Frage bzgl. Lastplattendruckversuche

Diskutiere Frage bzgl. Lastplattendruckversuche im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Kann mir mal jemand sagen, was die folgenden Werte zu sagen haben: Ev2/Ev1: 1,89 Ev2 (MN/m²): 63,85 Ev2/Ev1: 2,54 Ev2 (MN/m²): 49,48...

  1. #1 tommythewho, 25.06.2009
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    Kann mir mal jemand sagen, was die folgenden Werte zu sagen haben:

    Ev2/Ev1: 1,89 Ev2 (MN/m²): 63,85
    Ev2/Ev1: 2,54 Ev2 (MN/m²): 49,48

    Oder einfach gefragt: Kann darauf ein EFH gebaut werden?
     
  2. #2 alfredromeo, 25.06.2009
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    Also das 1. Verhältnis von EV2/EV1 ist doch wunderbar. Mehr kann man den Boden nicht verdichten.Der 2. Wert ist nicht so toll. Entweder muß nachverdichtet werden, zusätzlcih gewässert oder der Boden eignet sich überhaupt nicht!
    Da ich nun kein Hochbauer bin, weiß ich nicht genau was an MN gefordert wird. Wenn wir Straßen bauen, müssen wir min. 45MN/m² auf dem Planum bzw. Unterbau erreichen bis zu den Tragschichten können dann schon bis zu 180MN gefordert werden. Wenn Du aber ein Haus baust, sollte der Planer das aber wissen. Im Zweiel ein Bodengutachten ertsellen lassen. Ein solches Gutachten enthält im wesentlichen Aussagen über die Bodenpressung, Bodenkennwerte, Gründungsmöglichkeiten und zum zu erwartenden Bemessungswasserstand. Desweiteren gibt ein Bodengutachten Auskunft über die zu treffenden Abdichtungsmaßnahmen nach DIN 18195!

    Ich hoffe das ich Dir helfen konnte.
     
  3. #3 tommythewho, 25.06.2009
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    Unser Statiker sagte die Werte sind in Ordnung für ein Einfamilienhaus. Für unser Haus sind 200 Newton (kann mich nicht erinnern ob es wirklich Newton war, kenn mich nicht in Physik aus) pro m² notwendig.

    Nur habe ich nicht vollstes Vertrauen zu unserem Statiker, deshalb suche ich eure Meinung :)

    Bzgl. des Bodens: Es wurden 150cm Mutterboden abgetragen, dann 30cm Schotter eingefügt, und der Rest RC-Sand, der immer wieder verdichtet wurde. Wir haben jetzt ca. 200cm verdichteten Sand. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht reicht.

    Der erste Wert ist übrigens der Punkt unter unserem gemauerten Geräteschuppen. Der zweite befindet auf Höhe des Wohnzimmers.

    Ich hoffe noch auf Statiker-Meinungen :winken !
     
  4. PeMu

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    Wer kommt auf die Idee Lastplattendruckversuche für eine Gründung durchzuführen?

    Für eine Gründung kann man mit den Werten nur indirekt was anfangen, so wie vorher gesagt ne Einschätzung. sonst ungeeignet.

    Oder Blockhaus auf nem Parkplatz ...
     
  5. #5 tommythewho, 25.06.2009
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    Auf die Idee kam unser Statiker. Er machte die Vorgaben bzgl. den Bodenarbeiten und anschließendem Druckversuch. Und da wir nicht bereit waren zu unterschreiben, dass wir darauf verzichten und die Garantie bzw. das Risiko übernehmen, haben wir es wie gefordert durchgeführt.
     
  6. #6 alfredromeo, 25.06.2009
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    Wie schon oben geschrieben. Am sichersten lässt Du von einem Prüflabor ein Bodengutachten erstellen. Und niemals was unterschreiben.

