Frostschürze und Bodenplatte

Diskutiere Frostschürze und Bodenplatte im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich will ein Anbau an ein vorhanden Altbau bauen lassen. Der Altbau hat keine Fundamente. Steht aber schon seit 50 Jahren und...

  1. Ansgaar

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    Hallo zusammen,

    ich will ein Anbau an ein vorhanden Altbau bauen lassen. Der Altbau hat keine Fundamente.
    Steht aber schon seit 50 Jahren und scheint zu passen. Bauantrag für den Anabu läuft und ich hole zur Zeit Angebote zur Umsetzung bzw. Ausführung des Anbaus durch Fachfirmen ein.
    Nun meine Frage an die Fachleute:

    Gestern hatte ich 2 Termine für die "Bodenplatte".
    Beide Bauunternehmer schlugen mir folgenden Bodenaufbau vor.

    Mutterboden abschieben: Fundamente laut Fundamentplan 80 cm tief. ( beide wollten keine Schalung für die Fundamente machen sondern den Beton einfach in die Löcher kippen?) Ist das die Regel?
    Beide wollten auch nichts als Grundlage für die Fundamente nehmen. Ich dachte immer dort kommt noch was rein ( Schotter/Kies oder sonst was).
    Die "Grube" also innerhalb der Fundamente: Mutterboden weg/ 50 cm tief. Kies rein, PE Folie/ Betonschicht/Dämmung/FBH/Zementestrich.
    (Sind das die Regeln der Kunst?) Der Fussbodenaufbau im Altbau sieht so aus ( ließ sich nicht anderes bewerkstelligen) .
    Der Anbau wird 32 qm groß sein kein Keller und als Flachdach geplant.
    Wo seht ihr hier Problme oder sehe ich nur zu "schwarz"?


    Danke für die Hilfe und Gruß
     
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  3. Ropi

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    Hallo Ansgaar,

    ich sehe hier vor allem das Problem, dass Du als 'Jurist' nicht das noetige Fachwissen hast, um den Bau vernuenftig auszuschreiben, zu beaufsichtigen und Maengel zu erkennen. Ohne _eigenen_ (eingekauften, unabhaengigen) Sachverstand faehrst du ein unnoetig hohes Risiko. Von hier wird keine beurteilen koennen, ob dein geplanter Bau so funktionieren kann.
    Es klingt stark nach "Haben wir schon immer so gemacht, bisher keine Probleme".

    Nimm Dir einen Architekten, der das vernuenftig plant und ausschreibt. Der STatiker ist dann auch im Boot.
    Eigenes rumgewurschtel mit den Baufirmen bringt nichts.

    Gruss,
    Ropi
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 16. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Potsdam ist doch Land Bbg oder??

    Da brauchst Du doch eine Statik, die mWn sogar geprüft wird. Da steht alles drin, was Du und Deine BU zu machen haben!
     
  5. Ansgaar

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    Hallo und Danke für die Antwort,

    die Statik ist auch schon erledigt worden. Hier geht es eher um unabhänige Ratschläge bzw. Tipps ohne Verbindlichkeit.
    Den Tipp mir einen Architekten zu nehmen werde ich evtl. in Betracht ziehen.
    In diesem Zusammenhang ist diese Antwort allerdings wenig zielführend, da es die Frage nicht beantwortet. Wenn diese zu inkonkret formuliert ist, reiche ich gern Details nach aber ich glaube schon, dass es beantwortbar ist ( kommt etwas unter die Fundamente Z.B oder nicht).
    Ist ja in etwa so ( denke ich mir zumindest) wenn mich jemand fragt was Fahrlässigkeit bedeutet. Eine Frage die man beantworten kann ohne den konkreten Fall zu kennen.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 16. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Ähhhh - wie kann man einen Bauantrag für einen Anbau einreichen, wenn man weder Architekten noch Statiker samt gedruckter Statik hat???

    Wenn es eine Statik gibt, gibt es nichts mehr zu reden.

