Frage Land - Bauland - Planungshilfe

Diskutiere Frage Land - Bauland - Planungshilfe im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo zusammen, habe eine etwas ungewöhnliche Frage, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen oder zumindest Tipps geben, wie ich weiterkomme....

  1. karlh

    karlh

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    Hallo zusammen,

    habe eine etwas ungewöhnliche Frage, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen oder zumindest Tipps geben, wie ich weiterkomme.

    Ich habe einen Acker geerbt. Der Acker ist verpachtet und wird momentan landwirtschaftlich genutzt.

    Es handelt sich um eine Fläche von 2,5ha, also 25.000 m2.

    Der Acker ist in unmittelbarer Ortsnähe, d.h. die angrenzenden Grundstücke sind bereits bebaut, der Acker selbst ist jedoch kein Bauland.

    Nun ist die Frage, wie kann ich es bei der Gemeinde vorantreiben, dass das Bauland wird? Bzw. gibt es eine Firma, welche die Bebauung dieser Fläche planen kann?

    Hab hier keinerlei Erfahrung, aber es muss ja z.B. eine Straße geplant werden - geht das nur über die Gemeinde oder gibt es auch private Firmen, die man mit sowas beauftragen kann?

    Gruß Karl
     
  2. #2 fmjuchi, 23.12.2010
    fmjuchi

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    Hallo,

    die wundersame Geldvermehrung funktioniert meist nicht. Die Planungshoheit liegt allein bei der Gemeinde. Da sind zunächst die Interessen des Gemeinwohls und nicht die von Grundstückseigentümern zu berücksichtigen.

    Ansonsten sollte man nicht vergessen, dass der so genannte Umlegungsvorteil von Gemeinde abgeschöpft wird.
    lg fm
     
  3. #3 MoRüBe, 23.12.2010
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Also, das Verfahren...

    ... wie aus Acker Bauland wird ist im BauGB geregelt.

    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bbaug/gesamt.pdf

    Bis es dazu kommt, sollte man erst mal feststellen, ob die Kommune überhaupt ein Interesse daran hat aus dem Acker Bauland zu machen. Zu diesem Zweck begibt man sich dann mal auf das kommunale Bauamt um dort mit den verantwortlichen mal zu reden, Pläne einzusehen usw. usw..

    Gegebenenfalls mal ein Gespräch mit dem Dorffürsten :D

    Und dann ist die Kommune Herr des Verfahrens.

    Das! in absoluter Kurzversion. Die Langversion lässt den Server abstürzen :D
     
  4. Julius

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    Auch wenn jenas Verfahren mühsam und ohne Gewähr ist:
    Es kann sich recht ordentlich lohnen!
    Nicht von Ungefähr sind viele ehemalige Standrandbauern Milionäre geworden...

    Allerdings versuchen die Gemeinden inzwischen oftmals (völlig zurecht, wie ich finde), die Umwandlung so zu gestalten, daß ein Großteil des Umwidmungsgewinns in die Gemeindekasse fließt statt nur in die Tasche des bisherigen Eigentümers.
     
  5. #5 Ralf Dühlmeyer, 23.12.2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Vor allem geht das heute nicht mehr wie in den 70ern, wo der Dorffürst und der Grossgrundbesitzer beim Bier das nächste Neubaugebiet auf Grossbauers Land ausgewiesen haben.
    Heute müssen für die Baulandflächen Ausgleichsflächen geschaffen werden - im Prinzip ab Baureife.
    Also bleiben von Deinen 25.000 m² vielleicht noch 17.000 über. Davon Strassenland, Parkflächen, usw. ab bleiben 12.000. Also halbiert sich Dein Gewínn schon mal.
    Und daran verdienen diverse öffentliche Kassen mit. Was überbleibt, wird zwar für mehr als einen 86er Golf II reichen, aber das mit dem Ferrari wird schon nicht mehr klappen.
     
  6. karlh

    karlh

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    Hallo zusammen,

    dass ich den Ferrari anders finanzieren muss, war mir schon fast klar.

    Aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

    Mir ist klar, dass die Gemeinde kein großes Interesse hat, genau diesen Fleck Land als Bauland auszuweisen. Es ist nur ein Ortsteil in der Gemeinde und die Gemeinde wird versuchen neues Bauland möglichst im zentralen Ort auszuweisen. So wars zumindest in der Vergangenheit.

    Dewegen muss ja mein Konzept gut werden, dass die Gemeinde quasi nicht nein sagen kann.

    Ich stell mir so was vor, wie ein ökologisches Viertel. Keine Ahnung wie ich das genau beschreiben soll, z.B. eine Hackschnitzelheizung für alle Häuser in diesem Baugebiet und und und, was immer es gibt.

    Aber ich bin hier natürlich nicht der Experte.

    Plant sowas wirklich nur die Gemeinde selbst, oder gibt es Spezialisten, auf die man dafür zurückgreifen kann?

    Gruß Bernd
     
  7. #7 MoRüBe, 23.12.2010
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Sowas planen...

    ... Städtebauplaner.

    Die Gemeinde muß ja gar nicht selbst erschließen und planen. Das kann Sie per städtebaulichem Vertrag einem privaten Dritten übertragen. Kostenpunkt: bummelig 100 Riesen.

    Sowas macht aber nur dann Sinn, wenn die Gemeinde (besser: die politischen Gremien) es will/wollen.

    Da gilt es dann, die Erfolgsaussicht auszuloten, bevor man mit Rosinen handelt.
     
  8. karlh

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    wie 1000,- Euro?

    Nullen vergessen?
     
  9. #9 MoRüBe, 23.12.2010
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    wo liegt Lauf?...

    ... also bei uns ist ein Riese nen Teusi:D

    Aber nu eindeutig: 100.000,00 aber ich hab mich vertan, das war noch zu DM-Zeiten (also echtes Geld).

    Aber geh man ruhig von 50.000,00 Euro aus bis aus nem Acker Bauland wird.
     
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