Füllwasser Fußbodenheizung

Diskutiere Füllwasser Fußbodenheizung im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, in 2 Tagen werden meine Verteiler an der FBH getauscht und diese dann auch neu befüllt (ist erst 2 Jahre alt). Auf Nachfrage...

  1. dertoni83

    dertoni83

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    Hallo zusammen,

    in 2 Tagen werden meine Verteiler an der FBH getauscht und diese dann auch neu befüllt (ist erst 2 Jahre alt).

    Auf Nachfrage an meinen HB wird die FBH nur mit normalen Leitungswasser befüllt, wenn ich möchte demineralisiert er es noch.

    Ich hab bei bosy gelesen, dass ein Vollschutz eigentlich immer sinnvoll ist. Mein HB meint er ist überflüssig (...machen wir immer so...); außerdem ist es lt. ihm bei einer Rotex Wärmepumpe nicht nötig, da die ja nach dem Wärmetauscherprinzip funktioniert.

    Wie wichtig ist das ganze nun? Soll ich evtl selber was reinkippen, kann das ggf. sogar schädlich sein?

    Danke + Gruß
    Toni
     
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  3. R.B.

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    Nicht selbst irgendwas rein kippen, denn wenn es Ärger gibt, stehst Du zuerst einmal in der Schußlinie. Unterlagen zur WP studieren was dort zum Heizungswasser steht.

    Da könnte beispielsweise stehen:

    Es kommt also erst einmal auf die TW Qualität an, und dann s.o.
     
  4. dertoni83

    dertoni83

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    Den Absatz hab ich auch gelesen.
    Naja, generell hat unser LW eine GH von 29. Allerdings habe ich eine Enthärtungsanlage im Haus, die Wasser zwischen 0 und 1° GH liefert. Daher dürfte das Kalkproblem - unabhängig ob ich nun das demineralisierte Wasser vom HB nehme oder nicht, nur nachrangig sein.
     
  5. R.B.

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    und warum willst Du dann noch etwas in´s Heizungswasser kippen?
     
  6. dertoni83

    dertoni83

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    Naja, die Frage für mich ist: Muss ich Angst vor Korrosion haben oder nicht?
     
  7. #6 Achim Kaiser, 25. November 2014
    Achim Kaiser

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    Wenn man nicht weiss was man tut kanns sogar schädlich sein ... yepp.

    Man sollte das Thema im Auge haben, aber keine Angst davor. Viele Darstellungen auf den Infos der entsprechenden Firmen sind oftmals weit überzeichnet. Da werden Bilder von zugewachsenen Trinkwasserleitungen gezeigt und ein thematischer Bezug zur Heizungsanlage hergestellt u.v.m..
    Ungeachtet so mancher Überzeichnung zur Problemdarstellung ... 29 ° d.H. sind schon kräftig und nicht unbedingt mit den Vorgaben vereinbar.

    Ich versuchs mal etwas vereinfacht darzustellen ....

    Wenn in der Anlage weder Pufferspeicher noch Aluminiumbauteile vorhanden sind genügt die Befüllung mit enthärtetem Wasser das die Trinkwasserverordnung einhält. Eine Enthärtung von 29 °dH auf 0-1 °dH führt zu einem für Trinkwasser unzulässig hohen Salzgehalt.
    Hoher Salzgehalt geht einher mit erhöhter Korrosionstendenz ... deswegen auch hier ... nicht viel hilft viel sondern Augenmaß.
    Vorteil ... Heizungsbefüllwasser bleibt in Kategorie 3 und man braucht im späteren Betrieb beim Nachfüllen nicht übermäßig aufpassen.
    pH-Wert Kontrolle nach 2 bis 3 Monaten empfehlenswert.

    Beim Demineralisieren kommt der Kalk ganz raus und wird nicht durch Salz ersetzt, dafür verliert das Wasser aber auch seine Pufferkapazität.
    Je nach Werkstoffen in der Heizungsanlage führt das u.U. zu pH-Werten die korrigiert werden müssen. Hier ist eine pH-Wert Kontrolle nach 2 bis 3 Monaten zwingend und je nach ermittelten Werten muss/sollte hier ggf. eine Korrektur erfolgen. Je nach eingesetztem Zaubermittelchen muss auf bestimmte Mindestkonzentrationen geachtet werden und im Betrieb insbesondere beim Nachfüllen muss man das im Hinterkopf behalten ...
    Regelmäßig rutscht das Befüllwasser in Kategorie 4 was bei der Befüllarmatur zu berücksichtigen ist.
    Zudem sollte man beim eingesetzten Fabbrikat des Zaubermittelchens bleiben und ein dickes Schild an der Anlage anbringen, so dass zu einem späteren Zeitpunkt jeder Nachvollziehen kann was da veranstaltet wurde. Ein Betriebsbuch in dem die Nachfüllungen und Prüfwerte dokumentiert werden ist sehr empfehlenswert.

    Fazit :
    Es gibt nicht *die* Patentlösung. Jedes Verfahren hat Grenzen, Vor- und Nachteile.
    Viel (Gedönse) hilft nicht immer viel.
    Vor allem ist es oftmals kein einmaliger Vorgang sondern bei "Behandlung" des Befüllwassers der Begin einer langen "Freundschaft" bei der man nicht unbedingt mal schnell die Seiten wechselt.

    In der Praxis fällt man ungeachtet des gewählten Verfahrens immer durch "keine Dokumentation" auf die Nase.
    Dickes Schild an der Anlage und vor allem ein gewisser Vorrat der Zaubermittelchen sollte vor Ort dann immer vorhanden sein ... denn wenn mal was vorkommt geht ansonsten das große Geeier los und keiner weiss Bescheid ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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