Fußbodenheizung im Altbau - Probleme

Diskutiere Fußbodenheizung im Altbau - Probleme im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich wohne in einem Mehrfamilienhaus, Altbau, 6 Etagen übereinander. Die Heizungsanlage stammt aus den 1990er Jahren. In allen Wohnungen...

  1. #1 Pirellitx31, 09.10.2021
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    Hallo, ich wohne in einem Mehrfamilienhaus, Altbau, 6 Etagen übereinander. Die Heizungsanlage stammt aus den 1990er Jahren. In allen Wohnungen wurden damals Heizkörper montiert.
    Nun hat der neue Wohnungseigentümer unter mir alle Heizkörper entfernt und eine Fußbodenheizung (ca 120 m² Fläche) an die bestehenden Heizungsanlage angeschlossen. Seitdem gibt es Probleme bei mir in der Wohnung. Zwischendurch kommt bei mir keine Wärme mehr an.
    Mein Installateur sagte mir, dass möglicherweise die Steigleitungen zu gering bemessen sind, das könnte die Ursache sein. Der Eigentümer unter mir bestreitet das. Auch etliche andere Eigentümer liebäugeln mit einer Fußbodenheizung. Kann eine Fußbodenheizung an ein bestehendse System angeschlossen werden, oder gibt es Probleme?
    Vielen Dank schonmal vorab für sachkundige Beiträge
     
  2. #2 Fabian Weber, 09.10.2021
    Fabian Weber

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    Man kann eine Fußbodenheizung an ein Heizkörpersystem anschließen. Bei richtiger Ausführung ist das unproblematisch.

    Wie das bei einer WEG ist, kann ich Dir nicht sagen. Am besten man fragt den Heizungsbauer, der das gemacht hat.
     
  3. #3 nordanney, 09.10.2021
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    Wow, interessante Frage.
    Wie ist die FBH gebaut? Fräsen in den Estrich oder Estrich erneuern ist eine bauliche Veränderung, die durch die Eigentümergemeinschaft genehmigt werden muss (dazu gibt es sogar Gerichtsurteile, die mit einem Rückbau geendet sind). Eine komplette andere Heizungsform einbauen, die die Heizung der anderen Eigentümer beeinträchtigt, ist ebenfalls genehmigungspflichtig.
    Wie erfolgt nunmehr eine korrekte Heizukostenabrechnung?
    Wie hat der Eigentümer denn die FBH auslegen lassen? Wie wurde die Heizungsanlage der Gemeinschaft angepasst?
    Grds. ist der Anschluss technisch kein Hexenwerk. Bedarf aber wie gesagt eines Beschlusses der Eigentümergemeinschaft.
     
  4. BaUT

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    Diskussion mit dem Miteigentümer ist zwecklos.
    1.a Gab es einen Beschluss dass der Miteigentümer bauliche Änderungen am Gemeinschaftseigentum der Heizungsanlage vornehmen darf?
    1.b Gab es eine Beschluss dass Teile des Fußbodenaufbaus baulich geändert werden durften?
    2. Liegen der WEG (Hausverwaltung) die Heizlastberechnungen sowie die Werkplanung und die Revisionsunterlagen zur Fußbodenheizung vor? Hier muss ja ein rechnerischer Abgleich erfolgt sein welcher garantiert, dass der Hausanlage nicht zu viel Wärme entnommen wird und alle dahinter hängenden Wohnungen noch genug Wärme bekommen.

    Wenn da einfach nur für die eine Wohnung eine Beimischung, eine Zirkulation und eine Temperatursteuerung angeklemmt wurde und die FBH dem Haussystem eben so viel Wärme entzieht wie sie eben braucht, dann kann es passieren, dass der hydraulische Abgleich für das gesamte Haus nicht mehr funktioniert und die letzten Abnehmer leer (kalt) ausgehen.

    Deshalb
    - Rechtmäßigkeit des Umbaus prüfen
    - Unterlagen, fachgerechte Ausführung und fachgerechte Einstellung (hydraulischer Abgleich des gesamten Systems) prüfen lassen
     
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  5. #5 Fred Astair, 11.10.2021
    Zuletzt bearbeitet: 11.10.2021
    Fred Astair

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    Wäre hilfreich, wenn sich Fragesteller zeitnah für Ihre Antworten interessieren würden.

    Der Wärmebedarf einer Wohnung ändert sich nicht, durch den Wechsel der Wärmeübertrager.
    Ich vermute aber, dass die vormals installierten Heizkörper durchflussmäßig abgeglichen waren und somit für jeden HK ausreichend Wasservolumen zur Verfügung stand.
    Wird jetzt ohne Gesamtabgleich ein Heizkreisverteiler einer FBH eingebaut und, wenn überhaupt, eine Volumeneinregulierung nur für die FBH-Kreise durchgeführt, kommt das Restsystem aus dem Gleichgewicht und andere Teilnehmer werden nicht ausreichend durchströmt.
    Deshalb sind die gestellten Fragen dringend zu beantworten.
     
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  6. #6 simon84, 11.10.2021
    simon84

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    So ganz abwegig ist das Kommentar des Installateurs nicht. Es kommt natürlich drauf an wie die VL Temperatur für die FBH abgemischt wird und wo. Ich denke mal nicht, dass die mit der exakt gleichen VL wie die HK betrieben werden kann/soll.

    wo sitzen Pumpen ? Nur an der Zentralheizung oder ggf. auch in der Wohnung selbst ?

    In direktem Vergleich zu Heizkörpern hat man bei FBH normalerweise schon eine höhere durchflussmenge.

    ist nicht unmöglich dass die Pumpenleistung am Steigstrang nicht gut zu der FBH passt ….
     
  7. BaUT

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    Ja eben
    Deshalb ist der Nachbar zur Herausgabe aller Planungs- und Revisionsunterlagen seiner FBH zu zwingen, damit die WEG diesen Eingriff in die Gemeinschaftseigentums-Heizanlage nachvollziehen kann und die betreffenden Nachregulierungen vorgenommen werden können oder dem betreffenden Miteigentümer Auflagen zur regelungstechnischen Ergänzung seiner Anlage auferlegt werden können.
     
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