Flachkanäle für KWL in der Dämmung so zulässig?

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  1. roboco

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    Liebe Bauexperten,

    die Installation der KWL entpuppt sich als Horrorveranstaltung. Die initial sauber geplante Verlegung von der Firma der Anlage wurde von der Architektin völlig überworfen - damit sind gefühlte 10.000 gravierende Probleme entstanden, die u.a. zu Druckverlust, Raumverlust und ca. 10 neuen Kernbohrungen geführt haben.

    Heute dann dieses Bild:

    [​IMG]
    (Sorry, habe das Bild x-mal hin und her gedreht, es bleibt falsch ausgerichtet)

    Ich habe jedoch gelesen:

    Auf dem Bild sieht man jedoch, dass dies keinesfalls eingehalten wird. Oder gilt das nur für Türöffnungen und nicht etwa die Raummitte eines Arbeitszimmers, wie hier?

    Der Fußbodenaufbau ist wie folgt:

    14mm Bodenbelag
    70mm Heizestrich (ZE), schwimmend verlegt
    30mm Rolljet - Polystyrol Hartschaum EPS (WLG 040) 30mm Polystyrol (EPS)-Hartschaum
    WLG 035 gem. WschNw
    50mm Lüftungskanäle + Polystyrol (EPS)-Hartschaum WLG 035 gem. WschNw
    220mm Stb.-Decke C25/30 gem. Statik Pos. 18

    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!
     
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  3. #2 Skeptiker, 9. März 2016
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    Die KB sind vom Tragwerksplaner bestätigt?

    Ein seriöser Estrichleger wird dort so keinen Estrich einbauen.


    mit skeptischen Grüßen!
     
  4. roboco

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    Ob die Kernbohrungen vom Tragwerksplaner bestätigt sind, kann ich nicht sagen. Im ursprünglichen Plan war dieses Loch in den Keller wesentlich kleiner und wurde dann sukzessive um ca. 3 große Kernbohrungen erweitert. Ich werde morgen mal anfragen! Vielen Dank für den Hinweis.

    Auch die Aussage, dass ein seriöser Estrichleger dort so keinen Estrich einbauen wird entspricht meinem Gefühl, danke!
     
  5. #4 jodler2014, 9. März 2016
    jodler2014

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    Der Elektriker ist eine "Wildsau" !

    Wer überwacht die Baustelle ?

    Der nächste der Bedenken anmeldet ist der Estrichleger...hoffentlich !

    So viel "Pech " kann man gar nicht haben !
     
  6. Taipan

    Taipan

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    DIN 18015-3 ade! DIN 18560 ade! Statik ade! VDE 0100-XXX ade! ....


    Wenn deine Architektin das verbockt hat, dann soll sie, bevor dort noch irgendwas weiter gebaut wird, von ALLEN Fachplanern (Statik, Brandschutz, Elt, HLS, Lüftung), von den entsprechenden Handwerkern (Lüftung, Elt, Rohbau, Estrich, Bodenleger) jeweils schriftlich ein uneingeschränktes OK einholen, dass die ohne Bedenken dieser Ausführung zustimmen UND dass alle allgemein anerkannten Regeln der Technik und Gesetze eingehalten wurden.
     
  7. Lebski

    Lebski Gast

    Alles andere als eine gebunde Schüttung statt der EPS frickelei macht da keinen Sinn mehr.
     
  8. #7 Gast036816, 9. März 2016
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    der aufbau ist mit 164 mm zu knapp bemessen. es gibt wahrscheinlich nur 5 mm toleranzspielraum für überhöhungen an deckentoleranzen. 15 mm sollten es schon sein.

    die installationszone von 50 mm auf der rohdecke passt nicht bei den erkennbaren medienkreuzungen.

    planungsfehler!!!!
     
  9. roboco

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    Vielen Dank an alle für die Antworten - mir ist zwar gerade ziemlich flau in der Magenregion, da ich nicht gedacht hätte, dass es sooo schlimm wäre, aber da habe ich mich wohl getäuscht!

