Fußbodenheizung u. Parkettfußboden

Diskutiere Fußbodenheizung u. Parkettfußboden im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hi, wie sind Eure Erfahrungen mit (Warmwasser-)Fußbodenheizung und Holzparkett? Ich weiß, dass die Stärke 10-15mm nicht überschritten und...

  1. #1 FeuersteinFred, 25. September 2009
    FeuersteinFred

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    Hi,
    wie sind Eure Erfahrungen mit (Warmwasser-)Fußbodenheizung und Holzparkett?

    Ich weiß, dass die Stärke 10-15mm nicht überschritten und vollverklebt werden sollte. Außerdem sollte man Holz mit einem guten Lärmeleitwert bzw. niedrigem Wärmewiderstand und geringer Verformung verwenden.
    Laut technischen Daten erscheint mir neben Eiche auch Bambus als sehr geeignet. Bambus ist außerdem noch härter als Eiche.
    Lieder haben deutsche Parkettleger bzw. Parkettanbieter noch relativ wenig Erfahrungen mit Bambus. Ist aber immer mehr am kommen.

    Was meint Ihr nach dem heutigen Stand der Technik zu Bambusparkett?

    Gruß Fred
     
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  3. meinHaus500

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    Unser Architekt hatte uns schon vor drei Jahren Bambusparkett empfohlen. Ich gehe davon aus, dass er damit schon positive Erfahrungen gemacht hatte.

    Allerdings haben wir uns dann lieber für ein geöltes Eichenparkett entschieden. Die Firma Junckers stellt Parkett speziell für Fußbodenheizungen her.
     
  4. ThomasBe

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    In unserem Neubau planen wir auch Bambusparkett verlegen zu lassen,
    genauer gesagt Hochkantlamelle massiv.
    Wir haben auch Fussbodenheizung (Warmwasser) und die Empfehlung
    von zwei unabhängigen Parkettlegern war auf jeden Fall
    vollverklebt, keinesfalls schwimmend. Weiterhin wurde uns
    geölt empfohlen, versiegeln wäre machbar, aber nicht
    empfehlenswert.

    Wir haben uns noch nicht bei folgenden Punkten entschieden:
    a) Stärke 10 mm oder 15 mm
    b) Material fertig geölt vom Hersteller verbauen oder
    erst verlegen und dann ölen und schleifen
    c) Spachteln oder nicht. Ein Verleger meinte auf jeden Fall
    spachteln, der andere meinte bei Neubau und DIN gerechten
    Zementestrich ist spachteln unnötig.
    d) Baumarktware oder Bezug über Parkettleger

    Über Meinungen zu den verschiedenen Punkten würde ich mich
    freuen.


    Thomas
     
  5. maveric00

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    Hallo,

    zu d) habe ich inzwischen (nachdem wir jetzt ohne Fußbodenheizung 5 Jahre mit Bauhaus-Fertig-Bambusparkett schwimmend verlegt, fertig versiegelt, gelebt haben) eine Meinung: Nicht am Material sparen. Bambus wächst sehr schnell, innerhalb von 10 Jahren ist der ausgewachsen. Danach muss er aber noch härten, dass dauert bis zu 30 Jahre - er ist also nach ca. 40 Jahren "erntereif".

    Wenn nun der Lieferant Geld sparen möchte, dann jann er auch nach 20 oder 30 Jahren die gleiche Menge ernten - nur ist das Parkett dann halt nicht ganz so hart und bekommt dann leichter Kratzer.

    Als ergänzende Information noch: Bambus hat ein sehr schönes Feuchtigkeitsverhalten. Soll heissen: Es quillt bei stehender Feuchtigkeit zwar (teilweise erheblich), trocknet aber in seine ursprüngliche Form zurück (bei mir sogar ein Reststück nach 3 Monaten im Regen draussen). Insofern kann man es sicherlich gut unversiegelt verlegen.

