Fragen zum Energiegutachten

Diskutiere Fragen zum Energiegutachten im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo Liebe Forenmitglieder, wir haben uns ein EFH Bj. 1951 gekauft und wollen es energetisch sanieren. Hierzu haben wir uns einen...

  1. #1 Baulady, 03.01.2013
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    Hallo Liebe Forenmitglieder,

    wir haben uns ein EFH Bj. 1951 gekauft und wollen es energetisch sanieren.
    Hierzu haben wir uns einen Energieberater gesucht, da wir die Sanierung durch
    Förderung der KfW durchführen möchten. Hier ein paar Eckdaten zum Haus:

    Gebäudetyp: freistehenden EFH
    Baujahr: 1951
    Beheiztes Volumen: 474 m³
    Nutzfläche: 152 m²
    Lüftung: Fensterlüftung

    Folgendes wollen wir machen:

    Außenwände: Austausch gegen wärmeschutzverglaste Tür, Kerndämmung
    der Außenwand + 12cm WDVS
    Dach/ oberste Decke: Sparren aufdoppeln und 24cm Dämmung einbringen + 6cm
    Aufsparrendämmung
    Fenster: 3-Scheiben-WS-Vergl. (U: 0,70) - Passivhausrahmen (U: 0,80)
    Anlagetechnik: Gas BW + Solar für HZG und BW

    Nach diesen Maßnahmen sollen wir einen KfW 115 Standard und einen
    Primärenergiebedarf von 80 kWh/m² pro Jahr erreichen.

    Meine Fragen:
    1. Der Energieberater hat uns leider keine Maßnahmen für die Lüftung, Bodenplatte und den
    Keller aufgezeigt. Der Keller wäre schwierig zu Dämmen, da dieser nur eine Höhe von ca. 1,90m
    Gewölbe hat. Gibt es hier Möglichkeiten den Keller zu Dämmen? Und was ist mit der Lüftung?
    2. Die Außenwand soll eine Kerndämmung erhalten und WDVS. Wenn wir nur die Kerndämmung
    machen lassen haben wir eine Brennstoff-Einsparnis von 24% und mit der WDVS eine Einsparung
    von 29% also nur 5% mehr. Hier erklärt sich für mich das Kosten-Nutzen-Verhaten nicht richitg?
    Ist diese Maßnahme zwingend notwendig?
    Ich habe gelesen, dass eine WDVS auch viele Nachteile hat (Brandgefahr, Spechte, Erneuerung
    nach 20-30 Jahren, Chemikalien, Schimmelgefahr etc).

    Vielen Dank im Voraus.
    Gruß Baulady
     
  2. #2 Alfons Fischer, 03.01.2013
    Alfons Fischer

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    was sagt Ihr Energieberater dazu? Der wäre doch der erste Ansprechpartner, ist er doch Ihr Berater...
     
  3. #3 Baulady, 03.01.2013
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    Den möchte ich natürlich auch zu diesen Dingen befragen - nur haben die noch bis nächste Woche Betriebsferien ...

    Der Energieberater ist ja nur eine Meinung und ich möchte gerne mir noch andere Meinungen anhören :-)
     
  4. #4 ReihenhausMax, 03.01.2013
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    Die "Probleme" mit dem WDVS sind nach meinem Empfinden vorwiegend aufgebauschte Einzelfälle,
    auch wenn sich öffentlich-rechtliche Sender nicht zu schade sind, auf dieser Welle auf dem Niveau
    von Blöd zu schwimmen. Beim Keller kommts halt drauf an, ob Ihr mit 10cm weniger an Höhe auch
    klar kommen würdet. Vielleicht ist wäre es auch wegen viel zeitraubender Handarbeit unangemessen teuer,
    wenn man es machen läßt, aber ggf. kann man da mit einem Fachmann der das plant auch selber umsetzen.

    Eine KWL würde ich auch nicht mehr missen wollen. Wir haben die Flexrohre dafür in Zimmerecken bzw. parallel zum Kamin oder im Drempel durch die Decke verlegen lassen - Idee unseres Heizungs&Lüftungsbauers, die Energieberaterin hatte da nur die Standardlösung abgehängter Decken parat ... Ggf. muß man bei Euch halt auch etwas länger nachdenken um es sinnvoll machen zu können. Die Solargeschichten würde ich sehr kritisch hinterfragen. Fußboden- oder Wandheizung eh vorgesehen? Mehrere Kinder, daß das solare WW Sinn macht?
     
  5. Neutal

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    @ReihenhausMax: Leider sind viele Probleme mit WDVS nicht aufgebauscht. Bei vielen Objekten die ich selber gesehen habe, kommt es zu massiven Schäden. Neben den TV Anstallten gibt es mitlerweile auch in vielen Sanierungszeitschriften ausführliche dokumentationen zu diesem Thema. Es wurde zu schnell begonnen diese Platten anzubappen, Kinderkrankeheiten wurden zu spät kuriert und hinzukommende Verarbeitungs und Planungsfehler runden dieses Bild leider ab. Vieles stellt in diesen Berichten nicht den durchschnitt dar, ist aber doch schlimmer als viele vermuten.
     
  6. #6 Ralf Dühlmeyer, 03.01.2013
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    Da irrst Du. Polystyrol-WDVS ist schon seit rd 50 Jahren auf dem Markt. Ich habe vor Jahren mal eine Broschüre eines der ersten Anbieter (ich meine Heck, als das noch nicht geschluckt war) gesehen.

    Bis auf das Problem der schüsselnden Platten und dampfdichten reinen Kunststoffbeschichtungen hat sich da nichts grundlegendes getan.
    Ich hab selber hier an einem Anbau ein WDVS, das über 40 Jahre alt ist. Mängel hat es nur dort, wo die Anschlüsse oberhalb bei einem späteren Umbau des Dachs geschlampt wurde.

    Die Probleme, die es gab, waren (ausser beim Thema Algen) eigentlich immer nur Planungs- und vor allem Ausführungsmängel.

    Sorry - wenn 12 cm WDVS nur 5% mehr gegenüber der reinen Kerndämmung bringen, liegt da entweder ein Fehler in den Daten vor oder Ihr habt einen Schalenabstand von um die 30 cm!

    Gib mal mehr Infos zum Aussenmauerwerk.

    Vor allem auch dazu, wie Aussen- und Innenschale verbunden sind. Bei dem Baujahr und einer Verblendfassade kannst Du nämlich sowohl eine Dämmung des Hohlraums wie auch ein WDVS wahrscheinlich vergessen ohne eine Sanierung der Verbundanker.

    Damals wurde noch mit verzinkten Drahtankern gearbeitet. Die sind heute weggerostet! Da kannst Du gar nichts machen, ohne die Schale nachzuankern.
    Und da ist ein Abbruch und ein entsprechendes WDVS meist die günstigere Lösung!
     
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