    Für den Juristen: Wenn im Vertrag steht "Nebenabreden sind unzulässig" können die Vertragsparteien übers Wetter, aber nicht mehr über den Vertrag reden (zumindest nicht ohne ihn zu ändern)

    Dito Statik: Einhalten oder neu rechnen lassen!
     
  7. #6 Thomas Traut, 16. April 2012
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    Wenn das so wäre, dann wüsstest Du, dass Dein Vorgehen mindestens fahrlässig ist. Ohne Planung und Bauleitung und unter Umgehung der Bauordnung halte ich sogar für vorsätzlich.
     
  8. Ansgaar

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    Liebe Leute:

    die Fragen sind doch nicht so schwer. Wenn für mich alles klar wäre würde ich doch nicht in dieses Forum schreiben. "Bauexpertenforum" = "Poste bitte keine Fragen, du hast ja einen Achitekten und wenn nicht dann nimm dir einen" würde dazu führen, dass das Forum schließen kann. Mein Architekt ist leider von uns gegangen hatte ich schon in nem anderen Post mal erwähnt. Sicher werde ich mir einen neuen nehmen müssen der alles fortführt aber das ist erstmal unanbhänig von meiner Frage.
    Diese sollte doch sicher auch im Bereich der Maurerlehrausbildung als Standart zu beantworten sein. ( Das für die Architekten:)
     
  9. RMartin

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    Der Untergrund unter den Fundamenten muss ausreichend tragfähig sein. Was "ausreichend" für Dein Bauvorhaben bedeutet entnimmt man der Statik/ Tragwerksplanung für Dein Bauvorhaben.

    Ist es nun klarer?


    (Aber in Deinem Beitrag vom Freitag mit der Hanglage gab es schon Widersprüche bzgl. angebl. erstellter Planung und Deinen Fragen. Weil wenn es wirklich eine Ausführungsplanung geben würde, dann wären so manche Fragen überflüssig/ nicht möglich.)
     
  10. Ansgaar

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    Eine Ausführungsplanung im klassischem Sinne gibt es wohl nicht. Der Architekt hat alles soweit fertig gemacht, dass der Bauantrag eingereicht werden konnte. Irgendwelche Berechungen bzg. der Windlast für das Dach sind dabei auch ein Fundamentplan und 20 Seiten Berechenungen über alles mögliche. Allerdings steht nirgendwo, wie im Detail etwas gemacht werden soll. Die Statik wurde auch berechnet ( hab ich grad nicht im Büro) und ich schau da heut Abend nochmal drauf, ob dort etwas konkretes steht.
    Ich dachte allerdings, das Fragen wie 1. schalt man die Fundamente eine bevor man diese ausfüllt und
    2. gießt man diese auf die blanke Erde oder muss dort Schotter oder sonstiges drunter
    unabhänig davon zu beantworten sind was genau gemacht wird. Standart sozusagen.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 16. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Meinst Du ernsthaft, wir haben alle Deine Posts vollinhaltlich immer und ad hoc parat?

    Zum Rest!
    So wie sich die meisten Rechtsfragen nicht mit einem Satz beantworten lassen, so ist das hier auch.

    Was nötig ist und was nicht, hängt nicht nur an den Fachregeln, sondern vor allem an:
    Baugrund
    vorh. Bausubstanz
    deren Gründung

    Irgendwo schrubst Du was von Hang, von komischer Bausbstanz (wenn ichs Recht erinnere) usw.

    Jede Aussage (ausser der, dass Noppenfolie keine Sauberkeistschicht ist) wäre mehr als nur leicht fahrlässig! (Das weiß ich auch ohne Deine Erklärung von fallloser Fahrlässigkeit ;) )
     
  12. Gast vS

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    genau da wird die Sache schwierig - wir wissen nicht, ob deine Rahmenbedingungen eben auch "standart" sind.
     
  13. #12 Thomas Traut, 16. April 2012
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    Nein. Außerdem hast Du 2 Aussagen von Bauunternehmern. Wenn es jeder Maurer kann, warum dieses Misstrauen?
     
