Frage zur Heizungseinstellung / Kesseltemp. / Mischer

Diskutiere Frage zur Heizungseinstellung / Kesseltemp. / Mischer im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe eine relativ veraltete Öl-Zentralheizung ohne jegliche Steuerung, doch momentan fehlen die finanz. Mittel, diese Heizung zu...

  1. Peter1971

    Peter1971

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    Hallo,

    ich habe eine relativ veraltete Öl-Zentralheizung ohne jegliche Steuerung, doch momentan fehlen die finanz. Mittel, diese Heizung zu ersetzen und deswegen muss ich momentan mit der bestehenden alten Heizungsanlage so gut wie möglich noch auskommen.

    Mich würde nun einfach mal interessieren, welche Heizungseinstellung energieeffizienter ist:

    Ich benötige im Heizungs-Vorlauf ungefähr eine Temperatur von 40°C um meine Wohnung (sie ist vor 2 Jahren gedämmt worden und hat dabei auch neue Fenster erhalten) auf gemütliche Raumtemperatur zu halten.

    Was ist nun sinnvoller bzw. effektiver:

    Kesseltemperatur hoch und dann über den manuellen Mischer möglichst viel Heizungsrücklauf dem -Vorlauf beimischen, sodass die Vorlauftemperatur von der hohen Kesseltemperatur auf die 40°C heruntergemischt wird, d.h. es läuft wenig Rücklauf in den Kessel zurück, wodurch das Kesselwasser nur relativ schwach abgekühlt wird.

    oder

    Kesseltemperatur niedrig einstellen, sodass die Kesseltemperatur ungefähr der benötigten Vorlauftemperatur entspricht und somit den Mischer KOMPLETT öffnen, sodass der komplette Rücklauf wieder zum Kesssel zurückfließt, d.h. es wir dem Heizungsvorlauf kein Rücklauf beigemischt, somit liegt im Heizungsvorlauf exakt die Kesseltemperatur an.

    Noch ein paar Temperaturdaten:

    Wenn ich im Vorlauf mit ca. 40°C arbeite, kommt über den Rücklauf ca. 30-32°C warmes Wasser zurück, d.h. das Wasser kühlt sich in einem Umlauf um ca. 8-10°C ab (bei einer Raumtemperatur von 20-21°C und einer momentanen Außentemperatur zwischen 0 und 5°C).

    Stell ich die Kesseltemperatur auf ca. 70°C ein, muss ich den manuellen Mischer auf ca. 50% stellen, d.h. ich mische dem Vorlauf 50% Rücklauf bei um aus den 70°C die vom Kessel zum Mischer hin fließen, dann 40°C im Vorlauf zu den Heizkörpern zu machen.

    Welche Variante ist energieeffizienter bzw. sinnvoller ?

    Vielen Dank für die Infos.
    Gruß Peter
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 21. November 2012
    Achim Kaiser

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    Von welchem Kessel reden wir Fabrikat/Typ/Baujahr ?
    Wenn dir der Öl-Oldies noch ein wenig erhalten bleiben soll dann solltest ihn nicht zu kalt betreiben.
    Je nach Kesseltyp und -bauform sollte die Kesseltemperatur ~60°C nicht unterschreiten, sonst kann es u.U. zu Kondensatanfall im Kesselkörper kommen.

    Energetisch betrachtet ist es am günstigsten den Kessel mit niedrigst möglicher Kesseltemperatur (ohne dass er wechfault) zu betreiben und den Rest dann über den Mischer anzupassen. Das führt zu niedrigstmöglichen Kesselbereitschafts- und Kaminstillstandsverlusten.

    Was für Abgaswerte hatte der Kessel bei der letzten Messung durch den Schornsteinfeger ?

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. Peter1971

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    Hallo,

    also versteh ich das richtig, wenn ich am energieeffizientesten den Kessel betreiben wollte, so stelle ich die Kesseltemperatur auf die Temperatur ein, die ich im Heizungsvorlauf benötige und stelle den Mischer dann auf 100% sodass dem Vorlauf kein Rücklauf beigemischt wird, d.h. Mischerstellung wäre gleich wie wenn ich die Anlage ohne Mischer betreiben würde ?

    Diese Einstellung (40-45°C Kesseltemperatur) ist jedoch bei meinem "Oldi" wahrscheinlich ungünstig, weil dann wahrscheinlich Kondensat im Kessel ausfallen würde, richtig ?

