Fundament / Bodenplatte bei Hanglage

Diskutiere Fundament / Bodenplatte bei Hanglage im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo allerseits, folgendes "Problem". Ich hatte ein Grundstück mit leichter Hanglage, ca. 1.3 m auf 20 m Gefälle. Da ich keinen Keller...

  1. kwak

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    Hallo allerseits,

    folgendes "Problem".

    Ich hatte ein Grundstück mit leichter Hanglage, ca. 1.3 m auf 20 m Gefälle.

    Da ich keinen Keller will und den Stauraum über der Erde vorgesehen habe, kommt auch kein Keller.

    Darum war geplant 40 cm Schaumglas unter die Bodenplatte zu legen etc. und fertig.

    Leider hat uns die Gemeinde nun einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Straßenniveau um 90 cm angehoben (Neuparzellierung). Dadurch wird aus einem Grundstück mit leichter Hanglage nun eines mit Hanglage - was nicht das Problem wäre. Aber, durch die Erhöhung um 90 cm muss nun ganz einfach um 90 cm aufgeschüttet werden, was bedeutet, dass der Aushub fürs Schaumglas und BoPa nicht genügt, um auf "gewachsenen" Boden zu kommen. D.h. das Hauptproblem ist, dass durch das Aufschütten der gewachsene Boden in weite Ferne rückt.

    Der Lösungsvorschlag unseres Baumeisters wäre nun eine zusätzliche "Frostschürze" bis zum gewachsenen Boden. Von der bin ich aber gar nicht begeistert, weil (sofern thermisch ordentlich durchgeführt) "unnötig" teuer - da war die Schaumlglasvariante viel effektiver.

    Nach Grübeln am Wochenende habe ich mir überlegt, ob es nicht viel einfacher wäre, z.B. um 90 cm tiefer auszuheben, dann 90 cm Schotter zu verfüllen, verdichten, 40 cm Schaumglas drauf verdichten usw.. Der gewachsene Boden wäre erreicht und die Statik sollte passen.
    Das wäre thermisch wesentlich besser und in Summe auch kostengünstiger.

    Ist die Schottermethode prinzipiell humbug oder in Ordnung ?

    Plan B (falls die Schottermethode nicht funktioniert) wäre dann ganz einfach einen Keller vorzusehen...
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 4. Februar 2007
    VolkerKugel (†)

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    Wieviel Gefälle ...

    ... hat´s denn nun im Hausbereich? Genauer: wie tief ist das Haus und wie groß ist der Höhenunterschied von der Eingangs- zur Gartenseite:

    Und: steigt oder fällt das Grundstück?
     
  4. kwak

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    Hallo,

    das Gefälle liegt schräg zum Haus, d.h. nicht längs oder quer sondern eher vom einen Eck zum anderen. Der größte Höhenunterschied beträgt derzeit ca. 40 - 50 cm. Das Haus wird 12 mal 9 m groß.
    Schütten wir um z.B. 70 cm auf, dann wird das Gefälle beim Haus dadurch nicht größer, aber das gewachsene Erdreich wird somit "tiefer gelegt...."

    Laut Baumeister (kennt die Gegend gut), besteht der Boden aus Lehm.

    Die Frage mit Gefälle oder Steigung verstehe ich nicht ganz. Die Straße wird angehoben und bildet die obere Grundstücksgrenze, von da an geht es "bergab"... Das Grundstück liegt "unter" der Straße.

    Danke jedenfalls, falls noch zusätzliche Infos gewünscht werden, einfach fragen, kein Problem. Ich würde heute gerne meinen Baumeister den "Schotter" Vorschlag unterbreiten und würde gerne wissen ob der humbug ist, bzw. wie man es "richtig" oder "falsch" macht.
     
  5. #4 VolkerKugel (†), 5. Februar 2007
    VolkerKugel (†)

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    Wie man es ...

    ... richtig oder falsch macht, wird Dir von hier aus keiner so ohne weiteres sagen können.
    Wenn ich Deine Gefälleangaben richtig interpretiere, scheint mir hier ein Keller die bessere Lösung zu sein. Um Genaueres sagen zu können, müsste man einen Höhenplan des Geländes (mit Haus) haben :konfusius .
     
  6. #5 Statikuserectus, 11. Februar 2007
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    Hallo
    zunächst rate ich dir, einen Baugrundsachverständigen ranzuholen. Das kann zwar 1-2 tsd euronen kosten, gibt dir jedoch die notwendige Sicherheit und auch Gewährleistung.

    Zum "Schotter-prinzip", wir haben schon oft auf schlechtem Baugrund, und auch aus anderen gründen, eine dicke schotterpackung bis über einen Meter höhe eingebaut und darauf einfamilienhäuser mit fundamentplatte, keine "linearen streifenfundamente" gesetzt. die Schotterschicht ist oft besser, als der tiefer anstehende gewachsene Boden und bewirkt eine zusätzliche Lastverteilung in den Baugrund hinein.

    In Deinem Fall ist es nun unerheblich WARUM die Schotterpackung eingebaut werden soll, sei es ein schlechter Baugrund oder der notwendige Höhenausgleich.

    Die Vorgaben dazu macht jedoch kein Wald und Wiesenstatiker so wie wir, und auch nicht der nette Architekt oder der fleißige Unternehmer, sondern wirklich der Baugrund-SV. Grundbau ist eine regionale Sache, in jeder region ist die Geologie und die plempe unter den Füßen anders, Ferndiagnosen sind ungeeignet.

    Es gibt auch eine Firma, die schon Schaumglas-Schotter herstellt ! damit schlägt man zwei fliegen mit einer klappe. Dallerdings ist das Vorbereiten und einbringen des Schotters etwas aufwendiger und unterliegt gewissen Restriktionen, ist jedoch eine Überlegung wert.

    Viel spass noch,
    cheers not tears

    du baust nur einmal
     
  7. Patty

    Patty

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    Aus meiner Sicht, die zwar nicht auf ausgebildetem Bau-Knowhow basiert, sondern eher aus eigenen Erfahrungen, würde ich hier auch ganz klar auf Keller gehen. Bei der geringen Differenz von normalem Keller zu Bodenplatte m. Sonderaufwand würde ich lieber einen günstigen Keller bauen und so die Sicherheit einen "vernünftigen" Stand ohne größere Tricks zu haben.

    Unser Boden war auch ca. 1,2m unter Straßenniveau und man hat uns geraten mit Keller wäre in dem Fall besser, wollten aber sowieso einen haben. Von daher stellte sich das Problem nicht.
     
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