Friede mit Nachbarn

Diskutiere Friede mit Nachbarn im Baugesuch, Baugenehmigung Forum im Bereich Rund um den Bau; Liebes BEF, erstmal: Hallo! Ich bin sozusagen ganz neu hier, und auch erst seit kurzem mit der ganzen "Baumaterie" in Kontakt. Bin mir...

  1. derduff

    derduff

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    Liebes BEF,

    erstmal: Hallo! Ich bin sozusagen ganz neu hier, und auch erst seit kurzem mit der ganzen "Baumaterie" in Kontakt.

    Bin mir nicht sicher, ob das hier her gehört, das ist die Situation:

    - Wir planen zusammen mit einem Architekten einen Anbau an unser Haus (in BaWü).
    - Baugesuch ist eingreicht, alle Abstände werden eingehalten. Rein rechtlich gibt es vom Amt wohl keine Bedenken.
    - Mit meinem direkten Nachbarn habe ich vor dem Einreichen mehrmals gesprochen. Wir bauen an, wir bauen an, habe ich schon erwähnt, dass wir anbauen wollen? Höhe und Tiefe des Anbaues wurden auch angesprochen.
    - Abgesehn von: "Warum baut Ihr nicht auf der anderen Seite?" (NO statt SW!) kam keine Rückmeldung. Er hat, entgegem dem Bebauungsplan, auf der NO-Seite über die Baulinie gebaut.
    - Die Planzeichnungen habe ich ihm vor dem Einreichen aber nicht mehr gezeigt, da ich dachte es wäre alles in Butter.
    - JETZT heißt es plötzlich von ihm, der Anbau würde bei ihm die Terrasse verschatten... Sein Grundstück hätte xzig-tausend Wertverlust etc.
    - Er würde sich jetzt erstmal informieren ob das alles rechtens ist.

    Nun haben wir ja, rein rechtlich, nichts zu befürchten. Wenn doch, halten wir uns natürlich an die Vorschriften und passen das Vorhaben an, ist ja klar.

    Meine Frage geht eher in die Richtung, was Ihr in so einem Fall machen würdet. Wir sind eine noch junge Familie (wir 35, unser Sohn 1.5) und sind erst hier her gezogen. Ich möchte meiner Familie und meiner geistigen Gesundheit zuliebe keine Fehde vom Zaun brechen.... trotzdem brauchen wir den Platz im OG, und evt. Einnahmen durch die geplante ELW im EG.

    Habt Ihr irgenwelche konstruktiven Vorschläge/Gedanken zu der Situation?

    Vielen Dank schonmal,
    derduff
     
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  3. grubash

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    Hi,
    bzgl. der Verschattung hatte man bei meinem direkten DHH-Nachbarn im ersten Moment auch Bedenken wegen der Verschattung. Da war ein kontruktives Gespräch eigentlich ganz hilfreich und er hat schnell bemerkt, dass seine Hecke den Teich mehr verschattet. Für den Bereich der Terasse hatte ich einfach mal ein Brett auf Höhe des geplanten Daches montiert. Der Schattenwurf war in der Terassenzeit deutlich außerhalb der Problemzone und im Winter sind die bestehenden Häuser der begrenzende Faktor.
    Wie sieht der Schattenwurf bei dir aus? Hat der Nachbar wirklich Nachteile?

    Beim "Garagengegner" habe ich die Sache einfach ausgesessen und nach mehreren fruchtlosen Erklärungsversuchen einfach Tatsachen geschaffen. Jetzt ist man über die breite Einfahrt sehr froh und fährt beim Einparken in die eigene Garage gern drüber :-). Vorher gab es aber Eingaben und eigene Nachmessaktionen auf meinem Grundstück im Bereich von Hausfriedensbruch.

    Wenn rechtlich bzgl. der Abstandsflächen alles stimmt kann es dir doch wurscht sein. Vll. hilft ja ein dezenter Hinweis, dass du von seiner Überbauung weist. Ist die im Nachgang genehmigt wurden?

    Ciao Christian
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Wenn ich ehrlich sein soll, da gibt es keine Patentlösung. Jeder Mensch reagiert anders, manchmal auch irrational, manche denken zuerst nicht nach und beruhigen sich mit der Zeit wieder, andere wiederum sind nachtragend und vergessen das bis an ihr Lebensende nicht mehr.
    Was soll man dann für einen Ratschlag geben?

    Ist bei Euch baurechtlich alles in Ordnung, dann ist das wohl eher ein psychisches Problem mit dem der Nachbar klarkommen muss. Ob man ihm dabei wirklich helfen kann, da habe ich so meine Zweifel. Ob er durch einen Kompromiss gnädig gestimmt werden kann, und ob Ihr dabei zurückstecken möchtet, das steht auch in den Sternen.

    Sein Argument mit dem Wertverlust ist bei den Haaren beigezogen, denn man hat kein Anrecht darauf, dass die ursprüngliche Bebauung bis in alle Ewigkeiten so bleibt.
     
