Fragen zu Fermacell: Fugenabstand und Unterkonstruktion

Diskutiere Fragen zu Fermacell: Fugenabstand und Unterkonstruktion im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, liebe Bauexperten, schön, euch gefunden zu haben. Ich bin leider auch nur so eine Möchtegern-Heimwerker und hoffe, bei euch 2-3...

  1. #1 Tobias79, 16.09.2010
    Tobias79

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    Hallo Forum, liebe Bauexperten,

    schön, euch gefunden zu haben. Ich bin leider auch nur so eine Möchtegern-Heimwerker und hoffe, bei euch 2-3 Antworten auf meine Fragen zu bekommen, für euch ist das vermutlich nur Kleinkram...

    Also, Freunde lassen gerade ihr Haus bauen (Passivhaus in Holzbauweise), die Eigenleistung beschränkt sich auf das Abhängen der Decken in 2 Räumen, soooviel kann man zum Glück also gar nicht falsch machen...

    Ich bin da eher für die niedrigen Hilfsarbeiten eingeteilt (Spezialdisziplin: Festhalten), um aber nicht ganz unbedarft an die Sache heranzugehen habe ich mir die Verarbeitungshinweise von Fermacell angesehen (http://www.fermacell.de/de/docs/VA_Wand_Decke_D.pdf) und bin dann gleich auf 3 Fragen gestoßen, die mir auch mein "Vorarbeiter" nicht beantworten konnte und anders lösen wollte, daher wende ich mich lieber an euch, vielleicht läßt sich die Katastrophe noch verhindern.

    Deckenkonstruktion: Komplette Holzkonstruktion mit sichtbarer Balkenlage, Abstand ca. 50-60cm (mit Sicherheit irgendein Standardmaß, das ich nur nicht kenne, hab das Haus bislang noch nicht gesehen), abgehängt werden nur die Balken-"Zwischenräume" um 4cm, um die Verkabelung zu verkleiden, NV-Einbauspots aufzunehmen und eine schönere Oberfläche zu haben, als die OSB-Platten, die über den Balken liegen.

    Meine Fragen:
    1. Laut Fermacell liegt die Fugenbreite bei 5-7mm, wieso werden die nicht einfach "auf Stoß" montiert? Sofern die erste Platte richtig liegt, hätte man weniger stress beim ausrichten, so war es auch vom "Chef" geplant. Oder rächt sich das dann beim Spachteln und Schleifen? Wenn Fermacell das so vorgibt, wird es mit Sicherheit einen Sinn haben, leider wurde eben der nicht erklärt.

    2. Laut Fermacell soll "die längere Plattenkante auf der Unterkostruktion zu liegen kommen" Gilt das auch für diese schmalen Streifen? der Balkenzwischenraum liegt ja nur bei 50-60cm. Geplant war eigentlich, alle 60cm (bzw. bei den Plattenstößen) eine 60/40-Latte quer zu den dicken Holzbalken, wenn die Unterkonstruktion aber parallel zu den Balken auf der ganzen Länge der Platte notwendig ist, ist das in Sachen Materialwand natürlich ein erheblicher Unterschied.... Welcher Weg ist da der richtige?

    3. Der "Oberheimwerker" will die 60/40 Latten nur auf die OSB-Platten schrauben, reicht das oder müssen die nicht auch mit den dicken Balken verschraubt werden? Die Stärke der OSB-Platten und auch der Fermacellplatten kenne ich leider nicht.
    Die abgehängte Decke muß zumindest keine weitere Lasten als das Eigengewicht und ein Paar NV-Spots tragen, Deckenlampen, Rauchmelder etc. werden an den Balken befestigt.


    Das waren auch schon meine Fragen. Ich hoffe, jemand hat beim Lesen bis hierhin durchgehalten, ich habe mich halbwegs präzise ausgedrückt und nicht zu viele Fachbegriffe durcheinandergeworfen. Ich würde mich sehr über ein paar Antworten freuen.

