Freisitzabdichtung - Anschluss Blech auf Verbundblech

Diskutiere Freisitzabdichtung - Anschluss Blech auf Verbundblech im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, so langsam geht unser Bauvorhaben (Neubau, Ziegel) zu Ende (...gottseidank... *g*). Nun tut sich aber noch eine "Unsicherheit" bei...

  1. baurat

    baurat

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    Hallo zusammen,
    so langsam geht unser Bauvorhaben (Neubau, Ziegel) zu Ende (...gottseidank... *g*). Nun tut sich aber noch eine "Unsicherheit" bei der korrekten Abdichtung des Freisitz-Ecks auf.

    Situation: im 1. Stock ist ein Freisitz-Eck aus dem Haus "augeschnitten" - darunter im EG ist ganz normaler Wohnraum. Deswegen wurde die Geschossdecke (denke 26cm) auf dem Freisitz-Eck entsprechend gedämmt und anschließend von einer Spezialfirma abgedichtet- das ist der aktuelle Stand, siehe Fotos hier. Die Tropfkante wurde mit Verbundblechen realisiert. Als Auflage soll nur noch eine Holz-Unterkonstruktion (3x3cm) kommen, die dann den Holzbelag aufnimmt. Die Freisitzfläche ist gefällelos.

    Nun kommt noch ein umlaufender Balkon rum. Der Zimmerer rät mir dringend, die Holzbalken mit Blechen zu schützen, da sie sonst nach und nach durchfaulen würden. Der Spengler vor Ort sagt bei den normalen Balken "kein Problem", aber er sieht keine Möglichkeit, den Anschluss an die Verbundbleche am Freisitz hinzubekommen (seine Bleche müssten _unter_ das Verbundblech laufen, aber das geht ja jetzt nicht mehr).
    Ein Bekannter sagte mir, man könne die Spenglerbleche großflächig über Ecken laufen lassen und dann die Kanten mit flüssigem Kunststoff (Kemperol) abdichten. Doch ich frag mich, ob das auf lange Sicht wirklich zuverlässig dicht ist.

    Insofern wäre meine Frage: wie müsste man vorgehen, um die Spenglerbleche richtig an die bestehende Abdichtung anzuschließen? Inzwischen ist mir natürlich klar, dass die Reihenfolge anders rum geschickter gewesen wäre, aber das lässt sich nun ja leider nicht mehr ändern...

    Vielen Dank für eure Hilfe!
     
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  3. H.PF

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    Ich frag mich wieso da keiner auf die Idee kommt einfach Verbundbleche zu nehmen für die Abdeckung der Balken... Wäre wohl zu einfach?

    Davon abgesehen: Wenn das sauber mit Kemperol verbunden wird hält das erstklassig...
     
  4. baurat

    baurat

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    Hm, ist die Verabeitung von Verbundblechen wohl einfacher? Keine Ahnung. Mein Spengler arbeitet wohl jedenfalls nur "traditionell" mit Titanzinkblechen. Er ein ganz guter Bekannter, die Bleche kommen somit nicht allzu teuer. Die Verbundbleche wurden wiederum von der Abdichtungs-spezialfirma am Freisitzeck verwendet. Habe heut mit denen nochmal telefoniert, die sagen "wenn dann muss das komplett mit Verbundblechen realisiert werden" - aber das kostet wohl ein kleines Vermögen, deswegen wäre mir natürlich lieber, wenn möglichst viel vom Spengler kommt.
    Er hat mir jetzt mal 2 Bleche gemacht, die ziemlich nah an die Verbundbleche ranreichen und dann eben von der noch zu erledigenden Abdichtung überdeckt werden müssten. Siehe neue Fotos hier.

    Du meinst also: Blech drauf und die Kanten dann mit Kemperol bearbeiten? Wie wird das verarbeitet - ist das ein "komplizierter" Werkstoff oder ist das einfach eine Pampe, die draufgeschmiert wird und dann für immer und ewig dicht ist...? Wär ja toll wenn das so ginge...
     
  5. H.PF

    H.PF

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    Sorry, aber alles Andere als Folienblech wäre da Murks in meinen Augen... Dein Spengler kann halt nicht mit Fön umgehen...

    Soll er mal was Neues lernen, die Verarbeitung ist nicht so kompliziert. Die Bleche sind einfacher zu handhaben, kein Löten, keine Murksverbindung mit Kemper weil die Materialien sich gut vertragen, das hält wenigstens.