    Email an die Architektin ist raus!

    @rolf a i b: sorry, ich glaub, dass sich beim copy & paste ein Fehler im Aufbau eingeschlichen hat.

    [​IMG]

    So sind es doch 190 mm (die 4 mm hatte ich dazugerechnet, da wir Holdielen haben, die 14 mm sind).
     
  10. bauloehr

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    Ohweh, das sieht ja zum fürchten aus.

    Du warst das mit dem ewig langen Hin- und her mit der Sauberkeitsschicht und dem eintretenden Wasser in der Grube? Da vergeht einem echt die Lust am Hausbau.

    Trotzdem noch viel Erfolg und Durchhaltevermögen
    Hannes
     
  11. roboco

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    @bauloehr: Vielen Dank - es ist tatsächlich eine grausame Erfahrung, dieser Hausbau…
     
  12. buzz01

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    Die Elektroleitungen so an die Wand zu quetschen ist weder schön, noch notwendig, noch wird ein vernünftiger Estrichleger hier ohne "ich komme aus dem Gefängnis frei"-Karte auch nur einen Handstreich tun.

    Mal ab vom Estrichthema: dass derartige Häufungen der Elektroleitungen (obendrein noch in der Dämmschicht) zu einer signifikanten Reduzierung der Stomtragfähigkeit führen, wurde Dir seitens des Elektrikers kommuniziert..?
    Da ist nichts mehr mit den pauschalen "Leitungsschutzschalter (LSS) B16A für alles"...

    Somit liegt hier ein enormer Klärungsbedarf vor, nicht dass Ihr die Stromkreise später nur mit 6A oder dgl. absichern müsst und bei jedem Einschalten des Wasserkochers der LSS fällt...
     
  13. SirSydom

    SirSydom

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    Finde die E-Verlegung auch extrem abenteuerlich - wo ist das (vorgeschriebene) Schutzrohr???
     
  14. mls

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    ausnahmsweise muss ich dir mal widersprechen.
    die probleme reichen weiter, als dass sie nur in der
    dämm-/estrichebene behoben werden könnten.
    einer der finalisten im diesjährigen wettbewerb um
    die trassierung mit möglichst vielen verstössen
    steht aber fest.

    ich gehe vorsorglich von der vermutung aus, dass
    die statik der decke ruiniert worden ist.

    wer es zu so einem chaos kommen lässt, ist für mich
    kein ernstzunehmender ansprechpartner. wer für
    juristische aspekte zuständig ist, sollte klar sein.

    unabhängigen sv zur beurteilung der standsicherheit
    auf die baustelle holen, ist das mindeste .. der muss
    anhand der "planung" und der ausführung in techn.
    sicht feststellen, was gewollt, was gesollt und was
    gemurkst wurde.
     
  15. Kater432

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    5cm Aufbau eingeplant für die Lüftungskanäle, 3cm + 3cm weitere Dämmung. Die oberste Lage, also 3cm der Dämmung sollten durchgängig verlegt sein, also ohne Kabel/Rohre in dieser Ebene. Von den Höhen her sehen mir die Kreuzungspunkte nicht aus, als ob die in den 3cm verschwinden werden. Somit kann die obere Lage nicht durchgängig verlegt werden. :Baumurks

    Abstand der Elektrobündel von der Wand sind glaube ich 20cm einzuhalten, damit der Estrich dahinter noch genug Auflagefläche hat und nicht sein Gewicht auf die Kabel drückt. Ist hier auch nicht eingehalten. :Baumurks

    Von den zu engen Rohren wollen wir mal nicht sprechen, ich frage mich nur wo der Architekt die ganze Zeit war ? Das wird ja nicht alles an einem Tag so versaut worden sein. War das nicht ein Bau mit eigenem Architekten ?
     
  16. Kater432

    Kater432

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    P.S. Weil mir letzte Woche dieses Thema über den Weg lief und ich gerade hier einen der beiden Moderatoren lese.
    Mir viel das Gemecker über fehlende Absturzsicherung ein in Robocos Thema mit der Bodenplatte.

