Freihängende Decke mit GK-beplankung - Schallschutz

Diskutiere Freihängende Decke mit GK-beplankung - Schallschutz im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, einmal eine Frage nach Liks oder Hinweisen: Gibt es eine saubere Möglichkeit, eine freitragende Decke z.B. C-Profile mit 1-2 Lagen GK...

  1. Hfrik

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    Hallo, einmal eine Frage nach Liks oder Hinweisen:

    Gibt es eine saubere Möglichkeit, eine freitragende Decke z.B. C-Profile mit 1-2 Lagen GK beplankt, so an den Seitenwänden zu verankern, dass sie schalltechnisch sauber entkoppelt ist (und bringt das was zur Erhöhung des Schallschutzes einer Bestandsdecke?)

    In den Musterzeichnungen z.B. bei Rigips habe ich nur direkte Verschraubungen gefunden, wobei es mir eigentlich als einfach erscheint, hier ein Entkoppelelement dazwischenzuhängen.

    (Grobes Beispiel: Winkel an die Wand scharuben, C-Profil mit metrischer Schraube an den Winkel scharuben, mit Gummienippeln um die Schraube, d.h. keine direkte Berührung zwischen Schraube / Schraubenkopf mit Winkel und C-Profil sowie keine direkte Berührung zwischen C-Profil und Winkel. )
     
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  3. jscheller

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    Wenn es um Schallschutz geht ist es guenstiger die Decke abzuhaengen und am Rand nicht kraftschluessig zu verbinden, sondern nur dauerelastisch zu verfugen.

    Ja, bis zu 5 dB fuer den Trittschall, fuer den Luftschall i.a. etwas mehr. In den Holhraum sollte locker MW oder Einblasdaemmung eingebracht werden.
     
  4. Hfrik

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    Nun, danke für die Antwort.
    Meine Idee war es statt einer elastischen Abhängung ein elasches Lager an der Wand zu haben, und so dem Schall den Weg noch länger zu machen.
     
  5. jscheller

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    Ach so, ausschliesslich an der Wand? Geht auch. Aber ob der konstruktive Mehraufwand lohnt?
    Welche Spannweite gilts denn zu ueberbruecken?

    Ich persoenlich wuerde das mit der Wandbefestigung lassen (insbesondere mit ner selbstgebastelten) und stattdessen eine zweite lage GK drauflegen- da ist der Effekt groesser.
     
  6. Hfrik

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    Nun, die Rigips Standardvorgaben gehen bei Doppelbeplankung bis etwa 5m.
    Beim Durchlesen hatte ich dann nach Schallschutz gesucht, da der Aufbau Bauphysikalisch mit einer entkoppelnden Aufhängung eigentlich für sowas prädestiniert sein müsste, bin aber nicht fündig geworden.
    Wäre ansonsten gegenüber der klassisch abgehängten Variante eine Variante zum im Hinterkopf behalten (Kombination viel Haustechnik über der abgehängten Decke + Schallschutz). Daher der Thread.
     
  7. jscheller

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    Gesehen habe ich sowas noch nciht, sollte aber funktionieren.
     
  8. Hfrik

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    Nun, dann sind wir in diesem Fred schon mal 2 mit dem gleichen Standpunkt, die auf nen Dritten warten, der weiss wo's sowas gibt, oder sagen kann, warums das nicht gibt....:winken
     
  9. jscheller

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    Dass es geht ist doch nun klar. Dass es Sinn macht auch. Willste jetzt noch auf einen warten der widerspricht? :mauer

    Im Zweifelsfall ist es auch ne Frage der Bauteile, Materialien, Massen, zu erwartenden Schwingungsamplituden, letzten Endes auch Quelle und Art des Laermeintrags. Dazu kann man aber im Forum nix sagen.
     
  10. Hfrik

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    Ja, das kann ich bei Bedarf dann selbst rechnen.
    (Amplitude in Deckenmitte sicher eher grösser als im Wandbereich im Stockwerk darunter... für genaueres müsste ich dann wirklich rechnen. Gibt's ein Produkt, gibts aber wahrscheinlich auch schon Messwerte dazu - die im zweifel noch besser sind als eine Rechnung, die nur bestimmte Effekte berückscihtigt)

    Mir geht es ja darum, ob es ein entsprechendes Produkt gibt, das ich nur nicht gefunden habe...
    Oder ob ich der Erste bin, dem das aufgefallen ist, oder ob jemand von mir übersehene Gründe kennt, das doch nciht zu machen. :)
     
  11. Peeder

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    hmmm, wusste ja garnicht, das trockenbau soooo kompliziert sein muß :cool:

    Bei der Freitragenden Decke hängt die Amplitude in der mitte also mehr durch, wieder was gelernt. :28:

    Nageldübel mit Bund ( eigendlich standart im Trockenbau ) in Verbindung mit Trennwandband ist die Entkoppelung.

