Frage zum Ausfüllen des Arbeitsraums

Diskutiere Frage zum Ausfüllen des Arbeitsraums im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir bauen derzeit mit einem GÜ ein EFH und haben eine Frage zum Anfüllen des Arbeitsraums. Der Keller besteht aus...

  1. xtough

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    Hallo zusammen,

    wir bauen derzeit mit einem GÜ ein EFH und haben eine Frage zum Anfüllen des Arbeitsraums.

    Der Keller besteht aus Elementwänden (24 cm) aus WU-Beton mit Abdichtung aller Fugen (zur Bodenplatte, senkrecht in den Ecken und senkrecht in den Trennstellen der langen Wände) mit Pentaflex-Bändern FTS (Sollbruchstellen-Zeugs). Zusätzlich habe wir (weil´s nicht so teuer war) eine Bitumen-Dickbeschichtung aufbringen lassen. An den Stößen war durch die erste Lage der Beschichtung eine Art Gebeband erkennbar, ebenso an der Hohlkehle.
    Während der Erdarbeiten ist kein Grundwasser aufgetaucht. Auch in den sechs Monaten, seit denen die Grube jetzt offen ist, ist kein Grundwasser gekommen.

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    Jetzt meine Frage:

    Der Erdaushub ist Lehmboden. Ist dieser zum Verfüllen des Arbeitsraums geeignet (ich weiss, dass er sich wohl setzen wird)?
    Wenn nein, wie sehen die Alternativen aus?
    Mit Recyclingmaterial, Kies, ... ? Mit oder ohne Drainanlage?

    Schöne Grüße, Christoph
     
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  3. Yilmaz

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    Was steht im Bodengutachten drin bezgl. wiederverwertbar des aushubsmaterials?
    Lehmboden hat viele nachteile als hinterfüllung. Angebracht wären hier Füllkies oder Füllsand. Wenn ein richtige weisse-wanne dann keine dränung notwendig.
     
  4. xtough

    xtough

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    Hallo,

    wir haben leider kein Baugrundgutachten (andere Geschichte). Wir haben bisher lediglich unterschiedliche Meinungen gehört (Rohbauer: "nicht verwenden", Bauleiter: "verwenden").

    So wie unser Keller da steht, wurde er uns als Weiße Wanne verkauft. Und die Bitumen-Dickbeschichtung sollte doch eigentlich auch nochmal wasserdicht sein. Achja: auf der Dickbeschichtung ist noch eine 12 cm Perimeterdämmung aufgebracht.

    Gruß, Christoph
     
  5. #4 capslock, 1. März 2010
    Zuletzt bearbeitet: 1. März 2010
    capslock

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    Die Perimeterdämmung ist bei dem Boden hoffentlich aus XPS und nicht EPS?

    Mal eine Frage an die Fachwelt: wo ist denn bei einer so gebauten WW das viele Eisen? In den Elementwänden selbst oder kommt das noch irgendwie in den Hohlraum rein? Reinschieben geht ja zumindest vertikal nicht mehr.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 1. März 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Reinkippen kannst den lehmigen Boden schon. Aber der kann nicht verdichtet werden. Also wird die Baugrube über Jahre immer wieder "einsinken".

    In so weit haben beide Recht.
     
  7. Thomas B

    Thomas B

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    Zu diesem Thema kannste hier mal die Suchfunktion bemühen...never ending story. Ganz kurz daher nur: Eine WW ist ein "Gesamtkunstwerk", es reicht also nicht WU-Beton zu nehemn, es gehört eine entsprechend geplante Bewehrung dazu, die Löcher in den Wänden (Abwasser, Zuwasser...aber auch Fenster!) sind druckwasserdicht auszubilden usw. usf.

    Verstehi ich nicht! Entweder es ist eine WW, dannist die Dickbeschichtung schlichtweg rausgeschmissenes Geld, da gänzlich überflüssig. Oder der GÜ weiß sehr wohl, daß er hier keine WW konstruiert hat und hofft mit dieser zusätzlichen Abdichtungsmaßnahme das Ding dicht zu kriegen....

    Thomas
     
  8. H.PF

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    Nee, Dickbeschichtung ist kein rausgeschmissen Geld, sie ist gegen Wasserdampfdiffusion bei höherwertiger Nutzung
     
  9. Thomas B

    Thomas B

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    ...damit hast Du natürlich grundsätzlich recht , dennoch vermut eich eher, daß diese den Zweck der Abdichtung zu erfüllen hat:
    Über die Problematik der "höherwertigen Nutzung" bzw. der damit einhergehenden notwendigen (oder nicht notwendigen) Zusatzmaßnahmen könnten wir locker einen neuen Faden aufmachen...

    Thomas
     
  10. alex2008

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    Die vordringliche Frage ist doch nicht ob der bindige Boden eingefüllt und verdichtet werden kann (dass ist möglich!), sondern welcher Lastfall wirklich vorliegt und ob die ausgeführte Konstruktion diesem auch gerecht wird.

    Dass würde ich mal schleunigst von einem Fachmann klären lassen.
     
  11. langsky

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    Hallo,

    sieht aus wie ein Hang-Grundstück? und Perimeterdämmung wird auch noch angebracht?
    Dann würde ich auf jeden Fall den Lehmboden wieder verwenden, den man auch ohne Probleme verdichten kann. Würde man den Boden austauschen, holt man sich das Wasser erst recht zum Haus (Anfälligkeit der Hohlkehle).

