Fugenbreite T10

Diskutiere Fugenbreite T10 im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich bin durch die Seite baumurks.de auf dieses Forum aufmerksam geworden und dort wurde empfohlen "Sobald Sie bei Ihrem Bauvorhaben...

  1. #1 ottobauen, 25. Mai 2012
    ottobauen

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    Hallo,

    ich bin durch die Seite baumurks.de auf dieses Forum aufmerksam geworden und dort wurde empfohlen
    "Sobald Sie bei Ihrem Bauvorhaben auch nur den geringsten Zweifel an der Ausführungsart haben: Schlagen Sie Alarm und holen Sie sich Hilfe in unserem fachkundigen Bauexpertenforum"
    Zweifel habe ich aktuell an den Ausführungen zu unserem einschaligen Mauerwerk aus T10 in 36,5cm Stärke. Ich war heute auf der Baustelle nachdem das Mauern des EG angefangen hat. Leider habe ich große Fugen zwischen den Ziegeln entdeckt und habe nun Angst, das dort Wärmebrücken entstehen.

    Ich habe einige Fotos von den schlimmsten Stellen gemacht mit ein paar Fragen:
    Foto 1: abgesprungene Ecke am Ziegel. Ist dies ok oder hätte der Stein nicht verwendet werden dürfen wegen späteren Problemen beim Verputzen?
    Foto 2: Fuge aus der Nähe mit Blitz
    Foto 3: zeigt dass die Fuge nicht vollflächig sondern an nur an den beiden Aussenseiten geschlossen wurde. Ist das ok oder müsste das nicht vollflächig sein?
    Foto 4: ungeschlossene Fugen. Bis zu welcher Breite sind die ok bzw, dürfen sie in der Breite überhaupt sein?
    Foto 5: teilweise waren sie auch geschlossen mit Mörtel
    Foto 6: Kleber so ausreichend?

    Wie ihr merkt bin ich ziemlich unwissend und werde mir wohl auch externe Hilfe holen müssen (baue "schlüsselfertig" mit einem Bauunternehmer für alle Gewerke). Wie macht man das am besten? Man kann ja nicht für jedes Gewerk wieder einen anderen Sachverständigen beauftragen. Gibt es sinnvolle Zusammenfassungen. Z.B. beim Mauerwerk einen speziellen hierfür oder besser einen für "alles"? Gibt es sowas überhaupt mit dann noch ausreichend Fachwissen in den Details der Gewerke?

    Beste Grüße,
    Otto

    Ecke.jpg Fuge nah.jpg Fuge oben.jpg Fugen auf.jpg Fugen zu.jpg Kleber.jpg
     
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  3. #2 ottobauen, 25. Mai 2012
    ottobauen

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    geschlossen wurden die Fugen anscheinend mit einem SWD 21 Wärmedammmörtel. Ist der in Ordnung? Mörtel.jpg
     
  4. bayerth

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    Hallo,

    einfach nach Stoßfuge suchen.

    Viele Grüße,
    Thomas
     
  5. #4 ottobauen, 26. Mai 2012
    ottobauen

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    hab ich... Erkenntnisse bisher:

    - Stoßfugen <5mm ohne Vermörtelung ok
    - größere Stoßfugen müssen mit Leichmörtel gefüllt werden.
    - Meine horizontalen Fugen scheinen in Ordnung und der "Kleber" auch. (Problem ggf. Kamineffekt!?)
    - Überbindemaß sehr wichtig, was bei mir zu passen scheint

    Eine klare Aussage wie groß die Stoßfugen noch akzeptabel sind hab ich leider nicht gefunden.
    Ob die Stoßfugen vollflächig vermörtelt werden sollen oder nur zugeschmissen gibt es mehrere Meinungen hier im Forum (Luftdämmwert > Mörteldammwert habe ich gelesen!?)
    LM21 wird immer genannt, hoffe dass der SWD21 auch ok ist?