    Kemper hält auch sehr gut ist aber halt ein Notnagel. Ich fänd es da bei weitem nicht gut es anders als mit Folie zu erledigen.
     
  6. Gast036816

    Gast036816 Gast

    ich habe den eindruck, dass ohne plan drauf los gebaut wurde. die lösung ist nicht durchdacht, weil:

    - abtropfkante unter der auskragung direkt an der hauswand,
    - die balken gehören mit schalung und abdichtung überdeckt,
    - wie werden die futterhölzer auf den kragbalken befestigt, durch das blech geschraubt?
     
  7. baurat

    baurat

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    @ H.PF: Richtig erkannt - er kann bzw. will damit nicht umgehen und sagt "ich mach nur die klassischen Sachen, alles andere muss ein anderer machen". Immerhin - er hat sich das angeschaut und eben gesagt, dass er an die Freisitzabdichtung nicht hinlangt und das auf seine Art nicht hinbekommt. Ist ja auch ok und mir lieber als einer, der meint das hinzukriegen und dann nen Pfusch macht.

    Frage ist also jetzt nur: ich brauch eine Firma, die mit Verbundblechen arbeitet - wonach muss ich suchen? Gehört das noch zum "normalen Spengler" oder sind das dann alles Abdichtungs-Firmen? Muss mich morgen mal ans Telefon setzen.

    @ Rolf: Ich denke dein Eindruck täuscht (leider) nicht. Das Ganze ist wohl ein typischer Fall von "nicht zu Ende gedacht". Das Haus wurde geplant und der Rohbau erstellt, dann kam der lange Querbalken am Haus. Die Aussparungen für die Querstiche waren schon ausgefräst, aber die Abdichtungsfirma für den Feisitz hat da exakt die Aussparungen übernommen - was natürlich Blödsinn war, weil die Querbalken ja breiter sind als nur die Aussparung der Schwalbenschwänze - deswegen musste der Zimmerer die Verbundbleche also etwas einschneiden und aufbiegen.

    Verstehe ich nicht ganz - direkt an der Hauswand steht doch an beiden Hausseiten ein Holzbalken?
    richtung.jpg
    Meinst du das eingekreiste Eck? Sieht doch so aus:
    [​IMG]

    Das war auch der Vorschlag des Spenglers. Er macht seine Bleche ziemlich nah an die Verbundbleche ran, dann muss ein anderer Abdichter kommen und per Verbundblech das Spenglerblech überdecken und dann auf der Freisitzsitze ebenfalls alles komplet überdecken. Naive Skizze etwa so:
    blech.jpg
    Ist das möglich und sinnvoll? Wie gesagt, Spengler ist sehr günstig, da zahl ich mehr oder weniger nur den Materialwert weil persönlich bekannt. Aber wenns so nicht geht, muss eben ein anderer ran.

    Sorry, jetzt nehmen die Fachbegriffe überhand. Futterhölzer, Kragbalken...? Hilfe :)
     
  8. Gast036816

    Gast036816 Gast

    jetzt wo ich das gesamtwerk sehe - wie wird die fläche entwässert?

    gibt es einen rechnerischen nachweis für die schwalbenschwanzverbindungen?
     
  9. Reitmeier

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    Moin, ich würd da eher mal für den Türanschluss beäugen...
     
  10. baurat

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    Moin Rolf: das ganze ist so wie ich das mitbekommen habe eine stehende Flachdachkonstruktion nach DIN irgendwas - Argumentation war in etwa wie folgt: das ganze Freisitzeck ist relativ ausladend vom Dachüberstand samt Geländer geschützt, somit sind die zu erwartenden Wassermengen durch Schlagregen etc. gering. Daher muss nicht gesondert entwässert werden. Falls es durch starken Wind UND starken Regen ja mal viel Wasser reinregnen sollte, steht es eben auf der abgedichteten Fläche. Der Zimmerer möchte seine Unterkonstruktion (3x3 Latten) mit Trapezlagern mehr oder weniger direkt auflegen, damit die Balken nicht direkt im Wasser stehen und die Dichtung mechanisch etwas geschützt ist.

