Fragen zu einem Unterzug

Diskutiere Fragen zu einem Unterzug im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, eine Frage an die Experten. EFH, Baujahr 1970, 1 1/2 geschossig, Eisenträgerdecke mit Betonfeldern, tragende Wand ( 24 er Mauerwerk )...

  1. #1 jimmmy78, 04.08.2008
    jimmmy78

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    Hallo,

    eine Frage an die Experten.

    EFH, Baujahr 1970, 1 1/2 geschossig, Eisenträgerdecke mit Betonfeldern, tragende Wand ( 24 er Mauerwerk ) mit H2 Steinen ( oder so ähnlich )zwischen Küche und Esszimmer im EG soll teilentfernt werden. Über dieser Wand ist im OG Vorgesehen: HEB 200 Stahlträger mit 3 Meter Länge... Auflager links und rechts je 0,45 cm=== zu überspannende Strecke = 2,10 Meter. Hatten befreundeten Statiker befragt...dieser hat uns ohne großartig zu rechnen mitgeteilt, daß ein HEB 200 schon ausreichend wäre.

    Nun die Frage an die Experten...kann man das als FAchmann aus der Erfahrung heraus so sagen, oder sollten wir vielleicht nochmal einen weiteren Statiker mit der Sache beauftragen ?? Wie sind Eure erfahrungen mit der Dimensionierung von Unterzügen ( Eisenträgern in EFH`s ) ??

    Schon mal vielen Dank im Vorraus für Eure Rückmeldungen...

    Grüße
    Jimmmy78
     
  2. #2 jimmmy78, 04.08.2008
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    Hallo,

    eine Frage an die Experten.

    EFH, Baujahr 1970, 1 1/2 geschossig, Eisenträgerdecke mit Betonfeldern, tragende Wand ( 24 er Mauerwerk ) mit H2 Steinen ( oder so ähnlich )zwischen Küche und Esszimmer im EG soll teilentfernt werden. Über dieser Wand ist im OG eine weitere Wand, auf der ein Teil des Dachgebälks in Foirm von Stützen aufliegt.

    Vorgesehen bzw. vorgeschlagen ist: HEB 200 Stahlträger mit 3 Meter Länge... Auflager links und rechts je 0,45 cm=== zu überspannende Strecke = 2,10 Meter. Hatten befreundeten Statiker befragt...dieser hat uns ohne großartig zu rechnen mitgeteilt, daß ein HEB 200 schon ausreichend wäre.

    Nun die Frage an die Experten...kann man das als FAchmann aus der Erfahrung heraus so sagen, oder sollten wir vielleicht nochmal einen weiteren Statiker mit der Sache beauftragen ?? Wie sind Eure erfahrungen mit der Dimensionierung von Unterzügen ( Eisenträgern in EFH`s ) ??

    Schon mal vielen Dank im Vorraus für Eure Rückmeldungen...

    Grüße
    Jimmmy78

    Sorry für den Doppelpost... Habe die Editiermöglichkeit nicht gefunden.
     
  3. #3 pauline10, 05.08.2008
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hält das???

    Das hält!!!

    Noch ein TWP freut ihn und den Finanzminister (wenn er davon erfährt)
    und vermindert den Kontostand.

    Durchbiegung dürfte bei 2,5 m auch bedeutungslos sein.

    Gruß

    pauline
     
  4. #4 jimmmy78, 05.08.2008
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    Na vielen Dank für die Info, Pauline....

    ... un moch eine letzte Frage zu dem Thema... Wir haben noch Zementestrich C25 übrig, können wir damit unter und überdem Träger zum Mauerwerk betonieren ???

    Schonmal vielen Dank für die Rückinfo.

    Grüße
    Jimmmy78
     
  5. #5 MartinB, 06.08.2008
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    Können ist so eine Frage ?
    Wenn nicht, könnte sich jedoch ein Risslein bilden. (Also richtig Verkeilen und Unterfugen!)
     
  6. #6 pauline10, 06.08.2008
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hallo Jimmy,

    im Prinzip geht das. Aber ich würde es nicht tun.
    · Der harte Beton bei 24 cm Wandstärke erschwert spätere Löcher für irgendwelche Leitungen. Zur Tragfähigkeit dient er auch nicht, da fehlt die erforderliche und richtig eingelegte Bewehrung.

    · Ich habe mir noch mal den ersten Beitrag durchgelesen. Offenbar soll der Träger über der Decke unter einer Wand eingebaut werden.
    · Ist das so richtig verstanden??

    Das würde bedeuteten, dass man in diese Wand niemals eine normale Tür machen könnte!
    · Das sollte man sich doch überlegen. Wenn man es trotzdem machen möchte, könnte man mit dem modifizierten Beton auch einen Betonbalken mit weniger Eisen und für weniger Geld dort auf der Decke betonieren.
    · Normalerweise legt man solche Stahlträger unter der Decke in die Wand, als Türsturz oder so. Dann hat man eine sch... Arbeit über dem Träger, unter der Decke Beton einzufüllen oder Steine einzufügen. Baufirmen machen bei der sog. Deckelbauweise dazu Löcher in die Decke und füllen ihn mit der Betonpumpe über die Löcher von oben ein. Dann braucht man noch einen Rüttler zum Verdichten und Verteilen.

