Funkenschutz Kamin

Diskutiere Funkenschutz Kamin im Bauvertrag Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, ich hätte eine Frage. Ich habe in einem LV einen Kamin angeboten, der ein baurechtliche Zulassung hat, komplett mit Standfuss, Putztürchen,...

  1. Russi

    Russi

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    Hallo, ich hätte eine Frage. Ich habe in einem LV einen Kamin angeboten, der ein baurechtliche Zulassung hat, komplett mit Standfuss, Putztürchen, Rauchrohranschluss, Abdeckplatte, mit Einbau.
    Nun schreib die örtliche Gemeinde (Kaminkehrer) einen Funkenschutz für den Kamin vor. Der Bauherr sagt nun: Der Kamin ist so wie ich in angeboten habe (ohne Funkenschutz) nicht zulässig und ich soll die Kosten für den Funkenschutz übernehmen.
    Ich sage das ist eine Sonderleistung und muss bezahlt werden. Ist doch korrekt oder?
     
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  3. #2 Havanadiver, 5. Oktober 2011
    Havanadiver

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    Hmmm Ich bin zwar kein Bauexperte aber wenn ich das auf mein Geschäft übertrage ist für das Recht auf deiner Seite. Du hast geliefert was du Angeboten hast.
    Jedoch kann ich nicht beurteilen wer sich hätte vorher informieren müssen.
    Im Internet habe ich folgende Punkte gefunden, danach hättest du auch den Kaminkehrer Informieren müssen.

    Wichtige Fragen im Vorfeld

    Bevor der gewissenhafte Mensch einen Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin aufstellt und anheizt, hakt er mit dem zuständigen Schornsteinfeger folgende Punkte ab:

    1.Grünes Licht: Der Schornsteinfeger muss vorab grünes Licht für die prinzipielle Anschlussmöglichkeit geben.
    2.Meldung: Der Kauf und Aufstellungsort des Ofens ist dem Schornsteinfeger mitzuteilen.
    3.Formular: Der Fachbetrieb hat das Formular „Technische Angaben über Feuerungsanlagen“ auszufüllen und an den Schornsteinfeger zu schicken.
    4.Freigabe: Der Kunde bekommt eine schriftliche Stellungnahme mit Freigabe vom Schornsteinfeger.
    5.Prüfung: Nach der Aufstellung prüft der Schornsteinfeger die Einhaltung aller sicherheitstechnischen Vorgaben rund um Ofen und Schornstein.
    6.Bescheinigung: Ist alles in Ordnung, gibt es eine schriftliche Abnahmebescheinigung.
     
  4. R.B.

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    Das schreibt nicht die Gemeinde vor, sondern die FeuVO, und daran hat sich auch der Schorni zu halten.

    Also hast Du den Ofen nicht nur verkauft, sondern auch eingebaut. Somit dürfte hier wohl ein Werkvertrag zustande gekommen sein, und Du schuldest einen funktionsfähigen und betriebsbereiten Ofen.

    Im Angebot hast Du sicherlich auch nicht darauf hingewiesen, dass der Brandschutz bauseits sicherzustellen ist, also muss der Auftraggeber wohl davon ausgehen, dass er einen zulassungsfähigen (Abnahme durch Schorni) und funktionsfähigen Ofen gekauft hat.

    Wäre das Aufgabe des Auftraggebers gewesen, dann hättest Du ohne Brandschutz den Ofen auch nicht einbauen dürfen.

    Im aktuellen Zustand gibt´s weder eine Abnahme vom Schorni, noch kann der Ofen bestimmungsgemäß genutzt werden. In meinen Augen, als jur. Laie, stellt dies einen Mangel dar.

    Mag sein, dass Juristen das anders sehen, deswegen gilt, "zu Risiken und Nebenwirkungen, fragen Sie Ihren Fachanwalt oder jur. Berater".

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 Achim Kaiser, 5. Oktober 2011
    Achim Kaiser

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    Schreibt der Hersteller zum Betrieb des Kamins einen solchen Funkenschutz vor bzw. ist der zum Betrieb nach Bauartzulassung notwendig ?

    Ich kann mir nicht vorstellen das heute noch Öfen den neuen Effizienzrichtlinien entsprechen, die zum Betrieb einen Funkenschutz brauchen.

    Oder ist mit der Beschreibung ein brandsicheren Bodenbelag um den Füllbereich des Ofens gemeint ?

    Der wäre meiner Meinung nach als bauliche Maßnahme zwar notwendig aber nicht zwangsweise Bestandteil des Ofens.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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