Fußpunkt Mauerwerk - Sohlplatte 30cm ohne Streifenfundament ??

Diskutiere Fußpunkt Mauerwerk - Sohlplatte 30cm ohne Streifenfundament ?? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, schon oft diskutiert, aber diesen Fall habe ich noch nicht gefunden: Wie muss der Fußpunkt einer Wand mit Vormauerung aussehen, wenn...

  1. #1 Peter Silie, 19. Mai 2015
    Peter Silie

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    Hallo,

    schon oft diskutiert, aber diesen Fall habe ich noch nicht gefunden:

    Wie muss der Fußpunkt einer Wand mit Vormauerung aussehen,
    wenn die Sohlplatte 30cm tragend ist und es kein Streifenfundament gibt?

    So wie im Bild? Detail 01 Fußpunkt.jpg
     
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  3. #2 Peter Silie, 19. Mai 2015
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    Es soll ein KFW 70 Haus werden
     
  4. Wieland

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    Optimal wäre ein Absetzen Boden / Fundamentplatte um 12,5 cm im Bereich des Klinkers und der Dämmung. Natürlich setzt sich die Ganze Bodenplattenstärke bis ca. 70 cm von Aussenkante nach innen mit ab. Zusätzliche Bewehrung ( gemäß Statik ). Damit sind alle Spatzen gefangen.
    Ich würde gerne eine Detailskizze senden, kenne mich aber mit dem Programm nicht aus.

    Grüße
     
  5. #4 Inkognito, 19. Mai 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    @Wieland: Also die Bodenplatte ist unten nicht völlig eben? Damit entsteht unnötig Zwang, bei einer WU-Konstruktion wäre das besser zu vermeiden.
     
  6. Wieland

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    Mein Vorschlag ändert an einer WU Konstruktion gar nichts, sondern Verbessert die Anfälligkeit gegen eindringendes Wasser am Fusspunkt,
    da es ermöglicht wird eine vertikale Dichtung auf Außenkante Innenschale aufzubringen.

    Grüße
     
  7. #6 Inkognito, 19. Mai 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Nein, die verankern die Plattenränder dadurch mit einer Art Knagge im Boden, dadurch entsteht bei abfließender Hydratationswärme ein Zwang.
    Zwängungsarme Konstruktionen sind für WU-Konstruktionen zu bevorzugen, auch wenn es aufgrund von Aufzugsunterfahrten und Pumpensümpfen eher die Ausnahme als die Regel darstellt.
     
  8. #7 Halbwissender, 19. Mai 2015
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    Das Detail ist abdichtungstechnisch im Sockel in Verbindung mit dem Fußpunkt totaler Blödsinn.

    Wenn es dazu noch annähernd bodentiefe Türen gibt und keine Detailplanung bezüglich des Bauablaufs kann das sehr sehr heftig nasse Füße geben. Weißen nassen Sockel gibt es sowieso. Wer plant sowas????
     
  9. #8 Halbwissender, 19. Mai 2015
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    Lustige lineare Wärmebrücke gibts dann noch als Zugabe?

    Aber Hauptsache die Sockelleiste ist weiß?
     
  10. #9 Peter Silie, 20. Mai 2015
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    @Halbwissender

    Wie geht es denn dann richtig?
    Ich weiß es ja nicht, darum frage ich ja
     
  11. Wieland

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    Das mit der Wärmebrücke hat Halbwissender richtig erkannt. Wie gesagt ich persönlich würde das Fundament absetzen.
    Bezüglich der Wärmebrücke müsste zumindest eine Kimmschicht aus Porenbeton oder Foamglas unter dem KS eingebaut werden.
    Das solltest du aber mit deinem Staiker klären. ( Wegen der wesentlich geringeren Druckfestigkeit ).


    Grüße
     
  12. Wieland

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    6. Mauerwerk. Zeitschrift für Technik und Architektur ... der Abdichtungstechnik bei zweischaligem Verblendmauerwerk. 13. Jahrgang. Dezember 2009, S. 326-331.

