Frage zur Taupunktverschiebung

Diskutiere Frage zur Taupunktverschiebung im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Guten Tag, zur Problematik der Taupunktverschiebung bei Innendämmungen habe ich eine Frage: Ich lese immer wieder, dass sich bei...

  1. HKMAC

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    Guten Tag,

    zur Problematik der Taupunktverschiebung bei Innendämmungen habe ich eine Frage:
    Ich lese immer wieder, dass sich bei Innendämmungen der Taupunkt nach innen verschiebt, so dass es zu Kondensation kommen kann und das Mauerwerk Feuchteschäden erleiden könnte. Dabei geht man wohl davon aus, dass ohne die Innendämmung das Außenmauerwerk so gut von innen geheizt wird, dass es "durchgewärmt" ist. (Man hat zwar die Wärmeverluste, aber keinen Taupunkt im Mauerwerk. In diesem Fall wäre eine Innendämmung problematisch, dies verstehe ich.
    Wenn nun aber die Taupunktberechnung des ungedämmten Mauerwerks, wie bei mir, bereits ergibt, dass der Taupunkt innen liegt, dann kann doch die Innendämmung keinen Schaden anrichten? Konkret habe ich einen momentan unbeheizten Betonkeller (ohne Dämmung, komplett erdberührend) bei der die u-Wert-Berechnung ergibt, dass die Oberflächentemperatur (9,2 °C) unter der Taupunkttemperatur (9,3 °C) liegt.
    Wie könnte sich der Taupunkt durch eine Innendämmung (z.B. Schaumglas oder Kalziumsilikat) verschlechtern?

    Danke!
    HKMAC
     
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  3. Neutal

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    Wenn die Oberflächentemperatur unter der Taupunkttemperatur liegt fällt Tauwasser aus.
     
  4. HKMAC

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    eben.

    Aber bei mir würde ja schon Tauwasser ausfallen, weil der Betonkeller ja ungedämmt ist. Wie kann es dann durch eine Innendämmung schlimmer werden?

    HKMAC
     
  5. Neutal

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    Das größte problem besteht in Aufbauten die nicht fachgerecht angebracht wurden. Wenn sich Feuchtigkeit hinter dem Dämmstoff sammel, kommt es gerne zu schimmelbildung.
    Ich würde immer zusehen die oberflächentempertur zu erhöhen. Meiner Meinung nach funktioniert das im ersten Schritt am besten durch eine von aussen aufgebrachte Dämmung.
     
  6. #5 gunther1948, 30. März 2012
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    hallo
    das ist falsch. in der wand haste immer ein kondensatanfall nur die wand puffert das weg und trocknet wieder aus im laufe der sommermonate.

    gruss aus de pfalz
     
  7. HKMAC

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    Ich dachte, dass kommt darauf an, wie sehr die Innendämmung die Wandtemperatur mindert. Jedenfalls in dem Fall, in dem von Innen geheizt wird. Aber das ist ja nicht mein Fall.
    Wenn man mitr etwas Diffusionsoffenem dämmen würde, dann dürfte doch wohl nicht schief gehen?

    HKMAC
     
  8. Taipan

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    einfache Variante: Grundregel bei Aussenbauteilen: Von innen nach aussen dampfdiffusionsoffener.

    Alle anderen Fälle (die oftmals bei Innendämmungen auftreten) müssen simuliert werden, damit die anfallende Tauwassermenge während der Heizperiode nicht die Tauwassermenge während der Verdunstungsperiode überschreitet. Dies kann in aller Regel nicht mit dem Maler-Glaser-Verfahren erfolgen, da dieses für solche Fälle ungeeignet ist. Sollte es im Maler-Glaser-Verfahren doch funktionieren, dann entfällt natürlich die Simulation. Da bei einer Innendämmung auch immer noch andere Randparameter als die Tauwasserfeiheit (Wärmebrücken, in der Tauwasserebene liegende Bauteile, Frostsprengung, maximal zulässiger Tauwasseranfall bestimmter Baustoffe ...) in der Fläche zu beachten sind, ist hier zwingend ein Bauphysiker hinzuzuziehen.
     
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  10. HKMAC

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    Hallo Taipan,

    vielen Dank. Ich habe schon jemanden angefragt, mir ein Gutachten zu erstellen. Leider hat er nach 3 Monaten abgesagt, da andere Aufträge mehr drängen (und vielleicht auch bringen? Sein Angebot waren rd. 600,-). Jetzt habe ich einen weiteren Sachverständigen angemailt - aber noch keine Antwort.
    Kämen Sie denn auch in Frage? Ich wohne ca 70 km von Chemnitz am Stadtrand von Dresden.
     
  11. Siedler

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