Foyerboden

Diskutiere Foyerboden im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich steh aktuell vor folgender Aufgabe: Ich muss einen Foyer-Boden planen. Anforderungen: 1) befahrbar mit einem Raupenhubwagen...

  1. #1 baukonstrukt, 4. August 2011
    baukonstrukt

    baukonstrukt Gast

    Hallo,

    ich steh aktuell vor folgender Aufgabe:

    Ich muss einen Foyer-Boden planen.
    Anforderungen:
    1) befahrbar mit einem Raupenhubwagen (Fahrzeuggewicht ca. 2t auf 2 Ketten verteilt)
    2) Fußbodenheizung (Rohre DN32)
    3) Aufbauhöhe 15cm ohne Dämmung (Dämmung unter Bodenplatte)
    4) Bodenkanäle 350x38mm estrichüberdeckt
    Der Bodenbelag ist für ein Foyer welches auch als Versammlungsort geplant ist.

    Wie dick muß ein Schwerlastestrich sein?
    Wie wird er ausgebildet?
    Muss ich den Estrich besonders unterstützen?
    Kann ich Schwerlastestrich schwimmend verlegen?
    Brauche ich eine besondere Trittschalldämmung?
    Ist Schwerlastestrich tauglich für Fußbodenheizung?
    Welchen Belag würdet ihr empfehlen? Mir schwebt eine Art Granulatboden vor.
    Gibt es diese auch in einer Form, die man feucht wischen/reinigen kann? Also mit glatter Oberfläche?

    Was ist eure Empfehlung?
    Bin gespannt auf eure Meinungen und Vorschläge.

    Gruß
    baukonstrukt
     
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  3. sepp

    sepp

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  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 4. August 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Denkanstöße
     
  5. #4 baukonstrukt, 4. August 2011
    baukonstrukt

    baukonstrukt Gast

    Ich habe gerade einen Schwerlastestrich (d=min.4cm) gefunden, der für Fußbodenheizung geeignet ist und auf Dämmschicht (also schwimmend) verlegt werden kann.
     
  6. svjm

    svjm

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    1. Alle Randparameter abklopfen, insbesondere die Lasten. Wo ein Stapler mit 2t Fahrzeuggewicht hineinpasst, steht u.U. auch schnell eine Hebebühne mit 5t und ein Mobilkran mit 30t.

    2. Einfachster Weg erscheint mir ein Verbundestrich, ggf. mit einer Hartstoffeinstreuung.

    3. Aufwendiger Weg: Berechnen lassen, wenn es denn ein Estrich auf Dämmschicht(en) werden soll.

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
     
  7. sepp

    sepp

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    beschichtung und kettenfahrzeug :cool:
    vielleicht findest du heraus
    a. welche zugbeanspruchung auf die beschichtung so ein drehendes ding verursacht.
    b. eine beschichtung die solche eine haftzugfähigkeit nachweislich besitzt.
    (kann ich mir nicht vorstellen)

    wie wäre es mit einem polierten, gefärbten gussasphalt?
    das FBH thema würde ich ganz schnell fallen lassen.
     
  8. #7 jscheller, 4. August 2011
    jscheller

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    Zum Trittschall:
    1. Notwendig? Wo sind schutzbeduerftige Raeume?
    2. Reicht die Trittschalldaemmung der Massivdecke + Estrich aus?

    Erst wenn das geklaert ist, denken wir ueber Trittschalldaemmung nach. Man kann selbstverstaendlich auch einen Schwerlastestrich mit hohen Lasten schallentkoppelt aufbauen - nur mit der 0815 Trittschallmatte klappt das nicht.
    (und es wird schweineteuer)

    Materialwahl: Da lasse ich mal die Stichworte statische/dynamische Last, Abstimmfrequenz und Steifigkeit da. Damit kannst Du dann selbst rausfinden was geht und was nicht. Zur Auswahl stehen theoretisch herkoemmliche Daemmstoffe sowie, was oft vergessen wird, Stahl- oder Luftfedern.
     
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  10. Wieland

    Wieland Gast

    Irgendwie passt da etwas nicht zusammen ! Der Fragesteller hat einen Schwerlastestrich
    mit 4 cm Stärke gefunden.

    Ich möchte darauf hinweisen das bei Kettenfahrzeugen die auf hartem Untergrund
    bewegt werden sollen, enorme Punktlasten auftreten können!!
    Und an den 4 cm dicken Schwerlastestrich glaube ich nur, wenn er als Verbundestrich
    auf Fundamentplatte oder ausreichend dimensionierte Decke aufgebracht wurde !

    Ansonsten halte ich die Frage für einen Witz.


    :hammer:
     
  11. #9 baukonstrukt, 2. September 2011
    baukonstrukt

    baukonstrukt Gast

    Verbundestrich

    Hallo,

    vielen Dank für die vielen Anhaltspunkte.
    Nach eigehender Prüfung haben wir uns für einen Verbundestrich entschieden und prüfen nun eine Kernaktivierung in der Bodenplatte.
    Dadurch wird die Fußbodenheizung zwar träge, kann aber störungsfrei verlegt werden (unabhängig von den Fußbodenkanälen und -tanks).

    Gruß
    baukonstrukt
     
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