Fragen zu "Thalhammer's Deckenauflager" bei 25iger Mauerwerk

Diskutiere Fragen zu "Thalhammer's Deckenauflager" bei 25iger Mauerwerk im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo, ich habe mit viel Interesse sehr viel über das Thema "Thalhammer's Deckenauflager" gelesen und frage mich ob dieses System auch bei einem...

  1. lidl007

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    Hallo,
    ich habe mit viel Interesse sehr viel über das Thema "Thalhammer's Deckenauflager" gelesen und frage mich ob dieses System auch bei einem 25iger Mauerwerk mit WDVS sinnvoll einzusetzen ist.
    Eine kurze Diskussion über das Thema würde mich freuen, da ich über das Thema in der Form noch nichts finden konnte.

    Ich denke ich habe die Konstruktion und den Sinn der einzelnen Komponenten soweit verstanden:
    - Dachpappe: Verhindert Probleme die durch das Schwinden des Betons entstehen. Netter Nebeneffekt: Schallschutz
    - 2cm Mineralwolle: Verhindert Probleme welche durch eine eventuelle Ausdehnung der Decke entstehen
    - 5cm alukaschierte PU-Dämmung: Dämmung zur Wärmebrückenminimierung. Alukaschiert aufgrund der Feinteile des Betons
    - Korkfilz K1: Lasten ins zentrale Mauerwerk leiten um Kerbspannungsrisse zu vermeiden.
    - Zuganker DM16 in den Ecken: Um das Aufschüsseln der Decke zu vermeiden.

    Meine Frage ist nun inwiefern dieser ganze Aufbau bei einem 25er Mauerwerk mit > 20cm WDVS Lambda 0,031 sinnvoll ist, bzw. überhaupt sinnvoll umzusetzen ist.
    Alleine die Breite der Komponenten (12,5 cm Deckenrostziegel + 2cm Mineralwolle + 5cm PU-Dämmung) beträgt 19,5 cm. Bleiben 5,5 cm übrig :-/.

    Könnte man den Aufbau so schlanker machen?
    - Rostziegel 6,5 statt 12,5
    - PU-Dämmung streichen (> 20 cm WDVS)
    - "normale" Mineralwolle durch alukaschierte Mineralwolle ersetzen.
    Gesamtstärke wäre nun: 8,5cm, bleiben 16,5cm Deckenauflager. Dachpappe, Korfilz und Zuganker bleibt unverändert.

    Ob die 16,5cm als Auflager reichen weiß ich nicht, das wird aber ohnehin der Statiker entscheiden.

    Die Frage ist nun ob diese "abgespeckte" Version nun überhaupt noch Ihren Sinn erfüllen würde?

    Vielen Dank schon mal an alle die sich der Diskussion annehmen.
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    das Deckenauflager ist für monolithisches Mauerwerk angedacht ... es macht null koma null
    Sinn daß bei 2-schaligen Mauerwerken einzusetzen ... das könnte so kontraproduktiv sein (!)

    nachdem es die Firma Emfa nicht mehr gab haben wir alternativen gesucht
    mittlerweile sind wir bei aufklebbaren Trockbau Trennwandband angekommen.

    MfG

    J.T.
     
  4. lidl007

    lidl007

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    Hallo Josef,
    danke für die Info.

    Also macht der Aufbau bei einem zweischaligen Mauerwerk so keinen Sinn.
    Täusche ich mich oder treten die genannten Probleme aber trotzdem auf und es müsste eine andere Lösung her?

    Links oder Literaturhinweise zu diesem Thema würden mir auch schon sehr viel weiterhelfen.

    Vielen Dank
     
  5. #4 Stiven, 16. März 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. März 2014
    Stiven

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    Nun ja, Dachpappe als Gleitlager. Was gleitet an Dachpappe. :wow
    Als es noch keine richtigen Gleitlager gab, so vor 60 - 70 Jahren, wurde auch Dachpappe als Gleitlager eingesetzt.
    So wie an meinem eigenem Haus. Baujahr 1929.
    Geholfen hat die Dachpappe trotz um die 45 cm Wandstärke nicht. ( Ziegelwände )
    Ich bin so aller 5 - 6 Jahre am Risse zumachen.
    Heute gibt es da schon was anderes als Dachpappe.
    Von verschiedenen Herstellern.
    Aber gut, muss jeder selbst wissen was er verwendet.
    Jedenfalls ist die Auflagerung von Bauteilen mittels Dachpappe wenn man Risse vermeiden will :not_w1:
    Schaut doch mal hier:


    Katalog Gleitfolien - xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Gleitfolien zur Aufnahme von Horizontalverschiebungen.
     

