Fussbodenheizung

Diskutiere Fussbodenheizung im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, wir haben am Montag Termin bei unserer Heizungsfirma bzgl. unseres Neubaus. Und da ist bis jetzt noch eine grundlegende Frage...

  1. #1 basementmedia, 7. Februar 2013
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    Hallo zusammen,

    wir haben am Montag Termin bei unserer Heizungsfirma bzgl. unseres Neubaus.
    Und da ist bis jetzt noch eine grundlegende Frage offen, bei der ich Entscheidungshilfen bräuchte...oder zumindest Anregungen.

    Gibt's irgendwas, dass
    - aus baubiologischer/gesundheitlicher Sicht gegen eine Fussbodenheizung spricht
    - allgemein gegen eine Fussbodenheizung spricht

    ...da wir nicht wissen, ob wir nur teilweise (EG:Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, Gäste-WC - DG: Bad) oder überall FBH machen lassen sollten. Da wir Pellets als Heizsystem nehmen, wären zwei Heizkreise durchaus möglich.

    Klar: Manche Leuite haben ja Probleme mit den Füßen bei FBH's. Und dann wäre ja noch die Sache mit den Staubaufwirbelungen, da die aufsteigende Wärme den Staub mit aufwirbelt. Aber ist das wirklich so extrem? Wirbeln nicht Heizkörper auch Staub auf?
    Dann gibts ja noch das Problem, dass die Dinger doch so träge sind. Im Keller z.B hab ich Räume, die ich nur manchmal heizen muss und dann recht spontan (Hobby/Musikraum). Und wenn ich dann erstmal 8 Stunden warten muss, bis das Ding aufgeheizt ist...

    Aber irgendwie hab ich das Gefühl, mit Heizkörpern eine veraltete Technik einzubauen und vielleicht einen groben Fehler zu machen, weil man ja später ne FBH nicht mehr ohne riesen Aufwand nachrüsten kann...

    Bin für jede Anregung dankbar...

    Viele Grüße

    Daniel
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 7. Februar 2013
    Achim Kaiser

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    Mmmmmh ... die ganz veraltete Heizkörpertechnik wird im Moment von nem HK-Hersteller mit Studien aus Schweden oder Dänemark mit 15% sparamerem Betrieb beworben als ne FBH (unter bestimmten Voraussetzungen).

    Gegen eine FBH spricht nichts ... wenn sie ordentlich ausgelegt und ausgeführt werden.
    Ob jemand von einer Oberfläche mit 25°C nen dicken Hals oder dicke Beine bekommt ... darf jeder selbst abschätzen. Die meisten Betreiber meckern eher dass die Regierung den Boden als *nicht warm* bezeichnet ....

    Manchmal kann *veraltete Technik* wesentlich besser sein, als es die *modernen Wettbewerber* wahr haben wollen.

    Schlussendlich spricht für eine FBH das niedrige thermische Niveau mit der sie betrieben werden kann, wenn man sich diese Nutzung offen halten will .... ansonsten kann man eine Anlage auch mindestens genauso effektiv mit örtlichen Heizflächen bauen (gewusst wie brauchts in beiden Fällen).

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. R.B.

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    So "klar" ist das nicht. Beide Argumente kannst Du getrost abhaken, wurde hier schon hundertfach diskutiert.

    Das mit der Trägheit stimmt. Die Masse des Estrich verzögert die Wärmeabgabe im Vergleich zu den "leichten" Heizkörpern. Andererseits sorgt die Masse des Estrich auch für einen Ausgleich, und in einem hoch gedämmten Haus heizt man vorzugsweise sowieso ständig durch (dafür aber auf niedrigstem Temperaturniveau).

    Für Räume die Du nur sporadisch nutzen möchtest, könnte man noch eine Gebläsekonvektor verbauen. Der erwärmt schnell die Luft (gefühlt warm) und kann die Zeit überbrücken bis die FBH auf vollen Touren läuft und Wärme liefert.

    Ich würde bei einem Neubau nur auf Flächensysteme setzen, vorzugweise auf FBH. In kritischen Räumen kann man über zusätzliche Heizflächen nachdenken. So wäre beispielsweise eine Wandheizung als Ergänzung denkbar. In Räumen die schnell auf Temperatur gebracht werden müssen, sollte eine Möglichkeit vorhanden sein die Raumluft zu erwärmen. Hier würde ich anstatt einer Wandheizung auf einen Gebläsekonvektor setzen. Wird der Raum nur sehr selten genutzt, dann wäre sogar ein el. Gebläsekonvektor denkbar.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 basementmedia, 7. Februar 2013
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    Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten.
    Somit wäre dann schon mal teilweise der technische Aspekt geklärt.
    Nun fehlt mir nur noch die Sichtweise der Baubiologen-Fraktion ;-)
    Gibts aus gesundheitlicher Sicht was gegen FBH zu sagen?
    Ist die unter dem Bett z.B. besser auszusparen? Wirkt das wie eine Wasserader?
    Stimmt das mit dem Staub aufwirbeln wirklich?

    Viele Grüße

    Daniel
     
  6. #5 Achim Kaiser, 7. Februar 2013
    Achim Kaiser

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    Vergiss das Bett aussparen,
    denk über ne zentrale Staubsaugeranlage nach :-)

    und eleminiere den Mikrostaubproduzenten aus dem Haushalt.

    Wenns da viel Staub zum wirbeln gibt ... wechsle die/den Putze/r

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. R.B.

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    Nein, das stimmt nicht. Wie auch, wenn die Oberfläche des Bodens nur geringfügig wärmer ist als die Raumluft? Wenn die Sonne in ein Zimmer scheint, wird der Boden weit über Raumlufttemperatur erwärmt, wirbelt da auch Staub auf?

    In einem Raum befinden sich immer Staubpartikel in der Luft die durch die geringste Luftbewegung quer durch den Raum fliegen. Staub auf dem Boden wird aufgewirbelt wenn jemand durch den Raum läuft, auch das ist normal. Eine FBH verändert an diesem Verhalten nichts.

    Es wäre etwas Anderes, wenn die Oberflächentemperatur beispielsweise 60°C betragen würde, wie es bei Heizkörpern der Fall ist. Da kann der hohe Temperaturunterschied für Konvektion sorgen, die wiederum sorgt für Bewegung der Staubpartikel im Raum und kann auch Partikel von der heißen Oberfläche "mitziehen".

    Zu den Wasseradern sage ich wohl besser nichts. Der Glaube versetzt Berge, bisher konnte aber noch in keinem wissenschaftlichen Versuch festgestellt werden, dass jemand Wasseradern spürt oder aufspüren kann. Falls Du dafür sensibel sein solltest, dann würde ich mich sofort an die James Randi Foundation wenden, da kannst Du Dir 1 Mio USD abholen.

    Gruß
    Ralf
     
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