Funktion des Treppenauges bei Podesttreppe

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  1. Seev

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    Hallo zusammen,

    was ist die "Funktion" des Treppenauges oder was sind die Anforderungen an ein selbiges, wenn man davon sprechen kann?
    Gibt es Mindestmaße dafür aufgrund z.B. einer Norm? Wenn ja, welchen Hintergrund haben diese? Oder geht es nur um die Optik und den Verlauf des Geländers?
    Gibt es bzgl. Mindestbreite des Auges einen Unterschied zwischen einer Holztreppe und einer Betontreppe?

    Konkret geht es hier um eine Podesttreppe (mit 180°-Kehren) und die Frage, ob wir in der Breite nicht noch was "zugeben" müssten und können?, um auf die gewünschten lichte Nutzbreiten zu kommen.

    Danke und Gruß
    Seev
     
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  3. stefanSmi

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    hi,

    ich habe auch eine POdesttreppe mit 180 Grad kehre.
    Mir wurde damals kein Mindestmass kommuniziert, gab es nur optisch bzgl wie sieht das Geländer hin zum TreppenAuge aus (Endpfosten oder Konstruktionspfosten, Handlauf oder nicht)
    Nun ist es eher ein chinesisches Auge :) sprich nur 12 cm breit
     
  4. sepp

    sepp

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    das mindestmaß des auges bei 2-läufigen treppen richtet sich nach der ausführung des geländers, eventuell noch der betonkonstruktion. höchstmaß gibts nicht.
     
  5. Gast23627

    Gast23627 Gast

    Mindestmaß

    Hallo,
    in der DIN 18065 ist unter Punkt 6.10.2 der "Seitenabstand des Treppenhandlaufes" definiert.
    "Der Seitenabstand des Handlaufes von benachbarten Bauteilen muß mindestens 5 cm
    betragen"

    dieses Mindestmaß sollte auch im Bereich des Treppenauges eingehalten werden.

    mfg.
     
  6. Seev

    Seev

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    neue Frage: "Wandschutzleisten" an Stufen?

    Vielen Dank an alle. Damit ist der Fall klar: mein pers. Mindestmaß wird von der Optik bestimmt. Wenn die Handläufe sich zu nah kommen, siehts einfach auch bescheiden aus.

    Neue Frage, ich versuchs mal hier in diesem Thread:

    Wenn ich von einer mit Holzstufen belegten Betontreppe ausgehe, deren Stufen bis ganz an die Wand geführt werden:
    Ist es notwendig / ratsam am Übergang der Stufen zur Wand eine Art Leiste o.ä. über die Stufe zu setzen? Meine Frau hat Bedenken, daß die Wand dort schnell schwarz wird. Bei Treppen mit Granitbelag habe ich das schon gesehen, daß dort noch je eine Granitfliese von ca. 10cm Höhe auf die Stufen an die Wand gesetzt wird.
    Bei dunklen Holzstufen hab ich noch keine Erfahrung, was dort sinnvoll und optisch verträglich wäre?

    Danke im voraus.
    Seev
     
  7. stefanSmi

    stefanSmi

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    mit gefährlichem Halbwissen
    kommt auf die Wand an.
    geh mal davon aus, dass die Treppe hin und wieder (auch mal lustlos) gewischt wird (mit nem nassen lappen, der auch an die Wand kommt)
     
  8. sepp

    sepp

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    du kannst auch eine schattenfuge (in dem fall eine putzfuge) mit hilfe eines u-profils ausführen.
    vorraussetzung - die stufen werden mit der hand gewischt, ansonsten kommt "die gute" immer an die wand.
    sieht eleganter aus, als die bescheuerten sockelleisten über den stufen, macht halt a bissl mehr putzaufwand.
     
  9. dquadrat

    dquadrat

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    oder du versenkst die sockelleisten in der wand. entweder analog treppenbelag oder analog wandfarbe (z.B. lackierte mdf-platten).

    ist leider noch etwas höherer arbeitsaufwand als nur schattenfuge, dafür aber komfortabler bzgl. hausarbeit.
     
  10. Seev

    Seev

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    Ja, es geht um die Putzerei, da meine bessere Hälfte schon Bedenken anmeldet.
    Versenkte Sockelleisten kann ich mir vorstellen, würde mir in Wandfarbe sehr gut gefallen! Soll halt nicht so aussehen wie bei den Granittreppen.

    @Sepp:
    Verständnisfrage: wie sieht eine Schattenfuge als Putzfuge mit einem U-Profil hergestellt aus? Kann mir da leider nix drunter vorstellen. (Kenne nur Schattenfugen in Betondecken gesägt).

    Danke und Gruß
    Seev
     
  11. dquadrat

    dquadrat

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    schattenfugen wand/boden ->

    [​IMG]
     
  12. sepp

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    jetzt klarer?
     
  13. Thomas B

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    @sepp: Sehe ich kritsch, dieses Detail. Ist zwar vom Design her durchaus gefällig und mag auch am Anfang gefallen. Jedoch sehe ich hier eher einen Schmutzfänger (Abwasserrinne?) und zudem dürfte die wischende Hausfrau kaum exakt an der Rinnen mit ihrem Werk enden, sondern wird den Wischmopp schwungvoll über selbige bis an die wand führen.

