frostfreie Gründung ohne Frostschürze?

Diskutiere frostfreie Gründung ohne Frostschürze? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir planen ein Haus ohne Keller. Nun ist die Frage, wie wir die Bodenplatte frostsicher gründen. Eine Möglickeit wären die altbekannten...

  1. #1 master1980, 26.10.2008
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    Hallo,

    wir planen ein Haus ohne Keller.
    Nun ist die Frage, wie wir die Bodenplatte frostsicher gründen. Eine Möglickeit wären die altbekannten Frostschürzen ringsrum unter der Bodenplatte. Aufgrund eines leichten Gefälles im Gelände (ca. 5,5%) müssten man an der eine Seite des Hauses die Forstschürze noch höher als 80cm ziehen, damit diese noch weit genug im Erdreich ist. Dies bedeutet aber auch Unmengen an Beton, der bezahlt werden muss.

    Ein "Hausbauer" hat uns nun "empfohlen", eine forstfreie Gründung ohne Frostschürze zu machen. Dies geschieht wohl mittels eines Bodenaustauschs.
    Der Aufbau soll dann wohl sein von unten gesehen (keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zitiere mal grob aus dem "Kopf heraus"):
    Kies oder Schotter (?) der keine Kabilarwirkung hat (je nach Statik wohl grob geschätzt 20 bis 40cm). Darauf dann eine Unterbodenplattendämmung und darauf dann die Bodenplatte je nach Statik wohl so 25 bis 30cm.
    Ist sowas wirklich frostfrei? Uns würde es entgegen kommen, da wir ein gut gedämmtes Haus wollen, dass am besten eine Unterbodenplattendämmung hat. Außerdem würden wir damit einen "dicken" Bodenaufbau haben, und somit gleichzeitig etwas aus dem leicht ansteigenden Gelände kommen.

    Habe auch schon im Netz etwas gesucht, aber nicht allzuviel über den Aufbau gefunden, wurde so aber wohl auch schon realisiert und der Aufbau ist angeblich von Casagrande/Schaible!?

    Viele Grüße
    master
     
  2. Yilmaz

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    Hallo,
    mit dieser aufbau werden sie wohl kein probleme mit frost haben aber ich würde niemals auf die frostschürze verzichten. Sie müßen mal überlegen wen die ver-und etnsorgungsleitungen verlegt werden in welcher ausmaß die bodenplatte freigelegt wird wo sie nachher nie die tragfähigen untergrund wieder herstellen können.
    Wird von manchen firmen so ausgeführt meinermeinung nach murks³
    Mfg.
     
  3. #3 master1980, 26.10.2008
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    Danke das hört sich doch gut an.


    Das verstehe ich nicht. Die Ver- und Entsorgungsleitungen werden doch vorab verlegt und erst dann der Bodenplattenaufbau darüber erstellt. Was wird da frei gelegt? Steh ich auf dem Schlauch/Rohr :irre

    Gruß
    master
     
  4. Yilmaz

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    Gemeint sind nicht die leitungen unterm haus. Der spätere anschluß dieser ist gemeint. Die versorger legen ja die gas,wasser, strom-leitungen ins haus und für die entsorgunsleitungen wird bis zur bodenplatte ausgehoben.
    Ergänzung:mit dem Regenwasserleitungen wo die fallrohre vom dach angeschlossen sind müßen sie ja auch frostfrei legen.
     
  5. #5 master1980, 26.10.2008
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    Ok, bei uns ist aber schon ein Kontrollschacht vorhanden. Wird das Abwasser nicht vom Bauunternehmen an den Kontrollschacht angeschlossen?
    Wie ist das mit der Wasserzufuhr? Wird da nicht ein leeres Rohr vorab eingelegt, durch das dann das Wasser gezogen wird? Wäre doch Quatsch wenn mir der Wasserversorger die gut ausgeführte Bodenplattendämmung einfach nochmals durchbohrt!? Das muss doch auch anders (vorab?) gehen?

    Ok, die müssen 1m unter der Erdoberfläche sein, aber da spricht ja auch bei der Ausführung ohne Frostschürze nichts gegen. Der "Hausbauer" erledigt die Regenwasserleitungen etc. rund ums Haus bis in den Kontrollschacht.
     
