meinem Hausbau damals total unterschätz... mach den Fehler nicht...
    für einen guten Vergleich kann ich dir Finanzen.de empfehlen:
    http://www.finanzen.de/hausratversicherung/vergleich

    viel erfolg mit dienem Projekt und teile bilder mit uns :bau_1:
     
  14. funkylisa

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    P.S Wie im richtigen Leben solltest du natürlich auch andere Seiten für den Vergleich nutzen!
    Von mir ist nur ein Vorschlag... :)
     
  15. soluga

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    Hallo zusammen,

    zunächst nochmal ein großes Danke für Eure Hilfe und die Mühe. Hier fühlt man sich direkt richtig gut aufgehoben. :winken

    Ich glaube, ich hatte in meinem ersten Post auch noch einen Fehler. Der BSV wird bei dem ausgesuchten LBS A4R nicht nach 4 Jahren, sondern nach 1,5 Jahren zugeteilt. Insofern sind die Zinsen für die Zwischenfinanzierung natürlich geringer.

    @Torian: Deine Annahme ist nicht ganz korrekt. Nach dem Konstrukt von oben gebe ich mein EK (14 TEUR aus Riester + 82 TEUR bar) in den BSV, der dann nach 1,5 Jahren zugeteilt wird. In der Zwischenzeit nehme ich einen Kredit über 240 TEUR auf, der mich 1,5-2% Zinsen kostet und dann durch den BSV abgelöst wird.

    Ich hatte jetzt mal den Vorschlag mit dem riesigen BSV und den Vorschlag von Gurkensalat (mit KfW) durchgerechnet. Letzteren mit 10, 15 und 20 Jahren Bankdarlehen.
    Ich komme dabei auf folgende Werte (Die BS-Berechnungen habe ich hier durchgeführt):

    1. Variante: 240.000 über BSV (LBS A4R). Zwischenfinanzierung (1,5 Jahre) über Bankdarlehen
    Kosten für das Darlehen: 7200 EUR (240.000 zu 2% auf 18 Monate)
    Riester-BSV: Einmalz. 96.000 0,25% Guthabenzins Rückz. ab 19. Monat 960 EUR/Monat (4 Promille)

    Gesamtaufwand: 283.306 EUR (BSV: 276.106 EUR+7.200 EUR)
    Investiertes EK: 96.000 EUR (=eff. Kosten: 187.306 EUR)
    Rest EK: 24.000 EUR
    Geschätzte Belastung pro Monat 1-18: 600 EUR+x, 19-195: 960 EUR

    2.-4. Variante: 50.000 KfW/Riester-BSV (LBS AXR), 90.000 über Bankendarlehen, 100.000 über EK
    Kosten für KfW-Darlehen (2,7% von 50.000 für 10 J.): 13.500 EUR
    Riester-BSV: Einz. 160 EUR/Monat (inkl. 137 EUR Riester). 0,25% Guthabenzins, Rückz. des Darlehens 300 EUR/Monat (6 Promille).
    Gesamtaufwand BSV: 52.665,35 EUR. (inkl. Wohnungsbauprämie)

    2. Variante
    Bankendarlehen 90.000 über 10 Jahre zu 2%. Monatl. 828,12 EUR. Gesamtaufwand: 99.374,40 EUR

    Gesamtaufwand: 152.039,75 EUR
    Rest EK: 20.000 EUR
    Geschätzte Belastung pro Monat: 1.-9. Jahr: 988,12 EUR, 10.-19. Jahr: 300 EUR

    3. Variante
    Bankendarlehen 90.000 über 15 Jahre zu 2,85%. Monatl. 615,05 EUR. Gesamtaufwand: 110.709 EUR

    Gesamtaufwand: 163.374,35 EUR
    Rest EK: 20.000 EUR
    Geschätzte Belastung pro Monat: 1.-9. Jahr: 775,05 EUR, 10.-14. Jahr: 915,05 EUR, 15-20. Jahr: 300 EUR

    4. Variante
    Bankendarlehen 90.000 über 20 Jahre zu 3,15%. Monatl. 505,92 EUR. Gesamtaufwand: 121.420 EUR

    Gesamtaufwand: 174.085,35 EUR
    Rest EK: 20.000 EUR
    Geschätzte Belastung pro Monat: 1.-9. Jahr: 665,92 EUR, 10.-19. Jahr: 805,92 EUR


    Falls ich richtig gerechnet habe, ist die in etwa mit Variante 1 vergleichbare KfW-Variante 4 also knapp 10.000 EUR günstiger (und läuft etwa 2 Jahre länger).

    Seht ihr das auch so? Oder habe ich irgendwo einen groben Schnitzer?

    Sind die angenommenen Bankzinssätze 2% für 10 Jahre, 2,85% für 15 Jahre und 3,15% für 20 Jahre realistisch? (Hatte ich hier her bzw. aus dam Post weiter oben)
    Wo prüft man die tagesaktuellen Zinsen? Bzw. bei welchen Banken schaut man da mal vorbei??

    Viele Grüße
    soluga
     
  16. soluga

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    Fehler gefunden...