    Ich denke, daß hier schon eine "Sockelleiste" die rechte Wahl wäre. Diese kann gerne putzbündig ausgeführt werden. Oder in Edelstahl. Oder von mir aus auch als U-Profil. Auf jeden Fall an der wand hochgeführt um den sich alsbald abzeichnenden grauschwarzen Trauerrand zu verhindern.

    Gruß

    Thomas
     
  14. sepp

    sepp

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    gerade bei diesem schmutzfänger ist der putzende gezwungen den lappen in die hand zu nehmen und nicht an den mop zu kleben.
    ich sagte es ja vorab - ist putzintensiver
     
  15. Thomas B

    Thomas B

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    Korrektur: Die Putzende. :winken

    Thomas
     
  16. Bauwahn

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    Und immer an die Luftdichtigkeit denken, wenn es sich um Aussenwände handelt
     
  17. sepp

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    man kanns auch übertreiben...
     
  18. Seev

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    Danke an alle, ist soweit alles klar - mindestens alles zur Zweitfrage.
    Ich dachte ja nicht, daß sich an so einem unscheinbaren Detail (das v.a. die Hausfrau interessierte, da der Lappen immer mal schnell an die Wand kommt!) so eine nette Diskussion ergäbe. Danke.

    Nochmal zum Anfang: so ein "Schlitzauge" von 12 cm wie von Stefan scheint mir auch grenzwertig. Oder kann man sich auch daran schnell gewöhnen?
    Was sagen die Architekten und Ästheten dazu? Wieviel sollte es netto zwischen den Handläufen sein, wenn man "eigentlich" mit dem Platz geizen muß?

    Gruß
    Seev
     
  19. Bauwahn

    Bauwahn

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    Och, das wäre nicht der erste BDT, der deshalb in die Hose geht, weil die Treppe an der nichtverputzten Wand entlang geht. :Baumurks

    Muss ich mich jetzt wohl als zweiteren bezeichnen....
    Ich denke das hängt von der Gesamtanordnung ab und davon, aus welchen Richtungen man das Auge überhaupt wahrnimmt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man sogar einen Handlauf, der für beide Richtungen exakt übereinander liegt, reizvoll gestalten kann, so ein großer Zickzack sozusagen.
    Am schlimmsten sind meistens Lösungen, die "gewollt, aber nicht gekonnt" aussehen.
     
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  21. Uli R.

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    Ist die Treppe in den Wohnraum direkt integriert, so dass man sie unweigerlich immer im Auge hat, oder befindet sie sich außerhalb desselben?
    Im zweiteren Falle: Wie viel Zeit verbringst Du am Tag im Treppenhaus um Dir visuell animierte Gedanken über die Ästhetik des Treppenauges zu machen? Wenns unter 10 min täglich sind würde ich hier praktische Erwägungen vorziehen.
     
  22. Thomas B

    Thomas B

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    Siehste mal! Es ist ja wirklich so -und das zeigt diese "Diskussion" denke ich wirklich-, daß Detaillösungen bzw. auch das Auseinandersetzen mit diversen Detailpunkten eben nicht unbedingt "Standard" ist. Hier aber zeigt sich der gewissenhafte Planer. Daß dies dann im Plan später möglicherweise nur ein etwas dickerer Strich ist (oder was auch immer) läßt für viele BH die Leistung des Architekten als doch gar nicht der Rede wert erscheinen (bzw. sein Honorar als viel zu üppig). Aber genau an solchen Punkten zeigt sich doh sehr schön, was eine vollständige Planung (gibt es die überhaupt?) bedeutet.

    Klar kann man sich daran gewöhnen. Man kann es aber auch gleich schön machen, dann muß man sich gar nicht erst daran gewöhnen. Ein TH, daß als Sichtbezug gerade mal die Stufen vor den Füßen hat, wäre mir zu wenig. Es darf ruhig etwas "luftiger" sein.

    O.K., und was ist praktisch? Ein TH ohne Auge ist (speziell in der Kurve) natürlich auch eher eng. Das ist sicher beim normalen Hochlaufen (technisch gesehen) egal, bei Transport von sperrigen Möbeln darf es sicher etwas mehr Platz sein. Zum Praktischen: Ein Bauherr von mir nutzt das (ausreichend groß dimensioneirete) Treppenauge nun nebenbei als Wäscheabwurf.....ist allemale praktisch (allerdings hängt im KG dann schon auch mal ein Hemd über dem Geländer...ist halt doch kein echter "Schacht").

    Ich persönlich denke, daß eine Treppe mit Sicherheit gewinnt, wenn man sie etwas breiter anlegt, also ein Treppenauge von vielleicht 25 - 30 cm. Man verliert dadurch bei einer gewendelten Treppe nahezu keinen Platz, bei einer geradläufigen zwar etwas...aber was heißt verlieren????

    Thomas
     
Thema:

Funktion des Treppenauges bei Podesttreppe

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