Fragen zum Estrich

Diskutiere Fragen zum Estrich im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, bei mir steht jetzt als nächstes der Estrich an (Anhydrit Fließestrich) mit FBH. Dabei habe ich mal ein paar Fragen. 1. Wer misst idR...

  1. Co1980

    Co1980

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    Hallo,
    bei mir steht jetzt als nächstes der Estrich an (Anhydrit Fließestrich) mit FBH. Dabei habe ich mal ein paar Fragen.

    1. Wer misst idR die Restfeuchte und sagt mir wann die die erforderlichen Werte erreicht hat?
    2. Wer schleift normalerweise den Estrich?
    3. Was könnte denn aus technischer Sicht passieren wenn z.B. gefliest wird und die Restfeuchte statt der geforderten 0,3% bei 1% liegt? Lösen sich da später die Fliesen wieder ab?
     
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  3. Lebski

    Lebski Gast

    1. Derjenige, den du beauftragst. Bodenleger üblicher weise. Ein Vortest mit Folie oder elekronischen Messgerät ist sinnvoll.
    2. AE Fließestrich erhält normal vom Estrichleger einen Anschliff, der das Trocknen ermöglicht (Da die Sinterschicht dies stört). Eventuelles weiteres schleifen des Bodenlegers ist davon unabhänig.
    3. Der AE kann Schaden bekommen, der Kleber auch.
     
  4. DominikWsD

    DominikWsD

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    Sodale,

    endlich mal mein Fachgebiet :-) zu 1) und 2) stimme ich Lebski voll und ganz zu. Beim Schleifen gibt es noch anzumerken, dass es natürlich auch spezielle Unternehmen gibt, die sich rein auf das Schleifen spezialisiert haben (hier gilt es oft diverse Parameter zu beachten), und je nachdem, welcher Estrich an welcher Stelle eingebracht wurde, kann man so auch gerne auf einen weiteren Belag verzichten.
    zu 3) erst gestern habe ich eine PDF gelesen, wonach sogar die 0,3% bei AE mit FBH oft noch zu hoch ist und langfristig zu Schäden führen kann! Hier möchte ich zu Lebskis Kommentar noch anfügen, dass ein schadhafter Estrich, welcher Risse bekommt, diese auch an obenaufleigende Beläge weiterreichen kann, sodass z.B. Fliesen entweder "hohl" klingen oder sogar selbst reißen.

    VG,

    DominikWsD
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Derjenige der damit beauftragt wird, beispielsweise im Rahmen des Belegreifheizens. Üblicherweise ist das die Aufgabe des Bodenlegers (Fliesenleger), denn der muss ja feststellen, ob er überhaupt Fliesen verlegen kann.

    hier ist es ähnlich wie oben, der Bodenleger muss sicherstellen, dass der Untergrund auf dem er aufbaut geeignet ist. Deswegen wird er anschleifen, Spachteln und was halt sonst noch nötig ist.
    Sollte aber der Estrich eine intensivere Behandlung erfordern, dann kann es sein, dass der Estrichleger noch einmal anrücken darf um den Boden abzuschleifen.

    Ich nehme die 1% mal nicht wörtlich, denn das kann niemand vorhersagen. Ist der Estrich zu feucht, dann können sich später die Fliesen wieder ablösen, das hast Du richtig erkannt. Deswegen geben die Verlegerichtlinien genau vor, welche Bedingungen einzuhalten sind. Es könnte auch passieren, dass durch das nachträgliche Trocknen die Fliesen Risse bekommen.
    Zudem sollte man sich halt fragen, wohin die Feuchtigkeit soll wenn oben bereits ein "dichter" Fliesenbelag liegt.

    Ob das alles nun bei einer Differenz von wenigen Zehntel Prozent auftritt, darüber kann man wohl streiten. Andererseits gibt es diese Grenzwerte nicht umsonst, denn sonst könnte ja jeder machen was er will.

    Bei einer FBH ist wichtig, dass zuerst mal das Funktionsheizen korrekt ausgeführt wird. Danach erst beginnt das Belegreifheizen. Dabei unterstützt die FBH das Trocknen, so dass nicht nur die Oberfläche trocken erscheint.
     
  6. Co1980

    Co1980

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    Danke für die hilfreichen Antworten.

    Genau dies war mein Anstoß zur 3. Frage. Wieviel Feuchtigkeit bringt denn der Fliesenkleber wieder in die Konstruktion welche dann durch die "dichten" Fliesen entweichen soll? Soll jetzt gar nicht beantwortet werden aber wäre mal interessant.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Nicht nur der Fliesenkleber, sondern auch die Restfeuchte des Estrich. Deswegen auch mein Kommentar mit der trockenen Oberfläche. Eine trockene Oberfläche bedeutet noch nicht, dass der Estrich auch im Inneren trocken ist. Deswegen ist die FBH hier als Unterstützung sinnvoll. Es dauert halt seine Zeit bis die Feuchtigkeit an die Oberfläche kommt und "verdunstet".

    Wenn ich von diesen turbo-super-schnell-Trocknungsverfahren lese, dann habe ich immer ein ungutes Gefühl in der Magengegend.
     
  8. DominikWsD

    DominikWsD

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    zu R.B.
    jap, plus, dass das altgewohnte mehrmalige Stoßlüften pro Tag dem Danzen doch sehr hilft. Grundsätzlich sollte man sich immer mind. ca. 20 Tage Zeit lassen vom Verlegen eines Estriches bis hin zu einer weiteren Bearbeitung (Erfahrungswert)
     
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  10. Co1980

    Co1980

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    Wenn du da mit weiterer Verarbeitung den Bodenbelag meinst dann würde ich dies sofort Unterschreiben. Ich gehe mal von mind. der doppelten Zeit aus. Oder meinst du was anderes?
     
  11. DominikWsD

    DominikWsD

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    Ja natürlich, wenn wir bisher zugezogen wurden um einen Estrich zu Schleifen bzw. zu imprägnieren oder für eine weitere Beschichtung vorzubereiten (sprich Einschleifen inkl. Randbearbeitung und Haftbrücke auftragen) sind wir mit der Daumenregel 20 Tage immer sehr gut gefahren. Wichtig ist eben, dass das Funktionsheizen richtig durchgeführt wird, stets ordentlich gelüftet wird und (im Idealfall) auch ein Raumluftentfeuchter aufgestellt wird um a) das Eindringen der Aufsteigenden Feuchtigkeit in den Putz zu verhindern und zusätzlich den Abtrockungseffekt zu unterstützen.
     
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