Fußbodenheizung eingefroren

Diskutiere Fußbodenheizung eingefroren im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Bisher lief bei uns am Bau alles eingentlich ganz gut und jetzt ist doch mal etwas passiert, das wohl eher ungünstig ist. Unser Heizungsbauer hat...

  1. Pat83

    Pat83

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    Bisher lief bei uns am Bau alles eingentlich ganz gut und jetzt ist doch mal etwas passiert, das wohl eher ungünstig ist.

    Unser Heizungsbauer hat gestern im Anschlussraum die letzten Rohre verlegt und die FBH mit Wasser gefüllt, aber erst heute kam jemand von der Herstellerfirma um die Heizung in Betrieb zu nehmen => im OG ist das Wasser in der FBH zum großteil gefroren. Das dämliche an der Sache ist das nen 11kw Gasheizgerät unbenutzt nen stockwerk tiefer rumsteht das man ja hätte einschalten können über nacht oder eben das wasser erst in der Früh einfüllen....

    Der Heizungsbauer ist jetzt mit einem Gasbrenner(oder sowas ähnlichem) daran Raum für Raum am Fußboden anwärmen um die Heizung in betrieb nehmen zu können, mal abgesehen davon ob das so gut für den estrich ist, welcher noch nicht wirklich lange trocknet, ist meine Sorge doch wesentlich größer das die Rohre der FBH schäden davon getragen haben, da sich Wasser ja bekanntlich ausdehnt wenn es einfriert.

    Was für möglichkeiten gibt es bzw. hab ich um sicherzustellen das die FBH rohre komplett i.O. sind?
     
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  3. Rosmarin

    Rosmarin

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    Den Druck im Heizkreislauf engmaschig überwachen.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Glück gehabt dass dazwischen nur ein kurzer Zeitraum liegt. Vermutlich ist das Wasser nur an wenigen Stellen gefroren und konnte sich so noch ausdehnen ohne das Rohr zu schädigen.

    Einen Schaden müsste man an Rissen im Estrich schon jetzt erkennen. Zudem würde man nach dem Auftauen Wasser(flecken) feststellen, also eine Durchfeuchtung des Estrich.

    Ich vermute, dass es aufgrund der kurzen Zeit noch nicht zu Schäden gekommen ist. Deswegen nachschauen ob sich irgendwo Wasserflecken zeigen. Den Druck sollte man regelmäßig prüfen, aber kurz nach Inbetriebnahme ist es schwer durch Drucküberwachung einen Schaden festzustellen, selbst wenn die Anlage sorgfältigst gespült und befüllt wurde.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Rosmarin

    Rosmarin

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    Ralf, ich bin nicht sicher, ob die Suche nach Rissen im Estrich da soviel zuverlässiger ist. Immerhin liegen die Rohre ja nicht mittig im Estrich, sondern sind auf irgendwelchen Tackerplatten festgemacht und dann kam der Estrich drüber. Also befinden sie sich an der Unterseite des Estrich, unter den Rohren ist (fast) kein Estrich sondern nur links/rechts/oberhalb. Wenn sich nun Eis im Rohr bildet, würde ich deshalb vorwiegend eine Ausdehnung nach unten erwarten, insbesondere wo der Gefriervorgang vermutlich eher von oben nach unten stattgefunden hat. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass dann eher etwas Estrich auf der Unterseite abgesprengt würde, als dass der komplett durchreisst. Wenn dann auch noch das Rohr reisst, dann würde das Heizungswasser in die Dämmung unter dem Estrich laufen.
    Da es ja ein Plastikrohr ist, kann es sich vermutlich etwas dehnen, bevor es reisst (weil es ja Platz nach unten hat). Die Frage für mich ist, ob man sich damit irgendwelche Haarrisse einhandelt, die zwar nicht unmittelbar ein Leck machen, aber langfristig dennoch Probleme.
     
