Flüssiggastank oder LW Wärmepumpe

Diskutiere Flüssiggastank oder LW Wärmepumpe im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich lese hier schon seit einigen Wochen weil ich dieses Jahr eine neue Heizung anschaffen muss. Bis jetzt wurde mein Haus (117qm)...

  1. deroki

    deroki

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    Hallo zusammen, ich lese hier schon seit einigen Wochen weil ich dieses Jahr eine neue Heizung anschaffen muss. Bis jetzt wurde mein Haus (117qm) mit einer Ölheizung betrieben, welche ich zusammen mit dem Nachberhaus Teile.
    Dieses Jahr soll die gemeinsame Heizung aufgelöst werden und ich muss mir eine eigene zulegen.
    - Für einen Gasanschluss von der Stadt liegt das Haus zu weit weg.
    - Die Anschaffung einer Pelets Heizung ist mir zu teuer (hierfür habe ich bereits zwei Angebote)
    - fūr eine eigene neue Ölheizung sind die Räumlichkeiten nicht vorhanden. (kein Keller)


    Da bleiben für mich nur noch zwei Alternativen:
    1. Entweder stelle ich einen Flüssiggastank auf das Grundstück hinter dem Haus (natürlich Kauftank)
    2. Oder eine Luft / Wasser Wärmepumpe.

    Bei der Gas-Variante vielen Kosten an für Tank, Zuleitung, Therme, Schornstein Rohr legen und die Erstbefüllung..

    Bei der Wärmepumpen Variante entstehen nur kosten für das gerät und den Einbau.

    Daher sind die Anschaffungskosten beider Lösungen geschätzt maximal 1000 - 2000€ Auseinander.

    Soweit ich mich richtig informiert habe ist Flüssiggas als Brennstoff recht ineffizient der der Brenn- und Heizwert von Flüssiggas geringer ist als der von Heizöl ist. Ausserdem bin ich irgendwie noch nicht so richtig davon begeistert so einen Gastank hinter dem Garten stehen zu haben (ein wenig mulmig ist mir dabei schon) Dazu kommen die Wartungskosten für den Tank. (alle 2 Jahre)

    Bei der hingegen Wärmepumpe habe ich Angst vor einer bösen Überraschung
    bei der Stromrechnung.

    Das Haus ist zwar recht alt (Baujahr weiß leider keiner mehr) es ist dank neuem Dach ( vor 5 Jahre) und dicken teilweise doppelten Wänden gut isoliert.

    Es gibt keine Fußbodenheizung.
    Warm Wasser kommt überall aus Durchlauferhitzern. Also würde ich auch keinen Nutzwasser Tank benötigen. Die Heizung läuft also nur in den Wintermonaten.

    Laut Öl Rechnungen der letzen Jahre verbraucht das Haus pro Jahr im Schnitt 13000kwh.

    Das Haus steht in NRW.

    Ich würde mich über Kommentare die mir die Entscheidung leichter machen sehr freuen ;)

    Letztendlich denke ich mir, die LW-Pumpe ist die sinnigere Überlegung bin mir aber echt unsicher was den Verbrauch angeht.
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    13.000kWh p.a. deuten auf eine niedrige Heizlast hin. Das wäre schon einmal gut.
    Was mir Bauchschmerzen bereiten würde, wären die Heizkörper. Die Frage ist, mit welcher max. Temperatur kommen die Heizkörper aus? Bei mehr als 45°C macht das mit einer Wärmepumpe, speziell mit einer LWP, keinen Spaß. Da geht die Leistungszahl in den Keller, auch wenn die Hersteller etwas anderes versprechen. Ein Blick in die Datenblätter genügt.

    Ein Flüssiggastank wäre nicht mein Fall.

    Bei der geringen Heizlast könnte man noch über einen wasserführenden Pelletofen nachdenken, den man mit Sackware befüllt. Ist halt etwas unbequem, es gibt auch Reinigungsaufwand, und ein Schornstein ist auch erforderlich.

    Gruß
    Ralf
     
  4. deroki

    deroki

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    einen Wasserführenden Pelletofen habe ich mir auch schon angeschaut.
    Die neue Heizungsanlage wird jedoch in einem Nebengebäude stehen. (dort gibt es keinen Schornstein)

    Ich habe im Hauptgebäude einen inaktiven Schornstein (den möchte ich auch irgend wann wieder mit einem Holzofen versehen)
    um im Winter am Wochenende oder Abends schön warmes Feuer zu machen ;)

    Dieser Schornstein ist jedoch mitten im Raum und von da aus würde ich nicht an den Heizungskreislauf kommen ohne das rohr quer durchs Wohnzimmer zu legen ;)

    Daher fällt der Wasserführenden Pelletofen raus.
    Und als einzige Heizung kommt der Wasserführenden Pelletofen für mich auch nicht in frage. Weil der ja spätestens alle 3 tage nach befüllt werden muss.
    Fährt man dann im winter mal in den urlaub kann man die Heizung nicht auf kleinste stufe laufen lassen weil keiner da ist der den Pelletofen nachfüllt.