    Klar ist, dass sorgfältiger hätte gearbeitet werden können. Die Steine könnten passgenauer geschnitten werden.
    Ob das jetzt ein Mangel ist oder nicht konnte ich aufgrund der Beiträge hier nicht beurteilen. Sachverständigen- Unterstützung kann ich erst ab Dienstag suchen und da weiter gemauert wird wollte ich hier schonmal vorher nachfragen, ob ich eingreifen muss. Falls die Wand wieder abgerissen werden muss geht das einfacher wenn die Decke noch nicht drauf ist...
     
  6. #5 ottobauen, 31. Mai 2012
    ottobauen

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    So, "Pfingstferien" vorbei und heute die Lage zu "Bausachverständigen" vor Ort angefangen zu checken.
    Keiner eine Meinung zu den Bildern, ob die jetzt einen speziellen Sachverständigen für das Mauerwerk als Folge haben sollten oder alles in Ordnung, so dass man eher einen Allrounder (Architekt?) für alle Gewerke zusammen als Unterstützung bei Abnahmen beuaftragen sollte?
    Gibt es wirklich keinen Wert für die maximale Breite einer (mit Mörtel geschlossenen) Stoßfuge oder find ich den nur nicht?

    Die letzten beiden Tage wurde weitergemauert und die meisten Fugen mittlerweile geschlossen. Ich stelle morgen nochmal aktuelle Fotos rein.
     
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  8. Josef

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    der Fugenverschluß erfolgt nachträglich durch zuwerfen der Schlitze ...
    das heisst die Fugen sind danach nur oberflächig geschlossen.

    die Folge:

    - Putzrisse infolge Materialwechsel Fuge/Stein wegen der Grösse
    - Putzrisse infolge fehlender satter Verfugung
    - Putzrisse infolge fehlender Überbindmaße siehe Bild 3
    - U-Wert 0,25 des Mauerwerkes infolge der Aktion für´n A.... (Wärmebrücken)

    leider ist die DIN 1053 hinsichtlich der Verarbeitung von hochdämmenden Mauerwerken
    so dermassen veraltet daß sich der Bauunternehmer hier ziemlich zurück lehnen kann.
    ich würde mir so eine Ausführung nicht gefallen lassen ... aber da hätte man gleich reagieren müssen (!)
     
  9. #7 Alfons Fischer, 8. Juni 2012
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    ganz ehrlich, ich weiß auch keine rechtssichere Antwort auf diese Fragen.
    Aber ich kenne diese Fragen sehr wohl aus meiner Praxis: "Wie groß darf die Fuge maximal sein?". Nur kann ich leider den Ansatz, dass wegen Wärmebrücken der U-Wert "für'n A..." ist, nicht so ohne weiteres nachvollziehen.
    Fang ich mal so an: wann liegt eine Wärmebrücke vor: wenn es eine erhöhte Wärmeleitfähigkeit gibt oder sich Konvektion einstellt.
    - Eine erhöhte Wärmeleitfähigkeit der Luftschicht in der Fuge kann ich nicht attesttieren, da die Luft ja beim Mauerwerk eine geringere Wärmeleitfähigkeit hat als der Stein.
    - ob sich Konvektion einstellt, hängt ganz wesentlich von der Fugenbreite ab. Bei einer schmalen Fuge wird es keine oder kaum Konvektion geben, bei einer breiteren Fuge eine größere. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich bei einer Fugenbreite von 2cm und einer Steinhöhe von 25cm eine nennenswerten Konvektion infolge thermischen Auftriebs einstellt. Dies deckt sich auch mit den Erfahrungen von Thermografie-Aufnahmen solcher Mauerwerke, wo solche Fehlstellen nicht erkennbar sind (sofern mit passendem Leichtmörtel geschlossen).
    Die Beurteilung würde ich nicht zuletzt davon abhängig machen, ob es eine einzelne Fuge ist oder sich diese Unzulänglichkeiten in Massen feststellen lassen. Eine einzelne solche Fuge am Bau wird wohl keinen messbaren Mehraufwand beim Beheizen bedeuten. Treten solche Fehlstellen sehr häufig auf, liegt aber die Vermutung nahe, dass der Maurer auch sonst nicht wusste, worauf zu achten ist. Dann lohnt es sich ggf., mal etwas genauer hinzuschauen...
     
Thema: Fugenbreite T10
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