Fundamentplatte oder Streifenfundament

Diskutiere Fundamentplatte oder Streifenfundament im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Bauexperten, mein Mann und ich beabsichtigen, ein Fertighaus zu bauen (bzw. bauen zu lassen). Gestern war das Gespräch mit dem...

  1. elkeZ

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    Hallo liebe Bauexperten,
    mein Mann und ich beabsichtigen, ein Fertighaus zu bauen (bzw. bauen zu lassen). Gestern war das Gespräch mit dem Architekten. Da wir Kosten sparen wollen, werden wir das Fundament selber machen. Der Architekt meint, eine bewehrte Bodenplatte sei einfacher zu erstellen als ein Streifenfundament. Die bisher im Wohngebiet gebauten Häuser haben alle ein Streifenfundament. Was ist besser? Was ist günstiger? Was ist besser zu erstellen?
    Wir haben bereits nachgeforscht, sind aber auf sehr widersprüchliche Antworten gestoßen. Der eine behauptet, das Streifenfundament würde nur halb so viel kosten wie die Bodenplatte, jemand anders behauptet, dass die Kosten gleich seien.
    Der Bodenaufbau ist 50 cm Mutterboden, danach 50-150 cm Feinsand, schluffig, ab 150 cm tertiärer Feinsand bis Terassenkies.
    Wir hatten noch keine Möglichkeit, das E-Modul zu bestimmen, sehen aber dass die Nachbarn nur Fundamentstreifen bis 1 m auskoffern und mit Beton volllaufen lassen. Unser Problem ist, dass der Architekt so schnell als möglich alle Leistungen beauftragen (und natürlich auch abrechnen möchte), wir jedoch noch nicht mal die Kosten überschlagen können. Ein Ansatz, den wir vorgeschlagen haben war, 70 cm auskoffern, 45 cm Lavasplitt der Körnung 0-50mm , Perimeterfolie, 10 cm EPS, danach 20 cm C25 Bodenplatte mit zwei Lagen Q188-Matten. Leider konnte unser Architekt dazu nichts sagen und hat uns an einen Statiker verwiesen. Dieser schlägt als Beton WU-Beton vor.
    Sollten wir nun alle bisherigen Überlegungen umwerfen und auf ein Streifenfundament umplanen??? :confused:
    elke
     
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  3. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Hihihi....

    ... das wird hier wieder Glaubenskriege auslösen. Fakt ist, jeder m³ Beton der nicht verbaut werden muß, senkt die Kosten. Und ob ne 20er BoPla notwendig ist, kann Ihnen nur der Statikus beantworten ;) Ich könnt ja ein Vorschlag machen, aber dann werd ich wieder gesteinigt (neben manch anderem)... :Roll
     
  4. #3 Carden. Mark, 5. März 2006
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    Die statischen Fragen beantwortet der TWP.
    Wenn kein Keller drunter kommt, brauchen Sie sowieso eine Frostschürze (Fundament - Frostfrei) aus Beton ringsherum. (Es sei den MoRüBe will hier gesteinigt werden :D ) Ob Sie nun bei einer dünneren BP noch Streifenenfundamente oder Einzelfundamente unter Innenwände oder Einzellasten benötigen - wird Ihnen auch wiederum der TWP mitteilen. Aus der Entfernung ist kaum zu sagen was günstiger kommt.
     
  5. elkeZ

    elkeZ

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    Wie geht man hierbei am Klügsten vor? Alles so annehmen,was der Architekt so sagt? Kann man den Tragwerk-Statistiker direkt (ohne Architek) mit unseren eigenen Schätzungen in bez. auf Druckzwiebel, Teufe des Planum überhäufen? Wie wird er dann die Belastungsknoten (etwa pi mal daumen mal 200kn/m2?)bestimmen, wenn wir noch nicht mal das Bodengutachten gemacht haben. Ist es denn möglich dass wir im nachhinein den Streifen für die Frostschürze mit einzuplanen? Wie lange braucht so ein Statik-Ing. für die 5 Seiten Berechnung. Müssen wir nach dem Verdichten der Aufschüttung dann noch einen dyn. Lastplatten-druckversuch machen oder reichen die Messungen von der Vibrationswalze. Wir haben noch ca. eine Woche Zeit unseren Bauantrag nachzubessern, oder ist das für die Antragsstellung nicht zwingend vorgeschrieben, wenn die Statik für das Haus schon vorliegt. Das sind viele Fragen im Detail, vielen Dank schon mal für die beiden vorherigen Postings.
    mfg elke
     