  5. Wieland

    Wieland

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    Gebaut wird nach recht und Ordnung ! Dann gibt es ja auch noch Länder - Nachbarschaftsrecht.
    Nachbarschafts - Streigkeiten sollten vom Grundsatz her vermieden werden.

    Es gibt auch Idioten ! Für die es keine Ratschläge gibt.

    Safety first !
     
  6. derduff

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    Ich vermute ja, dass das gar nicht soo schlimm wird. Der Anbau ersetzt einen morschen Holzbalkon auf Stelzen. Der ist nur wenig kleiner, hat aber ein transparentes Dach. An der höchsten Stelle wird der Anbau 6.70 hoch, an der niedrigsten 5.20 Meter, Tiefe ist 4 Meter. Abstand zu seiner Terrasse sind mindestens 5 Meter ... Also weniger Schatten hat er dadurch sicher nicht ;) , aber auch nicht "null Sonne" (sic).

    Ich gehe davon aus, dass sein Bau genehmigt wurde. Wenn nicht, ists verjährt und stören tuts mich nicht. Bin mir auch nicht sicher, ob Gebärden in diese Richtung die Situation verbessern ;).

    lg

    derduff
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Nix da, Schwarzbau verjährt nicht.
     
  8. derduff

    derduff

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    OK, sollte er mich mit dem Anbau noch nicht genug hassen, werd ich das mal versuchen </ironie>. Aber trotzdem danke für die Berichtigung. :) Nur interessehalber: Auf den Plänen der Gemeinde ist der Gebäude-Teil tatsächlich nicht ersichtlich. Schätze sein Anbau steht schon länger, kann es sein, dass die Pläne einfach nicht aktuell sind?
     
  9. planfix

    planfix Gast

    welche pläne von der gemeinde meinst du?
    ... es gibt auch schwarzbauten die im amtlichen lageplan enthalten sind. ;) damit sind sie immer noch schwarz.
    einsicht in die baupläne von nachbarn gewähren die ämter eher selten.
     
  10. #9 qwertzuio, 1. April 2015
    qwertzuio

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    Wenn sich die Nachbarn streiten wollen, werden sie einen Weg finden. Verzichtest Du jetzt um des lieben Friedens willen auf den Anbau, werden Sie Dich im nächsten Jahr wegen einer zu hohen Hecke, einem zu nahen Busch oder einem zu lauten Kind angehen.
     
  11. grubash

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    Stimmt. Irgendwas findet sich immer. Man muss ja keinen Krieg führen, aber klar gesetzte Grenzen von Anfang an sind schon mal eine Hausnummer. Wenn es das Baurecht hergibt so kann man das auch ausnutzen. Mit der Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsflächen ect. ist ein genereller Wertverlust schon mal vom Tisch.

    Ciao Christian
     
  12. Trevors

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    Es gibt Nachbarn die immer etwas auszusetzen haben, wir haben in unserem Wohngebiet auch einen älteren Herren der sobald ein Auto 1 Minute zulang auf der Straße rumsteht anfängt zu meckern.
    Einigen kann man es nicht Recht machen.
     
  13. Andybaut

    Andybaut

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    Hallo Derduff,

    zuerstmal großes Kompliment. Probleme zu lösen und nicht "ich habe Recht" zu sagen finde ich immer gut.

    die Erwähnung der Terrasse hat micht neugierig gemacht.
    Wie nahe ist den seine Terrasse an der gemeinsamen Grenze?
    Da gibt´s das Nachbarschaftsrecht §4.
    Dort ist ein Abstand von 1,80m gefordert.
    Mein Nachbar ist nur 60cm von mir weg. Ich lass ihn aber in Ruhe, solange er mich auch in Ruhe lässt :-)
     
  14. R.B.

    R.B.

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    :28:

    Geben und Nehmen, so lange sich beide Seiten daran halten, kann man mit solchen Nachbarn alt werden. Das funktioniert meist ganz gut so lange keine Extreme aufeinander treffen.
     
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  16. Bauliesl

    Bauliesl

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    Es ist vielleicht ein kleiner "Trost":
    Bei fast jedem meiner Anbau-Projekte kommt irgendein Nachbar daher mit dem Argument "Verschattung und Wertminderung" - das ist fast schon Standard.

    Baugrund ist teuer, wieso sollte ich als Bauherr um des lieben Friedens Willen darauf verzichten...? Und zu sagen "baut doch auf der anderen Seite" ist doch total deppert. Lasst Euch nicht allzusehr unter Druck setzen - die moralische Keule schwingen viele Nachbarn gerne.... ;-)
     
  17. Trevors

    Trevors

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    Solange alles rechtens vorgeht bei den Arbeiten die am Grundstück vorgenommen werden, kann dir der Nachbar eh nichts anhaben also macht euch da kein zu großen Kopf drum.
     
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