    Ich habe die 13.500 EUR KfW-Zinsen unterschlagen. Die kommen bei den Varianten 2-4 noch oben drauf. Damit wären die alle teurer als die "Riesen BSV"-Variante.
    Bei der monatl. Belastung von Variante 2-4 für die ersten 10 Jahre muss man dann nochmal 112,50 EUR für die KfW-Zinsen einrechnen.
     
  17. #16 toxicmolotow, 20. Februar 2014
    toxicmolotow

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    2% für 10J fest? Nie!

    Zu den Konditionen leiht sich eine seriös arbeitende Bank das Geld gerade mal selber. Stichwort DGZF

    Da kommt noch ein Aufschlag drauf.

    Selbst bei 50% BW, also Topkondition dürftest du unter 2,2 - 2,3% nicht viel bis gar nichts finden.
     
  18. backbone23

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    Rate 960,10 €; Gesamtaufwand 172.817,15 €; ohne KfW!

    Kannst ja auch KfW einbauen, aber einen BSV brauchts dafür nicht. Die Restschuld nach 10 Jahren hält sich doch im Rahmen.

    Was du bei deinen vier Varianten nicht beachtest, ist die höhere nachgelagerte Besteuerung bei Variante 1.
     
  19. #18 Gurkensalat, 20. Februar 2014
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    Muss Dich enttäuschen. Der Vermittler hat vorletzte Woche 1,82% aufgerufen für einen 10jährigen Volltilger, heute sind es wieder 1,90%. Ich weiß das so sicher, weil ich zu 1,91% abgeschlossen habe (bei meiner Hausbank, einer Sparkasse). Ob der Darlehensgeber für 1,82% eine seriös arbeitende Bank war? Es war auch eine Sparkasse aus dem süddeutschen Raum. Außerdem ist der Vorteil bei dieser Einrichtung, dass KfW bzw. BSV nicht sonderlich auf den Beleihungswert drückt (ist ja zumindest bei KfW nicht bei jedem Darlehensgeber so).
    Details gerne per PN, falls es Dich interessiert. (Jetzt nicht unbedingt zu meiner Sparkasse, aber zu der vom Vermittler.)

    Beste Grüße
    Gurkensalat
     
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  21. #19 Gurkensalat, 20. Februar 2014
    Gurkensalat

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    Wohnungsbauprämie ist bei Deinem Einkommen nicht drin. Riester können wir zumindest für den Vergleich außen vor lassen, das ist ja in allen Varianten drin.

    Zu Variante 1:
    Der von Dir verwendete Rechner gibt doch die Variante mit Soforteinzahlung gar nicht her, oder? Ich kann Deine Zahlen jedenfalls überhaupt nicht nachvollziehen bei Variante 1.

    Zu Variante 2:
    Du sollst natürlich nicht nach 10 Jahren auf 300€ im Monat runter - das wird klar teuer! Einfach wie bisher 988 (oder z.B. mit den 960 von Variante 1) weiterrechnen - bei BSV darfst Du ja tilgen soviel Du magst. Damit eröffnest Du Dir auch die Möglichkeit, einen billigeren Tarif (für RLP scheint das der TX zu sein) zu nehmen, sofern der mit der Besparung auch nach 10 Jahren in die Zuteilung kommt (muss man nachrechnen bzw. nachrechnen lassen).
    Das Problem ist, dass mit den KfW-Zinsen (153 geht echt nicht?) Du auf eine monatliche Belastung kommst, die Dir wahrscheinlich zu hoch ist - da kann es noch so billig werden.
    Insofern erscheinen mir die 3. und 4. Variante auch nicht so schlecht, auch wenn sie insgesamt teurer sind. Allerdings würde ich echt gerne wissen, wie Du auf die Werte von Variante 1 kommst. Intuitiv mag ich nicht glauben, dass sie billiger sein kann, aber ich kann mich ja auch täuschen (v.a. weil nach 18 Monaten schon alles Geld in die Tilgung fließt und der KfW recht teuer ist).

    Beste Grüße
    Gurkensalat
     
  22. soluga

    soluga

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    Ich habe 18 Monate Einzahlung von 5.446,67 EUR/Monat vorgenommen ((96000+2400)/12) und den Zinsverlust durch die verteilte Einzahlung ignoriert.

    Hast natürlich Recht. 300 EUR macht nicht viel Sinn. Dann doch eher die 800 EUR weiter zahlen und nach knapp 3 Jahren fertig sein.

    Bei der Variante 2 mit dem TXR-Tarif komme ich jetzt auf 1137 EUR in den ersten 10 Jahren und danach halt nochmal 800 EUR für 2 Jahre und 8 Monate. Gesamtaufwand etwa 162.413 EUR. Natürlich liegen die 1137 EUR massiv über dem, was ich mit ruhigem Gewissen ausgeben wollte. Da muss ich wohl mal genauer rechnen, was im Monat drin ist...

    Was meinst Du, welche Zinssätze für 10/15/20 Jahre realistisch sind? (jeweils mit Möglichkeit von Sondertilgungen)
    Gibt's irgendwo Vergleichsseiten, wo man relativ sichere Prognosen bekommt? Ich kenne derzeit Interhyp und Biallo, die allerdings beide weit über den von Dir genannten 1,9% für 10 Jahre sind.

    Danke und Gruß
    soluga
     
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