Flachdachentwässerung Innenliegend gem. Ausführungsplanung - Eure Meinung/Empfehlung

Diskutiere Flachdachentwässerung Innenliegend gem. Ausführungsplanung - Eure Meinung/Empfehlung im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Bauexperten, ich verfolge seit einiger Zeit mit großem Interesse verscheidene Forenbeiträge, weil ich auch kurz vor Baubeginn...

  1. ed1106

    ed1106

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    Hallo liebe Bauexperten,

    ich verfolge seit einiger Zeit mit großem Interesse verscheidene Forenbeiträge, weil ich auch kurz vor Baubeginn meines Hauses stehe. Eckdaten: EFH, ca. 200qm Wfl., 2 Geschosse, Doppelgarage, Massive Bauweise, Flachdach, Architekt mit Einzelvergabe der Gewerke, Status: kurz vor Ausschreibung und Vergabe Rohbau - Baubeginn hoffentlich nach der Winterperiode Anfang 2015.

    Ich starte heute meine erste Frage im Forum :winken zum Thema Flachdach-Entwässerung.

    Aus optischen Gründen, haben wir unserem Architekten den Wunsch einer innenliegenden Entwässerung geäussert. Er persönlich hat zwar aufgrund verscheidener Risiken zu einer außenliegenden Entwässerung geraten, ist aber gleichzeitig der Meinung, dass die innenliegende Entwässerung bei fachgerechter Planung und Ausführung die optisch und energetisch (Rohre müssen nicht frostrei gehalten werden) besere Variante sein kann. Natürlich wird das innengeführte Rohr entsprechend gedämmt, damit keine Wärmebrücke und störende Geräusche entstehen.

    Im Anhnag befindet sich der aktuelle Stand der Ausführungsplanung bei der Variante der innenliegenden Entwässerung. Ich bitte dazu um Eure Meinung:
    Hinweis: Die Dachfläche beträgt ca. 100qm und wird mit Kies aufgefüllt
    - Entspricht die Ausführungsplanung den DIN Normen für die Dachentwässerung?
    - Welche Risiken bestehen hierbei?
    - Würdet Ihr anders planen und wenn ja, warum?
    - Ist die Rohrdimension 125 ausreichend ?
    - Was muss alles für die korrekte Ausführung beachtet werden?
    - Wie sind Eure Erfahrungen?

    Eure Meinungen würden uns bei der Entscheidung ob innen- der außenliegende Entwässerung sehr unterstützen und ich möchte mich bereits im Vorfeld dafür herzlich bedanken!!! :28:

    Liebe Grüße aus dem verschneiten Sauerland!
     

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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Servus ?

    da kommen eine Menge Argumente die ich überdenke würde (!)

    - ein thermisches Problem man beachte in dem Rohr herrscht Aussenluft
    dementsprechend Wärmedämmung komplett & entkoppelt ansonsten zerlegt es die Innenwände

    - keine Ahnung wie die Umgebung ist (Pflanzen/Bäume/sonstiger Dreck etc.) wenn das Rohr zumacht
    und dabei hoffentlich dicht bleibt und man das Rohr gegebenenfalls auch reinigen kann ?

    - man holt sich nicht ohne Not Wasser in´s Haus :winken

    was ich gar nicht verstehe bzw. erkenne ist euer Gefälleplan ... schon klar daß wir da von min. 2-2.5 % sprechen ?

    Gruss

    Josef
     
  4. Inkognito

    Inkognito Gast

    Klar, ist hübsch. Genau so wie Bauhaus-Würfel ohne Dachüberstand. Was dabei keiner bedenkt: ein Dachüberstand ist ein konstruktiver Fassadenschutz. Wer das Geld und die Lust hat alle paar Jahre streichen zu lassen oder die Hälfte der Zeit mit angegammelter Fassade leben kann, bitte. Warum man das tut erschließt sich mir allerdings nicht.

    Die zweite Eskalationsstufe dieses "Style over Substance" Grundgedankens ist sich ohne Not eine innenliegende Dachentwässerung ans Bein zu binden.
     
  5. Gast036816

    Gast036816 Gast

    die geometrie der dachneigung darf man nicht unterschätzen:

    - längste strecke mit 2% gefälle,
    - die kürzeste mit entsprechend mehr gefälle

    gibt es denn unter dem entwässerungspunkt genau einen schacht oder ist der punkt mal so willkürlich gelegt, weil es die mitte sein könnte?
     
  6. H.PF

    H.PF

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    Och, eine gut geplante Innenentwässerung ist viel unkomplizierter als eine Aussenliegende und auch viel zuverlässiger. Z.B. kann sie nicht zufrieren...
     
  7. ed1106

    ed1106

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    N'Abend und vielen Dank schonmal für Eire Meinungen.