    Mein Kessel ist ein Buderus Deltatherm 12 Baujahr 1981

    Letzte Abgasmessung (Frühjahr 2012):

    O2: 5,1%
    CC: 146ppm
    CO: 177mg/KWh
    T Gas: 185°C
    T Luft: 24,8°C
    Lambda: 1,32
    q Fi: 8,0%
    CO vu: 192ppm
    E to: 92,0%
    Taupunkt: 46,2°C
     
  5. #4 Achim Kaiser, 21. November 2012
    Achim Kaiser

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    Yepp.
    Den kannste normalerweise eh nicht unter 55 oder 60°c am Kesselthermostaten runterstellen.
    Die Temperatur sollte auch min. 5°C über der WW-Temperatur liegen ...

    Den Rest zum gewünschten Temperaturniveau über den Mischer regeln.

    Die Verbrennungswerte sind nicht soooo der Brüller ... der Restsauerstoff O2 könnte etwas besser sein, der CO deutet auf ne unvollständige Verbrennung hin also Rußbild 1 und schlechter und/oder auf eine zu kalte Verbrennung.
    Nachdem der Deltatherm nen riesigen Brennraum hatte als Wechselbrandkessel haste mit nem Gelbbrenner oft ein Problem saubere Verbrennungswerte hinzukriegen, wenn die Kesselbelastung runter genommen werden soll um nen besseren feuerungstechnischen Wirkungsgrad hinzukriegen.

    Auf Grund des Alters neigen die Kisten auch zu Luftundichtheiten ... heisst der Kessel zieht an der Brennertüre, Klappen etc. und am Abgasanschluß Falschluft durch ausgelutschte oder defekte Dichtungen ... dadurch werden die Messwerte verfälscht.
    Die Abgastemperatur könnte man noch etwas senken sofern es der Kamin verträgt .... eine kombinierte Nebenluftklappe kann für stabile Kaminzugverhältnisse und fürs Abtrocknen sorgen wenn mal Kondensat ausfällt.

    In Fällen in denen der Kessel noch ein wenig am Leben erhalten werden muss kann ein Flammrohr aus Keramik im Brennraum helfen bessere Verbrennungswerte zu erzielen. Dafür brauchste aber nen Brennermonteur der alten Schule ... nicht jeder von Units und nur einem Fabrikat verwohnter KD-ler hat das drauf ....

    Dann kannste auch mit der alten Kiste noch auf einigermaßen vernünftige Werte kommen.
    Das er als Hochtemperaturkessel 10 bis 15% mehr Energie zum Kamin raus pustet als die neueste Technik .... ist der Tribut an die alte Kesselkonstruktion.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. Peter1971

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    Hallo,

    also laut Schorni war die Ruszahl ok (1 oder darunter ?).

    Bezüglich Undichtigkeiten, das hat mein heizungsmonteur auch schon vermutet und hat diverse Öffnungen (wie z.B. die Klappe durch die man in den Brennraum sehen kann) mit so einem Spezialkleber abgedichtet.

    Dass die Verbrennung zu kalt ist, könnte das daran liegen, dass man mal versucht hat, eine kleinere Brennerdüse zu verbauen, da ich ja das große Leistungsangebot des Kessels/Brenners, bedingt durch den auf das Haus aufgebrachten Vollwärmeschutz, nicht mehr benötige ?
    Als der Heizungsmonteur jedoch ein Jahr nachdem er diese etwas kleinere Düse verbaut hatte, keine zufrieden stellenden Werte mehr hin bekam, hat er wieder eine größere Düse eingebaut, danach waren die Werte wieder etwas besser.

    Das mit dem Flammrohr habe ich auch schonmal gehört, leider kennt sich mein Monteur damit wohl nicht aus, denn ich sprach ihn mal darauf an, doch er ging auf diesen Punkt nicht groß ein.

    Was ist eine Nebenluftklappe im Kamin, wo sollte diese eingesetzt werden, bzw. wie sieht so eine Nebenluftklappe bautechnisch aus ?

    Da ich wohl noch ein paar Jahre mit dieser Anlage auskommen muss, würde ich schon gerne (sofern rentabel und nicht zu teuer), die bestehende Anlage noch optimieren und deswegen bin ich für solche Vorschläge sehr dakbar.

    Schöne Grüße
    Peter
     
  7. #6 Achim Kaiser, 22. November 2012
    Achim Kaiser

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    Beschreibung Nebenluftklappe/Zugregler mit motorischer Steuerung gibts z.B. hier
    Möglichkeiten muss man vor Ort checken da abhängig von der Ausführung und Größe des vorhandenen Schornsteins und der Rauchrohrführung.

    Flamm/Glührohre einzusetzen und den Brenner drauf abzustimmen ist immer ne Sache die man ausprobieren muss.
    Es gibt keine vermaßte Montageanleitung oder Vorgaben zur anschließenden Brennereinstellung.
    Meistens (aber eben nicht immer) lassen sich jedoch gute Resultate erzielen.
    Ein gewisses Restrisiko bleibt eben offen ... dann waren der Aufwand und die Kosten für die Katz.
    Muss man eben einfach vorher wissen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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