    Schöne Grüße,
    Martin
     
  6. #5 derderahnunghat, 5. Oktober 2009
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    bambusparkett ist in d-land seit anfang der 90er auf dem markt - also keinesfalls ein unbekanntes material . ich habe es seit 1993 im bad liegen - null problem . es handelt sich hierbei um die 3schicht ware bei der alle lagen aus bambus sind - 15mm stark , ca 950mm lang und 90mm breit .

    Parkett auf ww-Fb-heizung wird in 8 von 10 neubauten realisiert und gehört zum tagesgeschäft eines parkettverlegebetriebes .

    der wärmedurchlass sollte 0,17 nicht übersteigen - als beispiel , ein eiche stabparkett aus 22mm massiver eiche hat 0,16 bis 0,17 . ein 2schicht parkett mit einem nadelholzträger hat in der regel so um die 0,08 bis 0,09 .
    die parkettoberfläche darf sich im heizungsbetrieb nicht über 27°C erwärmen . ein schlauer parkettleger baut thermoplomben ins kleberparkett gleich mit ein , daran kann er im schadensfall erkennen wie hoch der estrich tatsächlich aufgeheizt wurde .

    zu den estrichen bzw. deren oberfläche . die estrichleger sind meistens schlampig . ein verschwindent geringer prozentsatz der firmen bauen ihren estrich ordentlich ein . Z.b. , es werden keine messstellen im heizestrich ausgewiesen , die toleranzen in der oberfläche sind meistens überschritten oder gerade noch so innerhalb - das bedeutet das meistens gespachtelt werden muss - deshalb solltet ihr als bauherren/architekten darauf VORHER großen wert legen und erhöhte toleranzen festlegen - und zwar so das diese auch nicht bis zum anschlag ausgeschöpft werden ! spachtelungen kosten unnötig geld und bringen nach der trocknung wieder wasser in den bau !!!
    ausserdem immer auf die randbereiche und ecken achten - hier wird sehr sehr oft superschlampig gearbeitet - estrich steigt an oder fällt ab , ecken sind rund ausgeführt ( fehlender estrich in der ecke ) das ist speziell bei HKL superärgerlich !!!

    aslo , parkett auf ww-fb-heizung geht , bitte immer klima beachten ! , bitte auch die holzart berücksichtigen . wenn es irgendwie finanziell und/oder geschmacklich machbar ist ein massivparkett bevorzugen . zwar ist hier die eignschaft zum arbeiten des holzes höher als beim mehrschichter , aber hier gibt es mit 100% sicherheit keine deckschichtablösungen !!!!!!! und man kann den boden mindestens 2 bis 4 mal mehr abschleifen und neu versiegeln !!! An einem gut gepflegten massivparkett haben auch noch eure erben freude ;)
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 5. Oktober 2009
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    Huijuiju - Du schiebst hier aber gleich ne Welle.Mein lieber Herr Gesangverein.

    Wozu gibt es denn Toleranzen, wenn Du denen, die sie einhalten, Schlampigkeit vorwirfst? Und wozu soll ich irgendwas vereinbaren und dann noch vereinbaren, dass es nicht ausgenutzt werden darf.
    Gehts noch????

    Und die paar Liter Wasser für die Spachtelmasse sinds ja nun auch nicht.
     
  8. #7 derderahnunghat, 5. Oktober 2009
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    die verarbeitung von bambus zu parkett , das ist das eigentliche thema . bei 2schichtparkett , also dieses parkett mit meistens 3,6mm nutz- oder deckschicht ist im prinzig kein unterschied zu anderen holzarten ( ich weis - bambus = gras ) . hier kommt es maßgeblich auf den träger an , meistens ein nadelholz , gute teure hersteller verwenden multiplex ( oder auch sperrholz genannt ) es gibt auch hersteller die an den beiden kopfstößen multiplex verbauen . und ein besonders kritischer punkt ist die verklebung von träger mit nutzschicht . hier findet bei klimaschwankungen oder sonstigen äusseren einflüssen die größte belastung innerhalb des parkettstabes statt .
    vor 250 jahren haben wir mal in der berufsschule gelernt man soll immer 2 gleiche holzarten miteinander verleimen , weil unterschiedliche holzarten unterschiedlich arbeiten - ist ja eigentlich logisch !!
    2schicht parkett das zwischen mitte der 90er und anfang 2000 verlegt wurde hat zu einem relativ großen teil heute probleme mit deckschichtablösungen ! sei es durch renovierung ( also abschleifen & nei versiegeln ) durch die parkettpflege ( putzwasser ) oder sonstige einflüsse . Die hersteller verweisen auf ihre 5jahre gewährleistung ! die hersteller verprechen aber auch das die heutigen klebstoffe viel viel besser sind :smoke . das mag ja sein , wissen werden wir das aber erst in 10 bis 15 jahren . zwar werden tests gemacht , aber die realität ist eben die realität und kein versuchslabor .