    Die Entwässerungsposition ist relativ mittig und nach interner Möglichkeit (Schacht) vom Architekt gewählt worden. Das Gefälle beträgt 3% je bis zu diesem Punkt. Des Weiteren ist eine oder zwei Attika-Notentwässerung geplant.

    Ich freue mich über weitere Meinungen ...
     
  8. Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    weshalb schimpfen die Leute eigentlich ständig über innenliegende Entwässerungen??? Wie der TE schon schrieb: die Rohre werden gedämmt und schalltechnisch entkoppelt. DIE Rohre? Ich sehe leider nur eins (1). Rohrdurchmesser oder besser den Ablauf mit seiner erforderlichen Ablaufleistung muss man ermitteln/berechnen. Zweifel hab ich hingegen bei der Notentwässerung. Wenn die bei drei (3) % Gefälle = 3 cm mehr Höhe pro Meter (schätze mal es werden rd. 9 cm bis zur Attika), nur im Attikabereich liegen soll, dann kommt da am Ablauf - so der verstopft - eine gewaltige Menge zusätzliche Last auf die Decke. Da sollte der Statiker mal etwas zu sagen.

    Dachüberstand: wenn die Attikaabdeckung fach- und regelkonform erstellt wird, dann sehe ich da keine Probleme in Sachen Fassade. Und nochmals, wie H. PF. es schon schrieb: eine Innenentwässerung bietet erheblich mehr Vorteile, da sie u. a. nicht vereisen kann, was bei außen liegenden Entwässerungen andauernd passiert, es sei denn, man ordnet entsprechende Heizungen an, was ja nun wirklich nicht im Sinne einer Energieeinsparung sein kann.

    Entscheidend ist: nicht den billigsten Anbieter wählen und Qualität sowohl in Sachen Werkstoffe wie Ausführung und deren qualitative Überwachung auf das Dach bringen.

    Grüße

    si
     
  9. Biber53

    Biber53

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    Die Rohre, bei innenliegender Entwässerung, müssen nicht nur gedämmt sondern auch luftdicht eingepackt werden.
     
  10. Skeptiker

    Skeptiker

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    Vorweg: Oberflächlich betrachtet scheint bei der Planung nur noch die Darstellung der Notentwässerung zu fehlen. Bei einem ausreichend tragfähigen Dach darf auf diese aber dann verzichtet werden, wenn die Last aus einem Jahrhundertregen durch die Tragkonstruktion sicher aufgenommen werden kann und dies könnte hier durchaus der Fall sein. Empfehlen würde ich dies dessen ungeachtet aber nicht. Alles andere wichtige zur Notentwässerung hat Stefan schon geschrieben.

    Aus meiner Planungserfahrung würde ich allerdings empfehlen, die Gefälleausbildung und die Kehlen ebenso zeichnerisch mit aufzunehmen, wie Höhenkoten an allen Hoch- und Tiefpunkten und die Gefällelinien.

    Auch ich kann die Besorgnis mancher Foristen gegenüber innenentwässernden Flachdächern weder aus fachlicher, noch aus persönlicher Sicht nachvollziehen. Dächer müssen immer sorgfältig geplant und fachgerecht ausgeführt werden - egal, wo die Entwässerung liegt. Auch das Argument mit dem Wasser in Haus werde ich nie verstehen: Wassergeführte Heizungen, Trink- und Abwasser sind in jedem Wohngebäude vorhanden, oft auch noch Gas, mind. 3 verschiedene Rohrsystem also. Und in jedem entwässerten Gebäude ist mind. ein Strangentlüfter durch die Dachhaut gezogen. Da erhebt eigenartigerweise keiner mahnend den Zeigefinger!
     
  11. Kalle88

    Kalle88

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    Seit wann DARF bei INNENLIEGERNDER Entwässerung eine Notablauf fehlen? Das bezweifel ich doch ganz stark, wenn die Attikahöhe ein Überlauf verhindert - hygroskopischer Druck auf Abdichtung? Ich schließe mich Stefan an. Ich finde die Position des Gullys nicht glücklich. Die Notabläufe liegen hier zwangsläufig zu hoch. Der damit verbundene Druck auf die Abdichtung dürfte nicht unerheblich sein, bei Holztragwerken wird die Durchbiegung vermutlich auch nicht wenig ausfallen - sofern nicht dafür ausgelegt - Problem summiert sich daher auf.

    Oberflächenschutz könnte auch sinnvoll sein, evtl. mit guter Speicherfähigkeit (intensiv Begrünung). Um Abdichtung zu entlasten und Durchlaufsatz im Gully zu mindern. Was z. B. zu kleineren Rohrquerschnitt führen könnte. Sicherlich Wartungsaufwändiger als eine blanke Abdichtung. Bei Betondecke könnte man ggf. auch über ein Umkehrdach nachdenken.
     