    Entkoppelte Abhänger gibt es im Handel, König, Richter ect.
    Als Draht und Nonius, sowie CD Direktabhänger und Klickfix.

    Einblasdämmung auf einer GK Decke für Schallschutz ? Noch etwas neues.
    Wird sicherlich ganz toll, wenn mal ein neues Licht gebraucht wird, und die Decke geöffnet wird.

    Sicherlich wird es mehr bringen, eine Dämmung an der Rohdecke, Luft, und Dämmung auf der GK Decke.


    Peeder
     
  12. Hfrik

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    Hmm - dass die Schwingungsamplitude der Bestandsdecke als Durchhängamplitude der GK-Decke gelesen werden kann :respekt

    Das mit den Abhängern würde ich trotz entkopplung gerne vermeiden - da zwingend in diese eine höhere Schalleistung eingekoppelt würde. (bei gleicher Dämpfungsgüte des Wandauflagers und der Abhänger hätte damit eine Decke ohne Abhänger die Nase um etliche dB vorne bei den gegebenen Rahmenbedingungen für die ich überlege)

    Das mit Nageldübel und Trennwandband muss ich mir mal anschauen.

    Kann sein dass das im Trockenbau so klar ist, dass man es in den Details und den Bildern einfach weggelassen hat - so wie ich die sehe, ist dort das Auflage-L-Profil direkt auf die wand gedübelt.
     
  13. Hfrik

    Hfrik

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    Ach ja, sehe gerade - fataler Fehler in der Threadüberschrift - sollte freitragend nicht freihängend sein - freihängend ist ja gerade nicht das gesuchte :D

    Mea culpa...
     
  14. jscheller

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    @Hfrik:

    Na viel Spaß. Ich mach das beruflich und ich koennte es höchstens abschätzen. Vielleicht möchtest Du ja ne BEM- Modellierung für Deine Decke machen.... :mega_lol:

    Jo, aber andere Richtung! :mauer


    Gleiche (spektrale) Dämpfungsgüte für unterschiedliche Befestigungen mit unterschiedlicher Kraftbelastung und unterschiedlicher Amplitudenrichtung mal vorausgesetzt (was schon eine seeeeeeeehr mutige Annahme ist)- die Verbesserung einer entkoppelten Unterdecke zu einer angekoppelten kann man an einer Hand abzählen. Die Auswirkung der unterschiedlichen Ausführungen auf den übertragenen Gesamtpegel incl. Nebenwege ist im Bereich von ca. 1 dB. Viel komplizierter Aufwand für wenig Effekt also.

    @Peeder

    Kenn ich bei unbedämpften Bestandsdecken. Funktioniert akustisch, obwohl es sicherlich keine optimale Lösung ist.
     
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  16. Hfrik

    Hfrik

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    Nun, weil das Rechnen aufwändiger ist, wäre mir ein passendes Produkt schon lieber.
    Ansonsten Modellieren und Rechnen mit open Foam:wow, allerdings ist der notwendige Solver noch experimental, also sind Debugsessions zu erwarten.

    In der Decke sollte die Welle wohl eher Transversal sein, in der Wand dann Longitudinal, soweit es Trittschall angeht. In der freitragenden Decke wärs dann wieder eher transversal.

    Ob das Dämpfungselement in der gleichen Amplitudenrichtung liegt oder nicht hängt vom Einbauort bei der Wandmontage ab.

    Bei Position zwischen Wand und L-Profil wie von Peeder beschrieben wäre die übertragung eher transversal, bei der Positionierung zwischen L-Profil und C-Profil wie ich es in der Vorstellung hatte, eher longitudinal, also wieder so wie beim Abhänger.

    Und 1dB beim Gesamtpegel für ein paar Euro Materialkosten wäre auch schon was - beim aktuellen Anwendungsfall konnts auch mehr werden, da die Nebenwege um Grössenordnungen besser liegen als die direkte Übertragung.
     
  17. Peeder

    Peeder

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    OK, akzeptiert für einen Praxismenschen, ich würde halt nicht ganz vollmachen :p

    der Rest ist zu hoch, berechnet Ihr weiter die Probleme des Luftschalles beim Propeller, ich drücke lieber auf den Startknopf und bin wech.



    Peeder
     
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