Frage zum Wasserschlag

Diskutiere Frage zum Wasserschlag im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, prinzipiell verstehe ich das Phänomen Wasserschlag. Trotzdem habe ich dazu 2 Fragen: Man liest immer wieder: -...

  1. #1 Bodengucker, 30. März 2016
    Bodengucker

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    Hallo zusammen,

    prinzipiell verstehe ich das Phänomen Wasserschlag.

    Trotzdem habe ich dazu 2 Fragen:

    Man liest immer wieder:

    - Wasserschläge hört man wegen falscher Rohrbefestigungen
    - Wasserschläge können zu Kaltbrüchen führen

    Dazu die Fragen:

    1) Was genau ist ein Kaltbruch (kann ich mir zwar Vorstellen, will es aber genau verstehen)

    2) Wenn man die Wasserleitung korrekt befestigt hat und dann z.B. einen Einhandmischer schnell schließ nimmt der Druck doch in der Leitung so oder so kurzfristig zu,
    unabhängig ob man die Rohre nun richtig oder falsch befestigt hat. Was führt jetzt zum Kaltbruch, bzw. Schäden? Der kurzzeitige "Überdruck" oder die
    "Bewegung" der Wasserleitung (wegen falscher Befestigung)? Wenn es der Überdruck wäre, dass sind ja alle Einhandmischer gefährlich (nur hört man es dann nicht :-).

    Danke und Gruß
    Bodengucker
     
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  3. #2 Bauqualle, 30. März 2016
    Bauqualle

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    ... na dann erklär es uns doch mal ...
    .. auch dafür hätte ich mal eine Erklärung
     
  4. #3 Bodengucker, 30. März 2016
    Bodengucker

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    :-))

    zu 1)
    Wasserschlag ist ein Druckstoß in flüssigkeitsführenden Rohren der beim plötzliche schließen eine Ventils
    wegen der Massenträgheit der strömenden Flüssigkeit zu einer Druckerhöhung führt.

    zu2)

    Das Wasserschläge zu Kaltbrüchen führen können entnehme ich u.a. diesem Forum. Genau dazu habe ich ja eine Frage gestellt.

    Prüfung bestanden?
     
  5. PeMu

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    Nö, brauchst keine Prüfung. Eher Bauqualle, nur weil man was nicht kennt, den TE so anzugehen?

    Waschbeckenarmaturen sind gar nicht so wild. Maschinenventile - Waschmaschine, Spülmaschine sind die härteren Kandidaten.

    Beim Druckstoß werden die Endstücke, Umlenkungen wie Rohrbögen stoßartig belastet. Die Beanspruchung geht dann über in die Rohrleitung als Zugbeanspruchung. Erste Kandidaten sind die Verbindungen, Pressverbinder, Lötstellen. Kann sich die Rohrleitung dazu noch bewegen, dann werden die angrenzenden Verbindungen auch noch auf Biegung beansprucht. Irgendwann ist es zuviel.
     
  6. #5 Bauqualle, 30. März 2016
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    ... falsch dimensionierte Leitungen
     
  7. PeMu

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    Sonst noch Sorgen?

    Wie soll die Leitungsdimensionierung sein?
     
  8. #7 malgucken, 31. März 2016
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    Bin auch gespannt, wie die Regeln sind, damit so was nicht passiert.
    Gerade bei elektrischen Amaturen ist es doch dann schlimm, die machen es täglich mehrmals, wesentlich öfters als die WaMa....
     
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  10. #8 Rudolf Rakete, 31. März 2016
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    Dafür muss man eben Dämpfungsglieder einbauen im Grunde eine Art Miniwindkessel. Früher hat man auch schon mal stehende Blindleitungen welche mit Luft gefüllt wurden eingebaut dies ist aber aus Wasserhygienischen Gründen nicht empfehlenswert, außerdem geht die Luft in Lösung mit dem Wasser und es muss oft nachgefüllt werden.
     
  11. #9 Achim Kaiser, 31. März 2016
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    Ich halt nun keinen 2 stündigen Vortrag über das Thema ...

    - u.U. beides, je nachdem wie gravierend da "daneben" gelangt wurde.
    Pauschalaussage wie so oft wegen der Vielzahl der Möglichkeiten nicht möglich.

    Kann sein, wenn ein ahnungsloser Vollpfosten ungeeignete Armaturen einsetzt.
    Geht so ein Pfusch in Serie freut sich meistens die Reklamationsabteilung und die Kostenstelle leidet an Überbuchung ... meistens gibts dann in der Abteilung nach 3 Jahren einen Vollpfosten weniger.

    Aus genau diesen Gründen sind (relativ) langsam schließende Armaturen in weiten Bereichen in der Normung vorgesehen und "schnell" schließende Armaturen nur z.B. zu Wartungszwecken mit entsprechender Bedienung einzusetzen.

    Jeder Betreiber der meint er müsse seinen Hebelmischer "zuhauen" bezahlt seinen Sockenschuss am Ende meistens selbst, denn die Lebensdauer schwindet gewaltig.

    Eine fachgerecht verlegte Rohrleitung wird nie scheppern ... eine irgendwie hingepfriemelte Bambelkonstruktion tuts mit Sicherheit ....

    Im Bereich der Hausinstallation ist das Thema noch relativ harmlos .... im Bereich der Wasserversorgung siehts da u.U. ganz anders aus .... da lüpfts schon mal nen Leitungsfestpunkt oder ne Widerlagerkonstruktion mit ner Tonne aus den Latschen wenn ein ahnungsloser Vollpfosten nicht weiss was er tut.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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