    Hier in "Besser bauen - Forenbauten" ist auch nichts von Abstursicherung zu sehen. Da hat sich aber damals anscheinend niemand richtig drüber aufgeregt. Ist das dort also eine Vorbildfunktion ?!?

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?37090-So-geht-s!&p=400465&viewfull=1#post400465

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?37090-So-geht-s!&p=398610&viewfull=1#post398610
     
  17. mls

    mls Bauexpertenforum

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    du meinst dort #11?
    hat wenig bezug zum aktuellen problem von roboco.
    um den bezug herzustellen:
    durchbrüche und sogar vert. inst.schacht wurden vom op
    geplant, mit twp abgestimmt, #9 ff. - oiso was?
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 10. März 2016
    Ralf Dühlmeyer

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    Naja - ich seh in diesem Strang nicht viel richtiges und meine damit nicht die Fotos!

    1) Die Dämmung unterliegt der EnEV-Berechnung, da wird sich wohl keine Schüttung mit WLG 0,35 finden lassen und ob die Trassen in der EnEV-Berechnung eingerechnet sind, weiß der Geier.

    2) Was hat die Architektin mit der Haustechnik zu tun? Hat die neben dem Auftrag nach HOAI Teil 3, Abschnitt 1 auch noch einen nach Teil 4, Abschnitt 2???
    Wenn nein, dann hat die mit dem ganzen Gewürge nix zu schaffen und der Bauherr hat versäumt, einen Fachplaner nach T 4/2 zu beauftragen!
     
  19. aladini

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    warum wurden die E-Leitungen nicht in Betondecke verlegt, so könnte man diese Situation etwas entschärfen und auch die Kabel später austauschen.
    Bei der 22cm Decke sollte es doch möglich gewesen.
    Auch recht sehr viele Kabel liegen dort, hat er jede E-Dose separat angefahren oder auch Bus im Haus?
     
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  21. #19 Achim Kaiser, 10. März 2016
    Achim Kaiser

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    Mit der Haustechnik direkt muss sie sich natürlich in sofern abgeben, als sie in die Gebäudestruktur integriert werden muss.

    Mit dem "Gewürge" direkt vielleicht nicht aber nachfolgende Gewerke - hier z.B. Estricharbeiten - fallen wieder in den Zuständigkeitsbereich und DA hat sie den Kittel wieder in der Türe.

    Hier greift das Abschütteln der Verantwortlichkeiten mangels Auftrag dann wohl zu kurz, denn die Vorgabe "wo" die Haustechnik zu verlegen ist (ungeachtet der Details) fällt in den Hoheitsbereich des Gebäudeplaners.

    Schlussendlich schuldet auch der/die Architekt/in "Erfolg" und die Haltung - nicht mein Auftrag --> "kiss my backside" - geht dann wohl ins Bundfaltenhöschen wenn anschliesende Bauwerksbauteile nicht mehr fachgerecht erstellt werden können.

    Wenn sich dann mal in nem BV z.B. Oberschenkeldicke Kabelbündel auf dem Fußboden türmen dann MUSS das Veto kommen ... "Kumpels von der E-Front - so gehts nicht !"
    So dunkel kann und darf die Sonnenbrille nicht sein, dass sowas durch geht.

    Alles andere ist .... very suboptimal fürs Bauergebnis.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  22. #20 stockstadt, 10. März 2016
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    Im Kontext zu dem Foto hier im Thema ist der Spruch sehr gewagt bis unverschämt



    Die folgende Einordnung der Zuständigkeiten trifft den Kern der Sache ziemlich genau
    Der Deckendurchbruch ist, "wenn er ungeplant war", schon groß, wobei man nicht weiss, welche Wände darunter stehen.
    Von dem, der das angeordnet hat würde ich erstmal eine Statiküberprüfung beauftragen lassen.

    Die Kabelverlegung ist unglaublich ... waren das wirklich Leute vom Fach??
     
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