    Wurde der LP Versuch auf dem Oberbau (Schotter und Sand) ausgeführt? Wenn ja, ist das Planum bei weitem nicht Standfest. Wenn der LP Versuch die Werte ergibt, liegt das Planum weit, weit unter 45MN/m². Diese 45MN werde überall gefordert und ich kann mir nicht vorstellen, das weniger für ein Haus reicht. Was nützt es dir, wenn Dein Haus nach 10 Jahren einseitig absackt. Risse etc. sind die folgen. Im schlimmsten Fall trägt der Boden gar nicht und es werden besondere Fundament (z.B. Pfahlgründung) erforderlich. Dieses Risiko würde ich nicht eingehen und sehe die Investition des GA als Grundlegend an.
     
  7. #7 susannede, 25.06.2009
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    Wer kommt auf die Idee, überhaupt was mit Lastplattendruckversuchen anfangen zu können ?

    Damit kriegste nicht mal ne Aussage, ob Du da Deine Oma beerdigen kannst.

    Bei dem "Aussagehorizont" reicht's aber immerhin, ob Dein Hamster mit oder ohne Schweißperlen verbuddelt werden kann.

    Weiß immer noch nicht, wozu das gut sein soll. Handauflegen und Spaten haben den gleichen Effekt.
     
  8. PeMu

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    Man kann damit schon was anfangen, nur für ne Gründung?

    Was hat derjenige vor?

    Nebenbei: man kann auch auf weniger als EV2 = 45 kN/m² gründen.

    2m aufgefüllt, das hat was.
     
  9. #9 tommythewho, 26.06.2009
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    Wie gesagt, es wurden 30cm Schotter in die Grube gefüllt und verdichtet, und der Rest mit RC-Sand welcher lagenweise verdichtet wurde. Die oberste Schicht ist somit RC-Sand.

    Bodengutachten wurde bereits zuvor angefertigt. Das war ja auch die Grundlage für den Statiker für seine Maßnahmen.

    Tja, jetzt bin ich verwirrt: Statiker sagt es reicht, hier sagen einige es reicht, andere sagen es ist nicht notwendig, andere sagen es reicht nicht... Was denn nun?
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    nö. kann man so nicht sagen.
    lastplattendruckversuch für beurteilung einer bauwerksgründung
    ist wie münze werfen.
    was sagt der baugrundgutachter? keine proctormessung?
    besonders an "kleinigkeiten" entscheidet sich der wert eines baugrundgutachters ..
     
  11. gast3

    gast3 Gast

    Also..

    LPDV haben - auch für die Gründung - durchaus / machen Sinn, diese dienen dann allerdings auschließlich der Kontrolle der erreichten Verdichtung von eingebautem / nachverdichtetem Material . Also ob Vorgaben aus dem Bodengutachten eingehalten wurden.

    Sollte ich es richtig verstanden haben und du hast 2 m Sand aufgefüllt (und Schotter an der Basis :yikes) und die Verdichtungskontrollen geben diese Werte, dann ist da was ganz übel - die Werte sind besch... - das bekommt man bei rolligen Materialien so schlecht nur hin, wenn das Material z.b. wassergesättigt ist

    was aber nicht heißt, dass du daruf nicht bauen kannst. Zu bedenken ist das ein LPDV zudem eine Versuchstiefe von 60 - 70 cm hat, der Aufbau darunter kann also noch schlechter sein :winken

    also wie oben schon erwähnt: Bodengutachter - hilft alles nix - ggf. Rammsondierung für tiefern Bereich


    Gruß


    Helge

    ach so Markus - Proctorversuche machen hier auch keinen schlänken Fuß
     
  12. #12 tommythewho, 26.06.2009
    tommythewho

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    Hmm, hab unseren Bauleiter heute noch gesprochen und hat gesagt, der Statiker hat einen Wert um die 23 wasweißich vorausgesetzt, so dass die Werte voll und ganz in Ordnung sind.

    Was soll ich denn noch machen: Bodengutachten, das an den Statiker weitergeleitet, der setzt ein Schreiben auf was gemacht werden muss und welche Werte erreicht werden müssen, Erdbaufirma führt die Arbeiten entsprechend durch und macht die Druckversuche.