    ... ich befürchte, du teilst diese Ansicht nicht...? Auf der Rechnung des Abdichters steht das noch genauer ("gefällelose Flachdachabdichtung nach DIN..." - hab die Rechnung grad nicht vorliegen, kann ich heut abend aber gern nochmal genau nachschauen).

    Das haben dann wiederum Rohbauer + Zimmerer ausgeheckt. Obs berechnet wurde - keine Ahnung. Ich hoffe aber doch dass es halten wird...!!

    @ Reitmeier: was meinst du im Detail? Was fällt dir auf?
     
  11. Reitmeier

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    Hallo @baurat, wahrscheinlich DIN 18195-5 und kann man bei der SGmA (15 od. höher) auch so ausführen. Ich meinte die Türanschlusshöhe von mind. 5 cm über OK Belag.
     
  12. Gast036816

    Gast036816 Gast

    dass auf deine terrasse kein wasser hinkommt, ist durch dein foto widerlegt. wenn dort so viel ankommt, dass es auf der fläche nicht stehen bleibt, läuft es vorn an der fassade runter und an deinen schwalbenschwanzverbindungen vorbei. aus meiner sicht gehört der anfallende niederschlag gefasst und per rinne abgeführt, an der fassade runter laufen lassen???

    die schwalbenschwanzverbindungen sollten die zimmerleute und statiker hier bei der auskragung einmal bewerten.
     
  13. baurat

    baurat

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    Vielen Dank für eure Antworten. Ich hab jetzt die Rechnung da:
    "Die Planung der Abdichtung erfolgt auf Baisis der DIN 18195, Lastfall hohe Beanspruchung, als gefällelose Konstruktion. Eine vorhandene Pfützenbildung auf der Fläche kann nicht durch die Abdichtung ausgeglichen werden. Solche Pfützen, in begrenztem Maß, sind kein Mangel und beeinträchtigen die Haltbarkeit der von uns angebotenen hochwertigen Abdichtung nicht."

    Genau deswegen brauche ich ja einen langfristig dichten Übergang auf die Freisitzbleche.
    Da sagten Planer+Zimmerer "nicht nötig". Sollte das Wasser ja mal wirklich stehen, läuft es über die Abdichtung + Bleche ab und tropft dann über die Tropfkante ab. Eine Schädigung der Balken oder Runterlaufen des Wassers an der Fassade haben sie ausgeschlossen. Nur hab ich nun das Problem, dass ich eben einen finden muss, der mir das jetzt auch wirklich so abdichten kann.

    @ Reitmeier: Außerdem steht da: "Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Aufkantungshöhe zwischen OK Fertigbelag und den Entwässerungsöffnungen der Türen 15cm betragen muss und nur in Ausnahmefällen auf mind. 5cm reduziert werden kann. Einen solchen Fall setzt z.B. der Einbau von Gitterrosten vor den Türen voraus."
    Das steht zwar so da, aber Planer und Abdichter versprachen mir mit beruhigenden Worten vor Ort, dass dieser Satz standardmäßig drin stehen muss, in meinem Fall aber keinerlei Probleme zu erwarten sind, auch ohne Rost oder Ablaufrinne.

    Tja, was mach ich denn nun?
    1) Ist das ganze so wie ich bzw. der Spengler sich das vorstellt machbar? [​IMG]
    Mal grob geschätzt: mit welchen Kosten habe ich in etwa für die Verbundblechabdichtung zu rechnen? Die Freisitzfläche beträgt etwa 9m², es sind 9 Balken.
    2) Muss ich bei Planer und Abdichter noch irgendwas einfordern?
     
  14. Gast036816

    Gast036816 Gast

    na denn viel spass - ich klinke mich jetzt aus, so etwas ist mir zu heikel!
     
  15. Kalle88

    Kalle88

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    Was im konkreten aussagt, dass die Abdichtung durch stehendes Wasser keinen Schaden nimmt. Da steht aber nicht, das sämtliche im Verbund zusammenhängende Anschlüsse dies auch können. Und "hochwertig" ist da meiner Meinung nach garnichts... Da wurde normales Material verwendet aber mal wieder nicht Gewerkeübergreifend mitgedacht... Als Abdichter, ob nun vom Planer beauftragt oder nicht, sehe ich vor Ort doch trotzdem das Problem? Kann man da nicht spätestens reagieren? Unbegreiflich...

