Fundamenterder falsch eingebaut?

Diskutiere Fundamenterder falsch eingebaut? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Forum, in der letzten Woche wurden Streifenfundamente und die Bodenplatte unseres EFH gegossen. Wir haben diese Arbeiten so gut es...

  1. #1 Nightshift, 08.08.2010
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    Hallo Forum,

    in der letzten Woche wurden Streifenfundamente und die Bodenplatte unseres EFH gegossen. Wir haben diese Arbeiten so gut es möglich war fotodokumentiert. Da mein Schwiegervater Elektroingenieur ist, interessierte ihn besonders der Einbau des Fundamenterders. Ihm kamen zuerst Zweifel an der Richtigkeit des Einbaus.
    Den Einbau haben wir leider nicht "live" miterlebt, jedoch abends nach dem noch unvollständigen Guß der Streifenfundamente dessen Lage und Befestigung dokumentieren können.

    Die Streifenfundamente sind mit Metallgittern bewehrt, welche eine Art durchgängigen Käfig bilden. Der genaue Terminus technicus ist mir nicht geläufig. Der Fundamenterder (Bandstahl) wurde nun offensichtlich auf diesem Käfig verlegt. Er steht hochkant, was ja den Anforderungen entspricht, wurde aber nur mit Rödeldraht an der Bewehrung fixiert, was laut DIN 18014 nicht ausreichend ist.

    Zudem wurden die Enden nicht als Ring zusammengeführt und mit einer extra Anschlußfahne versehen, sondern die beiden Fahnenenden wurde einfach aus dem Beton hinausgeführt und harren nun der Dinge die da kommen mögen.
    Erst nach Nachforschen im Internet wurde uns klar, dass hier wohl eklatante Einbaumängel vorliegen. Der Erder müßte wohl viel tiefer im Fundament liegen und nicht obenauf, jetzt quasi am unteren Rand der Bodenplatte.

    Mit dem Architekten bzw. der Baufirma konnte ich noch nicht sprechen, da Wochenende. Nach der Broschüre von Elektro plus über Fundamenterder passt der Einabu aber so überhaupt nicht.

    Wie sollte man nun zunächst weiter vorgehen? Für Hilfe wäre ich sehr dankbar!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Nightshift
     
  2. Vossi

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    Wie sollte man nun zunächst weiter vorgehen?


    Mit dem Bauleiter/Architekt das Thema besprechen....
     
  3. #3 Ralf Dühlmeyer, 08.08.2010
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    1) Wessen Architekt? Ihrer oder der der Baufirma??

    2) Zwei Enden hochführen ist ungeeignet, weil nur ein Ende an die Potentialausgleichsschiene angeschlossen werden kann, der Ring aber geschossen sein muss.

    3) Da es sich um ein bewehrtes Fundament zu handeln scheint, muss die Bewehrung über Klemmstücke mit dem Erder verbunden werden.

    4) Ob die Lage im Bereich der späteren Bodenplatte (so klingt die Beschreibung sinnvoll oder unsinnig ist, müsste an Hand der Planung beurteilt werden.
     
  4. #4 Nightshift, 08.08.2010
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    1) Wir bauen mit Architekt, die Baufirma wurde per Ausschreibung ausgewählt.

    2) Es sind zwei Fahnen - sehr wahrscheinlich die beiden Enden des Erders - an einer Stelle durch den Beton in den künftigen Hausanschlußraum geführt.

    3) Während unserer Anwesenheit auf der Baustelle und auf unseren Fotos war/ist der Erder nur mit Rödeldraht befestigt. Ob kurz vor dem Einzementieren Klemmen gesetzt wurden, wissen wir nicht, aber er scheint eher nicht der Fall gewesen zu sein.

    4) Der Erder liegt mittig im oberen Bereich des Streifenfundamentes (auf dem Bewehrungskäfig), knapp 5-10 cm von der Unterseite der Bodenplatte. Die Bodenplatte ist mit Folie von der Sauberkeitsschicht isoliert.
     
  5. Jonny

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    zu 4)

    tiefer wie 5cm darf er eh nicht liegen.