    beste erfahrungen mit bamus auf ww-fb-heizung habe ich mit der 3schichtigen bambusware , bei der alle 3 schichten aus bambus sind . allerdings greife ich hier auch nur auf 2 hersteller zurück die eben die fast 20 jahre erfahrung auf diesem gebiet haben .
     
  9. #8 derderahnunghat, 5. Oktober 2009
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    ja , unter deinem avatar steht architekt :D war mir klar . der BAUHERR kann einiges einsparen ( zeit und geld ) wenn der architekt seinen job macht und auch mal bei der abnahme des estrichs auf die knie geht um die toleranzen zu prüfen !!!!!!!! nur das macht der architekt nicht - ich hab bis heute nicht rausbekommen warum nicht - ich nehme mal an wegen den klamotten :biggthumpup:
     
  10. #9 Achim Kaiser, 5. Oktober 2009
    Achim Kaiser

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    Ich würde mal den Ball etwas flacher halten ...

    Dieser Stabparket überschreitet den höchstzullässigen Wert für FBH - max. Grenzwert Wärmeleitwiderstand des Oberbelags nach DIN liegt bei 0,15 m²K/W.

    Alles was drüber ist ist MANGELHAFT !

    Ich kenne keinen Parketthersteller der eine Ausführung als *für Fußbodenheizung geeignet* klassifiziert, wenn der zulässige Grenzwert für FBH nach DIN überschritten wird.

    Es ist auch nicht empfehlenswert einen solch hohen Oberbodenwärmeleitwiderstand einzusetzen, da sich die Systemtemperaturen erhöhen und die Verluste nach unten kräftig ansteigen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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  12. #10 Ralf Dühlmeyer, 5. Oktober 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Werter Herr mit Ahnung.
    Wir kennen uns nicht. Ich weiß also nicht, wieso Sie meinen, meine Arbeitsweise beurteilen zu können und zu dürfen. Meinen Bekleidungsstil kennen Sie wohl auch nicht.
    Wenn Sie irgendein Problem mit bestimten Berufsgruppen haben, leben Sie das bitte anderswo aus.

    Und ich glaube, es wäre auch besser für Sie, wenn wir uns auf keiner Baustelle begegnen würden. Denn ich würde Sie dann an Ihren eigenen Maßstäben messen.
    Und dafür würde ich sogar mit Hexenschuß und Gicht in den Knochen über den Boden rutschen.

    Hochachtungsvoll
     
  13. Lukas

    Lukas

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    Was issn hier los?

    Wer 22mm Parkett und nicht 16mm verklebt verlegt hat wohl den Unterschied nicht verstanden. Der liegt im unteren Bereich und wird nur für die genagelte Verlegung benötigt.

    Aufschüsselungen in Ecken und Randbereichen haben eine Ursache, aber relativ wenig mit dem Einbau oder dessen Überwacher zu tun. Eher mit der Trocknung. Ob die Vorgewerke vom Architekten oder sonst wem geprüft werden ist sowas von egal, da der Verleger eh in der Prüfpflicht ist.

    Aber das weiß ja einer, der meint Ahnung gehabt haben zu wollen... :p

    Der relevante Feuchteeintrag durch Spachtelmassen bleibt mir allerdings ein Rezel, solang das Zeug nicht extrem überwässert wird. :)

    Gruß Lukas

    PS: Zu dem Wärmedurchgangsunflat sag ich wie immer NIX. :D
     
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