Fragen zur Lüftungsanlage

Diskutiere Fragen zur Lüftungsanlage im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich hatte (und habe) jede Menge Fragen zum Thema mein Haus energetisch Sinnvoll zu bauen zu lassen. Heute hatte ich einen Termin...

  1. JimJones

    JimJones

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    Hallo zusammen,

    ich hatte (und habe) jede Menge Fragen zum Thema mein Haus energetisch Sinnvoll zu bauen zu lassen.

    Heute hatte ich einen Termin in der Verbraucherzentrale mit einem Herrn der darauf spezialisiert ist.

    Unter anderem haben wir besprochen das ich in mein EFH eine KWL mit WRG einbauen möchte. Er sagte das dies generell eine Sinnvolle Sache sei aber man damit auch viel falsch machen könne.

    Seine Argumente waren das bei den meisten Systemen die Heute am Markt sind alle Räume in etwa gleich belueftet werden. Ob genutzt oder ungenutzt. Wenn ein Raum nicht häufig genutzt wird (Beispiel Gästezimmer) mache es auch keinen Sinn ihn ständig zu Belüften. (Energie Verschwendung)

    Optimal waere es seiner Meinung nach wenn jeder Raum ueber einen Sensor verfuegen wuerde, welcher Feuchtigkeit und den CO Gehalt der Luft misst, und die Lüftung entsprechend nach Bedarf ein bzw ausschalten wuerde.

    Wie man so etwas realisieren koennte ist mir jedoch schleierhaft, und wuerde sicherlich meinen gewuenschten finanziellen Rahmen sprengen.

    Fuer eine Vaillant Anlage mit WRG fuer unser 190qm Haus steht jetzt schon ein Posten von knapp 17000 Euro in der Bauleistungsbeschreibung.

    Was meint Ihr, kann man das so unterschreiben was mir gesagt wurde ?

    Gruss

    -Timo
     
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  3. greentux

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    Was kostet die Lüftung fürs Gästezimmer, wenn sie ständig läuft? Bei WRG vermutlich nicht allzuviel. Man kann sicher alles optimieren...
     
  4. #3 Stromfresser, 23. September 2010
    Stromfresser

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    Und wenn Du dann mal Gäste hast, freuen die sich über einen Raum, der - naja - halt "ungelüftet" riecht...

    Türlich sollten auch unbenutzte Räume regelmäßig gelüftet werden. Finde ich.
     
  5. Julius

    Julius

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    Genau!
    Denn Ausgasungen (aus Bestandteilen des Gebäudes und der Möblierung) entstehen auch, wenn Räume (zeitweise) ungenutzt sind.
    Eine Regelung wäre ME hier mit Spatzen nach Kanonen geworfen (oder so ähnlich...).

    Aber generell ist ne KWL-Anlage sehr empfehlenswert!
     
  6. #5 ReihenhausMax, 23. September 2010
    ReihenhausMax

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    Da die zugeführte und abgeführte Luftmenge etagenweise etwa gleich sein soll, wäre
    der Aufwand sicherlich enorm. Wir möchten unsere auch nicht mehr missen
    (renoviertes Reihenhaus, Baujahr Ende der 60er, etwa 130 qm Wohnfläche,
    Kosten rund 10500 Euro mit Eigenleistung bei der Verkleidung der Rohre).
     
  7. OldBo

    OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    .... und jeder zusätzlich Firlefanz macht eine Anlage störunganfälliger :biggthumpup:
     
  8. fmw6502

    fmw6502

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    :biggthumpup:
    --> KISS

    Gruß
    Frank Martin
     
  9. karsten11

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    Eine Lüftungsanlage bringt so oder so nur geringe Energieeinsparrung.
    Wenn ich 17000 Euro für meine Anlage ausgegeben hätte, würde ich mich heute ärgern. Die Anlage bringt für mich nur einen Komfortgewinn -> ich muss nicht Lüften (auch das Badezimmer Fenster kann nach dem Duschen zu bleiben) und wir haben definitiv weniger Staub im Haus.

    Für den Sommer habe ich mir eine bessere Kühlung erhofft und deshalb auf Fliegengitter verzichtet! Leider heizen sich die Rohre im Haus auf und die Kühlwirkung nachts tendiert gegen Null.