    Grüße
     
  13. #12 Halbwissender, 20. Mai 2015
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    Ich bin doch nur Halbwissend....

    aber ok,

    Probleme bestehen im Bereich erhöhter Wärmetransmissionsverluste (linear) durch den unteren KS-Stein (diagonal nach links) in Richtung Sauberkeitsschicht und Erdreich.

    Im Weiteren die Frage: Wie soll die Verblendschale entwässern? Diese liegt unterhalb der GOK und am untersten Bereich ist Dämmung? Die Frage stellt sich nur wann und wieviel Wasser staut hinter der Verblendschale auf?

    3. Ohne Koordination wird das zuvor genannte Wasser wunderbar an den Türanschlüssen "Rückwärts" seinen Weg in die Estrich / Dämmschicht findet.

    4. Wieso ist die Abdichtung "Diffusionsoffen"? Was bedeutet das? Da sind Stoffe der DIN 18195-4 / - 2 zu verwenden.

    5. Aus den zuvor genannten Punkten ergibt sich die Frage welchen Sinn die untere offene Stoßfuge hat?

    6. Welche Bahn ist mit XY mm Dicke auf der Bodenplatte gemeint? Es gilt auch hier die DIN 18195-4/-2 und das dazugehörige BEB Merkblatt bezüglich der sd-Werte
     
  14. #13 Peter Silie, 21. Mai 2015
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    Danke für die Ratschläge! Ich hab mir alles durchgelesen und bin nun zu diesem Aufbau gelangt:

    Ist der so dann korrekt?

    Laut einem Kollegen der mir ein Skript eines Gutachters gegeben hat, kann man die offenen Stoßfugen wohl auch komplett weglassen

    Detail 01 Fußpunkt _ Unabhängig.jpg
     
  15. Wieland

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    Den Kisstreifen würde ich bis auf den Kapillarbrechenden Schotter ziehen und außerdem fehlt die senkrechte Sperrschicht die mind. 50 cm hoch über
    die Außenkante Innenmauerwerk über den Überstand der Fundamentplatte bis Unterkante Fundament zu führen ist. Auf jeden Fall nochmals
    die Details prüfen. Und mit deinem Statikbüro absprechen.

    Safety first
     
  16. Wieland

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    Und noch etwas, mein Vorschlag war das Fundament abzusetzen, also hast du gar nichts gelesen. ( Auch hierfür den Statiker beauftragen ) !!!!!!

    Grüße
     
  17. mls

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    frag den twp, ob sowas wie im anhang geht.
    bzgl. entw./abdichtung schaust´ ins bgga,
    in 18195 und 1053 und überlegst dir selbst,
    was funktioniert.

    Den Anhang fp-mod.pdf betrachten
     
  18. #17 Halbwissender, 21. Mai 2015
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    Soll ich das klassische "Alltagsplanung" nennen? Sowas erlebt man (ich meine das nicht abwertend) zu oft, leider.

    Was sehe ich? Den geplanten Baurechtsstreit.