    Der Bodengutachter interessiert sich übrigens nicht für die Werte und verweist auf den Statiker.

    Ich meine, andere in dem Baugebiet haben 30cm abgetragen, Sand aufgeschüttet, und bauen schon. So falsch können wir da ja nicht liegen.

    Auf wen soll ich mich denn dann verlassen, wenn nicht auf den Statiker!?
     
  13. gast3

    gast3 Gast


    Wenn ich es richtig verstanden habe, hast du ein Bodengutachten, wo drin steht, du musst einen Bodenaustausch von ca. 2 m machen

    wurde gemacht - RC-Sand eingebaut

    Verdichtung überprüft - wohl alles so ziemlich locker


    Wenn dir dein Statikus eben mal kurz die resultierenden Setzungen, maximale Winkelverdrehung etc. ausgerechnet hat und zum Schluss gekommen ist, dass keine bauwerksunverträglichen Setzungen auftreten werden, na dann ist doch alles gut :respekt


    Gruß

    Helge
     
  14. gast3

    gast3 Gast

    Nachtrag ..

    kann es sein, dass dein Statikus mit 23 (irgendetwas) das Bettungsmodul meint, welches er für die Dimensionierung der Platte zu Grunde gelegt hat .. ??

    Quatsch, blöde Frage, geht ja gar nicht ... :irre ... kein Mensch käme auf die Idee das Verformungsmodul des LPDV mit einem Bettungsmodul zu vergleichen, oder doch :yikes
     
  15. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ot/

    ich stelle bei der auswertung von baugrundgutachten fest, dass, sofern
    boden ausgetauscht werden soll, e. zu erreichende proctordichte (die
    mit lastplattenergebnissen korreliert) angegeben
    wird. da das für die statische bemessung nur sehr begrenzt hilft, mach ich
    mich dann unbeliebt, weil ich wegen bettungsmoduln für meine
    setzungsberechnungen und der halbraumüberprüfung durch den
    baugrundler insistiere.

    insofern, ist mir die relativität von "proctor" wohl bewusst, die
    betonung sollte auf "baugrundgutgutachter" liegen - und damit liege ja
    anscheinend genau richtig:
     
  16. gast3

    gast3 Gast


    Gruß

    Helge
     
  17. #17 tommythewho, 26.06.2009
    tommythewho

    tommythewho

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    Ich verstehe leider gar nichts mehr...

    In der Statik steht: tragfähiger Baugrund mit zul. p >= 250 kN/m²

    Nun habe ich die Werte aus den Lastplattendruckversuchen wie o.a.

    Sind die Anforderungen jetzt erfüllt oder nicht?

    Oder wurde hier gar keine Proctodichte überprüft? Im Bodengutachten steht nämlich, dass dieses 97% - 100% ergeben muss.
     
  18. gast3

    gast3 Gast

    Nein ..

    es wurde keine Proctordichte überprüft (DPr 97 - 100 :irre), man kann die Ergebnisse allerdings korrelieren

    aber ohne was näheres zu wissen - das geht so nicht


    Helge
     
  19. #19 tommythewho, 26.06.2009
    tommythewho

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    Was muss man denn noch näheres wissen?
     
  20. gast3

    gast3 Gast

    So ..

    pass mal auf:

    Dein Bodengutachter will sich nicht äußern - obwohl er es m.E. sollte

    Dein Statiker äußert sich - obwohl er es m.E. besser nicht tun sollte

    Ich hatte dir angeboten, deine Unterlagen mal zu sichten, um dir ne grobe Richtung (passt - passt nicht) an die Hand zu geben...

    ohne Unterlagen, werd ich einen Deibel tun und hier wilde Spekulationen loslassen - Glaskugel ist nicht

    also keine Infos = keine Antwort (zumindest nicht von mir, aber vielleicht finden sich ja andere Berufsgruppen, die ein paar AWGH's loswerden müssen)

    OK ? :winken

    Gruß

    Helge
     
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