    Gruß
    Karsten
     
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  11. joerg109

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    Letztlich ist es Geschmackssache, ob man viel Technik haben will und dafür viel Geld ausgibt, oder ob man möglichst wenig davon um sich haben will.

    Ich beschreib Dir einfach mal, wie wir das bei uns gemacht haben:
    Passivhaus, 2 Wohneinheiten, eine mit 200qm und eine mit 100qm. Die grössere bewohnen wir selber. Bei der Planung der KWL haben wir darauf geachtet, dass möglichst überall die Luftauslässe in Fussbodennähe sind. Die an der Decke oder oben an der Wand montierten Tellerventile müssen die Luft weiter werfen und durch die dadurch erforderlichen höheren Luftgeschwindigkeiten werden die Geräusche möglicherweise hörbar. Pro Stockwerk ein Luftverteiler. In der Verbindung zwischen dem Verteiler und dem Lüftungsgerät, das im Keller steht, befindet sich ein Schalldämpfer. Die beiden Wohneinheiten haben separate Lüftungsgeräte, die sich lediglich den Erdwärmetauscher teilen. Die Zuluft wird im Bedarfsfall über den Wasserspeicher beheizt.

    In einem Passivhaus ist es so, dass alle Räume in etwa dieselbe Temperatur haben. Egal, wieviel Regelwut da jemand entwickelt, mehr als ein Hauch von Zonierung ist nicht zu erreichen.

    Wir haben die Lüftungsgeräte (Zehnder) ohne jede Steuerungselektronik geordert. Die Geräte haben deshalb nur 3 Betriebsstufen. Nachdem der Monteur bei der Schlussinstallation an jedem einzelnen Ventil den Volumenstrom eingestellt hatte, ordnete er jeder dieser Betriebsstufen eine Lüftergeschwindigkeit zu. Stufe 1 ist Urlaub, Stufe 2 Normalbetrieb und Stufe 3 ist Stoßlüfung. Im Normalbetrieb, also Stufe 2 (bei uns 45% der Maximalleistung des Lüftungsgeräts) verbraucht die Anlage ca. 175 Watt. Während des Tages bekommt sie den Strom direkt aus unserer Photovoltaikanlage. Die Vergütung für den eigenverbrauchten Strom reicht dann aus, um den nachts verbrauchten Strom zu bezahlen und es bleibt sogar was übrig.

    Die drei Stufen des Lüftungsgeräts habe ich an den KNX-Bus angeschlossen. Wenn der Bus via Präsenzmelder und Zutrittskontrolle die Information hat, dass das Haus länger als einen Tag nicht belegt ist, dann schaltet er die Lüftung auf Stufe 1 zurück. An zentraler Stelle (Wohnzimmer) befindet sich ein Sensor, der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Wert an den Bus meldet. Wenn der CO2-Gehalt über das eingestellte Maximum steigt, dann schaltet die Lüftung auf Stufe 3. Ein Schalter oder irgendeine manuelle Steuerung gibt es nicht (ok, theoretisch könnte ich über den Webbrowser schalten).
    In dieser Konfiguration ist die Lüftungsanlage nicht wahrnehmbar. Den CO2-Sensor hätten wir uns allerdings sparen können, denn die CO2-Konzentration bewegte sich noch nie aus dem unteren Drittel heraus.
    Für beide Wohneinheiten zusammen, also 2 getrennte Lüftungsanlagen mit gemeinsamem EWT, haben wir ca. 13.000 Euro investiert (ohne die Aktorports am KNX Bus und ohne den Sensor). Allerdings ist der Preis einer Lüftungsanlage stark davon abhängig, wie gut die Führung der Lüftungsrohre vorgeplant ist. Das kann nur ein Planer richtig, der kaum was anderes macht.
     
  12. magellan

    magellan

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    Ich würde bei einem Preis von 17 t€ auf jeden Fall nochmal weitere Angebote einholen !
    Eine Lüftungsanlage für ein EFH kostet typischerweise eher zwischen 4000 € (wenn in Eigenleistung verbaut) und ca 10 tE.

    Oder ist diese Vaillant auch so ein Kombigerät, in dem auch die Heizung mit drin ist ? Dann auf jeden Fall nochmal deine Heizlast checken !

    Gruß

    magellan
     
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