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  6. PeMu

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    @TE: Nun Konstruktion und Sinn der einzelnen Teile sind nicht verstanden.
    Stiven packt nun noch einen drauf.
    Nebenbei wer sich die Gleitlager für "Dachdecken" bei den "normalen" Decken leistet, kann sich auch entsprechende Planer und Baufirmen leisten. Josef hat da einen kostengünstigeren Weg gefunden.

    Bei dünnem Mauerwerk und bei gedämmten Außenwänden sieht die Welt etwas anders aus s.a. Antwort von Josef.
    -> mit den Planern die Details durchgehen. Mauerwerk Art, Formate, Deckenspannweiten, Detail Deckenränder bei Öffnungen.

    KS Planungshandbuch klappert einiges ab, ist allerdings nur mit Hintergrundwissen zielgerichtet zu lesen.
    DIN 1053 ist leider noch schrecklicher (technisch theoretisch, Deckenrandverdrehungen, Knotenmomente,...)
    pragmatisch: Planer kontaktieren.
     
  7. Stiven

    Stiven

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    PeMu, was meinst Du den was ein ordentliches Gleitlager kostet. Sagen wir mal für eine Wand-breite 24 cm, mit einer Belastung von 150 kN/m.

    Ich kann es Dir sagen, wenn Du es möchtest.
     
  8. mls

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    geh einfach mal davon aus, das wir die diversen lager und
    deren unterschiedlichen einsatznotwendigkeiten kennen,
    sogar ohne herstellernamen.

    für eine mono-ziegelwand ist dachpappe + randentlastung
    die günstige und funktionsfähige lösung, für schlanke
    (ggfs. nichtziegel-) wände wird man u.u. über zentrierlager
    oder gleit-/festeigenschaften nachdenken müssen - das ist
    normale twp-arbeit.
     
  9. Stiven

    Stiven

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    Schön wenn die diversen Lager und deren Eigenschaften bekannt sind.
    Meine tägliche Arbeit in Form von hier eingehenden AU - Texten sagt mir was anderes.
    Das für eine einfache Ziegelwand Dachpappe das Preisgünstigste ist, ist unbestrittenen.
    Funktioniert nur nicht. Sehe ich an meinen eigenen Haus.
    Eine Auflagerung mittels Gleitlagern oder Gleitfolien kostet für ein normales Haus bei ung. 50 m nicht mehr als 400 € bei Gleitlagern.
    Bei Gleitfolien weniger als die Hälfte. Ist jedoch auch abhängig von der Auflast die ein solches lager abhalten soll. Was für eine Summe bei einem Neubau.
    Ps. welche Lager kennst Du den. Es gibt in D nicht so fiele Hersteller solcher Lager. Genau genommen 6.
     
  10. PeMu

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    Dann erkläre mal wie das funktionieren soll mit den Gleitlagern im Einfamilienhaus im Detail.
    Nicht bei einer Garagendecke anno 80er Jahre wie im Detailbild.
    Nö mit allen Folgemaßnahmen, die dann notwendig sind.

    Nebenbei: auch die Gleitlager verhindern keine Rissbildung. Mehr noch, es müssen nun Bewegungsfugen ausgebildet werden. Das ist nur ein Thema.
     
  11. Stiven

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    Sorry für die späte Antwort. Detailbild bitte wo ist das. Gleitlager oder Gleitfolien verhindern sehr wohl eine Rissbildung im Mauerwerk.
    Ich hab noch irgendwo Bilder von EFH in einer Siedlung.
    Bei den einen wurde Gleitfolien verwendet, bei den anderen nicht. Mit dementsprechender Rissbildung.
    Gleitlager oder Gleitfolien kann man in fast jeder Mauerbreite fertigen.
    Die Standardbreiten bei Gleitfolie wie auch Gleit oder Festlager sind, 115 / 150 / 175 / 200 / 240 / 300 / 365 mm
    Abweichend davon kann man sie auch in anderen Abmessungen herstellen. Bis max: 1000 mm.
    Gut, sollte es ein bestehendes Bauwerk ( Garagendecke anno 80er Jahre ) sein, wird es schwierig.
    Geht eigentlich nur wenn alles runder und wieder neu drauf kommt.
     
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  13. PeMu

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    Nix verstanden.

    Das Detailbild hast du eingestellt. Das ist nicht zum hier besprochenen Thema passend.
    Die technischen Zusammenhänge im Gesamtbauwerk scheinen dir nicht bekannt zu sein.

    Geht es nur um Werbung?
    mls hat schon mal eingreifen müssen...
     
  14. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    bei meinen Deckenauflager geht es um Trennung und entkoppelung
    letzteres kann Dir echt in den Schallängsleitungen was bringen (!)

    Thema notwendige Gleitfolien z.b. bei grossen Spannweiten, Garagenflachdächer usw. usf.
    gehört klar zum Spielball der Tragwerksplaner :28:

    bei Otto normalen EFH = Perlen für die Säue :winken

    Gruss

    Josef
     
Thema:

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