  6. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "hmmm"

    wo haben Sie das:
    .
    .
    und das:
    .
    .
    her ??? ... für gewöhnlich entnimmt ein Tragwerksplaner die Werte des Bodensgutachters und die Ablasten des Bauwerkes und stellt die Bodenplatte samt Frostschürzen auf den Boden ein ... kann es sein daß hier bei diesem Fertighaus das gewöhnliche zum ungewöhnlichen wird ??? ... "ja" dann kann man auch grad so gut beim pi mal Daumen bleiben = Viel Glück Sie werden´s brauchen (!)
    .
     
  7. #6 Harald W., 5. März 2006
    Harald W.

    Harald W.

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    Also, ElkeZ..

    ..die Vorredner haben es ja eigentlich deutlich genug gesagt> Statiker beauftragen.
     
  8. elkeZ

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    Ihr habt recht, lass mer uns mal überraschen, was der Statiker uns zuschickt. Und zur eigenen Sicherheit werden wir uns halt ein paar MKS Rammkernsondierungen und nen Schürf zulegen.
    elke
     
  9. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @ ElkeZ

    Natürlich können Sie den Statikus mit Ihren "eigenen Schätzungen überhäufen". Für die 5 Seiten (woher wissen Sie, dass es so viel werden?) braucht der höchstens 35 Minuten. Vorausgesetzt er hat ein Bodengutachten.
    Gut wäre es auch, wenn Sie ein paar Angaben zu den Höhenverhältnissen des Grundstücks machen könnten. Stichwort: Höhenunterschied Gelände nach Mubo-Abtrag im Verhältnis zur späteren Strasse.
     
  10. elkeZ

    elkeZ

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    Kubatur ist nicht berechenbar, nur schätzbar (ca. -0,15m unter Baustraße),da Lage über GOK nicht bekannt. Die Kanaldeckel sind nicht eingemessen, und die Fuzzies von zukünftigen Nachbarn waren so schlau die Höhenbepflockung der benachbarten Grundstücke bei ihrer Gründung von nem Mobilbagger umfahren zu lassen. Also , eine Grundweg chaotische Situation. Aber dafür war der Architekt auch noch nicht mal vor Ort und hat sich noch kein Bild gemacht. Und der Statistikus ist mit "Standardwerten" versorgt worden.
     
  11. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Ich bin

    ein wenig überrascht. Kubatur kann nicht berechnet werden weil Kanaldeckel nicht eingemessen? :wow

    Tipp: Kubatur+google :konfusius
     
  12. elkeZ

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    Zur Erklärung:
    a) Nivellement nicht möglich da keine Höhenmesspunkte vorliegen.
    b) Kubatur noch nicht möglich , da noch nicht feststeht wieviel Bodenaustausch kommen wird. Bodenuntersuchung steht noch aus.
    Überschlagsmäßig ist nat. klar wieviel in etwa:
    D.h. Mu ca 0.5m abschieben bei ca 10m*10m klar : 50cbm.
    Den fS;u u.U. nochmals 0.20m : 20cbm
    Böschung 45er Winkel aussenrum nochmal 5cbm fS;u


    Google nachgeschaut: Terminus = umbautes Gebäudevolumen.
    Hier jedoch benutzt bis zur Erreichung des Planums.
     
  13. #12 Harald W., 6. März 2006
    Zuletzt bearbeitet: 6. März 2006
    Harald W.

    Harald W.

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    Sach´mal ehrlich, ElkeZ..

    .. bist Du vom "Fach: Bauen, mach ich alleine" oder nur gut "eingelesen"?
    Kommt mir nur so beim genaueren Lesen Deiner Beiträge als Bauchgefühl..oder wirklich Lehrerin
    ..trau dich :winken
     
  14. elkeZ

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    Teils, teils. Ich bin Lehrerin und ein wenig belesen. Habe mir nur die (geo.-ing.-) Fachbücher von meinem Schatz genommen. :lock
     
  15. #14 Harald W., 6. März 2006
    Harald W.

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    Geo.Ing. vom Schatz?..

