Frostschutzschürzen aus Mineralbeton ?

Diskutiere Frostschutzschürzen aus Mineralbeton ? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Guten Morgen zusammen, wir bauen ein Haus ohne Keller. Es muss lt. Bodengutachten eine lastverteilende Bodenplatte zum Einsatz kommen, wobei...

  1. Knobler

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    Guten Morgen zusammen,

    wir bauen ein Haus ohne Keller. Es muss lt. Bodengutachten eine lastverteilende Bodenplatte zum Einsatz kommen, wobei unter der Bodenplatte ein Bodenaustausch (30 cm) erfolgen muss (Natursteinschotter Körnung 0/45).

    Weiterhin sind lt. Baugrundgutachten betonierte Frostschutzschürzen mit 1 m Tiefe vorgeschrieben. Unser Boden hat die Frostempfindlichkeitsklasse F3 (sehr frostempfindlich).

    Mein GÜ möchte nun die Frostschutzschürzen 1 m tief und 1,10 m breit vornehmen und diese mit Mineralbeton füllen. Zusätzlich soll unter der Bodenplatte eine Drainage verlegt werden. Auf meine Nachfrage, weshalb denn nicht einfach "richtiger" Beton verwendet wird, begründet er die Nichtverwendung mit der konkreten Bauausführung. Würde man die Frostschutzschürzen bis oben betonieren, müssten diese lt. Statiker mit Eisen mit der Bodenplatte verbunden werden. Dann würden jedoch Lasten über die Schürzen abgetragen werden, was lt. Baugrundgutachten ausgeschlossen sein muss.

    Meine Fragen:

    Wie schätzt ihr die geplante Bauausführung ein - ist die Lösung akzeptabel ? Welche Risiken bestehen ?

    Und Mineralbeton wird ja ansonsten eher im Straßenbau verwendet. Ist das ganze nicht etwas ungewöhnlich ? Können auch Kostengründe dahinter stecken ? Und ist die Breite von 1,10 m ausreichend ?

    Gruß Knobler
     
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  3. Knobler

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    hmm, ist das Thema hier falsch eingestellt ? Wäre super, wenn das ein Admin ggf. verschieben könnte...
     
  4. #3 alex2008, 6. Juni 2013
    alex2008

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    Was soll denn die Drainage bewirken?
    Wo kommt das Wasser her und Wo soll es hin? Wasser fließt halt eben nicht immer in die Richtung die der Ruckizuckiplaner gerne hätte.
     
  5. Knobler

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    Lt. Bodengutachterin ist bei dieser Loesung eine dauerhafte Entwaesserung unter der Bodenplatte erforderlich. Ich vermute, weil der Mineralbeton wasserdurchlaessig ist. Das eintretende Wasser koennte dann unter der Bodenplatte gefrieren.
     
  6. H.PF

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    Wie soll bitteschön Wasser unter der Bodenplatte gefrieren? Da steht ein Haus drauf! Da sind Frostschürzen drumherum, da kannn nix gefrieren...
     
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  8. Knobler

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    Hier auszugsweise statement der bodengutachterin:

    Wenn Frostriegel ausgeführt
    werden, ist unbedingt eine
    dauerhafte und behinderungsfreie
    Entwässerung des Sohlplanums zu
    gewährleisten, da ansonsten durch
    Aufstauen von Sickerwasser in den
    Frostriegeln über den bindigen
    Böden die Frostsicherheit nicht
    mehr gewährleistet ist. Die
    Entwässerung kann z. B. über den
    Einbau einer Dränage (DN 100)
    erreicht werden.

    Was haltet ihr generell von den mineralbetonschuerzen?
     
  9. mls

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    in deinem fall scheinen die angaben zur erforderlichen gründungsart
    dagegen zu sprechen - es ist also egal, was "wir" davon halten.
    dein gü möchte mit den gründungserfordernissen den twp konfrontieren -
    dann wirds wohl was werden ..

    btw, baugrundler schreiben "frostschürze" (quasi terminus technicus,
    versteht jeder) und meinen (vielleicht) eine unterströmungsschürze...
    das ist ggfs. im dialogverfahren zu klären.
     
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