  6. ralph12345

    ralph12345

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    Und der noch nasse Estrich ist durchgefroren? Und dann lokal mit dem Gasbrenner behandelt??
    Wie tief war denn die Temperatur im Innenbereich? Lief die Gasheizung da irgendwann mal?
    oder hat der Estrich Restwärme aus Heizzeiten und das Problem ist nur lokal im Anschlussbereich?
     
  7. R.B.

    R.B.

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    @Rosmarin

    Ich habe nur versucht ein paar Möglichkeiten darzustellen wonach man schauen könnte bzw. schauen muss. Wie geschrieben glaube ich nicht, dass die FBH einen Schaden hat, aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zuverlässig zu ermitteln. Deswegen kann man nur beobachten. Eine erneute Druckprüfung wird kaum neue Erkenntnisse bringen. Geht die FBH in Betrieb dann werden sich sehr wahrscheinlich Druckschwankungen einstellen. Irgendwo im System steckt immer noch etwas Luft.

    Wurde die FBH mit Metallverbundrohr gebaut, dann könnte durch die Ausdehnung zwar das Rohr an sich noch in Ordnung sein, aber die Metallzwischenlage wird eine solche Ausdehnung nur schwer verkraften.

    ABER wenn ich den TE richtig verstanden habe, dann wurde die FBH das erste Mal befüllt. Da frage ich mich, ob der Estrich bei unbefüllten Rohren eingebracht wurde UND ob bereits ein Funktionsheizen durchgeführt wurde.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Rosmarin

    Rosmarin

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    Genau sowas meinte ich.

    Ich frage mich auch, wieso man offenbar vor dem Estrich keine Druckprobe gemacht hat, wozu man die Rohre ja hätte befüllen müssen. Mein Heizungsbauer hatte seinerzeit die Anlage vor dem Estrich unter Druck gesetzt zwecks Druckprobe und damit man es gleich merkt, falls der Estrichleger beim herumwerkeln die Rohre beschädigt.
     
  9. Gast036816

    Gast036816 Gast

    das haus anderweitig aufwärmen und schnellstmöglich eine 48 stunden druckprobe veranlassen und mit dem flammenwerfer nicht weiter den estrich traktieren. während der druckprobe in kleinen zeitabständen den druck überwachen. mängelanzeige an den heizungsbauer schicken.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    So kenne ich das auch.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Memento

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    Ja so läuft es bei uns auch, aber der HB nimmt die Anlage auch gleich in Betrieb und sie läuft dann auf Minimum durch bis der Estrich kommt.
     
  12. Pat83

    Pat83

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    So erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

    Dann versuch ich mal alle Fragen zu beantworten:

    - Die FBH Rohre sind aus Kunststoff
    - Der Estrich sollte 3 Wochen bevor er Aufgeheizt wird erstmal so "ruhen".
    - Die ersten 2 Wochen war das mit dem Wetter auch kein Problem nur bekanntlich war die letzte Woche ja ziemlich kalt, darauf hin habe ich 2 mal als der Wetterbericht so arg kalt gemeldet hat beim Bauleiter nachgefragt ob das was macht, seine Aussage war nein das der Estrich das verkraftet.
    Wir haben dann selbst vorsichtshabler immer den Gasheizer laufen lassen so das es nachts zumindest nicht zu kalt wird. Allerdings nur im EG/ Keller, da das Dach noch nicht gedämmt ist, laut Bauleiter damit die Feuchtigkeit noch besser rauskann und dort die wärme vom Gasheizer direkt weg wäre.
    Bis vor 2-3 Tagen hatten wir auch selbst oben im haus noch durch die restwärme des Bodens/Mauerwerks/Estrichs und heizen im EG/Keller knapp über 0 Grad als dann vor 2-3 Tagen im OG es Minusgrade hatte darauf meinte der Bauleiter das macht nichts. Ich dachte mir die Heizung wird ja am Mittwoch eingeschalten der wird schon recht haben.

