Fußbodenheizung und Auslegung

Diskutiere Fußbodenheizung und Auslegung im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Folgendes Problem. Ich möchte im neuen Haus eine Fußbodenheizung installieren. Nun habe ich die Möglichkeit diese wie folgt auszulegen. Mit...

  1. #1 Zahlemann, 09.03.2012
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    Folgendes Problem.

    Ich möchte im neuen Haus eine Fußbodenheizung installieren.
    Nun habe ich die Möglichkeit diese wie folgt auszulegen.
    Mit Vorlauf 45 C° , 40C° oder 35 C° bei einer für die Region maximal anzunehmenden Tiefsttemperatur von -19C°.

    Hätte gern 35 C°. Aber da wäre der Verlegeabstand bei 5 cm und man müsste extrem viele Heizkreise legen. Zudem käme noch eine Heizkörper im Bad und WC dazu. Weil es da nicht reichen würde.

    Bei 40 C° wäre der Verlegeabstand bei 5 bis 15 cm .
    Heizkreise 1 bis 4 je nach Zimmergröße.
    Keine extra Heizkörper unbedingt erforderlich.
    Wäre momentan meine Wahl.

    Bei 45 C° wären die geringsten Investitionskosten.


    Als Wärmequelle soll eine Luftwärmepumpe dienen.
    Da wären sicher die 35 C° Vorlauf wohl am günstigsten.
    Aber die Anzahl der Heizkreise würde ist Uferlose ausarten mit 9 Stück z.B. im Wohnzimmer.

    Sollte man auf biegen und brechen die 35 C° Vorlauf erreichen ???

    Ist eine Auslegung auf 40 C° auch gut ???

    Kann man am Estrich noch etwas verbessern bzw. einarbeiten um auf diesen Weg eine niedrigere Vorlauftemperatur zu erreichen.
    Eine Eisenbewährung oder Zusatzstoffe im Estrich um dessen Wärmeleiteigenschaften zu verbessern???

    Wie habt ihr euch entschieden ????


    Vielen Dank schon mal im voraus.
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Keine Ahnung was Du da rechnest, aber schlüssig ist das nicht.

    Ich habe noch nie erlebt, dass man in einem "normalen" Haus in Deutschland nicht mit 35°C VL ausgekommen wäre.

    Es liegt also die Vermutung nahe, dass Deine "Berechnung" falsch ist.

    Gruß
    Ralf
     
  3. H.PF

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    Ich glaube, deine ganze Rechnung ist irgendwie daneben...

    Eine Luftwärmepumpe die bei -19 Grad noch deine Bude heizen soll? Wohl mit Heizstab oder?

    Und deine Auslegung der Kreise? Die ist auch heftig...

    Was hast du denn für einen Wandbildner?

    Hast du eine Heizlastberechnung für dein Haus machen lassen aufgrund derer jetzt deine Heizung ausgelegt wird?
     
  4. Julius

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    Entweder ist das ne zugige Hütte mit Bierdeckelwänden oder da hat sich wirklich jemand heftig verrechnet.

    Was sagt denn die Heizlastberechnung?

    Und wieso Luft-WP?
     
  5. #5 robert0204, 09.03.2012
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    Luftwärmepumpe und Außentemperatur nach Din -19°C? bist Du Dir da mit dem Heizsystem so sicher?
    Du kannst Die Fußbodenheizung auch mit Wandheizung ergänzen. Und 5 cm Verlegeabstand im ganzen Haus, lass es das geht mal in einem Raum aber nicht überall.
     
  6. cookie

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    Hallo Robert,

    warum geht 5er Verlegeraster nicht im ganzen Haus?
     
  7. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Geht schon, ist aber mit Sicherheit nicht notwendig. Vielleicht sollte das einmal jemand rechnen, der etwas davon versteht. Und bei den AT eine L-WP wäre auch noch einmal zu überdenken :shades

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  8. cookie

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    Hallo Bruno,

    so etwas dachte ich mir schon.
    Welche Rasterabständen wären den bei VL/RL 35 /28 sinnvoll, oder kann man das Glaskugeltechnisch nicht aus der Ferne betrachten?

    gruss
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  9. #9 Zahlemann, 09.03.2012
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    Hallo und Danke noch mal für die Antworten..


