Fußbodenheizung hat kaum Durchfluss!

Diskutiere Fußbodenheizung hat kaum Durchfluss! im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Guten Abend Zusammen, leider habe ich ein großes Problem mit meiner neuen Fußbodenheizung. Ich habe mir ein Haus Bj. 1975 gekauft und...

  1. #1 Bobby1983, 17. Juni 2014
    Bobby1983

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    Guten Abend Zusammen,

    leider habe ich ein großes Problem mit meiner neuen Fußbodenheizung.

    Ich habe mir ein Haus Bj. 1975 gekauft und dieses komplett entkernt um es zu sanieren. Dabei habe ich die Fußbodenheizung von einem Anbieter auslegen lassen. Alle anderen Heizungs- und Sanitärarbeiten habe ich von einem Fachbetrieb durchführen lassen.

    Technische Daten:

    Haus Bj. 1975
    Energiebedarf laut Energiepass 194kWh (m²xa)
    Fussbodenheizungsrohr Metallverbund 16 x 2mm

    Verteiler Erdgeschoss:
    HWR: 41m VA: 15cm
    Küche: 105m VA 15cm
    Wohnzimmer 1: 85m VA: 15cm
    Wohnzimmer 2: 106m VA: 15cm
    Esszimmer 3: 107m VA: 15cm
    Bad: 38m VA: 10cm

    Verteiler Obergeschoss:
    Büro: 35m VA: 15cm
    Gästezimmer: 105m VA: 15cm
    Kinderzimmer: 107m VA: 15cm
    Schlafzimmer: 55m VA: 15cm
    Bad: 72m VA: 10cm

    Alle Vor- und Rückläufe offen!

    Die Heizungsbauer haben eine WOLF CGS 20/160 mit BM und Aussentemperaturfühler. Die Verbindung zu den Heizkreisverteilern wurde ebenfalls von den Heizungsbauern hergestellt. Dabei wurde ein Metallverbundrohr 20x2 verwendet. Die FBH habe ich befüllt, gespühlt, entlüftet und jeden Verteiler jeweils bei 6bar für 24 Stunden abgedrückt. Hier war alles in Ordnung und keine Fehler feststellbar.

    Dann wurde der Estrich verlegt. Letzten Freitag wollte ich dann mit der Aufheizung des Estrichs beginnen. Aufgrund eines Zusatzmittels im Estrich muss ich diesen mit einer konstanten Vorlauftemperatur beheizen. Zu erst mit 25°C. Hier ist mir schon aufgefallen das alle Heizkreise einen Durchfluss von max. 0,8L/h hatten. Da die Aussentemperaturen über den Vorlauf lag habe ich auf das Wetter geschoben. Ab dem 9ten Tag bin ich dann mit der VT auf 45°C hochgeangen. Am nächsten Tag wollte ich dann die Kreise einregulieren. Jedoch hat sich die Durchflussmenge nur minimal erhöht. Habe dann alle Kreise zugedreht bis auf einen und 2 Stunden gewartet ob sich etwas tut. Leider ohne Erfolg. Die Pumpenleistung der Heizung habe ich auch mal auf 100% gestellt. Brachte leider auch nichts.

    Ich weiß leider nicht weiter. Habt ihr vielleicht noch Ideen?

    Vielen Dank im Voraus.
     
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  3. Kater432

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    Laienmeinung: die Anbindeleitung von Heizung zum HKV mit 20x2 scheint mir zu dünn. Da wird der Druckverlust zu hoch sein, für die Menge an Wasser was da durchgedrückt werden soll. Das wird die Pumpe nicht schaffen.

    Druckverlust steigt bei längerem/dünnerem Rohr und wenn die Durchflussmenge steigt.
     
  4. Kater432

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    Pumpenleistung der Heizung auf 100%. Wie ist denn die Kennlinie eingestellt? Proportional / Differenzierung oder wirklich ohne pumpensteuerung? Also volle Power ohne Regelung ?
     
