Fragen zu Deckenauflager und Ringbalken lt. Josef

Diskutiere Fragen zu Deckenauflager und Ringbalken lt. Josef im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; So, jetzt versuch ichs nochmal in der Hoffnung, daß das Thema diesesmal nicht mehr verloren geht !!! Also Josef, bei Deinen Ausführungen zum...

  1. roland

    roland

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    So, jetzt versuch ichs nochmal in der Hoffnung, daß das Thema diesesmal nicht mehr verloren geht !!!

    Also Josef,

    bei Deinen Ausführungen zum Deckenauflager stieß ich auf folgenden Satz:
    Was ich leider vergessen habe bei der Erstellung meines Details ist das ab einer Lichten Spannweite von 5.00m zusätzlich am Deckenende auf der Oberkante der Decke ein Emfa Korkfilz aufgebracht werden sollte ... dieser wird direkt auf die Decke mittels Dünnbettmörtel geklebt daran schliesst links und rechts dann der Mörtel Gr. IIa für daraufhin folgende Dachpappe R500

    Beim Ringbalkendetail laß ich folgendes:
    Im Falle aussteifender Kniestockstützen werden die U-Schalen liegend aufeinander gemauert ... ABER Achtung damit es zum Verbund Mauerwerk / Kniestockstütze kommt müssen 2 Flachstahlanker pro Schicht auf jeder Mauerwerksseite eingebaut werden.

    Für mich stellt sich nun die Frage, ob es Sinn macht wie von Dir beschrieben den Korkfilz under die Steine des Kniestocks zu legen ( was ja bei einer Aufschüsselung Risse im Mauerwerk vermeiden soll ), zumal sich mir 6 Kniestockstüzen je Seite geplant sind und diese nach Deiner Methode per Flachstahlanker mit dem Mauerwerk verbunden werden.

    Wenn nun die Decke außen aufschüsselt soll ja durch den Korkfilz der Druck auf die Steine angefangen werden und Risse vermieden werden. Die Kniestockstützen gehen aber doch mit der Decke nach oben und nehmen die Steine doch eh mit ( zumindest in diesem Fall ) und somit kann doch auf den Korkfilz hier verzichtet werden, oder ???
    Sehe ich da nun was falsch, oder hab ich was übersehen ???

    Danke für die Antworten

    Gruß Roland
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "natürlich"

    macht dieser Korkfilz auch in diesem Fall Sinn ... "weil" übertrieben gesagt ab einer bestimmten Spannweiten die Decke am Deckenende Kräfte nach oben leitet die das Mauerwerk auch übertrieben gesagt nach oben anhebt ... "je" mehr die Decke aufliegt desto wahrscheinlicher das es zum horizontalen Abriss in der Putzfassade führt ... drum der Korkfilz um a.) den Druck zu nehmen und b.) die Strecke der Einbindtiefe ins Mauerwerk zu verkürzen ... soweit so gut ? ... "nun" zu den U-Schalenstützen dieses U-Schalen haben eine Stegdicke von 5cm "plus" Dämmung
    2+5cm das heisst das der Betonkern (Betonstütze) der starr mit der Decke verbunden ebenfalls ca. 12-13cm von der Aussenkante nach innen verlagert ... die Flachstahlanker haben im Bereich des U-Schalensteges natürlich ein kleinwenig Spiel ... das heisst das zwar die U-Schalen mit der Betonstütze eine Einheit bilden ... "aber" die Kräft einer möglicher Deckendurchbiegung nicht in´s Mauerwerk fliesen ... "plus" wir haben Aussen - wie innen einen Materialwechsel (U-Schale/Ziegel) überdem "wir" im Zuge der Putzarbeiten natürlich ein Putzgewebe einbetten ... "dieses" Putzgewebe wird infolge der kleinen risseüberbrückenden Fläche dann sein Ziel nicht verfehlen ... vielleicht ist das der Schlüssel den Sie suchen ?

    MfG
     
  4. roland

    roland

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    @Josef
    Danke für die Antwort. Jetzt spinnen wir das aber mal weiter, bezogen auf unseren Bau.
    Ausführung Ytong !!
    So und nun ist es lt. Ytong ja so, daß die Steine sofern nicht Nut-und-Feder bei vertikaklen, glatten Stößen geklebt werden sollen. Die U-Steine bzw. Schalen bestehen ja eigentlich nur aus 5 cm Steinen die zusammengeklebt wurden. Diese werden nun auch vertikal mit den Kniestocksteinen verklebt. Da müßte doch das "kleine Spiel" das Sie erwähnt haben fehlen ???
    Nachden man das ganze vereinfachen könnte dacht ich mir nun das ganze so: Die U-Steine bzw. Schalen lassen wir für die Kniestockstützen weg. Auf der Außenseite kommt ein 7,5 er oder 10 er Stein rein, der mit der Wand verklebt wird. Weitere Ausführung der Stützen lt. Ihrem Detail (Isolierung etc. ) und dann Beton. Innen entwerder auch nen Ytongstein rein z.B. 5 cm oder die Isolierung drauf und abschalen.
    Wie sieht denn es denn dann aus ?? Da fehtl doch das "kleine Spiel " doch total, oder ???

    Gruß Roland
     
  5. roland

    roland

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    @Josef:
    Vergessen habe ich bei meiner Betrachtung, daß ja über dem Ganzen auch noch der Balken aus Beton in einer U-Schale ist, der mit den Kniestockstützen verbunden ist. Dieser Balken hat doch nun gleichmäßig Druck auf Stützen und Kniestockmauerwerk und somit fehlt doch wieder der "Ausgleich" und somit hier die Wirkung des Korkfilzes, oder ???
    Wäre für die Klärung wirklich dankbar !!!
    Gruß Roland
     
  6. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    irgendwie hab ich wohl diesen Beitrag

    nimmer weiter verfolgt ... "sorry"
    .
    zur Sache:

    ich kann der Ausführung nicht ganz folgen ... ich dachte auch bei Porenbeton gibt es U-Schalen ? ... zusammengeklepte Platten würden sicher den Betondruck nicht standhalten.