    An: R.B.

    Die Berechnung habe ich nicht selbst gemacht… sondern jemand vom Fach mit einer Software.
    Ich gehe davon aus. Der kann das.
    Ich selbst kann so was nicht.

    An H.PF

    Ja die Luftwärmepumpe soll die Bude heizen… eine Mitsubishi Ecodan.
    Und ja…. eine Heizlastberechnung ist selbstverständlich gemacht worden.

    An Julius:
    Die Luftdichtheitsmessung hat ergeben, das die Anforderungen erfüllt werden.
    n50 ist bei etwa 0,3 1/h.
    Hoffe das ist keine ,, zugige Hütte,, .

    Ist alles bestens gedämmt und isoliert
    Wand U Wert 0,14
    Dach 0,11.
    Fenster 0,8

    Was mir an der Sache echt Komisch vorkommt.
    Das Heizungswasser hat eine Vorlauftemperatur von 40 C° aber der Estrich ist oben nur 26 C° warm.
    Laut Berechnung.
    Warum leitet der Estrich so schlecht die Wärme??
    Kann man da noch was verbessern???

    Grüße…
     
  10. Seev

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    reicht doch, am Estrich liegts nicht ... wie warm soll denn nach Berechnung der Raum dabei werden? Sicher keine 26°, sondern wohl 20 ... max. 24 (Bad).
    Mach nur 35° VL! wenn das ordentlich gerechnet ist muss das auch passen.
    Was für ein Rohr soll denn zum Einsatz kommen? üblich sind Heizkreislängen von 80 ... 100 m. Wieso sollen das so viele geben? Habe 26 Stück bei 3 Etagen incl. 3 Wandheizflächen.

    Ich bin diesen ganzen Winter mit 27,5° ausgekommen und habe schlechtere U-Werte als Du. Kleinster VA ist bei mir 8 und 10 cm. Im Bad würde ich ergänzend eher Wandheizung empfehlen statt Zusatzheizkörper, da evtl. noch falsches System.
     
  11. #11 driver55, 10.03.2012
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    Was heisst das in Zahlen?

    50 Heizkreise für die ganze Hütte? 300m² müssen halt versorgt werden.;)

    Oder 30 statt 20, oder, oder?

    Da Luftwärmepumpe ist der Vorlauf so niedrig wie möglich zu halten!

    Am Rande: Ein guter Freund plant gerade.... 48 Heizkreise für seine Hütte. Da sind's auch 8 im WoZi. Bei 50-60m² WoZi braucht's halt ein paar mehr...
     
  12. #12 Achim Kaiser, 10.03.2012
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    Ist das BV in der Gegend von Hof ?

    ... und 5 cm Raster braucht kein Mensch.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  13. #13 Zahlemann, 11.03.2012
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    Auf 140 Quadratmeter kommen bei Auslegung auf 35 C° in etwa 30 Heizkreise.
    Bei 40 C° ist es in etwa nur die Hälfte.

    Ich kapiere das mit dem Estrich einfach nicht.
    Um die Raumtemperatur zu halten, muss der Fußboden oben Flächig 26 C° haben.
    Das leuchtet ein.
    Da denkt man ja, dass dafür 35 C° Vorlauftemperatur in den Rohren reichen.
    Das man da 40 C°, oder bei 35 C° 5 cm VA braucht. Will mir einfach nicht einleuchten.

    Deswegen kam mir in den Sinn.
    Als Armierung in dem Estrich Estrichgitter aus Metall zu verwenden statt Kunststofffasern.
    Bessere Verteilung der Wärme im Estrich und damit geringere Vorlauftemperatur der FBH.
    Ich muss da wohl noch mal mit dem Estrichfachmann sprechen…

    Am Rande .
    Für 48 Heizkreise braucht man wie viele Pumpen ????

    Ja ist nicht weit von Hof… aber mehr sag ich nicht…
     
  14. H.PF

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    Bewehrung/Armierung im Estrich ist Quatsch.

    Entweder der ist vernünftig eingebaut, dann gibt es keine Risse. Oder es wird ein Fehler gemacht, dann rettet die Armierung auch nix mehr...
     