    1. Frostfrei gegründet?
    2. Was macht die Trenn- Schutzlage auf der SBK? Wenn dann dient die einer verminderten Reibung der Bodenplatte und zu frühen Verlust von Wasser. Diese ist notwendig. Aber welche? So wie immer? Trennlage gem. Statik? Welches Material? Doppellagig? wie dick? Was ist geschuldet?
    3. Warum steht die SBK und die ominöse Trennlage so weit über? Um Wasseraufstau zu verursachen? Oder soll das sinnloserweise die Sockelabdichtung sein die bis auf den Dreck geführt wurde?
    4. Welche Abdichtung auf der Bodenplatte? 8mm? Welche is so dick? Material? sd-Wert? oder vielleicht doppellagig V60 S4 + oder ohne AL? Oder 3 lagig Polyolefinbahn mit Schaumrücken?
    5. Wieso Dämmung "druckfest"? Wäre dort die WLG nicht wichtiger?
    6.Wieso Trittschallmatte? Für Maulwürfe oder ist die Systemplatte einer FBHzg gemeint?
    7. Welche Trennlage ist um Himmels Willen 2 mm dick??? 10 Lagen PE Folie?
    8. Wieso 65 mm welchen Estrichs? Sind da so hohe Verkehrslasten? ich denke es wird ein EFH? Je nach Estrich wünsche ich viel Freude mit Trockenzeiten.
    9. Bis wo führt die untere Sockelabdichtung? Und warum? Der Sinn der davor angebrachten Dämmplatte erschließt sich mir hier auch nicht so ganz.
    10. "Ein Kollege hat gehört" ... ja hat er ABER.. leider nicht verstanden. In dem Fachartikel und der Mauerwerksnorm wird angegeben das offene Stoßfugen grundsätzlich nicht nötig seien da weniger Schlagregen durch das Mauerwerk durchtritt als bisher gedacht. Wer aber erhöhte Sicherheit gegen Feuchteschäden am Klinker (Aussalzungen und AUslaugungen am Fußpunkt) möchte sollte diese nach wie vor ausführen. Hier liegt die Sache aber vollkommen anders! Wasser aus Schlagregen (und trotz Kiesstreifen) Spritzwasser tritt dort verstärkt auf. Weiter kommt sogar Wasser durch die sinnlose offene Fuge in Schicht 3.Dagegen hilft auch der Zaubermörtel (wasserabweisend) nicht. Das Wasser steht dann quasi HINTER der verblendung! Unten kann das aber nicht weg. Wie auch? Fugen zu Dämmplatte vor? Toll. Das Wasser staut dann bis OK Gelände auf, also bis 12 cm über Oberkante Bodenplatte. Leider wird meist verpennt die Fenster (Türen) bodentief so abzudichten das diese an die Sockelabdichtung angeschlossen werden. das geht nämlich NUR wenn entweder die Türen / Fenster zuerst eingebaut werden ODER die unteren Anschläge zurückspringen. Ansonsten kann nur der untere Türbereich an die Laibungen der Verblendung angeschlossen werden. Wasser steht aber dahinter!!! UND kann dann munter in die Dämmschicht des Estrichs laufen.

    Dann doch besser: Bodenplatte gem. Statik, Abdichtung nach DIN 18195, Bodenaufbau entsprechend Angabe...

    Der Einwurf von mls kann dazu auch noch zu weiteren Problemen führen was auch die Abdichtung betrifft.

    Fazit: Sieht gut aus steckt aber voller Fehler durch alle Teile
     
  19. feelfree

    feelfree Gast

    Wenn ich die Diskussion so lese - von der ich nur einen Bruchteil auf Anhieb verstehe - so wundere ich mich vor allem, warum es denn bittschön keine Standardlösung für dieses Detail gibt, die jeder gelernte Architekt auswendig vorbeten kann. 2-schaliges Mauerwerk auf einer Bodenplatte ist ja wohl nichts Exotisches, oder?
     
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  21. JDB

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    @wieland:
    Wieso "Kapillarbrechender Schotter"?
    Der ist nicht nötig und auch nicht verdichtbar.
    Der hat unter einer tragenden Sohlplatte nichts zu suchen.
     
  22. #20 Halbwissender, 21. Mai 2015
    Halbwissender

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    Doch gibt es, man muss nur wissen welches Bauteil welche Aufgabe hat, was verwendet werden muss und wo...

    Gibt der Planer das NICHT vor macht der Handwerker was er meint und der Handel im Verkauft. Dazu muss man verstehen wie Abläufe zu koordinieren sind.
     
Thema: Fußpunkt Mauerwerk - Sohlplatte 30cm ohne Streifenfundament ??
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