Frostschaden Heizung - Bewertung?

Diskutiere Frostschaden Heizung - Bewertung? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich bin neu hier und hoffe in dieser Kategorie richtig zu sein, wenn ich mich auch hätte für Bauschäden bzw. Sanierung hätte...

  1. #1 Markus MaWi, 12. November 2009
    Markus MaWi

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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und hoffe in dieser Kategorie richtig zu sein, wenn ich mich auch hätte für Bauschäden bzw. Sanierung hätte entscheiden können.

    Kurzer Abriss:

    Ich bin drauf und dran mir in den nächsten Tagen ein freistehendes EFH Bj 2001 in der Bauart Kellergeschoss halbseits frei in Stahlbeton + Mauerstein, Stahlbeton Decke, EG + 1.OG Holzständer. Laut Architekt geplant als "besser" KFW 60 Haus (geschätzt KFW 50) - die Energeiberechnungen habe ich nicht vorliegen, sind aber noch vorhanden.

    In dem Objekt wurde seinerzeit eine Kombination aus Flachheizkörpern + teils Fosbodenerwärmung (Heizschlangen liegen wohl etwas weiter auseinander als bei reinen Fußbodenheizungen) verbaut. Hierbei sind die Zu und Ableitungsrohre bis ca. 20cm vor die Heizkörper in Kunsstoff mit Leerrohr ummantelt verlegt und anschließend bis zum Heizkörper (also der Wandaustritt) festverrohrt mit Hahnblock.

    Die Wärmeerzeugung wird durch einen 22KW Viessmann Gusskessel (Vitorond 200 - Blauflammenbrenner / kein Brennwertgerät) übernommen.

    Das Haus steht nun ca. 3 Jahre leer und mir wurde beginnend durch den Makler versichert die Heizanlage wäre geprüft (Frühjahr 2009) und i.O. bzw. jeden Winter in Notbetrieb gewesen. - Leider stellte sich das doch als Fehlinfo haraus. Vielmehr lief die Heizung seit 3 Jahren nicht mehr was zu einem Frostschaden führte, da die Nochbesitzer sich haben einreden lassen im Haus würde es niemals frieren und man bräuchte die Heizung nicht mal abzulassen! Naja, was soll ich sagen .... die Heizung hat einen Weg gefunden sich zumindest teils zu entlehren!

    Fakten bis jetzt:

    - Sicherheitsarmatur (Guss) hatt einen Haarriss
    - bei einem Pumpenschieber ist die Frostkappe rausgedrückt
    - 6 von 13 Heizkörpern sind Aufgefrohren (Bauchig + Lackplatzer) aber noch dicht
    - 1 Heizkörper ist undicht / Aufgefrohren
    - 1 Hahnblock ist ebenfalls defekt (Innerreien - lässt sich nicht mehr absperren)
    - 1 Schnellentlüfter auf der Sicherheitsarmatur aufgefrohren.


    nach Abnahmen des undichten Heizkörpers und Erneuern des Hahnblocks haben wir das Rohr- und Heizkörpersystem auf 4bar Systemdruck gebracht und dann alle Hähne (Vor/Rücklauf) abgedreht. In einen Rücklauf haben wir einen feinskaligen Manometer eingeschraubt um den Druck zu überwachen. Den Systemdruck im Ausgleichsgefäß und Brenner haben wir jedoch abgelassen das Sicherheitsgruppe und unterer Teil des Pumpenschiebers noch defekt sind.

    Jetzt meine Annahme:
    - nach 4 Tagen hat das Rohrleitungssystem konstanten Druck gehalten - ich gehe davon aus das dieses keine weiteren Schäden genommen hat.
    - die bauchigen Heizkörper müssen dennoch alle ersetzt werden (Sicherheitshalber)
    - den Kessel konneten wir leider nicht testen (Dichtheit) - Im kurzen Probebetrieb (Brenner läuft sauebr an, muss nur gewartet werden) waren keine Beeinflussungen bemerkbar.

    Alle Prüfungen habe ich zusammen mit einem erfahrenen Heizungsmonteur gemacht.

    Meine Frage:

    was meint ihr? bzw. wie würde ein Gutachter in diesem Falle entscheiden?

    ich gehe nämlich davon aus, das Ergebniss eines Gutachters würde wie folgt lauten:

    - Aufgrund der bereits optisch erkennbaren Schäden der Haizungsverteilung im Sichbereich bzw. der vorhandenen mehrfachen Leckage muss davon ausgegangen werden, dass das komplette System eingefrohren war. Aufgrund der drastischen Volumenzunahme bei Phasenübergang Flüssig -> Fest kann keine Garantie auf die Funktionalität des Systems gegeben werden. Das System ist in seiner Gesamtheit als "Defekt" einzustufen. Ein Austausch von Energeierzeuger und Wärmeverteilung / Rohrsystem muss vorgenommen werden. .....


    Bitte die Antworten klar im Bezug auf "Gutachtermeinung" bzw. "muss auf alle Fälle gemacht werden" trennen!!

    Danke für die Antworten,

    Viele Grüße Markus
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 12. November 2009
    Achim Kaiser

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    Das ist ne Frage die niemand wirklich beantworten kann.

    Bauchige Heizkörper würden mich nicht mal so sehr stören, denn wenn die anfangen zu tropfen - DAS ist feststellbar.

    Rohrleitungen im Estrich können geschädigt sein, müssen aber noch nicht unbedingt undicht sein oder eine Druckprobe deswegen nicht überstehen können ... aber was machste wenn durch die normale Beanspruchung in 2 oder 5 Jahren eine Leckage auftritt ?

    Wer soll dafür den Pinsel hinhalten können oder wollen ausser du selbst ?

    Man kann zwar ein Teilstück der Rohrleitung ausbauen und beurteilen ... aber es gibt keine Garantie dass es 50 oder 100 cm weiter nicht ganz anders aussieht.

    Man kann die Anlage prüfen wie man will, ein nicht zu unterschätzendes Restrisiko mit u.U. saftigen Folgekosten bleibt ... es kann gut gehen muss aber nicht.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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