    Darüberhinaus ist das Material für eine solche kompakte Wand ungeeigntet. Es hat für diesen Zweck zu viel Zementanteil und wird sich als kompakte Masse beim Abbinden recht stark erwärmen und es werden sich Risse bildend. Die stören nicht, weil er nur auf Druck beansprucht wird. Vermeiden kann man sie, wenn man mit zusätzlichem Kies oder dem angefallenen Bauschutt den Beton abmagert. Aber es darf kein Gips (Gipsputz) in die Mischung kommen. Sollte es ein tragender Betonbalken werden, muß zumindest das obere Drittel, die Druckzone, mit festen Steinen (Kies) als Zuschlag betoniert werden.

    Also, ich hoffe ich habe das alles richtig verstanden. Sonst sind die Ideen natürlich ein Griff ins K....
    Gruß

    pauline
     
  7. bemi

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    @jimmmy78
    Hör bloß nicht auf das was Pauline da sagt.
    Wie ist die Decke gespannt?
    Wie willst du die Wand im OG abfangen?
    Das muß sich ein Statiker anschauen und dir dann genau sagen wie das ausgeführt wird.
    Ich würde das keinem Laien zumuten.

    @Pauline
    Wo kommen den die Erkenntnisse her das man dem Beton Bauschutt zumischt.
    Wenn die Hütte zusammengefallen ist hat man Bauschutt genug,hoffentlich liegt keiner drunter.
    bemi
     
  8. #8 Klenkes, 08.08.2008
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    kann Bemi nur recht geben.
    Was soll der Unsinn. Da bestellen wir noch für 0,20 m3 Beton
    2 Betonwagen.
    Einen mit "Bauschutt" im Beton, den anderen mit "festen Steinen".
    Nicht zu vergessen.. die Betonpumpe. Lohnt sich für die Menge bestimmt.

    Das sollte sich schon ein Tragwerksplaner vor Ort ansehen, auch wenn der
    anvisierte Träger HEB 200 reichlich erscheint.
    Die weitere Lastabtragung sollte kontrolliert werden und auch ob das
    Entfernen der tragenden Wand ggf. Einfluss auf die räumliche Stabilität hat.

    Gruss Klenkes
     
  9. #9 jimmmy78, 08.08.2008
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    Hallo an alle,

    die Decken im EG spannen auf der einen Seite der Wand längs zur Wand, auf der anderen Seite " auf die Wand ". Der Stahlträger soll ca. 25 cm unter der Decke verlaufen. Soll ausgerichtet werden. Auflager links und rechts jeweils 45 cm... ordentlich verkeilt und fixiert und dann über dem Stahlträger ca. 5 cm bis zur Decke, sowie links und rechts imBereich des Auflagers, mit Zementestrich "verpresst, bzw. verschalt werden.

    Ich hoffe Ihr könnt meinen Ausführungen folgen ?!?

    @ Pauline: Es handelt sich um einen Unterzug ( unter der abzufangenden Decke )... kein Überzug.
     
  10. #10 pauline10, 09.08.2008
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hallo,

    also wenn der Estrichbeton nur 5 cm stark eingebracht wird, muß man natürlich nicht abmagern und er ist gut geeignet um hier eingeschoben zu werden. Bei 4 cm spart man nicht nur 20% Beton sondern auch die erforderliche Arbeit dazu und hat einen kleinen cm mehr freien Raum darunter.

    Alle die bisher nur Beton aus Kies, Zement und Wasser gesehen haben, empfehle ich einen Besuch des Pantheons. Das Gebäude hat die letzten 2000 Jahre ganz gut überstanden und war mit seiner 36m frei gespannten Kuppel bis 1912 die größte Halle der Erde aus Beton. Dort ist gezielt alles andere als Kies verarbeitet worden.

    Solange ausgewiesen Fachleute die Unterseite eines Betonbalkens nicht aus Beton, sondern aus Luft herstellen und das dann Plattenbalken nennen, weiß ich jedenfalls, wo ich meinen Bauschutt entsorge ohne die Entsorgungsindustrie zu bezahlen und mir meinen eigenen Schutt dann wieder fein gemahlen und gesiebt zurückzukaufen.

    Gruß

    pauline
     
  11. #11 pauline10, 09.08.2008
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Unbedingt die Decke, die sich bisher auf die Wand zu gespannt hat, vor dem Entfernen der Wand abstützen.

    Das sollte sich dann wirklich ein Fachmann vor Ort ansehen!!

    Gruß

    pauline
     
  12. #12 MartinB, 09.08.2008
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    Nee,
    außer das die Decke aus Beton angenommen werden könnte?
    Auch das Gefühl, viel Auflager = keine Fehler, ist nicht immer Richtig.
    Auch ein Stahlträger ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss.
    Auch die Abfangung bei 3 m im EfH mit Deckenstärke xx, ist für einen Fachmann nicht gerade das große P.
     
Thema: Fragen zu einem Unterzug
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