    Da hätte um deine Freisitzecke eine entsprechende Acu-Drain-Rinne rumgehört und zwar im Bereich deiner Kragbalken, sowie an den viel zu geringen Anschlusshöhen deiner Fenster/Türen. Kragbalken entsprechend tiefergelegt, dass die Rinne etwas tiefer liegt und mittels Abtropfprofil das anfallende Wasser in die Rinne geleitet wird. Die Fläche vielleicht etwas abgewalmt oder mit dezentem Gefälle zu den Kragbalken und fertisch.

    Ich denke, der Abdichter hat ausdrücklich drauf hingewiesen, das Fützenbildung entstehen könnte. Wie kann dann Wasser mittels Abdichtung abfliesen? Wenn der Fachmann dies schon ausdrücklich in seinem Leistungstext verneint? Und somit höchstwahrscheinlich auch keine Gewährleistung dafür übernehmen wird. Hatte ich das nicht in Erinnerung, dass dir jemand riet die Balken mit Blechen zu schützen? Das ist jetzt aufeinmal aber alles hinfällig oder wie? Bei nem Vakuum mag das Wasser wahrscheinlich genau da hintropfen, von wo es abgetropft ist. Der Wind wird hier wohl sein übriges tun...

    Warum du? Dein Planer, muss jemand finden und vorallem muss er das entsprechende Detail des Anschlusses schon längst geplant haben, oder etwa nicht?....

    Und ein weiterer Punkt des Abdichters, sich nicht auf Glateis zu wagen. Im Prinzip steht da nicht viel mehr wie "Dein Planer hats voll verissen, ich führe das mal so aus, aber fachmännisch ist das nicht." Gegenfrage: Warum wurden die nicht verbaut?


    Hast du dir das schriftlich geben lassen? Frag mal nach, mich würde es verwundern, wenn die beiden bereitwillig ihre rechtskräftige Unterschrift setzen würden. Was im Falle eines Schadens wohl zur Folge haben dürfte, dass die beiden dafür haften. Eigentlich nur fair, du kannst am wenigsten für das Problem und sie hätten es vermeiden können. Spiel mit dem Risiko sage ich nur.
    Deinem Planer die Pistole auf die Brust setzen und darum beten, eine Lösung dafür zu finden.


    Mit Zink? Ohne je wieder eine Wartung zu haben? Ich glaube kaum, spätestens wenn gelötet wird so oder so nicht. Könnte zwar lange halten, aber vermutlich nicht für immer. Wie H.PF schon sagte, bei einem Material (in diesem Falle Verbundblech) bleiben, aber selbst dann ist es noch käse. Aber das haben wir ja nun schon mehrere gesagt. Wird der Terassenbelag eigentlich auf den Kragbalken verschraubt?

    Irgendwer wird den Freisitz ja wohl geplant haben und spätestens da müsste es Details der einzelnen Punkte geben. Ohne das, könnte man ja logischerweise auch nicht Planen. Du korrigierst ja auch keine Arbeiten obwohl du nicht mal weißt, welche Themen abgefragt werden sollen. In meinen Augen ist das also Aufgabe deines Planers, dir entsprechende Lösungen aufzuzeigen. Ich schätze mal er wurde dafür bezahlt. Den Abdichter würde ich lediglich mal fragen, ob er die Arbeit so, wie sie aktuell ist, mit guten Gewissen abgeben kann und er sie für fertig ansieht.
     
  16. baurat

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    Na prima. Nachdem es jetzt auf der Baustelle lange Zeit gut und vor allem ohne Problem voran ging, krachts jetzt wieder.

    Planer und Abdichter waren vor Ort - da hin zwar der Tragbalken mit den Aussparungen für die Schwalbenschwänze bereits am Haus, aber der eigentlich Balkon wurde erst später "anghängt". Planer und Abdichter haben die Details besprochen. Ich erinnere mich sehr gut daran, dass es um die Aufbauhöhe ging - der Abdichter sprach durchaus davon, dass sein Aufbau höher werden müsste, aber die beiden einigten sich dann auf den jetzigen Weg. Sie versicherten mir, dass das alles so kein Problem darstelle, die Norm zwar andere vorschreiben würde, aber im Privatbereich und bei meinen Gegebenheiten wäre das so ok.

    Der Rat, die Balken abzublechen, kam vom Zimmerer. Planer und Abdichter haben darüber damals kein Wort verloren - so viel zum Thema "gewerksübergreifendes Mitdenken".