  5. #4 Bobby1983, 17. Juni 2014
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    Hallo Kater,

    leider befürchte ich auch schon die zu klein dimensionierte Leitung. Seit heute Nachmittag als ich mit die Leitung angeschaut habe ist mit ganz schön übel. Ich wollte die Pumpenleistung über die Parameter HG16 & HG17 einstellen.
     
  6. #5 Sanierung2012, 17. Juni 2014
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    Ohne Kontrolle wird es Murx!
    Durchfluss 0.8l/h?
    Das wäre fast nix!?
    Das soll wohl Minute heißen?

    Ist bei der Sanierung gedämmt worden?
    Wie hoch ist die Heizlast?
    Keine Flure?

    Die Anbindeleitung ist mit 20x2 definitiv zu dünn.
    Mir wäre außerdem der VA zu groß und auch das FBH-Rohr zu dünn.
    Bodenbelag?
    Für welche VL/RL Temp. wurde ausgelegt?
     
  7. #6 Bobby1983, 18. Juni 2014
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    @Sanierung, ja ich meinte l/min sorry.
    Ja im Erdgeschoss 3cm und im OG 6cm.
    Flure laufen die Leitungen zum Verteiler durch.
    Heizlast have ich keine Info drüber.

    VA und Rohr wurden vom Lieferanten berechnet.
    Fliesen und Vinyl
    Heizkurve ist 0,8 eingestellt.
     
  8. tgaeb01

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    Die Dimensionierung würde ich gern mal sehen ;-)
    Für die Dimensionierung einer Heizungsanlage unrelevant bzw. nicht verwendbar!
    Zu jeder Anlage gehört auch eine Rohrnetzberechnung, andernfalls "verhungert" die Anlage hydraulisch!
    [​IMG]
    Ob die gewählte Therme überhaupt passfähig ist, sollte man überprüfen!

    v.g.
     
  9. #8 Sanierung2012, 18. Juni 2014
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    Ohne Kontrolle wird es Murx!
    Naja, eine Rohrnetzberechnung schadet zwar nicht aber unbedingt notwendig ist sie nicht, solange die Querschnitte nicht zu klein gewählt werden, das sollte ein Installateur im "Schlaf" können.
    Ich würde wg. ein paar Cent nicht am Material sparen und lieber zu groß als zu klein wählen.
     
  10. Kater432

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    Die Rohrnetzberechnung ist ja zum Teil schon bei der Berechnung der Heizungsflächen dabei. Da steht idR der Druckverlust jedes einzelnen Kreises drin, ebenso der Gesamtdruckverlust am HKV. Da muß jetzt nur noch jemand die Anbindeleitung in abhängigkeit des Volumenstromes / Druckverlustes von Heizung zum Verteiler definieren. Und sicherlich ist hier besser (dicker als zu dünn) Geringerer Verlust, mehr Durchfluss möglich usw.
     
  11. tgaeb01

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    Da scheint mitunter "Tiefschlaf" vorhanden zu sein ;-)
    Und nachher ggf "künstlich" abdrosseln, um auf den gewünschten Betriebspunkt zu kommen? ;-) Wer genung Geld zur Verfügung hat mag das durchaus tun. Was nicht "zu klein bzw. zu groß" sein sollte, müsste man anhand der jeweils tatsächlichen Notwendigkeiten allerdings definieren können!

    v.g.
     
  12. #11 Sanierung2012, 18. Juni 2014
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    Ohne Kontrolle wird es Murx!
    Was soll man da "künstlich" drosseln?
    Den zu geringen Druckverlust?
    Der Materialmehrpreis für ein EFH von z.B. 28mm auf 35mm Rohr liegt im Bereich von vielleicht 50-150€, je nachdem wie lang die Anbindeleitung zu den HKV ist.

    Eine Anlage "verhungert" auch nicht hydraulisch, nur weil keine Rohrnetzberechnung gemacht wurde, das ist reine Angstmacherei.