    Grüsse
    Jonny
     
  6. #6 Nightshift, 08.08.2010
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    Vielen Dank schon mal für die Antworten bisher! :bounce:

    Wenn wir diese Broschüre:
    http://www.elektro-plus.com/pdf/fundamenterder.pdf
    richtig interpretieren, sollte der Erder mindestens 5cm Abstand vom Boden des Streifenfundaments und von den Aussenflächen desselben haben.
    Von 'nicht tiefer als 5cm (von wo?) steht da nichts'. Auf den schematischen Zeinungen im PDF liegt der Erder zudem tief im Streifenfundament und nicht an dessen oberen Rand.
     
  7. Jonny

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    sorry, falsch verstanden.

    Post #5 sollte man ignorieren. :o

    Grüsse
    Jonny
     
  8. #8 Nightshift, 08.08.2010
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  9. #9 C. Schwarze, 08.08.2010
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    iss mir übel...da sind Selberbauer sorgsamer..
    und das mit Architekt.
     
  10. #10 ecobauer, 08.08.2010
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    Da bin ich mal gespannt, was die Betonbauer hierzu sagen.
    Da ist ja stellenweise nichtmal die mindesüberdeckung der Armierung eingehalten!
     
  11. #11 Nightshift, 08.08.2010
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    Was genau ist die Mindestüberdeckung?
     
  12. #12 ecobauer, 08.08.2010
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    Soweit mir bekannt, ist die Mindestüberdeckung der Armierung 5cm Beton!!
    Aber mal abwarten, da werden sich die Bauprofis sicher noch dazu äußern!
     
  13. #13 Nightshift, 08.08.2010
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  14. #14 Nightshift, 08.08.2010
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  15. #15 Ralf Dühlmeyer, 08.08.2010
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    :yikes :yikes :yikes
    Da ist der Erder ja fast das kleinste Übel.

    Fundamente ungeschalt, Eisen stumpf auf den Boden gelegt (Keine Mindestüberdekcung - die steht in der Statik), keine Sauberkeitsschicht und alle halbe Meter ein Mattenstreifen als Bügel wird SO wohl auch nicht in der Statik stehen.

    Ich schäme mich grad, Ihren Architekten als Kollegen zu haben, sollte der wirklich mit der Bauüberwachung beauftragt sein. :o :o
    Überwachung der Ausführung der Bewehrung ist eine wesentliche Aufgabe des Bauleiters!
     
  16. H.PF

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    Ralf, da bleibt doch eigentlich nur der Abbruch oder??? Wie soll man SOOO eine Scheiße sanieren???
     
  17. #17 alabama2000, 08.08.2010
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    gut das ich mein eisen selbst in meinem haus gelegt habe...:irre

    unter die eisenkörbe gehören abstandshalter, damit das eisen komplett mit beton umgeben ist, die fehlende sauberkeitsschicht unter dem ganzen ist das kleinere übel...

    ich würde mir mal die statikzeichnungen der streifenfundamente geben lassen, und ich wette das dort gleichmässig verteilte bügel mit einem größerem durchmesser verbaut werden sollen....:28:

    habt ihr auch bilder von der bodenplattenbewehrung? ich ahne dort weiteren murks....:wow

    ich würde mir da jetzt weniger große sorgen wegen dem nicht verbundenen erder machen...den kann man jetzt ja ausserhalb verbinden (auch wenn ich das noch nie gesehen habe). aber warum in aller welt sind diese enden nicht einbetoniert, sondern ragen aus dem sand? hat da jemand eine idee?

    Alabama
     
  18. #18 ecobauer, 08.08.2010
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    Ich vermute mal, dass da noch die ganzen Hausanschlüsse reinkommen sollten!
     
  19. Jonny

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    Bandeisen im 'Sand' beißt sich mit Korrosionsschutz!

    normaler Bandstahl sollte aus dem Beton ragen und dort geschützt sein.

    Grüsse
    Jonny
     
  20. fuchsi

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    Giesst man Beton nicht auf einmal?

    Ich habe noch nie gesehen, dass Fundamente teilvergossen übers Wochenende einfach liegenbleiben.

    Übers nicht Schalen der Fundamtnstreifen kann man streiten. Wird halt mehr Beton vergossen. Aber dass die Bewährung im Dreck liegt, ist ein tödlicher Fehler. Die rostet mit der Zeit dort weg.
     
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