    Nochmal die Argumentationslinie der beiden: grundsätzlich kommt kaum Wasser. Wenn aber doch, steht es halt mal leicht auf der Abdichtung, das hält die aus. Wenn NOCH mehr Wasser käme, fließt es außen über die Tropfkante ab, noch bevor es an der Freisitztür über die Entwässerungsöffnung rein kann. Somit alles richtig gemacht und keine Gefahr.

    Aber das hilft mir jetzt nun auch nichts - ich brauch eine Lösung. Und die geht so wie ich das jetzt sehe nur über den Abdichter, dass der mit Verbundblechen bis weit raus über die Spenglerbleche eine saubere Lösung hinbekommt. Jetzt noch nachträglich eine Abflussrinne zur Entwässerung einbauen wird wohl kaum mögilch sein?

    Der Boden soll wie gesagt nur mit Trapezlagern auf ein Geovlies aufgelegt werden, mehr nicht.

    Das heißt nun für mich, dass die beiden Herrschaften nun also am Montag einen Anruf von mir bekommen...

    Vielen Dank für eure Hilfe!
     
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  18. Kalle88

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    Was sind das für Aussagen? Allein darauf hinzuweisen, dass die DIN andere Anforderung stellt aber es in ihrem Falle keine Probleme geben würde... Ich kann verstehen, dass nicht immer alles Regelkonform lösbar ist und meine Firma führt auch Dinge aus die nicht unmittelbar fachgerecht sind. Lediglich mit dem ausdrücklichen Hinweis dafür keine Gewährleistung zu überhnehmen. Dies passiert eben auch nur in dem Fall, dass der Kunde ausdrücklich (per Unterschrift) diese Ausführung haben will und wir unsere Pflicht in Sachen Aufklärung erledigt haben. Ist das bei dir passiert? Hast du die schriftlichen Zusagen der beiden Parteien, dass sie vom Regelwerk abweichend konsturiert haben? Je nachdem welchen Vertrag du geschlossen hast (BGB/ VOB) haften die mit 5 oder 4 Jahren. Wie es beim Archi aussieht weiß ich nicht. Schäden die danach auftreten und nicht arglistig verschwiegen wurden gehen auf deine Kappe.

    Ist so oder so kaum der Fall und wenn, dann geht es nur darum das andere Gewerk schlecht zu machen.

    Für Flugschnee gibt es daher eine unsichtbare Barriere, oder wie soll man das verstehen? Ist auch Wasser nur in gerfrorener Form. Es geht ja auch nicht unmittelbar darum, dass Wasser ins Gebäude kann. Sondern zu viel anfallendes Wasser die Konstruktion schädigen kann. In dem Fall, der Balken an der Hauswand so wie die Kragbalken selber. Weil hier eben nicht richtig weitergedacht wurde.
     
  19. baurat

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    Hallo Kalle. Nun merke ich wieder mal ganz deutlich, dass ich den beiden wohl etwas auf den Leim gegangen bin.

    Es sieht so aus: Planer = Bauleiter war mit Abdichter vor Ort. Ich war auch dabei und hab gesagt "besprecht die Details, ich will möglichst viel Dämmung, mit allem anderen kenne ich mich nicht aus. Macht es so, dass eine vernünftige langlebige Lösung rauskommt." Ich habe das schriftlich vorgelegte Angebot angenommen, und im Angebotstext stehen die oben zitierten Textbausteine (..Basis DIN 18195 und Aufkantungshöhe 15cm). Duch Beauftragung der Firma habe ich dann wohl stillschweigend auch diese Besonderheiten akzeptiert und nehme die evtl. Folgen auf meine Kappe, auch wenn es - natürliich nur mündlich- keinerlei Risiken gibt.

    Das leuchtet mir ein. Aber ich habe ja die - vielleicht irrige - Hoffnung, dass die Abdichtungsfirma mir genau diese Problemstelle mit ihren Verbundblechen überdecken kann, so dass das stehende Wasser nahtlos abtropft, ohne irgendwo ins Holz oder Mauerwerk eindringen und Schäden verursachen zu können.

    Ist so eine Abdichtung technisch überhaupt machbar? Wir hatten die letzten Tage viel Regen, z.T. mit viel Wind, es landet sicher auf den Balken das Wasser, aber auf der Freisitzfläche bildet sich nur eine kleine Pfütze.
     
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