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  13. Skeptiker

    Skeptiker

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    Du meinst sicher hydrostatischen Druck? Doch zur eigentlichen Frage: Zitat aus der Dir sicherlich geläufigen DIN 1986-100 (2008-05):

    "5.1 Regenentwässerungsanlagen

    5.3.1. Planungsanforderungen

    .... Jede Dachfläche bzw. jeder durch die Dachkonstruktion vorgegebene Tiefpunkt muss über eine Notentwässerung verfügen. Bei planmäßig vorgesehener Regenrückhaltung auf dem Dach kann auf eine Notentwässerung verzichtet werden. Die Dachflächen sind in diesem Fall mindestens bis zur Überflutungshöhe abzudichten. Die aus den Aufstauhöhn resultierenden Lasten sind bei der statischen Bemessung der Dach- und Tragkonstruktion zu berücksichtigen."

    (Unterstreichungen von mir, Skeptiker)

    Die Vorläufer-Norm habe ich momentan nicht zur Hand, kann mir allerdings nicht vorstellen, dass dieser Punkt zusätzlich in die ja gemeinhin als "Rumpf-" oder "Rest-Norm" bezeichnete 1986-100 gekommen sein soll. Also: "Seit wann?" "Mindestens seit Oktober 2008!" (Und auf die Erörterung der Frage, ab wann diese Aussage der 1986-100 als "a.R.d.T." zu gelten hat, würde ich an dieser Stelle gerne verzichten.

    Bei Holz-, Stahltrapez- und anderen Leichtflachdächern scheidet diese Möglichkeit regelmäßig aus, bei Betondächern ist sie oft problemlos anwendbar. Ich hatte trotzdem bereits davon abgeraten.

    Und dieses dann ggf. sogar gefällelos ausführen - wenn die Abläufe in der Feldmitte sitzen und am besten auch noch vertieft in den Rohbau eingebaut werden. Die Begrünung würde ich auch empfehlen, da diese zu einer deutlichen Retention und damit einer Entlastung der Gebäudeentwässerung führt, allerdings eben eine tragfähigere StB-Decke verlangt.
     
  14. Kalle88

    Kalle88

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    Zu 1. ja, zu 2. nein. Ich kenne den Fall nur aus den Fachregeln und der ist eindeutig und zwar das genaue Gegenteil.

    Gut, wusste ich nicht - glaube ich so aber dennoch nicht. Die Rede ist dort im Kontext mit Überflutung zu sehen, was mehr oder minder per Definition einem Notüberlauf gleich kommt. Daraus resultiert für mich nicht das planerische Kriterium eine Badewanne zu bauen oder bauen zu lassen. Da mir alleine die Notwendigkeit einer solchen Regelung nicht schlüssig ist. Es mag sein das Regenrückhaltung auf dem Dach eine Rolle spielen kann, weil es irgendwo weiter/ wieder verwendet werden kann, z. B. als Filteranlagen für Klärprozesse von Abwasser oder ähnlichem.

    Das muss letzten endes aber noch lange keine allgemeinen Sinn haben - für mich zumindestens nicht. Pfütznbildung, Toleranzen, Gefällelose Dächer alles irgendwo kein Thema aber Badewannen konstruieren? Nö! DIN hin oder her.

    Ganz ernst gemeinte Frage: Warum muss ich dem Abdichtungsmaterial, das ja eh schon hoch beansprucht ist, noch mehr zu muten als unbedingt nötig? Statisch hin oder her, wenn die Suppe durch die Abdichtung kommt - ham wa alle trotzdem nix gekonnt. Mal etwas nachlässig mit der Prüfnadel gearbeitet oder einen Durchbruch nicht saubr verschweißt und schon entwässert der Wasserspiegel in den Baukörper. Sinn davon? Ich kann keinen erkennen. Wohin mit den Strangleitungen? Die gehen ja oftmals durchs Dach. Die Abdichtung soll dann bitte schön so dicht sein das auch 10-15 cm stehendes Wasser kein Thema sind.

    Dat is nix anderes wie Ziegel weit unter der RDN verlegen zu lassen. Der Krampf muss auch nicht sein. Selbst wenn das vorliegende Dach nun zwei kleine Abläufe plus Notabläufe bekommt, wo ist das Thema? Hier will ja keiner dem Archi n Strick drauß drehen. Zumindestens nicht ich!



    Auch hier wieder. Die Option vertieft oder nicht gibt es meiner Ansicht nach garnicht. Die Dinger sind immer vertieft einzubauen - Punkt. Alles andere stellt zumindestens für mich ein Mangel da und wenn ich mich nicht irre steht auch in den DD Statuten selbiges drin. Vermutlich ergänzt eine DIN dann aber wieder gegenteiliges...
     
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