Flachdachdämmung - vom Kaltdach zum Warmdach

Diskutiere Flachdachdämmung - vom Kaltdach zum Warmdach im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, es geht um einen Bungalow, der ca. 20 Jahre ein Kaltdach hatte (Blechdach, Abdichtung, Lattung, Dachsparren, darunter ein ca....

  1. Jotwin

    Jotwin

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    Hallo zusammen,

    es geht um einen Bungalow, der ca. 20 Jahre ein Kaltdach hatte (Blechdach, Abdichtung, Lattung, Dachsparren, darunter ein ca. 50cm hoher belüfteter Raum, dann kam die gedämmte Zimmerdecke).

    Diese Zimmerdecke ist nun entfernt worden, und ich stehe vor der Frage, wie die Dämmung des Daches nun auszuführen ist.

    Geplant ist zunächst, zwischen die Sparren 160er Klemmfilz einzubringen.
    Ist nun eine Dampfsperre darunter ausreichend (da ja die Dachsparren seit Jahren austrocknen konnten und von da keine Nässe zu erwarten ist), oder kann man Feuchtigkeit nie ganz verhindern und sollte deswegen doch eine Klimamembran verlegen?

    Danke für eure Meinungen!
    Gruß
    Joachim Krause
     
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  3. mls

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    dachneigung?
    aufbau nach oben?
    eindeckung?
    wasserableitung?
    konstruktion?
    statik?
    enev?
    "pers. anforderungsniveau?"

    wenn man dazu was weiss, kann man versuchen, die keineswegs
    banale frage nach der "folie" anzugehen.
     
  4. Jotwin

    Jotwin

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    Dachneigung?
    ca. 3°

    aufbau nach oben?
    konstruktion?
    Den Aufbau des Daches hab ich beschrieben, was genau meinen Sie?

    eindeckung?
    wasserableitung?
    Das Dach ist ein verzinktes Blechdach mit Regenrinne. Offensichtlich dicht, da die Dachsparren knochentrocken sind.

    statik?
    Was hat die Statik mit der Art der Folie zu tun? Davon unabhängig handelt es sich um Sparren mit 16x10cm Querschnitt, die halten so ein bisschen Folie aus...

    enev?
    nicht relevant.

    "pers. anforderungsniveau?"
    Es geht mir weniger um die maximale Dämmung, sondern mehr darum, dass die neu einzubringende Dämmung ihren Zweck erfüllt. Also weder nass wird noch schimmelt, sondern im Rahmen ihrer Materialeigenschaften ihre Dämmwirkung entfalten kann.
     
  5. mls

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    ich meinte "aufbau von unten nach oben" .. u.u. gibts neue/höhere lasten ..
    weil, irgendwas soll sich ändern, sonst verstehe ich die frage nicht?

    also, iteration:

    diskutieren wir nicht, ob die enev einzuhalten ist oder nicht (und
    welche dämmstoffdicken mit welchen weitergehenden bauphyskalischen
    auswirkungen bspw. auf temperaturschichtung, austrocknungsvermögen
    usw. erforderlich wären).
    diskutieren wir nicht, dass bei einer dachsanierung durch dämmung
    und luftdichte ebene usw. natürlich kein bestandsschutz mehr gilt und
    die konstruktion statisch nachzuweisen ist .. nein .. diskutieren wir ein
    problem, dass vielleicht real nicht existiert (s. "aufbau"), aber anhand der
    beschreibung exisitieren kann (und so auch schon real vorgefunden wurde):
    die jetzt knochentrockenen sparren können momentan zum raum hin
    austrocknen - daran ändert sich vielleicht künftig was: mit negativen auswirkungen?

    vielleicht ist das dach auch klein und zwischen blechdeckung und
    dämmebene gibt es jetzt und künftig eine gute belüftung?
    dann wäre das hauptaugenmerk "lediglich" auf eine luftdichte
    schicht mit üblichen "dampfbremschen" zu legen.
     
  6. Jotwin

    Jotwin

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    Vielleicht hab ich durch meine Beschreibung die Sache unnötig kompliziert gemacht, zumindest verstehe ich einige Ihrer Anmerkungen (z.B. hinsichtlich Bestandsschutz) nicht.

    Die Lattung zwischen Dachabdichtung nach oben und Dämmschicht besteht aus ca. 3cm dicken Brettern mit jeweils ca. 0,5 bis 1cm Abstand zueinander.
    Ich denke nicht, dass da viel Belüftung stattfindet, zumal es auch keine Möglichkeit für die Luft gibt, von außen in diese Ebene zu dringen.

    Vielleicht kann ich mein Problem noch einmal anders ausdrücken:
    Falls ich die Zwischensparrendämmung nach oben durch die Dachabdichtung und nach unten durch eine Dampfsperre luftdicht einschliesse, laufe ich dann Gefahr dass durch, von irgendwoher eindringende Feuchtigkeit, meine Dämmung nass wird?

    Wenn ja, wie könnte das passieren? Ist Mauerwerk (an der Stelle unverputzte Ziegelsteine) so diffusionsoffen, dass das Möglich wäre?
    Oder besteht Gefahr durch Restfeuchte in den Sparren?
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    so .. die iteration funktioniert ;)

    genau das ist das problem: irgendwie (minimale fehlstellen) feuchtet
    die dämmung auf und kann nicht mehr trocknen.
    das schaukelt sich dann über vielleicht wenige jahre auf, irgendwann ist
    der feuchtegehalt kritisch.

    ob die jetzt geplante gefachdämmung funktioniert, ist nicht ohne weiteres
    diagnostizierbar. dazu spielen zu viele randbedingungen eine rolle.
    wenn das überhaupt funktioniert, dann mit sehr sorgfältig verlegter und
    besonders an stössen und anschlüssen abgedichteter "klimamembran".
     
  8. Jotwin

    Jotwin

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    Alles klar, diese Einschätzung war das, was mir zur Entscheidung gefehlt hat.

    Dann werde ich mit einer Klimamembran auf Nummer sicher gehen.

    Vielen Dank!
     
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  10. mls

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    schreib ich chinesisch?

    ich schätze, wir sind bei iteration 2 von 20 - aber du glaubst ja, eine
    zurechtbiegbare aussage zu haben und bist glücklich ;)

    oben steht "wenn überhaupt, dann .."!
    da steht ganz sicher nicht "nimm dies und jenes - und alles wird gut".
     
  11. Jotwin

    Jotwin

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    Nein, chinesisch kann ich nicht.

    Ich kann lesen, was da steht. Da steht, wenn, dann Klimamembran.

    Dass es von den Randbedingungen abhängt, ob die Dämmung funktioniert, habe ich registriert. Dass die Abschlüsse sauber gearbeitet sein müssen, ist selbstverständlich.

    Da Sie zu weiteren Randbedingungen keine Informationen mehr angefragt haben, und ich als fragestellender Laie nicht erraten kann, was Sie als Profi für eine weitere Beurteilung noch brauchen, musste ich annehmen, dass die "Iteration" beendet ist.

    Wenn dem nicht so sein sollte, freue ich mich über eine Fortsetzung.
     
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