    Aber danke für die Anregung.


    zu der maximal Temperatur der Heizkörper hann ich nichts sagen.
    Wie komme ich denn an diese information.


    zur LW Pumpe noch mal, ich dachte anfangs immer das dies nur was für Neubauten mit Fußboden Heizung sei. Bin dann aber auf dies aufmerksam geworden:

    http://www.daikinaltherma.de/privatkunden/waermepumpe-privat/waermepumpe_im_altbau/luvitype-plus-monovalent.html

    will mich von dem werbe bla bla aber auch nicht blenden lassen ;)

    und wie du ja schon sagst: Flüssiggastank ist nicht so mein fall
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Ich hatte ja nicht geschrieben, dass LWP in einem Altbau nicht funktioniert, sondern dass sie mit unterirdischen Leistungszahlen arbeiten wird.

    Natürlich kann eine LWP auch 55°C erzeugen, aber man sollte mal einen Blick in die technischen Unterlagen werfen, unter welchen Bedingungen dies möglich ist. Bei vielen Modellen kann man aus der Leistungskurve schon erkennen, dass sie beispielsweise bei -15°C AT nur noch xx°C Vorlauftemperatur erreichen, und die Leistungszahl liegt dann meist unter 2.

    Welche Heizkreiskreistemperatur bei Euch bisher eingestellt war, könnte man evtl. den Einstellungen der alten Anlage entnehmen. Ansonsten müsste man rechnen, Heizlast (raumweise) und die Dimensionierung der vorhandenen Heizkörper verifizieren.

    Dann zeigt sich, wie weit man mit der Heizkreistemp. bei den vorhandenen HK runter kann, oder ob man evtl. einzelnen HK autauschen müsste.

    Gruß
    Ralf
     
  6. coroner

    coroner

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  7. deroki

    deroki

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    Ne, den Lagerraum habe ich nicht mehr. Der tankraum der aktuellen Öl Heizung gehört zum Nachbarhaus. Bis jetzt habe ich da noch mitbenutzungsrecht. Nach der heizungsteilung habe ich aber dann keinen Zugang mehr zu dem Raum. Aber das ist eine andere Geschichte ;).

    Bhkw hatte ich mir aber auch schon angeschaut. Sowie ww. Wärmepumpe.
    Das Grundwasser hier ist sehr hoch und ich habe sogar zwei Brunnen auf dem Grundstück aber wohne im naturschutzgebiet. Da bekomme ich keine Genehmigung für eine ww Pumpe. Für eine sw Pumpe möchte ich den Garten auch nicht umbuddeln ;) Auch wegen den kosten.

    Erd Sonde geht ebenfalls nicht 1. Zu teuer 2. Naturschutz und Bergbau unterm Haus :(.

    Also bleibt wieder nur die Entscheidung zwischen LW und Gas.

    Spiele gerade mit der Überlegung Tank (wenn es doch Gas wird) so weit wie möglich aufs Feld zu stellen. Dann muss ich zwar für die Zuleitung wieder buddeln würd mich aber wohler damit fühlen.

    Unterirdischer Tank geht leider nicht wegen dem hohen Grundwasser.
     
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  9. deroki

    deroki

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    ps: irgendwie habe ich das Gefühl das ich selbst bei einem cop weniger heizkosten als beim Flüssiggas habe
     
  10. R.B.

    R.B.

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    BHKW, da solltest Du Dir erst einmal die Preise anschauen. ;)
    Dann hat sich das Thema vermutlich schnell erledigt.
    Zudem sind die meisten für EFH (bei der geringen Heizlast etc.) ungeeignet.

    Also schauen ob die Heizkörper auf WP-taugliche Temperaturen gebracht werden können. Zur Not ist ja noch ein Schornstein vorhanden, an den man einen Ofen anschließen könnte. Bei der geringen Heizlast wird es aber nicht einfach einen passenden Ofen zu finden. Dann jedoch könnte die WP die Grundlast liefern, und der Ofen den Rest.

    Gruß
    Ralf
     
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