    So oder So ... die Decke bewegt sich in dem gesagten Teil nach oben die Betonstütze geht mit ... der Flachstahlanker geht auch hier mit den Spannungen erst mit bis er greift ... hier Porenbeton eigentlich sogar noch weicher ... sprich wir reden von Spannungen im Millimeterbereich.

    Nach dem 2ten Posting hab ich "nun" Ihr Problem verstanden ...
    Sie machen Kniestockstützen für einen drüberliegenden Ringanker ... "ja" damit heben Sie natürlich die Wirkung des Korffilzes eigentlich auf ... das muss ich erst verdaun ... ich meld mich nach dem Mittagessen dazu nochmal.

    MfG
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "sorry"

    mal wieder etwas länger gedauert :mad:

    zurück zum Thema: "hier" haben wir jetzt eine neue Konstellation ... durch diesen Ringanker auf diesen Kniestockstützen werden die Kräfte einer eventl. Deckenschüsselung in diesen Ringanker fliesen ... die logische Folge daraus dürfte beim einschaligen 36,5cm Mauerwerk sein das dieser Ringanker an der Unterseite aussen versucht abzuheben ... diesen Kräften können Sie "nur" durch stärkeren Deckenlasten samt Auflasten entgegenwirken ... "nur" ist dabei die Frage ist das den Aufwand wert ... persönlich würd ich versuchen zusammen "mit" dem Tragwerksplaner diesen Ringanker durch eventl. mehr Kniestockstützen zu streichen und den Dachstuhl an den Kniestockstützen zu befestigen ... "darf" ich mal fragen wie hoch dieser Kniestock wird ?

    MfG
     
  8. roland

    roland

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    @Josef:
    Kniestock wird 1 m hoch, das Haus ist 14 m lang und es kommen pro Seite 6 Kniestockstützen hin. Was halten Sie von den Stützen ???

    Gruß Roland
     
  9. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "Stützen"

    die aussen abgemauert und gedämmt werden wären natürlich das A & O ... nur wär zahlt den Aufwand schon ... 1.00m hoch 14m lang ... "aussn" Bauch raus würde ich wie gesagt mit dem Tragwerksplaner reden ob man nicht auf den Ringanker verzichten könnten und dafür all 2.00 - 2.50m eine Kniestockstütze zur befestigung des Dachstuhles anordnet.

    MfG
     
  10. roland

    roland

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    @Josef
    Die Stützen und den Ringanker nach außen dämmen ist eh klar, so wie in Ihren Ausführungen beschrieben. Der Preis ist auch nicht das primäre, es geht mir vorrangig darum daß das ganze 100 %-tig ist und auch hält. Der Ringanker ist nicht unbedingt ein muß ( lt. Statiker ), aber ich will das ganze halt 300%-tig haben !!!
    Die Stützen sind doch alle 2,30 Meter ( Stütze 30 cm breit). aber ich trau dem ganzen nicht. Wenn ich außen vormauere (7,5 cm ) und dann noch die 6-7 cm Dämmung reinstelle, dann bleiben mir nur noch ca. 17- 18 cm für die Kniestockstützen ( und den Beton ) und die Stützen wären somit höchstens 30 cm breit und 18 cm teif. Das erscheint mir etwas wenig und ich habe die Befürchtung, daß die Stützen nach außen weggedrückt werden könnten ( durch den Dachstuhl ). Darum wollte ich den Ringanker und diesen auch mit dem Ringanker über den Giebel ( lt. Ihren Ausführungen ) verbinden.
    So, nun kennen Sie den ganzen Zusammenhang und Hintergrund und wie ist nun Ihre Sichtweise zu meinen Bedenken und zur Ev. Ausführung ohne Balken ???

    Gruß Roland
     
  11. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "ich" geh mal davon aus

    das "hier" ein Pfettendach draufkommt ... "daher" wir kein Schub vom Dachstuhl in das Mauerwerk geleitet ... "nein" ich würd drauf verzichten ... "ABER" nur mit dem Segen der Tragwerksplaner (!)

    MfG
     
  12. roland

    roland

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    @ Josef
    Stimmt, Pfettendachstuhl, aber was meinen Sie zum genannten Thema GRöße der Stützen 30 x 18 cm ??? Sind die stabiel genug und was halten Sie von 6 Stück pro Seite mit 2,3 m Abstand ???
    Will einfach mal Ihre Meinung ( Und Bauchgefühl ) hören.

    Gruß Roland
     
  13. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    aussn Bauch

    18cm in der Tiefe sind nicht viel ... kann man das auf 20cm erhöhen ... in der Breite sind 30cm ausreichend (!) ... unsere Kniestockstützen mit 30*21cm erstellt ... "nein" ich kann Sie beruhigen diesbezüglich hatte ich noch keinen Putzabriss ... "ABER" abgezeichnet wurden die stets von einem Tragwerksplaner (!)

    MfG
     
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  15. roland

    roland

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    @Josef
    Danke, ich halte nächste Woche nochmal Rücksprache mit dem Statiker und meinem Zimmermann.

    Bis Bald und Danke
    Roland
     
  16. roland

    roland

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    @Josef
    habe mit dem Statiker gesprochen und der ist der Meinung die 6 Stützen je seite reichen. Dann lassen wir also den Balken auf der Kniestockseite weg und machens nach Deiner Ausführung im " Schlüsselloch ".

    Gruß Roland
     
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