    ..bin zwar kein geo.ing. aber meinst Du nicht, das dieses "Geo-Wissen" auf eine simple Bodenplatte übertragen, nicht wie das "Kanonen-auf-Spatzen-schiessen" ausgeht?
    Da bin ich aber froh, das mein Schatz nicht die neue Direktorin des DAM in Frankfurt ist ;)
     
  16. #15 Carden. Mark, 6. März 2006
    Carden. Mark

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    Nicht für ungut.
    Aber Lehrer, angelesenes Halbwissen
    Welcher BU baut da nicht gerne für :D
     
  17. Quelle

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    der bucht schon mal die Hawaii-Flüge.
     
  18. Makita

    Makita Gast

    Zitat H. Carden

    Die statischen Fragen beantwortet der TWP.
    Wenn kein Keller drunter kommt, brauchen Sie sowieso eine Frostschürze (Fundament - Frostfrei) aus Beton ringsherum. (Es sei den MoRüBe will hier gesteinigt werden ) Ob Sie nun bei einer dünneren BP noch Streifenenfundamente oder Einzelfundamente unter Innenwände oder Einzellasten benötigen - wird Ihnen auch wiederum der TWP mitteilen. Aus der Entfernung ist kaum zu sagen was günstiger kommt.



    Guten Morgen,

    ich möchte hier als Laie nochmal nachhaken :shades ...

    Sachverhalt:

    Bauvorhaben Bungalow (ca. 10,5 * 8,5) ohne Keller auf Bodenplatte

    Baugrundutachten ist durchgeführt

    Genehmigungsplanung vom Archi ist z.Z. bei der Bauordnung

    Werkplanung, Statik und Wärmeschutzplanung wird nach positivem Bauantrag bearbeitet

    ...nach RS mit dem Bauleiter wird bei mir voraussichtlich aufgrund des Bodengutachtens eine Bodenplatte ohne Frostschürze auf frostsicherem Material erstellt...

    ...nachdem ich einige Threads (z.B. Klick ) gelesen habe, macht mich die Aussage von Herrn Carden (Zitat) etwas stutzig...

    ...könnten Sie mir etl. nochmal kurz, jenseits von ideologischen Gesichtspunkten :) erklären, ob die Vorgehensweise bei meinem Bauprojekt (natürlich unter Einbeziehung von TWP/Statikus und Archi, nur die Detaildaten stehen mir noch nicht zur Verfügung, lediglich die Vorabaussage des Bauleiters) grundsätzlich machbar sind...


    Danke und Gruß

    Makita :konfusius
     
  19. #18 Harald W., 6. März 2006
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    Was die Schweden machen..

    ..ist mir wurscht.
    Wenn bei denen der Pfusch später daneben geht, wird es hier in D auch nicht veröffentlicht.
    Was nutzt es mir, als Planer dem Bauherrn kostenmäßig noch einen Gefallen zu tun, und dann wenn es daneben geht, mit sagen lassen zu müssen, das die einfachsten Dinge der Welt (aaRdT) beim Gründen nicht beachtet worden sind. Ohne Frostschürze, mit mir nicht, basta.
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 6. März 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Das ist nicht wirklich ernst gemeint, oder...

    Ein Geologe und eine Lehrerin, die eine ganze Bopla in Eigenleistung erstellen und dann noch in WU (bitte mal Fachwissen ergänzen, heisst schon länger "Beton mit geringer Wassereindringtiefe").
    Bevor Sie hier mit Fachbegriffen um sich werfen, sollten Sie mal die Fachbücher der Betonbauer organisieren und lesen.
    Ich bin als Architekt zumindest theoretisch :Roll informiert, wie das geht und handwerklich durchaus begabt, aber eine BoPla würd ich NIEMALS selber machen.
    Ausserdem, was sparen Sie denn? Den Lohn - 2 Mann drei Tage: 2*8*3*40€ = 1920 €. Abzüglich dessen, was Sie fürs Material in Folge schlechterer Einkaufskonditionen mehr als der BU bezahlen.
    Abzuglich der MEHRKOSTEN, Ihres Häuslebauers, wenn der Ihre Unebenheitstoleranzen ausbügeln muss.
    Macht unterm Strich: Miese! Jede Wette!
    MfG
     
  22. mls

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    wie weit ist eigentlich die planung?
    es gibt einen architekten?
    der war noch nicht auf der baustelle?
    aha ..
     
Thema: Fundamentplatte oder Streifenfundament
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