    Die Anlage "verhungert" hydraulisch, wenn der Installateur unfähig ist und die Anbindeleitung mit Querschnitten, wie sie für das FBH-Rohr Verwendung finden, aufbaut.
     
  13. #12 Bobby1983, 18. Juni 2014
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    Ich habe heute mir dem Installateur gesprochen. Dieser sagt das nach seinen Berechnungen die Leitung stimmt. Er kommt nun Morgen vorbei um sich das ganze anzuschauen. Ahne aber nichts gutes.
     
  14. #13 Sanierung2012, 19. Juni 2014
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    Das Haus hat grob geschätzt 12kW Heizlast, damit müssen gut 1000l/h durch das dünne Röhrchen!?
    Das wäre etwas viel.
    Wenn der Installateur da anderer Ansicht ist, ab mit ihm ins RNK zum Checkup ;-)
     
  15. #14 Tom Köhl, 19. Juni 2014
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    Hallo Bobby,
    sag mal ein bisschen was zu dem "Anbieter". Du unterscheidest Anbieter von "Fachbetrieb", das klingt irgendwie so nach dem billigen Hausmeisterservice:

    Wer hat dem Anbieter denn die Vorgaben gemacht, was er verlegen soll? Du, oder der Fachbetrieb? Oder hat er das eigenständig entschieden?

    Ist dieser "Anbieter" denn noch greifbar? Bzw. kannst Du nicht mal die beiden (Fachbetrieb und "Anbieter") zusammen an einen Tisch bekommen, damit das Problem vom Tisch kommt? Schließlich ist das alles eben erst eingebaut worden.

    Beste Grüße,
    Tom
     
  16. tgaeb01

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    Siehe Bild ;-)
    Den zu geringen Druckverlust?
    Die verhindert derartigen Murks.
    Ob man hier Risiken, die ggf. >25 Jahre belasten, eingehen soll, würde ich nicht für sinnvoll halten. Man kann allerdings auch Annehmen, Vermuten, Schätzen oder Rätselraten. Ob das eine sinnvolle Grundlage für eine insgesamt wesentliche Investitionsentscheidung ist, meine ich nicht. Daher kommen dann auch die geringen Jahresnutzungsgrade bzw. hohen Anlagenaufwandszahlen. Wer am Anfang am falschen Ende spart, zahlt am Ende mehrfach drauf!

    v.g.
     
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  18. Kater432

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    Gemeint war sicherlich nur die Anbindeleitung , wo es besser ist, lieber etwas stärker auszuführen als du dünn. Das rohrnetz ab Verteiler wird damit nicht gemeint gewesen sein. Und da denke ich auch, ist es besser dort auf der Anbindestrecke einen geringeren Druckverlust zu haben. Hinter dem Verteiler ist eine andere Sache, da kann es sicherlich bei der Rohrnetzberechnung auch mal hinauslaufen, das eine kurze Strecke eventuell ein dünneres Röhrchen hat, um annähernd den gleichen Druckverlust zu haben wie die anderen längeren Leitungen. Dies macht ja dann den späteren Abgleich am Verteiler einfacher und das kurze Rohr muss nicht unnötig stark abgedrosselt werden.

    Trotzdem macht es mMn keinen Unterschied wenn die Anbindeleitung ne Nummer größer gewählt wird. Somit ist immer genug Reserve da (ohne hohen Druckverlust) um mal mehr Wasser durchzulassen.
     
  19. #17 Sanierung2012, 19. Juni 2014
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    So ist es.
    Die 10-20mbar Unterschied (weniger Strömungswiderstand) bei der nächst größeren Querschnittsdimension in der Anbindeleitung werden wohl kaum eine extra Drosselung nötig machen.
    Der maßgebende Widerstand sitzt nach der Anbindeleitung, sofern es der Installateur nicht vermurkst.
     
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