  14. Ansgaar

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    Ist es so schwer oder drücke ich mich unverständlich aus? Es gibt doch konkrete Fragen. Darauf gibt es sicher konkrete Antworten unter der Annahme von gewissen Umständen. Es geht mir hier nicht um eine Bauberatung sondern einfach nur darum unter welchen Gesichtspunkten etwas so gemacht werden kann oder eben nicht. Wer nicht antworten will oder kann, der braucht es auch nicht aber dann stellt sich mir die Frage nach der Sinnigkeit dieses Forums. @Gast vS mal angenommen die Rahmenbedingungen sind Standart. Lässt sich dann eine Antwort konstruieren?
    Es ist mitnichten so, dass es staatsanwaltlich verfolgt wird, wenn man hier Ratschläge gibt, die evtl. nicht stimmen könnten. Ich bitte nur um Antworten bzgl. eines Bauproblems und nicht um Lebenberatung. Wer also was dazu sagen kann, dem wäre ich dankbar, wer nichts zum Sachverhalt beitragen kann der schweife bitte zu anderen Beiträgen und versuche sich dort. Herzlichen Dank.
     
  15. RMartin

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    Unter 'gewissen' Umständen kann man Fundamente auf ein gewachsenes Planum betonieren.

    Man kann auch Fundamente ohne Schalung herstellen. Hierbei gibts gewisse Dinge zu beachten (z.B. Erhöhung der Betondeckung, wie wird abgedichtet, etc.) um entspr. notwendige Qualitäten sicherzustellen.

    Ob das dann bei Dir alles diese 'gewissen' Umstände sind, sollte dann entspr. Fachmann bei Dir eruieren und entspr. situationsspezifisch planen.


    Hat 'die liebe Seele' nun Ruh und diese Antwort passt dem Herrn?
     
  16. Gast vS

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    Nehmen wir das als Beispiel ...

    Aus der statischen Berechnung ergibt sich eine Sohlspannung von x KN/m².

    Wenn der Boden eine entsprechende Tragfähigkeit aufweist, kann diese als zulässige Bodenpressung angesetzt werden.

    Wenn nicht kann man den Baugrund ggf. mittels Trag- / Bettungsschicht (in Stärke y) verbessern - muss aber auch nicht immer die sinnvolle Lösung sein.

    Ja, vielleicht muss da "etwas" drunter ... vielleicht auch nicht.

    Was soll ich also dazu schreiben - manches geht nicht aus der Ferne.
     
  17. Ansgaar

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    Sicher kann man soclhe Sachverhalte aus der Ferne schwer beurteilen. Aber damit ist ja meine Frage diesbezüglich beantwortet. Ich ging davon aus, dass es als Standart angenommen wird irgendetwas drunter zu schütten. ( Was auch immer) Das dies tatsächlich bei entsprechender Tragfähigkeit des Untergrundes entfallen könnte war mir nicht bewusst. Ein Bodengutachten würde hier sicher Aufschluss bringen davon gehe ich mal aus.
    Aber mal angenommen der Boden ist der schlecht ( was ich nicht hoffe), gibt es eine "Bauregel" die besagt, wenn du " z.b. 10 cm Schotter oder sonst was" unter die Fundamente schüttest, dann ist man für den schlimmsten anzunehmenden Fall gewappnet.
    Aber danke schonmal für das klären der Frage ob etwas unter die Fundamente muss oder nicht. Wie gesagt, ich bin von ( immer) ausgegangen.
     
  18. Ansgaar

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    Ja und die Antwort @RMartin war auch aufschlussreich. Warum nicht gleich so. :-)
     
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  20. Gast vS

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    nein - Stärke etc. resultieren aus den jeweiligen bodenmechnischen Kennwerten

    eine Abhandlung über 20 Fallbeispiele "was wäre wenn" erspare ich mir / uns - würde auch nicht weiterhelfen.
     
  21. Ansgaar

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    Ok. Vielen Dank für die Antwort. Also zumindest bzgl. des "Unterbaus " werde ich mir wohl nen Bodengutachter suchen. Vielen dank für deine Antwort und viel Spass beim wählen im Mai. :-)
     
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