    Vielen Dank für eure Hilfe
    sagt
    Tobias
     
  2. Julius

    Julius

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    zu 1)
    Wie willst Du denn Fugenmasse in einen Spalt unter 1mm einbringen???
    Alternativ kann man beide Kanten großzügig anfasen, dann gehts auch auf Stoß.
    Zum Anlegen und Ausrichten einfach passende Klötzchen zwischenklemmen.

    zu 2)
    Das gilt in diesem Spezialfall natürlich nicht so streng. Es kann durchaus ne andere Anordnung geboten sein.

    zu 3)
    Ich würde die Traghölzer überhaupt NUR an den Balken befestigen!
    Schon aus Gründen der dauerhaften Rißfreiheit und der Schallschutzes.

    Aber dazu sagen unsere Fachleute sicherlich noch mehr (Peeder, Gipser).

    Sch"ann
     
  3. #3 Gast943916, 16.09.2010
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    ...ich würde ein UD Profil 28/27 an die Balken schrauben, ein CD Profil im Achsabstand von 500 mm, Platte darunter, fertig.
    Frage mich nur warum muss es Gipsfaser sein? Ist schwerer zu verarbeiten und vor allem zu spachteln als Gipskarton....
    oder habt ihr ein Brandschutz "problem"?
     
  4. R.J.

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    Pro Gipsfaser, die Platten lassen sich auch fugenlos kleben. (Wenn man es kann .;) )
     
  5. KPS.EF

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    Die angedachte Ausführungsart wird "Chefchen" später gewiss keine Freude bereiten ...

    Zur Fugenbreite von Spachtelfugen zwischen Gipsfaser (GF)-Platten von 5-7 mm, wenn keine TB-Kanten vorgesehen sind:

    Die Notwendigkeit hierfür ergibt sich daraus, dass bei klimatischen Veränderungen (Temperatur, Luftfeuchte) ein relativ hohes Ausdehnungs- bzw. Schwundverhalten des Materials zu verzeichnen ist, das durch die Spachtelmasse einer breitere Fuge abgefangen werden soll ...

    Für die Befestigung der Platten an der UK schreiben die Hersteller z.B. 19 Schnellbauschrauben (3,9 mm) bei 12,5 mm dicken GF-Platten vor.
    Daraus ergibt sich in dem speziell beschriebenen Fall wohl der Zwang, parallel zu den Deckenbalken mindestens 2 "Schraublinien" im Balken-Zwischenraum anzuordnen, da sich ein Verschrauben in den Randbereichen gewiss negativ auswirken würde. Aus Gründen des zu befürchtenden Abreißens von Verspachtelungen gegen die Holzbalken liegt auch hier eine zu beachtende Problemzone. Darüber hinaus wäre auch eine Hinterlegung der Plattenstöße günstig ...
     
  6. #6 Tobias79, 16.09.2010
    Tobias79

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    schonmal danke für die bisherigen antworten!

    Mein Fehler, ich dachte, Fermacell hat die gleiche gerundete Kante wie rigips...
    bei einer geraden Kante macht die Fuge natürlich Sinn, danke für die Erklärung!

    Brandschutz ist auf jeden Fall geklärt, über den OSB-Platten liegt nochmal eine wirklich dicke Fermacell-Lage, bei der abgehängten Decke geht es wirklich nur um die Optik.

    Die Firma, die den restlichen Rohbau fertigstellt, hätte eigentlich auch die Decke abgehängt, das haben die Eigentümer denen dann aber aus dem Kreuz geleiert, um die Kosten etwas zu senken, die liefern auch die zugeschnittenen Platten und ich vermute mal, es hat seinen sinn, das Fermacell gewählt wurde...
    Innen gehts dann weiter mit Lehmfarbe, alles Ökö und gesund, vielleicht stand da Gipskarton gar nicht zur Debatte... (wobei ich jetzt erstmal nachlesen muß, wo die unterschiede liegen :-)
     
Thema: Fragen zu Fermacell: Fugenabstand und Unterkonstruktion
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