    Am besten noch eine leicht Mulde um's Haus herstellen und das Hangwasser ableiten.
     
  12. Rokklith

    Rokklith

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    Kein Einbau von bindigen Böden!

    Ich würde den bindigen Boden definitiv nicht wieder einbauen. Zum einem kann bindiger Boden auch durchfeuchten siehe kf-Werte (dauert nur etwas länger) zum anderen ist dieser nicht (an dieser Stelle) verdichtungsfähig. Oberflächenwasser staut sich, den Bildern nach, dort so oder so.
    Wird bindiger Boden nicht fachgerecht verdichtet (und das kann er hier nicht), sackt dieser jedes Jahr bis zu seiner endgültigen Konsolidierung ein Stück nach. Hier würde das heißen, das die Lichtschächte irgendwann mal „frei“ hängen, die Perimeterdämmung teilweise nach unten geschoben wird und Dichtung mit nehmen, das Podest vor der Haustüre nach 10 Jahren eine zusätzliche Stufe braucht und für den Traufstreifen ein Kiesabo zum Nachfüllen bestellt werden kann.
    Falls jemand schon mal versucht hat in einen abgesoffenen Graben im bindigen Boden eine Tragschicht oder Sauberkeitsschicht aufzubauen wird wissen, dass der bindige Boden bei zu starkem Verdichten ab und zu mal „Hallo“ sagt und durch den Aufbau grüßt.
    Also am besten ein gut verdichtungsfähiges Hinterfüllmaterial (möglichst homogene Kornfraktion z.B. Sand 0/2 mm) anfahren lassen und den ersten unteren Meter ganz vorsichtig bearbeiten.


    Rokklith
     
  13. #12 wasweissich, 5. März 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    und 0/2er sand ist auf dauer tragfähig und auch besonders gut und standfest zu verdichten ....:yikes:mauer
     
  14. Rokklith

    Rokklith

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    @ wasweisich ... kannst mir ja eine E-Mail schicken, wenn Du nicht weist wie es geht. ;)

    P.S. Es gibt Details wo die Oberfläche mit bindigen Material abgedeckt wird, aber nicht die komplette Verfüllung.
     
  15. Rokklith

    Rokklith

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    ... ach so noch: Haben wir hier über eine Gründungsverbesserung oder eine Hinterfüllung gesprochen?
     
  16. gast3

    gast3 Gast

    Kinders, habt ja recht ..

    stimme zu, dass mit Ausnahme des obersten Bereiches, wo bindiges Material durchaus sinnvoll sein kann, dieses ansonsten im AR nichts verloren hat.

    Aber gerade gleichförmige Sande zeichnen sich dadurch dass, dass sie nicht so dolle verdichtungsfähig sind (über die Eignung als AR-Material lässt sich trefflich streiten, weil muss ja kein Fundament drauf).

    Abgestuftes Kies-Sand-Gemisch ist aber generell in Hinblick auf Verdichtungsfähigkeit, Wasserdurchlässigkeit etc. zu bevorzugen - gerade dann wenn darüber versiegelte Flächen erstellt werden sollen.
     
  17. #16 wasweissich, 5. März 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. März 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    mach dir keine sorgen , aber wenn du nicht weisst , wie man bindigen boden fachgerecht einbaut , könnte ich dir vielleicht weiter helfen .

    und bei der gelegenheit könnten wir dann über die sinnhaftigkeit einer badewanne für das bauwerk filosofieren ..........

    und wie immer ist die frage , wie bindig ist dieser bindige boden , wie dicht ist die baugrubenwanne , und und und ...........

    aber das interessiert ja nicht , denn gärtner sind alle blöd und du weisst als einziger , was genau bei diesem bauvorhaben richtig ist :respekt

    nachtrag
    nicht du helge ........
     
  18. #17 gast3, 5. März 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. März 2010
    gast3

    gast3 Gast

    sach mal ..

    erledigt - erst mal :winken
     
  19. xtough

    xtough

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    Hallo zusammen und danke für die rege Diskussion,

    wenn ich mal einen Zwischenstand notieren darf: Nachdem in den Bereich des Arbeitsraums später teilweise Terrasse und Einfahrt kommen sollen, ist wohl aus meiner auf alle Fälle das abgestufte Kies-Sand-Gemisch zu bevorzugen. Im hinteren Bereich, wo später nichts hinkommen wird, kann die oberste Schicht auch mit Lehm aufgefüllt werden.

    Was noch nicht diskutiert wurde: Brauchen wir eine Drainage?

    Ach ja übrigens: Das Grundstück ist topfeben, also keine Hanglage und auch in der näheren Umgebung kein Hang.

    Schöne Grüße,
    Christoph
     
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  21. gast3

    gast3 Gast

    ach so:

    macht hier nicht wieder nen Fass auf - ihr scheint beide auf Krawall gebürstet ..

    also: Ball flach halten



    nein: nicht du Christoph
     
  22. #20 wasweissich, 5. März 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    :offtopic:wenn du mit 0/2 anfüllst , würde ich mit der drainage aufpassen , entweder läuft dir das teuer bezalte 0/2 zeug nach und nach weg , oder die teuer bezahlte drainage funktioniert nur ein-zwei wochen ..........:offtopic:

    kommt halt auf die drainage an

    ich weiss mark ..........:winken
     
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