    Bis dann der Heizungsbauer auf die Idee kam das Wasser über nacht da drinnen zu lassen.

    Da der Flur nicht eingefroren war sondern nur die Äuseren Zimmer hoffe ich einfach mal das R.B. recht hat und es nur zu lokalen kleineren vereisungen gekommen ist.

    - Gegen den Gasbrenner einsatz konnte ich nicht mehr viel machen da ich es nur telefonisch mitgeteilt bekommen habe und da shcon 3 von 4 zimmer "aufgetaut" wurden. Meine Frau hatte heute zum Glück eher aus und hat vorbeigeschaut sonst hätten wir gar nichts von der Aktion mitbekommen. Da sich der Arbeiter "ertappt" vorkam als meine Frau plötzlich da war (war ihre Schilderung so) und dem Bauleiter wurde auch nichts davon mitgeteilt.
     
  13. OldBo

    OldBo

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    Und damit der HB nach der Dichtheitsprüfung und dem Probeheizen auf Nummer "Sicher" geht, wird zu diesem Zweck ein sog. "Frostbrief" erstellt. Somit geht die Gefahr auf den Bauherrn über.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  14. Pat83

    Pat83

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    Nach den 2. Links seh ich das richtig das er eine Dichtheitsprüfung machen muss bzw. schon gemacht haben muss?
    Unser Vertrag ist nach VOB. Solch einen Frostbrief gibt es bisher nicht, und irgendwelche hinweise gabs bisher auch keine.
    Auf mein nachfragen gestern, was denn ist falls aus irgendeinem Grund die Heizung nicht mehr laufen sollte, dann soll ich bei der Firma anrufen und auf die Frage was ist wenns Samstag passiert, nach dem Motto bis Montag passiert dann schon nix.

    Zum glück wirds ja ab Samstag wieder wärmer...
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Hatte ich oben schon erwähnt. Normalerweise wird die Dichtheit VOR Einbringen des Estrich geprüft, denn sollte sich tatsächlich ein Fehler am Rohr zeigen, dann müsste man ja den Estrich wieder öffnen. Also gehe ich mal davon aus, dass diese Prüfung bereits durchgeführt wurde.

    Gruß
    Ralf
     
  16. Memento

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    Kann man, muss man aber nicht.
     
  17. Memento

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    Bei mir kommt der Mann/Frau von der WP Firma erst wenn der Estrich drin ist und alles läuft, dann nimmt er die Anlage ab. Inbetriebnahme macht der HB, die Abnahme durch die WP Firma ist im Preis der WP inklusive also wird die mitgenommen, schadet ja nicht.
     
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  19. R.B.

    R.B.

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    Was hat das mit der FBH zu tun? Die Prüfung der FBH obliegt demjenigen der sie verbaut hat. Die "WP-Firma" hat damit nichts zu tun, also ist es ihr egal was da an Heizflächen dahinter hängt. Sie wird nur den Anschluss und die Funktion der WP prüfen. Ob die Anlage später richtig läuft interessiert sie genau genommen nicht, so lange nicht ihr Gerät daran schuld ist.

    Für das Gewerk Heizung ist also der Heizungsbauer zuständig falls es keinen externen Planer für diese Aufgabe gab. Falls der Heizungsbauer auch die FBH gebaut hat, wird er, zumindest wenn er noch ein bischen bei Verstand ist, die Dichtheitsprüfung VOR dem Einbringen des Estrich machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die FBH Rohre defekt sind, ist sehr gering, doch ein Schaden ist nicht unmöglich. Immerhin werkeln auf einer Baustelle ja noch mehr Leute, und nicht jeder passt dabei auf, dass den Rohren nichts passiert.

    Gruß
    Ralf
     
  20. Schmitt

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    mfG. Schmitt
    den man außerdem fast ausschließen kann wenn das System beim einbringen des Estrichs gefüllt ist und unter Druck steht.

    mfG. Schmitt
     
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