  6. Yilmaz

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    Wen gewährleistet wird das keiner am haus was gräbt (auch in der zukunft) kann es so funktionieren.
    Hat der Bauunternehmer den auftrag für verlegung und anschluß der abwasser-und regenwasserleitungen bis zum schacht?
    Für versorger werden leerrohre bis etwa gebäudekante verlegt wo nachher die versorger die leitungen duch diese durchführen. Dies bedarf auch eine graben bis unmittelbar der gebäude.

    Vieleicht ist es eher Ihre entscheidung auf frostschürze zu verzichten? Sie dürfen nicht vergessen das der unterbau auch in tiefere geländebereich weitergehen muß.
     
  7. #7 MoRüBe, 26.10.2008
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Mal wieder ne sinnlose Diskussion anschieb...

    .... :) (weil die deutschen Betonköppe das nie verstehn;) ) wenn Sie ganz große Angst haben, legen Sie noch ne Lage EPS ums Haus herum. Das hält denn auch bis minus 40:D
     
  8. #8 master1980, 26.10.2008
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    Das heißt nur Schießer bauen noch mit Frostschürze?!! :Brille
    Oder wie habe ich das zu verstehen?
     
  9. #9 MoRüBe, 26.10.2008
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    MoRüBe Gast

    So könnte man das sehen...

    ... wir haben das Thema hier schon bis zum Abwinken diskutiert. Stichwort: lastabtragende Bodenplatte, sprich: Sohlplatte auf Dämmung, ohne Streifenfundamente, Oberfläche Sohle= Estrich, inkl. Fußbodenheizung. Im Bereich der Kfw40 bzw. auch Passivhäuser kommt man um dieses System nicht drumherum. Siehe auch Schaumglasschotter, kurz SGS, gleiches Prinzip. Setzt aber eine eindeutige Planung voraus, mit Baugrunduntersuchung usw. usw.

    So, und jetzt kommen wieder alle Betonköppe, die sagen das funktioniert nie. Ich sag, das geht...

    und jetzt hau ich lieber schnell ab bevor Marc mich erschießt :D
     
  10. #10 master1980, 26.10.2008
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    Danke für die Antwort.
    Habe hier auch schon gesucht mit "Frostschürze", "Streifenfundament", "Bodenaustausch", "Unterbodenplattendämmung". Ich bin ich in der Suche leider nicht fündig geworden und hatte deshalb dieses neue Thema erstellt.

    Bin nun ja mal gespannt ob es noch mehr (kontroverse) Antworten gibt :)
     
  11. Yilmaz

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    Schiesser bauen mit, pfuscher bauen ohne!? :) ich kann nur kopfschütteln bei sowas. Es geht nicht um frost! Es sind ganz andere paramenter die für streifenfundamente sprechen.

    @Morübe schade das du nicht weiter gedacht hast.
     
  12. #12 MoRüBe, 27.10.2008
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    ich weiß...

    ... die deutschen Betonhäuser würden sonst zusammen brechen:mega_lol::mega_lol:
     
  13. #13 master1980, 27.10.2008
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    Glaubenkrieg!?

    Also ich weiß nicht was ich davon nun halten soll.

    Ist dass mal wieder ein Glaubenskrieg in der Branche? Nach dem Motto Holzhäuser sind besser als Massiv oder eben umgekehrt?
    Oder gehts hier drum, dass einige "alte Hasen" sich nicht mit neuem anfreunden können. Als Beispiel: "PH so ein Qu..., dann sitzt halt später in deinen kalten Haus und mach uns den Hampelman damit es dir warm wird..." !???

    Oder kann man sich eher drauf einigen beiden Techniken sind heute möglich. Technik eins hat die und die Vorteile/ Nachteile und Technik zwei ebenso? Und dann muss abgewogen werden!?
     
  14. mls

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    ganz einfach: bei jeder lösung kommt´s drauf an, wie man´s macht, aber
    bei 5,5% geländengg. könnte ich mir ein zumindest teilw. streifenfundament
    (nebenbei als frostschürze) aus konstr. gründen gut vorstellen und ob ich dann noch
    40cm kies brauche? der kostet nämlich auch geld.
    einige andere aspekte sind auch noch zu betrachten .. mach mal :D
     
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