  15. #15 driver55, 11.03.2012
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    Vermutlich eine, eine grosse!:biggthumpup:

    Nochmal, was sagt die Heizlastberechnung? 8kW?


    Denn "Auf 140 Quadratmeter kommen bei Auslegung auf 35 C° in etwa 30 Heizkreise."
    Gibt das ein "KfW120 Haus"?
     
  16. R.B.

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    Ich würde davon nicht ausgehen, zumindest sprechen die Zahlen nicht dafür.

    Was die 5cm VA betrifft, so kann man das machen, aber der Vorteil gegenüber beispielsweise 10cm ist nur marginal. Im Praxisbetrieb so gut wie nicht bemerkbar.

    Unterstellt man, dass das Haus auch noch irgendwie gedämmt ist, Heizlast also im Bereich 6-8kW, dann wirst Du bei max. 35°C VL irgendwo bei 10-15 Heizkreisen landen. Je nach Region Auslegungstemp. -14°C oder -16°C.

    Das ist einmal eine grobe Richtung, alles andere muss die Berechnung zeigen.

    Gruß
    Ralf
     
  17. #17 Achim Kaiser, 12.03.2012
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    Hof hat ne Auslegungstemperatur von -18°C, windstark .....
    Eindeutiges Indiz für *kalte, zugige Gegend* und nicht unbedingt gute Grundvoraussetzungen für ne LWP.

    Grundsätzlich würde ich mal prüfen was die WP bei Auslegungstemperatur noch bringt ....

    5 cm Verlegeabstand halte ich im Heizkreis für Humbug.
    Zumindest ich krieg keine Biegeradien gebacken die den Mindestbiegeradien entsprechen ... und ich halte die Estrichstärke zwischen den Rohren für zu mickrig ... Fazit : 5 cm Verlegeabstand darf machen wer will - ich tus nicht.

    Mattensysteme haben meistens ein 10er Raster als kleinste Variante ... schon Matten für 5er Raster noch aufzutreiben ist regelmäßig ein Akt ....

    Wenn der Fußboden nicht reicht .... Zusatzheizflächen wie Wandheizung etc andenken. .... und bei -18° erst mal prüfen ob da die WP nicht ne Elektrodirektheizung wird, weil die WP bei höheren Temperaturen schon aussteigt .... dann wäre ne andere Wärmequelle sinnvoll ...

    Immer dran denken ... Auslegungstemperatur ist das 2 Tagesmittel das einmal in 20 auftrat.
    Es können über nen kurzen Zeitraum auch deutlich tiefere Temperaturen auftreten .... wer hier gegen ne Funktionssystemgrenze läuft, der kann dann dem Stromzähler beim Tango tanzen zusehen ... und jammert vermutlich nach der Zeitlupenfunktion.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  18. R.B.

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    Danke. Liegt wohl inner Zone, da hört meine Karte auf. :mega_lol:

    Wenn da tatsächlich mit -18°C zu rechnen ist, dann kann er die meisten LWP sowieso in die Tonne treten. Denen geht schon vorher die Luft aus. Dann darf er zumindest kalt duschen. :D

    Gruß
    Ralf
     
  19. H.PF

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    Dann wäre es sinnvoll einen Kachelofen zu besitzen... *grusel*

    Ich fänd es furchtbar, aus technischen Auslegungsgründen in einer kalten Bude zu sitzen...

    Und kalt bedeutet für mich alles unter 21 Grad...
     
  20. #20 Achim Kaiser, 12.03.2012
    Achim Kaiser

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    Definitionssache .... :-).

    Nach Norm ist es hinnehmbar - zu Gunsten der Wirtschaftlichkeit - auch mal 2 Tage mit geringeren Raum-Temperaturen als bei der Auslegungstemperatur zu Recht zu kommen.

    Die knackigen Temperaturen Anfang Feb. haben sicher dem einen oder anderen Erbsenzähler aufgezeigt wie *statistische* Temperaturen zu bewerten sind. Wenn ich mir da so manche Internett-Parolen ansehe, speziell bei WP-Auslegungen ..... *grusel*.

    LWP´s haben eben auch ihre Einsatzgrenzen .... wohl dem der ein technisches Datenblatt lesen kann ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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